Beiträge von Domstadtadler

    Ich finde die Idee des Awards grundsätzlich sehr gut. Alles, was ein bisschen Glamour und Lametta bringt, hilft doch der Sportart und freut damit doch auch uns.

    In der Umsetzung finde ich es aber - wie die meisten hier - nicht so dolle. Im Handball ist es doch echt schwierig, einen soIchen Preis am Ende des Kalenderjahres zu verteilen. Das muss doch am Ende der Saison geschehen.

    Außerdem finde ich die Auswahl in den einzelnen Kategorien zum großen Teil abenteuerlich. Bei allem Respekt: Aber was hat bitte Dominik Mappes in der Männer-Kategorie verloren? Der ist mit den Eulen Ludwigshafen in die 2. Liga abgestiegen und macht jetzt bei seinem Heimatverein in Hüttenberg in der 2. Liga einen guten Job. Nichts gegen Mappes, den ich mag und den ich schon lange beobachte. Aber warum steht er zur Wahl und eine Vielzahl anderer nicht? Warum Sander Sagosen, bei dem sich die meisten einig sind, dass er die Erwartungen, die an ihn gestellt werden, nicht erfüllt? Warum lässt man nicht die Möglichkeit, seinen Favoriten noch selbst einzutragen?

    Bei den Trainern: Matschke hat ein gutes halbes Jahr in Wetzlar - was mich freut. Mehr aber auch noch nicht. Jicha ist Deutscher Meister geworden, fehlt aber komplett.

    Bei den Managern: Was hat Karsten Günther vollbracht, was fünf, sechs andere Manager nicht geschafft haben? Für mich macht Kretzsche einen super Job in Berlin, fehlt aber. Mark-Hendrik Schmedt hält die Fäden beim SCM zusammen, fehlt aber. Bei uns in Wetzlar hat Björn Seipp eine gute Trainerwahl getroffen, hat Spieler geholt, die wieder zünden, fehlt aber. Dafür wird Mark Schober nominiert. Für was? Oder Jutta Ehrmann-Wolf. Für was?

    Ich könnte in den anderen Kategorien ebenfalls noch mäkeln. Das alles zieht sich wie ein roter Faden durch diese Wahl. Nur noch eins: Postings von Mimi Kraus haben mit allem zu tun, aber nichts mehr mit Handball. Da geht es um Fitness, ums eigene Fitnessstudio, um Kaffee, ums Vatersein, um seine Frau, um neue Styles. Warum ist er ein für den Handball wichtiger Influencer?

    Nun gut: Vielleicht bin ich zu kritisch. Vielleicht sollten wir einfach froh sein, dass es so etwas gibt. Aber ich wünsche mir halt immer, dass es gut gemacht wird, wenn es schon gemacht wird.

    Ich habe das Spiel in Szeged gesehen und ich war entsetzt über den THW - so wie zuletzt bei der Niederlage in Lübbecke auch. Ich finde, dass die Mannschaft besser spielen müsste als sie es derzeit tut. Ich gebe Düren Recht, wenn er sagt, dass Sagosen mehr bringen müsste. Bilyk kommt gar nicht in Form. Duvnjak finde ich am stabilsten. Zarabec zu wechselhaft. Insgesamt erkenne ich als jemand, der ganz weit weg ist, eher leichte Rückschritte statt Fortschritte. Deswege komme ich mal auf den Trainer zu sprechen: Wenn ich komplett falsch liege, weil ich einfach nur ein Ab-und-zu-Gucker der THW-Spiele bin, dann verzeiht mir, dass ich diese Diskussion aufmache. Aber Jicha überzeugt mich schon etwas länger nicht mehr bzw. das, was auf dem Feld passiert. Und dafür ist er ja verantwortlich. Nun mag sein, dass die Sagosen-Geschichte und die Corona-Fälle ursächlich für die Leistungsschwankungen sind. Das vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn beides Randaspekte sind, dann liegt die Ursache aber woanders. Ganz schnell ist man dann natürlich beim Trainer.

    Die Social-Media-Abteilung der MT hat in jedem Fall schon einmal viel Sinn für Humor oder bettelt um den Rauswurf. Auf Instagram sind fünf Heinevetter-Fotos veröffentlicht worden. Darunter stand dann "Heine on fire 100 %"
    Darauf muss man nach der Ansage von Heine Richtung Geerken und dem öffentlichen Aufruhr erst einmal kommen. Den GF stärkt ein solches Posting nicht. Dass es aus dem eigenen Verein kommt, muss Geerken zu denken geben.

