Beiträge von BigRick

    Was die Hallenstandards angeht, so denke ich schon, dass diese sinnvoll sind. Man sehe sich mal zum Vergleich die Entwicklung der Basketball-Bundesliga an, hier entstanden gerade durch den Hallenstandard (mind. 3000 Plätze, Tribünen auf allen vier Seiten) viele große, neue Hallen, wodurch der Zuschauerschnitt in den letzten Jahren enorm nach oben ging und mittlerweile auf Augehnhöhe mit der HBL liegt. Man will mit so einem Standard ja nicht die kleinen Vereine benachteiligen, sondern im Gegenteil dazu anregen, die eigenen Strukturen weiterzuentwickeln und eine gewisse Gleichheit aller Vereine zu gewährleisten. Und sooo streng ist der HBL-Hallenstandard gerade im Verlgeich zu BBL oder DEL nun wirklich nicht (ich meine, er läge derzeit bei mind. 2000 Plätzen und Tribünen auf beiden Längsseiten, kann man das vielleicht irgendwo nachlesen?), daran ist es bislang bei den wenigsten gescheitert.
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    Kann ich Dir sagen: 2 Tribünen muss es geben, aber die müssen auf den Längsseiten sein und damit sind wir schon mal raus aus der Nummer, obwohl unser Schnitt weit über 2000 am Ende des Jahres sein wird. Wir dürfen nur 14 von 17 Heimspielen zuhause spielen und haben bereits jetzt Gewissheit, dass wir 2014/2015 nicht in der Werner Aßmann Halle spielen dürfen. Wir haben genug Klos und eine angemessene Versorgung, nur eben eine Tribüne fehlt. Klar könnte man sagen: Baut doch ne neue Halle! Aber hier wird deutlich, dass es absolut egal ist, wie gut eine Mannschaft sportlich abschneidet und wir toll und bereichernd die Stimmung in der Halle ist, wenn die Politik das Geld nicht bereit stellt, wird es keine Halle geben und der Erstligahandball aus Eisenach verschwinden, egal wie verdient ein Verbleib wäre.
    Machen wir uns nichts vor, es gibt in der HBL vielleicht 3 Hallen, bei denen die Kommunen nix schultern mussten, der Rest war davon abhängig, wieviel Geld in der Kommune bzw. der Region vorhanden war. Strukturschwache Regionen, die sportlich zwar gute Arbeit leisten und eine jahrzehntelang gebildete Fankultur haben, bleiben langfristig außen vor.
    Und das, weil man meint, es muss eine Gegentribüne geben? Versteh ich ehrlich gesagt nicht.

    Ich finde Gleichmacherei alá gleiche Hallenböden bringt gar nix. Wir Eisenacher haben wirklich damit zu kämpfen, dass wir unsere Halle nicht mehr lange nutzen dürfen. Dabei sind es die kleinen stimmungsvollen Hallen, die einen Meisterschaftskampf mal anders beeinflussen können. Vereine, wie im Fussball Freiburg oder St. Pauli machen den Kuchen erst rund und da sollte man nicht zuviel reglementieren.
    Entscheidend sollten andere Parameter sein. Sportlicher Erfolg und ein gewisses Maß an Abwechslung sind wichtiger, als dass alle Hallen eine bestimmte Bauform haben. Zu kleine Hallen sind auch nicht schön, aber wenn die Hallen der kleineren Vereine gerade mal 2 mal pro Jahr ausverkauft sind, lohnt es sich gar nicht, über Mindestgrößen oberhalb dieser Hallen nachzudenken.

    Mindeststandards fände ich aber zum Beispiel beim Thema Ticketing sinnvoll. Hier mal schnell die Kartenkaufmöglichkeit am Rechner zu schaffen, wie es bei den Füchsen zB problemlos geht, sollte unproblematisch umsetzbar sein. Warum hier manche Vereine, wie meine Blauen leider auch, immernoch mit völlig überlasteten Telefonanrufen in der Geschäftstelle arbeiten, ist mir schleierhaft. Wenn das Produkt Handball leicht verfügbar ist, wird es sich auch besser verkaufen lassen.

    Nicht traurig sein. Das wird nicht der einzige (fast) Favoritensturz in der Assmannhölle sein. Die hitzige Atmo bei uns ist aber immer vorhanden. Das liegt selten an einzelnen Spielern mit Kadervergangenheit in Leistungszentren der DDR.

    Eisenach hat 8 Jahre die Liga halten können und hatte IMMER das kleinste Budget. Das lag und liegt hoffentlich noch heute an der WAH.