Beiträge von Domstadtadler

    alter Sack In der Pressemitteilung steht, dass Pomeranz neben seinen Jobs bei den beiden Nationalmannschaften zuletzt auch Cheftrainer von Maccabi Tel Aviv war. Trainererfahrung hat er zumindest schon einmal gesammelt. Natürlich weiß ich, dass Handball in Israel nicht auf dem Niveau praktiziert wird wie bei uns. Trotzdem hat er als Trainer schon gearbeitet, so dass ich davon ausgehe, dass die Entwicklung in diesem Bereich für ihn wichtiger ist als sein Business.

    Deinen Einwand zu den Torhütern kann ich aber nur unterschreiben. mit Ravensbergen und Bartusz MUSS gearbeitet werden. Dieses Duo ist mit vielen Fragezeichen versehen.

    Im Text steht doch:

    Pomeranz steht aktuell auch beim israelischen Handballverband unter Vertrag, er ist dort Chef-Coach der U21 und Co-Trainer der Nationalmannschaft.

    Er bringt doch Erfahrung als Co-Trainer mit. Auf den ersten Blick macht es jetzt nicht den Anschein als wäre das völlig unsinnig. Er soll attestieren und nicht den Laden direkt übernehmen. Von daher kann ich jetzt nicht erkennen, was da nicht passt. Ob das letztendlich harmoniert, muss der Alltag zeigen.

    Ich war auch in der Halle und gebe Dir absolut Recht. Grundsätzlich war es so, dass Wiegert von der ersten Minute an jede Entscheidung kommentiert hat oder er wild gestikulierend seinen Unmut geäußert hat (so wie man es kennt). Bei diesem Spiel war das einfach nur drüber. Für den SCM hatte die Partie keine größere Bedeutung. In der Tat hätte der TD einfach nur die Zeitstrafe aussprechen müssen, wenn er schon unterbricht. Das war eine klare Lex Wiegert. Sie trauen sich das nicht. Viele andere hätten die 2 Minuten bekommen.

    Da ich in Wetzlar meistens auf der Tribüne hinter den Bänken stehe, kriege ich die TD sehr gut mit. Viele erledigen unauffällig ihren Job. Zacharias macht seine eigene Show. Gestern verwies er Allendorf von seinem Platz hinter der HSG-Bank, weil der sich über eine Entscheidung meines Erachtens völlig zu Recht echauffierte. Kuttler/Merz hatten wahrlich nicht ihren besten Tag. Mit Fingerspitzengefühl hätte man das gut lösen können, schließlich ging es für Wetzlar um alles. Stattdessen nimmt sich Zacharias viel zu wichtig, erfreut sich an dieser Situation. Ich fand es extrem peinlich.

    Wetzlar hat sich von Anfang Oktober bis Mitte Dezember in diese Situation gebracht. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Niederlagen in Folge es waren. Die Spiele in Göppingen und in Hamburg waren so eng. Da ging es letztlich um Kleinigkeiten. Wenn man alleine auf die Viedeobeweis-Entscheidung gestern beim Siebenmeter-Tor von Mortensen in der Crunshtime schaut. War es 1 Millimeter? Seit Wochen muss sich die Wetzlarer Mannschaft nichts vorwerfen lassen. Sie liefert im Rahmen der Möglichkeiten ab. Die Hypothek aus den Ilic-Monaten ist letztlich zu groß.
    Denn ich sehe es so wie alle: Der SCM wird nichts anbrennen lassen. Wetzlar muss auf Leipzig hoffen. Hier halte ich Minden aber für den Favoriten. Es sieht also düster aus für die HSG.

    Mich wundert weniger, dass sich Aho mit Montpellier beschäftigt, als die Tatsache, dass sich Montpellier mit Aho beschäftigt.

    Zu Prokop: Ich glaube, dass Jobs in Kiel und Flensburg (falls dort etwas frei werden würde) an ihm vorübergehen. Magdeburg, Berlin, Gummersbach hat gerade keinen Bedarf.

    Bei den Clubs mit Stoßrichtung internationaler Wettbewerb wird zeitnah höchstens in Melsungen eine Stelle frei, wobei im Moment davon auszugehen ist, dass Parrondo erst 2027 nach Paris geht. Außerdem soll Jaron Siewert der MT-Favorit auf die Nachfolge sein. Worauf soll Prokop also spekulieren, wenn er in der Bundesliga bleiben will?