    Ich kenne Geerken schon lange und habe oft mit ihm gequatscht. Er hat in Dutenhofen quasi um die Ecke gewohnt. Er lebt ja auch noch immer hier. Er ist super nett und in Sachen Finanzen und Controlling bestimmt sehr kompetent. Aber er ist keiner für den sportlichen Bereich. Ich verstehe nicht, warum Braun-Lüdecke das noch nicht erkannt hat. Geerken als GF und dazu ein sehr kompetenter sportlicher Leiter bzw. Kaderplaner. Dann wäre die MT schon wesentlich weiter.

    Kann mir auch nicht vorstellen, dass er da auch nur eine Sekunde drüber nachgedacht hat zur MT zu wechseln.

    Naja, er wird schon überlegt haben. Er musste eine Entscheidung treffen: Will er richtig viel Kohle verdienen in einem schwierigen, den Erwartungen traditionell hinterherhinkenden Verein? Oder will er sehr gutes Geld verdienen in einem seit Jahren blendend aufgestellten Club?

    Glücklicherweise kann sich jeder die strittige Szene in der Zusammenfassung von Sky (via Youtube) ansehen. Ein Siebenmeter ist das meiner Meinung nach nicht. In dem Moment wo geklammert wird (und das ist wohl das Foul, das ursächlich für den Pfiff der Schiedsrichter war) steht Felix Danner noch mit dem Rücken zum Tor. Zudem befindet sich Andy Schmid zwischen Angreifer und Tor und steht dabei regelkonform außerhalb des Torkreises. Das ist in dieser Konstellation keine klare Torgelegenheit, die ienen Siebenmeter zur Folge hätte. Der Pfiff der Schiedsrichter kommt bereits vor dem Torwurf, so dass keine Option mehr bestand auf Tor zu entscheiden - das war sicherlich unglücklich so früh abzupfeifen.

    Dass es keinen Siebenmeter gab, ist vollkommen richtig und unstrittig. Genauso falsch ist es, auf Freiwurf zu entscheiden. Entweder Tor oder Stürmerfoul.

    Der 5er der Löwen hängt mit beiden Armen am Spieler von Wetzlar dran.
    Dadurch kommt der ins Straucheln und rennt gegen den Löwen am Kreis.

    Für mich wäre es auch Tor, wenn er beim Wurf noch nicht den Kreis berührt hat.
    Da ich das auch in der sechsten Zeitlupe nicht zweifelsfrei erkennen kann, kann man da den Schiedsrichtern wirklich keinen Vorwurf machen.
    In Originalgeschwindigkeit hab ich auch gedacht, der ist schon vor dem Wurf im Kreis.

    Ich hab ja gesagt: Tor oder Freiwurf.
    Je nachdem, ob er vor dem Wurf den Kreis berührt.

    Dem kann ich so jetzt nicht folgen. Danner im Kreis? Wenn Schmid nicht im Raum steht, dann kann Danner das ja auch nicht. Wer die Möglichkeit hat, sich mal genau anzuschauen, wann der SR pfeift, der sollte es noch einmal tun. Der pfeift noch bevor der Ball im Tor ist.

    Ich kann es nicht anders sagen: Die beiden SR wollten nicht, dass dieses Spiel unentschieden ausgeht.

    Kann mir mal einer erklären, warum es in der letzten Situation Freiwurf gegeben hat? Für mich gibt es in dieser Situation zwei Möglichkeiten. Entweder ich sage als SR, dass der Einsatz von Danner korrekt war, dann pfeife ich das Tor. Oder aber ich sage, dass es ein Stürmerfoul von Danner war, dann pfeife ich Stürmerfoul. Ich kann aber bei bestem Willen keinen Freiwurf pfeifen. Hätte ich als SR ein Foul an Danner wahrgenommen, dann hat er sich trotz allem durchgesetzt und ein Tor erzielt.
    Und genau diese Freiwurf-Entscheidung hinterlässt den faden Beigeschmack. Es scheint, als wollten die SR mit so einer halbherzigen, aber komplett falschen Entscheidung Einfluss nehmen.

