Beiträge von Domstadtadler

    Ach! Wusste gar nicht, dass das ein Kriterium in den Regeln ist.

    Schiedsrichter: "Spieler x, Rote Karte"
    Spieler x: Einspruch!
    Schiedsrichter: Egal, raus!
    Spieler x: Energischer Einspruch! Das greift massiv zu unseren Ungunsten in das Spiel ein!
    Schiedsrichter: Ach so, das ist dann natürlich was anderes - ich nehme die Karte zurück

    P.S: OK, Text ist aus "Eine Frage der Ehre" geklaut

    Ich gebe zu, dass meine Argumentation diesbezüglich angreifbar ist. Was ich meine: In einem Pokalhalbfinale oder generell in einem Alles-oder-Nichts-Spiel muss die Entscheidung komplett wasserdicht sein. Da darf es keinen Interpretationsspielraum geben. Mach´ doch ein Umfrage. Ich tippe: 90 Prozent halten die rote Karte für falsch. Warum? Weil es so ist. Verdammt, das ist Handball. Klar knall Kühn auf dem Boden. Aber doch bitte nicht, weil ihn Böhm so hart foult. Wie ich es geschrieben habe, da kommt mehr einiges zusammen. Wenn das, was Böhm macht, immer Rot gibt, dann verändert das das Abwehrspiel massiv. Dann erleben wir eine Flut von Toren, weil sich die Defensive nicht traut, richtig zuzupacken. Das kann doch nicht im Interesse aller Handballfans sein.

    Das Schlimme an der Entscheidung ist, dass sie gefällt wurde, obwohl die Videobilder eingesehen wurden. Wenn man in Realgeschwindigkeit sieht, wie Kühn auf den Rücken knallt, mag man recht schnell denken, dass da etwas Fieses passiert sein muss. Das kann dann auch dazu führen, dass ein Schiri denkt, er muss mit einer Roten Karten um die Ecke kommen. Aber nach Studium der Videobilder muss man doch zu der Erkenntnis kommen, dass da einiges zusammenkam, warum Kühn so hingeknallt ist. Einmal sein eigener sehr resoluter Einsatz, was für ihn aber normal ist. Dazu dann der Schubser von Cehte, der Kühns Statik in der Luft beeinflusst und dann der Kontakt mit Böhm. Dieser Kontakt von Böhm an Kühn kommt in jedem Spiel 30 Mal vor. Das war doch alles andere als ein aktives Schlagen von Böhm. Das war m.E. eine normale Abwehrbewegung. Und das wird in den Bildern sehr gut sichtbar. Mir ist es ein Rätsel, warum die beiden SR trotzdem die Rote Karte zücken. In einem Pokalhalbfinale darfst du bei Spielstand Unentschieden in der 40. Minute nicht so massiv in eine Partie eingreifen. Ebenfalls schockiert hat mich die dauergrinsende Verteidigung von Kay Holm. Da schütteln selbst Melsunger Spieler ob der Entscheidung den Kopf und er verteidigt das Verhalten der SR auch noch in einer komplett unangemessenen Art und Weise. Schade auch, dass "handball-world.com" in seinem Beitrag zu diesem Vorfall nicht selbst wertet (egal ob richtige Entscheidung oder falsche Entscheidung), sondern nur berichtet. Ein bisschen "Flagge zeigen" wäre angebracht.

    Kann eigentlich jemand aus Melsungen das bestätigen, was Kretzsche am Samstagabend erzählt hat: Gomes soll noch nie in Melsungen gewesen sein, noch nicht einmal zur Vertragsunterschrift. Wenn das stimmt, dann zweifel ich echt an den MT-Verantwortlichen. Gomes gilt doch als Paradiesvogel - als ein hochtalentierter Paradiesvogel. Der wird zur Granate, wenn er sich wohlfühlt. Und genau da liegt doch das Problem. So ein Transfer macht doch wirklich nur Sinn, wenn Gomes genau weiß, was auf ihn zukommt. Wenn er sich das Leben in Nordhessen mal angeschaut hat und dann voller Überzeugung unterschreibt, dann wären das positive Vorzeichen. By the way: Auch als Spieler hätte ich mir das doch gerne angeschaut, wo ich künftig leben werde.