    Bei den RNL sitzt Machulla fest im Sattel. Bei Göppingen ist Matschke absolut safe. Hamburg gibt es nur mit Toto Jansen. In Hannover ist er erst entlassen worden. Also bleiben also nicht mehr viele Vereine, die einem Trainer zumindest mal gute finanzielle Möglichkeiten bieten können - fürs eigene Gehalt, aber eben auch für eine Gestaltung der Mannschaft. Stuttgart ist so ein Verein, doch dort versucht man ja bekanntlich Kaufmann noch länger zu halten. Also bleibt nur noch der HC Erlangen. Dass dort wichtige Personen wegen der schwachen Rückrunde schon sehr nervös sein werden, kann ich mir vorstellen. Deswegen sehe ich durchaus Substanz für das Gerücht.

    Für den BHC wäre EL das sportliche Todesurteil. Du verdienst nichts und hast eine hohe Belastung. Von den schönen Postkarten aus europäischen Metropolen hat man nichts.
    Kiel muss nun erst einmal Platz fünf sichern. Dafür reicht ein Sieg am Mittwoch in Minden.

    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass Leipzig mit diesem Kader und den grundsätzlichen finanziellen Möglichkeiten absteigt. Für die Fans tut mir das auch sehr leid.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es nach der Saison auf der Trainerposition noch einmal eine Veränderung gibt. Ganz einfach deswegen, weil Frank Carstens natürlich eine Hypothek mit sicher herumgeschleppt hat, den Turnaround aber einfach nicht geschafft hat. Wenn ich es richtig überblicke, dann hat er aus 20 Spielen 11 Punkte geholt. Das ist jetzt nicht so berauschend. Er anfangs das Team etwas stabilisiert. Deswegen hatte ich gedacht, dass er die Winterpause nutzen würde, um das in die richtige Richtung zu bringen. Das ist ihm schlicht nicht gelungen. Ich denke, dass das nicht die besten Voraussetzungen für die neue Saison sind. Er geht schon etwas beschädigt in diese neue Runde. Das geht dann gut, wenn kommende Saison von Beginn an alles funktioniert. Das birgt aber dann ein Risiko, wenn es eben in dieser 2. Liga mal nicht direkt gut läuft.

    Welcher Erlanger hat denn bitte noch Angst vor dem Abstieg? Leipzig kann den HCE noch nicht einmal mit drei Siegen einholen. Wetzlar und Minden müssten fünf Punkte holen. Das heißt, die HSG dürfte gegen Magdeburg bzw. Minden in Gummersbach nicht verlieren. Wer glaubt denn daran?

    Zum Spiel: Der Druck auf die HSG ist gewaltig. Ich weiß nicht, wie die Spieler damit umgehen. Ich rechne damit, dass Leipzig heute Abend gewinnt. Also ist dieses Heimspiel das alles entscheidende Spiel für Wetzlar. Wenn sie das nicht gewinnen, ist der Klassenerhalt futsch.

    Deine Argumentation ist ja schon sehr abenteuerlich.

    Es braucht doch verantwortungsvolles kaufmännisches Handeln. Das bedeutet, dass ich nur das ausgebe, was ich auch einnehme. Jeder Club wird sicherlich immer mit einer gewissen Unterdeckung arbeiten, weil es letztlich überall die ein, zwei, drei Personen gibt, die das ausgleichen.

    Die einzige Stellschraube, an der gedreht werden kann, sind die Personalkosten. Wenn ich nur ein begrenztes Budget habe, dann kann ich auch nur Spieler holen, die in dieses Budget passen. Warum wurde Solak nachverpflichtet? Sportlich verstehe ich das total. Wenn ich aber das Geld nicht habe, dann ist es unredlich Rechnungen von Dienstleistern nicht zu bezahlen, aber stattdessen zu viel Geld in die Mannschaft zu stecken.

    Ich verstehe natürlich, dass bei einer sportlich besser verlaufenden Saison womöglich auch neue Sponsoren etc. dazukommen. Aber so wie ich die Eisenach-Experten verstehe, ist das Umfeld ja nicht so ergiebig. Deswegen muss es ja zwangsläufig zum Knall kommen. Witte hat Büchner aus Hannover geholt. Ein Top-Transfer. Aber wahrscheinlich hätte dem ThSV ein günstigerer Linksaußen besser ins schmale Budget gepasst. Das ist jetzt nur ein Beispiel. Vielleicht passen andere Transfers besser in meine Argumentation. Aber ständig über den Verhältnissen zu leben, in der Hoffnung, dass es - analog zum HSV - in Thüringen einen Herr Müller 2.0 gibt, der letztlich alles rettet, muss eben zwangsläufig schiefgehen.