    Ich kenne den Autor nicht. Und ich kenne Hanning nur aus der Sicht eines Handballfans. Bei Kreis ab habe ich rausgehört, dass sich die beiden schon länger kennen und auch schon mal gezofft haben. Trotzdem denke ich, dass die Hackordnung beim Verfassen des Buchs von vornherein klar geregelt war. Vielleicht auch unausgesprochen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich Hanning großartig hat beinflussen lassen. Warum auch? Es ist seine Biografie. Da muss der Autor dann das auch dem Inhalt machen, was der Auftraggeber will. Ich finde das nicht verwerflich, aber dem muss man sich immer bewusst sein. Wenn Hanning einen starken Autor hätte haben wollen, der aktiv mitgestaltet, dann hätte er sich einen solchen suchen müssen. Einen, der über die Grenzen des Handballs hinaus schon einen Namen hat. Die Gefahr, dass die beiden sich während des Schreibprozesses in die Haare kriegen, wäre aber womöglich zu groß gewesen. Aber noch einmal: Ich finde das nicht schlimm. Letztlich hat sich Hanning einen Ghostwriter gesucht, der im Formulieren geschickter, geübter und einfach besser ist als er.

    Ich jedenfalls habe das Buch gerne gelesen. Ich fand Kretzsches Werk von 2018 besser und unterhaltsamer. Aber auch bei Hanning gibt es etliche interessante Geschichten.

    Transfers zu dieser Zeit sind immer extrem schwierig. Oder ggf. extrem teuer. Ich mag Michael Müller tatsächlich als Typ. In seiner kurzen Zeit bei uns in Wetzlar habe ich ihn sehr gut kennenlernen dürfen. Auf dem Feld war er immer ein anderer Mensch als außerhalb davon. Aber: Schon in Berlin war er ein Auslaufmodell. Jetzt seit fast eineinhalb Jahren kein Handball gespielt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er der SG weiterhilft. Aber sein Schwiegervater wird in der Not keine Alternative gehabt haben

    Verstehe den Beitrag in seiner Sinnhaftigkeit nicht. Ist nicht der Medienpartner der HSG Wetzlar der alte Arbeitgeber von Björn Seipp, nämlich "Hit Radio FFH"? Also nachvollziehbar, wenn der hr bei Euch in der Halle nicht auftaucht. Und in Melsungen ist der hr regelmäßig vor Ort, da bekommt man dann vielleicht tatsächlich auch verlässliche Info's.

    Was hat das eine denn mit dem anderen zu tun? FFH ist übrigens auch Medienpartner bei der MT. FFH ist Radio, der HR Radio und Fernsehen. Vor allem hat der HR einen öffentlich-rechtlichen Auftrag, dem er aber im Sport meiner Meinung nach nicht nachkommt. Der HR berichtet in seiner Heimspiel-Sendung fast ausschließlich über Fußball und dabei auch fast ausschließlich nur über Eintracht Frankfurt. Da sind andere 3. Programm wesentlich mehr dem Handball zugeneigt.

    Mit den 2. Torhütern ist das doch so eine Sache. Wenn Du zwei gleichwertige hast, dann kann das auch mächtig in die Hose gehen. Das Gespann Wolff/Landin hat nie funktioniert. Als Gislason damals aber irgendwann Landin zur Nummer eins gemacht hat, wurde der wieder stärker und fand zur alten Form. Holst du ein Talent als 2. Torwart, dann kann es passieren, dass es sich nicht weiterentwickelt, weil es spielen muss.
    Die Kosntellation Landin/Mrkva passt so lange Landin Leistung zeigt und fit ist. Wenn Landin aber mal ausfallen würde, halte ich Mrkva für die Ambitionen, die Kiel hat, einfach zu schwach. Da war Quenstedt der bessere Mann. Vom Gemüt her wird Mrkva aber nie aufmucken o.ä. Der ist der glücklichste Mensch, wenn er in Kiel eintrifft. Einfach nur dabei sein.

    Der hessische Rundffunk erwähnte im Beitrag zum Nettelstedtspiell, dass der neue Trainer Parrondo fix sei.