    Dieser Satz von Schmiso, Wandschneider hätte als HSG-Trainer ja den Junioren-Nationaltrainer Spieler ausgebildet, ist Quatsch und wahrscheinlich der Unwissenheit des Moderators geschuldet. Unter KW sind Schreiber und Waldgenbach nicht wirklich vorangekommen. Wenn man die "Karriere" der beiden weiter verfolgt hat, muss das allerdings nicht zwangsläufig ein Versäumnis des Trainers sein. Beiden fehlt es meiner Meinung nach am Potenzial, um dauerhaft Liga eins zu spielen. Erschwerend kam bei Schreiber hinzu - und auch das führt KW im Podcast aus - dass er im Sommer regelmäßig mit der Natio unterwegs war. Damit fehlte er in der wichtigsten Phase der Saison.

    Wahrlich gute Arbeit hat KW bei der HSG in der Weiterentwicklung von bereits gut geschulten Spielern betrieben. Da ist die Liste lang und beginnt mit Kevin Schmidt, Tobias Reichmann und Steffen Fäth und geht über Kent Robin Tönnesen, Philipp Weber und Jannik Kohlbacher bis heute zu Anton Lindskog, Olle Forsell Schevfert und Stefan Cavor. Bei allen sind in ihrer Zeit bei der HSG echte Entwicklungsschübe zu verzeichnen. In der Tat hatten die schon ein gewisses Potenzial, das aber durch KW freigesetzt und weiter entwickelt wurde. Das ist eines der Erfolgsgeheimnisse der HSG. Bei Fredrikssen lässt sich das ja jetzt auch beobachten.

    Man braucht Ausdauer für diesen Podcast, aber ich habe ihn mir bis zum Ende angehört und würde das auch allen empfehlen, die KW sehr kritisch gegenüberstehen. Auch denen hier in unserem Forum. Man muss nicht alles toll finden, was er macht, aber es wirkt alles sehr durchdacht. Und wenn hier auch immer die Kritik geäußert wird, dass zu wenig trainiert wird und zu viel Fußball im Training gespielt wird, dann hört Euch diese Passagen im Interview mal an. Es geht um Führung von Spielern, um eine gewisse Form der Selbstregulierung durch die Mannschaft. Und es funktioniert. Seit Jahren. Die Mannschaft zieht mit. Der Erfolg gibt KW Recht. Ich könnte jetzt auch nicht sagen, dass die Spieler nicht fit wären oder das keine Entwicklung stattfinden würde, ganz im Gegenteil. Forsell Schefvert, Rubin, Lindskog, Cavor sind die aus dem aktuellen Aufgebot, die die größten Schritte nach vorne gemacht haben. Das soll Zufall sein? Oder nichts mit dem Trainer zu haben?

    Ich freue mich auf den Coach Matschke, weil der mir ebenfalls sehr gut gefällt. Sehr sympathisch, sehr gute Arbeit in Ludwigshafen. Ich hoffe auch, dass sich die HSG niemals ärgern wird, dass sie KW haben so leichtfertig ziehen lassen.

    Man braucht Ausdauer für diesen Podcast, aber ich habe ihn mir bis zum Ende angehört und würde das auch allen empfehlen, die KW sehr kritisch gegenüberstehen. Auch denen hier in unserem Forum. Man muss nicht alles toll finden, was er macht, aber es wirkt alles sehr durchdacht. Und wenn hier auch immer die Kritik geäußert wird, dass zu wenig trainiert wird und zu viel Fußball im Training gespielt wird, dann hört Euch diese Passagen im Interview mal an. Es geht um Führung von Spielern, um eine gewisse Form der Selbstregulierung durch die Mannschaft. Und es funktioniert. Seit Jahren. Die Mannschaft zieht mit. Der Erfolg gibt KW Recht. Ich könnte jetzt auch nicht sagen, dass die Spieler nicht fit wären oder das keine Entwicklung stattfinden würde, ganz im Gegenteil. Forsell Schefvert, Rubin, Lindskog, Cavor sind die aus dem aktuellen Aufgebot, die die größten Schritte nach vorne gemacht haben. Das soll Zufall sein? Oder nichts mit dem Trainer zu haben?