    Ich habe es an anderen Stellen schon mehrfach geäußert. Ahouansou hat tolle Fähigkeiten. Aber er ruft sie einfach zu unkonstant ab. Das ist bei ihm ein einziges hoch und runter. Viele von Außen erinnern sich an die Highlight-Spiele, sehen aber nicht diese Katastrophen-Partien mit einem Tor aus neun Versuchen und 4 technischen Fehlern. Das kriegt er aber auch leider nicht wirklich abgestellt. Deswegen kann ich mich Janos nur anschließen. Ich weine ihm keine Träne nach.

    Ganz gravierend ist bei ihm vor allem die defensive Schwäche. Er ist im Grunde selbst als Außenspieler überfordert. Ich erinnere mich mit Grausen an seine defensive Performance neulich gegen den BHC, als er im zweiten Durchgang in der Abwehr auf Außen "geparkt" wurde und es beim 7:6 des BHC nie geschafft hat, wenigstens mal einzurücken und so der RR des BHC jedes Mal durchmarschiert ist.

    Als Angreifer kann er an manchen Tagen jedem Team entscheidend helfen, im Gesamtpaket ist das aber einfach zu schwankend. Da kann ich kein Upgrade zu Rubin erkennen und sehe ihn da auch schwächer an - auch wenn die Dynamik von Ahouansou natürlich eine andere ist.

    Spannend wird sein, wie er mit Kaufmann klar kommt. Ich könnte mir vorstellen, dass die beiden nicht so gut zusammen passen.

    In der Pressemitteilung liest man es doch recht deutlich. Allendorf will vermehrt Spieler, die in Angriff wie Abwehr einsetzbar sind. Mappes ist das nicht, hat aber schon Vertrag bis 2029. Müller und Vistorop können nicht decken. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass Müller wirklich konstante Leistungen erst seit ein paar Spielen bringt. Wobei man auch sagen muss, dass er vorher nicht so viele Chancen bekam. Unter Ilic war er ja völlig weg vom Fenster.
    Ich bin gespannt, welchen neuen Mittelmann die HSG aus dem Hut zaubert. Gehört hat man ja bislang noch nichts. Es braucht jedenfalls einen guten Mann, denn die Abhängigkeit von Mappes ist ebenfalls ein großes Problem dieses Jahr. Und ich finde, dass Mappes bei weitem nicht so performt wie vergangene Saison.
    Offen sind dann auch noch Rückraum rechts und ein Spieler für Rückraum links, falls sich bewahrheitet, dass es Ahouansou zum TVB Stuttgart zieht, was angesichts der Strategie mit den vorne wie hinten einsetzbaren Spielern nur logisch wäre. Bei aller Qualität von Ahouansou im Angriff ist das Gesamtpaket für einen Verein wie die HSG bei ihm nicht ideal. Als kleinerer Verein muss dein erster Halblinker auch decken können.

    Heute Abend um 22 Uhr wissen wir mehr. Wenn Minden und Leipzig verlieren würden, dann wäre die Enttäuschung über den verpassten Punktgewinn bei Wetzlar sicherlich etwas verraucht. Dann könnte für die HSG tatsächlich ein Sieg aus den letzten drei Spielen reichen.

    Wenn aber Minden und Leipzig heute gewinnen, dann sieht es für die HSG schlecht aus.

    Das ist verdammt ärgerlich für die HSG Wetzlar. In der Schlussphase hat man gesehen, wie das ist, wenn da ein Tabellenneunter, für den es um nichts mehr geht, und ein Abstiegskandidat gegeneinander spielen. Göppingen spielt einfach und macht sich keinen Kopf. Bei der HSG fängt das nachdenken an. Und dann natürlich das brutale Pech, dass der Ball von Theiß an die Unterkante der Latte und noch an den Pfosten springt. Das waren Millimeter.

    Wenn Minden und Leipzig am Freitag verlieren, ist für die HSG nichts passiert. Wenn aber einer von beiden oder sogar beide gewinnen, dann sieht es düster aus.