    Also wenn der Hessische Rundfunk sich schon in eine Halle verirrt, dann wird er bestimmt auch die Knallermeldung exklusiv recherchiert haben :irony:

    Zum Thema: Das wäre natürlich schon eine tolle Verpflichtung und eine super Geschichte für die Bundesliga. Dass so ein Mann richtig Kohle kostet und wohl von fast keinem anderen deutschen Club zu stemmen wäre, muss auch jedem bewusst sein. Aber das ist ja nichts Neues in Melsungen. Andererseits heißt das auch: Wenn es Parrondo nicht gelingt, die Truppe zu stabilisieren, wer soll es dann schaffen.

    Vieles deutet doch darauf hin, dass für 2022 ohnehin was Neues geplant war. Gudmundsson hat nicht von Freitag bis Montag auf einmal eine neue Anstellung in Dänemark verhandelt. Der wird schon länger wissen, dass es für ihn ab Sommer 2022 nicht mehr weiter geht. Vielleicht ist das ein Grund, warum es so schlecht läuft. Die "lame duck" kann funktionieren, muss es aber auch nicht. Ich vermute, dass Geerken für 2022 auch schon einen Kandidaten an der Angel, vielleicht sogar sicher hat. Das würde ihn nun in die Bredouille bringen, eine Lösung bis Saisonende zu finden. Das ist nicht einfach, jemanden für ein von vornherein auf zehn Monate befristetes Engagement zu holen. Wobei sich mein Mitleid für die MT grundsätzlich in Grenzen hält.

    Man sieht es doch überall. Die Leute halten sich noch zurück, trauen sich stellenweise noch nicht wieder in Stadien oder Arenen. Selbst Eintracht Frankfurt hat Probleme auf 25.000 Zuschauer zu kommen.

    Zu Cavor: Schönes Signal. Ich befürchte aber, dass so ein Vertrag Klauseln beinhaltet. Wie man hört hat ein anderer langfristig gebundener Spieler ja angeblich auch die Möglichkeit, früher zu gehen. Ein Top-Club soll schon dick im Rennen sein. Was man mir so zuträgt, ist das auch mehr als bloß ein Flirt, sondern schon ein echtes Anbandeln. Aber ich freue mich auf die Spiele, bei denen die Top-Spieler noch mit dabei sind. Es wird immer das Schicksal der HSG bleiben, dass die besten Jungs irgendwann weiterziehen müssen, um gut zu verdienen und sich Sportlerträume zu erfüllen.

    Buderus hat natürlich schon ein enorme Strahlkraft. Die spannende Frage lautet: Was kommt tatsächlich in die Kasse? Wieviel Geld hat die HSG nun mehr gegenüber dem Vorjahr/den Vorjahren? Oder investiert Buderus im gleichen Maße wie Licher, dann wäre ja nicht viel mehr gewonnen?

    Gab es irgendwo eine Aussage dazu?

    Glückwunsch an den THW Kiel. Ein verdienter Meister. Auch die SG Flensburg-Handewitt wäre ein verdienter Meister gewesen. Letztlich haben Nuancen entscheiden, beide haben in dieser Runde aber fast in jedem Spiel abgeliefert. Hut ab! Das war von beiden allerhöchstes Niveau.

    Als neutraler Zuschauer hat man dieses Finish natürlich genossen. Und als neutraler Zuschauer fragt man sich natürlich, warum die Löwen den letzten Angriff IN ÜBERZAHL so schlecht ausspielen. Dieser Standhandball war eines Andy Schmid nicht würdig. Wenigstens ein vernünftiger Torabschluss hätte herausspringen müssen. Wenn man sich aber 15 Sekunden lang im Stand den Ball zupasst, bringt man eine Abwehr nicht in Verlegenheit.