    Ich freue mich auf den Coach Matschke, weil der mir ebenfalls sehr gut gefällt. Sehr sympathisch, sehr gute Arbeit in Ludwigshafen. Ich hoffe auch, dass sich die HSG niemals ärgern wird, dass sie KW haben so leichtfertig ziehen lassen.

    Mal wieder eine sehr hörenswerte Folge. Besten Dank dafür. Auch dafür, dass bei der HC Erlangen kritisch nachgefragt wurde. Wer einen Ferlin, Jeppson, Fäth vor der Saison verpflichtet, dazu einen Olsson mal so eben in den Kader aufnimmt und ohnehin schon Sellin, Överby, Ivic etc. unter Vertrag hat, der MUSS besser dastehen als das derzeit der Fall ist. Klar leistet man sich auf LA einen Spieler, der das gehobene Niveau der Kollegen nur sehr selten nachweisen kann. Trotzdem für die sechs anderen Positionen wird schon ordentlich Geld in die Hand genommen. Einen Alonso als Sportdirektor können sich auch nicht so viele leisten.

    Dominik Mappes gestern mit einem überragendem Spiel gegen die HSG. Schon erstaunlich, dass ein Spieler mit solch einem Potential zurück in die zweite Liga geht. Kann bis heute nicht verstehen, warum die HSG sich nicht um ihn bemüht hat.
    Wäre neben Klimpke ein Spieler aus der Region gewesen. Schade, schade, schade.

    Exakt meine Meinung - zumal mit Matschke ja jetzt auch noch sein momentaner Trainer zur HSG geht. Dieses Verpassen müssen die HSG-Verantwortlichen bald mal erklären.

    Janos Das KW-Bashing ist in diesem Zusammenhang einfach unpassend. Außerdem sprechen auch in diesem Jahr die Resultate wieder für KW. Ich wünsche mir, dass Benjamin Matschke das nahtlos fortführen kann. Vielleicht wird sich der eine oder andere auch noch wundern, dass das, was in den vergangenen Jahren so passiert ist doch enger mit KW verbunden ist als das so mancher glauben mag.

    Zur Kaderplanung: Es ist klar, dass die HSG den Gürtel enger schnallen muss. Damit ist sie in der Liga aber nicht alleine. Man sieht in Wetzlar bei der Neubesetzung immer ein kleines Downgrade.
    Lindskog wird durch Nyfjäll ersetzt. Den kann ich nicht einschätzen, aufgrund der Vita wird man von ihm aber nicht das erwarten können, was Anton bei uns abgeliefert hat.
    Ivanisevic wird von Suljakovic ersetzt. Da habe ich die wenigsten Bauchschmerzen, aber Suljakovic muss sich auf Erstzliga-Niveau erst noch beweisen. Dass er das Potenzial dazu hat, hat er bewiesen, aber er muss es eben auch erst einmal konstant abrufen. Es ist aber so, dass die Fußstapfen die Tibor hinterlässt nicht die größten sind.
    Björnsen wird durch ??? ersetzt: Auch hier glaube ich, dass da ein Talent kommt und weniger ein gestandener BL-Spieler. Mit Weissgerber ist aber ein ordentlicher RA im Kader.
    Danner kommt als Alternative für den Innenblock, weil Nyfjäll Lindskog defensiv nicht ersetzen kann. Danner wird gute Spiele machen, aber eben nicht mehr regelmäßig der Fels in der Brandung sein. Er kann aber von seiner Mentalität her ein echter Führungsspieler werden. Einer, der gut fürs Klima ist.

    Auf allen Positionen ist Geld eingespart worden. Was ja auch in Corona-Zeiten nötig ist.