    Im Grunde muss sich die MT Meslungen neu erfinden. Die Transferpolitik der vergangenen Jahre sah so aus, dass man im Grunde immer nur "fertige" Spieler geholt hat. Die hat man von ihrem bisherigen Verein vor allem durch ein monetär (deutlich) besseres Angebot weggelobt. Dadurch hat man viel investiert, der Ertrag dazu passt aber nicht, weil die Grundqualität dieser Spieler gut ist, aber eben nicht herausragend. Irgendwann kam Geerken auf die Idee, sich mit den Sympathiewerten der Nationalspieler schmücken zu können. Du hast aber nicht ins oberste Regal greifen können (Pekeler etwa war nicht zu kriegen), sondern eins darunter. Jetzt hast du eben Spieler in deinem Kader, die Qualität besitzen, aber die jetzt nicht für konstant starke Leistungen stehen. Problematisch ist zudem, dass sie durch das gute Gehalt auch ein ganz gut gesättigt sind. Das heißt nicht, dass die nicht jedes Spiel gewinnen wollen. Das heißt aber schon, dass da womöglich die letzten paar Prozent fehlen.
    Erinnert euch mal an RB Leipzig, bevor Ralf Rangnick dort hinkam. Da wurde viel Geld verbrannt, weil damals zu Drittligazeiten Spieler geholt wurden, die zwar einen Namen hatten, aber eben satt waren. Rangnick hat das dann umgestellt. Er hat auf junge Spieler gesetzt, auf Top-Talente. Auch die kosten Geld. Leipzig ist gemeinsam mit seinen Sparring-Clubs zum Talentehort in Deutschland geworden. Die hatten eine Philosophie und ein Konzept. Auf Melsungen übertragen, müsste die MT mal überlegen, ob sie einen solchen Weg nicht auch einschlagen will. Gutes Scouting in ganz Europa, um die Spieler aufzuspüren, die noch nicht satt sind und die weiterkommen wollen. Die, die für den nächsten Karrieschritt noch brennen. Die sich über Melsungen für Kiel, Veszprem oder Barcelona empfehlen wollen. Die aber fürs erste stolz sind, in der Bundesliga zu spielen. Eben mal einen Röd, einen Saugstrup, einen Gisel usw. selbst entdecken. Und nicht erst dann um sie buhlen, wenn sie sich schon einen Namen gemacht haben. Das Kleingeld, um ein solches Scouting zu finanzieren, müsste die MT eigentlich haben.
    Aber auch im kommenden Transferfenster hat die MT wieder viel Geld investiert. Ob´s sich auszahlt? Ich wage es zu bezweifeln. Mit Gomes kommt ein toller Spieler, mal wieder ein großer Name. Ob der aber so gut nach Melsungen passt, wird man sehen. Dazu bräuchte es eine Top-Lösung auf der Trainerbank. Und nicht von einer Verlegenheit in die nächste. Bei Grimm hätte schnell klar sein müssen, dass er nicht das Zeug zum Top-Trainer der Bundesliga hat. Gudmundsson war dann die Interimslösung, die plötzlich dann doch bleiben durfte. Sein Scheitern ist im Grunde auch vorprogrammiert. Der Zeitpunkt der Trennung ist noch offen. Geerken braucht eigentlich jetzt schon den Kandidaten, den er für den Tag X aus dem Hut zaubert. Ich bin froh, dass Matschke zur HSG wechselt. Das wäre so ein frischer Kandidat, der auch der MT gut tun würde. Dazu einen innovativen Sportdirektor und es würde frischer Wind wehen. Oder aber du wagst dich als MT ganz weit aus dem Fenster und lockst einen Dagur Sigurdsson oder einen Christian Berge nach Nordhessen.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht in Melsungen. Auch denke ich, dass die Außendarstellung dringend überdacht werden muss. So ein Facebook-Post in allen Ehren, aber das ist meiner Meinung nach nicht professionell.

    Im Grunde muss sich die MT Meslungen neu erfinden. Die Transferpolitik der vergangenen Jahre sah so aus, dass man im Grunde immer nur "fertige" Spieler geholt hat. Die hat man von ihrem bisherigen Verein vor allem durch ein monetär (deutlich) besseres Angebot weggelobt. Dadurch hat man viel investiert, der Ertrag dazu passt aber nicht, weil die Grundqualität dieser Spieler gut ist, aber eben nicht herausragend. Irgendwann kam Geerken auf die Idee, sich mit den Sympathiewerten der Nationalspieler schmücken zu können. Du hast aber nicht ins oberste Regal greifen können (Pekeler etwa war nicht zu kriegen), sondern eins darunter. Jetzt hast du eben Spieler in deinem Kader, die Qualität besitzen, aber die jetzt nicht für konstant starke Leistungen stehen. Problematisch ist zudem, dass sie durch das gute Gehalt auch ein ganz gut gesättigt sind. Das heißt nicht, dass die nicht jedes Spiel gewinnen wollen. Das heißt aber schon, dass da womöglich die letzten paar Prozent fehlen.
    Erinnert euch mal an RB Leipzig, bevor Ralf Rangnick dort hinkam. Da wurde viel Geld verbrannt, weil damals zu Drittligazeiten Spieler geholt wurden, die zwar einen Namen hatten, aber eben satt waren. Rangnick hat das dann umgestellt. Er hat auf junge Spieler gesetzt, auf Top-Talente. Auch die kosten Geld. Leipzig ist gemeinsam mit seinen Sparring-Clubs zum Talentehort in Deutschland geworden. Die hatten eine Philosophie und ein Konzept. Auf Melsungen übertragen, müsste die MT mal überlegen, ob sie einen solchen Weg nicht auch einschlagen will. Gutes Scouting in ganz Europa, um die Spieler aufzuspüren, die noch nicht satt sind und die weiterkommen wollen. Die, die für den nächsten Karrieschritt noch brennen. Die sich über Melsungen für Kiel, Veszprem oder Barcelona empfehlen wollen. Die aber fürs erste stolz sind, in der Bundesliga zu spielen. Eben mal einen Röd, einen Saugstrup, einen Gisel usw. selbst entdecken. Und nicht erst dann um sie buhlen, wenn sie sich schon einen Namen gemacht haben. Das Kleingeld, um ein solches Scouting zu finanzieren, müsste die MT eigentlich haben.
    Aber auch im kommenden Transferfenster hat die MT wieder viel Geld investiert. Ob´s sich auszahlt? Ich wage es zu bezweifeln. Mit Gomes kommt ein toller Spieler, mal wieder ein großer Name. Ob der aber so gut nach Melsungen passt, wird man sehen. Dazu bräuchte es eine Top-Lösung auf der Trainerbank. Und nicht von einer Verlegenheit in die nächste. Bei Grimm hätte schnell klar sein müssen, dass er nicht das Zeug zum Top-Trainer der Bundesliga hat. Gudmundsson war dann die Interimslösung, die plötzlich dann doch bleiben durfte. Sein Scheitern ist im Grunde auch vorprogrammiert. Der Zeitpunkt der Trennung ist noch offen. Geerken braucht eigentlich jetzt schon den Kandidaten, den er für den Tag X aus dem Hut zaubert. Ich bin froh, dass Matschke zur HSG wechselt. Das wäre so ein frischer Kandidat, der auch der MT gut tun würde. Dazu einen innovativen Sportdirektor und es würde frischer Wind wehen. Oder aber du wagst dich als MT ganz weit aus dem Fenster und lockst einen Dagur Sigurdsson oder einen Christian Berge nach Nordhessen.
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht in Melsungen. Auch denke ich, dass die Außendarstellung dringend überdacht werden muss. So ein Facebook-Post in allen Ehren, aber das ist meiner Meinung nach nicht professionell.

    Also ich denke, dass die Meisterschaft noch nicht entschieden ist. Flensburg muss schon heute gegen den TVB auf der Hut sein. Dazu gegen die Füchse und in Erlangen. Klar, in Bestform gewinnt Flensburg ab jetzt alle fünf Spiele. Aber angesichts der Verletzen ist immer Vorsicht geboten. Die psychische Komponente mal ganz außer Acht gelassen.

    Danke aber an beide Teams für diesen Handballabend. Und Hut ab vor dem SCM. Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Bundesliga-Mannschaft mal den vorgezogenen Duvnjak so oft so klug ausgespielt hat. Das war aller höchstes Niveau von O´Sullivan und Bezjak, gemeinsam mit Damgaard, natürlich Magnusson und den Kreisläufern. Das hat als neutraler Zuschauer einfach nur Spaß gemacht. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass letztlich Kleinigkeiten entschieden haben. Auch wenn refelxartig auf den THW geprügelt wird, es war letztlich nur ein Tor. Ein landin in Normalform hätte wohl schon gereicht, um zu gewinnen. Oder auf der anderen Seite ein Thulin in Normalform ;)

    Schiris waren dem hohen Niveau nicht gewachsen. Dauerplauderer Petrzika hat es mal wieder grandios unterboten. Ich weiß echt nicht, warum Sky diesen Reporter so oft einsetzt. Zum Glück war Kretzsche dabei.