    Für mich haben die Löwen ein Problem: Und das heißt Oliver Roggisch. Als Botschafter, als Sponsorensucher oder einfach als netter Typ der RNL ist er absolut zu gebrauchen. Als sportlich Verantwortlicher scheint er mir überfordert. Ich habe ganz gute Drähte in die Szene und erlaube mir dieses Urteil. Die Trainerangelegenheit hat Roggisch zu verantworten. Dass Schwalb mit dem Gedanken spielt im Sommer zu gehen, soll er intern bereits vor Wochen kommuniziert haben, doch Roggisch ist aus irgendwelchen Gründen nicht aktiv geworden. Dadurch ging wertvolle Zeit verloren. Wobei man klar sagen muss: Vor zwei Monaten waren auch keine anderen Kandidaten verfügbar als die, die jetzt zu haben sind. Aber: Eine professionelle Planung hätte beinhaltet, dass sich ein Club wie die RNL schon im vergangenen Sommer damit hätte auseinander setzen müssen, wie es auf dieser alles entscheidenden Position ab Juli 2021 weitergeht. In der Szene heißt es, dass Roggisch erst jetzt loszieht, um einen neuen Trainer zu suchen. Das so komplett unrealistische Namen wie Sigurdsson und Berge auf seiner ersten Liste stehen sollen, zeigt wie überstürzt und unvorbereitet er gehandelt hat. Der Journalist aus Mannheim hat es bei "Kreis ab" ganz gut beschrieben: Einen Trainer ins Auge zu fassen, der erst Mitte August von Olympia zurückkommt, ist ja absurd.

    Ganz ehrlich: Eigentlich müsste denen, die mit diesem Club mitfiebern, richtig schlecht werden, wenn sie die Gehaltsrangliste der deutschen Nationalmannschaft sehen. Ihre Akteure sind allesamt vorne mit dabei. Bei der MT wird also richtig Geld investiert. Das ist jetzt nichts Neues, gerät aber bei manchem mal in Vergessenheit. Wenn diese Summen sinnvoll investiert würden, dann könnte da sportlich deutlich mehr herauskommen, als das, was da im Moment steht. Eigentlich müsste man ja damit rechnen, dass Philipp Weber bald ein Angebot von der MT bekommt. Er hat nun bei der Natio überzeugt und fällt damit voll ins Beuteschema der Melsunger.

    Ich habe hier ja auch schon mal mein Unverständnis für die Kaderplanung von Axel Geerken ausgedrückt. Man verpulvert eine Unmenge an Geld, um sich ein RA-Duo Kastening/Reichmann zu leisten. Einer von beiden plus ein talentierter, aber deutlich preiswerter Backup hätten genügt. Anders machen es Kiel, Flensburg und die Löwen ja auch nicht. Wenn nun André Gomes kommt, dann möchte ich nicht wissen, mit welchem Gehalt der gelockt wird. Das ist ja vom Typ her nicht gerade der, dessen Lebenstraum es ist, ins nordhessische Bergland zu ziehen. Und die Frage muss ja erlaubt sein: Welchen Sinn macht es, Gomes zu holen, wenn man schon Kühn hat?

    Ich finde, man hat gestern eine große Chance verpasst. Für mein Empfinden ist das die schwächste spanische Mannschaft seit Jahren. Dass heißt nicht, dass das kein gutes Niveau wäre, es ist aber nichts außergewöhnliches mehr wie das noch bei der EM 2018 der Fall gewesen war. Die Spanier haben kein Kreisläuferspiel mehr. Daniel Dushbajev ist kein internationaler Klassespieler und Canellas und Enterrios sind nicht mehr unaufhaltsam. Ich rechne nicht damit, dass die Spanier bei dieser WM eine Medaille holen. Sie haben sich gestern dank ihrer Torhüter über die Ziellinie gerettet.

    Ich bin verwundert, dass Alfred Gislason hier so angegangen wird. Für mein Empfinden war die deutsche Mannschaft sehr gut auf die offensive Deckungsvariante eingestellt. Noch nie in den vergangenen Jahren mussten die Spanier während eines Spiels gegen Deutschland auf 6:0 umstellen, weil diese offensive Variante ausgespielt wurde. Als dann auf 6:0 umgestellt wurde, war es doch folgerichtig, dass Kühn kam. Ein Gislason kann aber nichts dafür, wenn dann von Kühn einfach nichts kommt. Ich denke, Gislason wird gemerkt haben, dass das kein Spieler ist, auf den er in Zukunft bauen kann. Ähnlich verhält es sich mit Firnhaber. Dass er von den Erlangen-Fans verteidigt wird, ist normal und auch gut so. Abner ehrlicherweise hat seine Leistung mit internationalem Niveau vorne wie hinten nichts zu tun. Er stellt sich da oftmals wahnsinnig naiv an. Aber wer wäre im Innenblock eine Alternative gewesen? Vielleicht Heymann? Golla hat auch viele Fehler gemacht. Ihm traue ich aber neben einem Wiencek oder Pekeler zu, dass er sich steigert. Als Abwehrchef fehlt ihm aber auf diesem Nievau noch die Reife.
    Häfner fand ich gestern gut, Philipp Weber spielt ein ordentliches Turnier. Jogi Bitter auch, Andreas Wolff dagegen nicht. Ein Wolff in guter Verfassung hätte genügt, um Ungarn und Spanien zu schlagen. Er ist aber meilenweit von seiner Bestform entfernt. Keine Ahnung, woran das liegt. Und ganz ehrlich: Vielleicht haben wir in den kommenden Jahren tatsächlich ein Torwart-Problem. Ich sehe nämlich in der neuen Generation keinen, dem ich die außergewöhnlichen Leistungen zutraue. Till Klimpke durchschreitet in Wetzlar gerade seine erste Talsohle. Einen Rudeck oder einen Birlehm halte ich auch nicht für so grandios gut. Alle Spitzenvereine der HBL setzen auf ausländische Keeper. Da ist höchstens mal ein Deutscher die Nummer 2, wie Quenstedt in Kiel oder Genz in Berlin. In beiden sehe ich aber nicht den Retter der Nationalmannschaft.

    Ich fand das, was da gestern passiert ist, nicht wirklich überraschend. In dieser Besetzung gehört die deutsche Mannschaft nicht zur Weltspitze. Was nicht heißt, dass sie an guten Tagen nicht jede Mannschaft in Bedrängnis bringen könnte.
    Phasenweise sah das in der zweiten Hälfte in der Offensive gegen die Ungarn gut aus. Da war Zug in den Aktionen. Vor allem mit Drux kam da noch einmal eine neue Qualität. Aber - und diese Erkenntnis ist auch nicht neu: Kühn ist eine Wundertüte. Häfner spielt seit Jahren zu unkonstant. EM 2016 und WM 2017 fand ich von Häfner noch stark. Danach war er bei den großen Turnieren kein entscheidender Faktor. Mit einem Kastening in der EM-Form 2020 hätte es gegen Ungarn trotzdem gereicht. Oder aber mit einer besseren Defensivleistung. Und das wäre das zweite Thema. Es ist nicht überraschend, dass ein Firnhaber auf diesem Niveau noch Probleme hat. Und auch von einem Golla kann man nicht erwarten, dass er 60 Minuten vorne wie hinten eine top Leistung abruft. Da müssen wir einfach Abstriche machen. Beide haben Potenzial, beide sind zurecht als Ersatzleute nominiert worden, aber beide können auch keine Wunder vollbringen. Nicht verstanden habe ich, dass Golla einen Lekai permanent an 9 Metern attackiert hat. Warum so offensiv? Auch in er letzten Aktion. Lekai hat nun mal ein starkes Eins-gegen-eins. Aber er hat eben keinen starken Wurf aus zehn Metern. Mit einem guten TW-Gespann hätten wir aber auch das kompensieren können. Da Wolff komplett und Bitter zum Teil hinter ihren Möglichkeiten geblieben sind, war das aber auch nicht möglich.
    Welche Hoffnungen gibt es nun? Gegen Spanien muss alles stimmen. Deutschland braucht vor allem ganz hervorragende Torhüter. Kopfzerbrechen macht mir die spanische Abwehr. Gegen die offensive Variante hat die deutsche Mannschaft schon immer Probleme gehabt. Aber: Spanien hat auch nicht restlos überzeugt. Unsere Truppe kann das schaffen. Die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage ist meines Erachtens aber höher. Sollte die Überraschung gelingen, wäre das Viertelfinale aber greifbar. Polen und Brasilien sind beides keine Selbstläufer, aber beides machbare Aufgaben.

    Man sollte bei der MT nicht den Fehler machen, alles auf das Seuchenjahr 2020 zu schieben. Es ist schwer derzeit. Das gilt aber für alle. Gestern standen mit Kühn, Mikkelsen, Häfner, Maric, Reichmann, Kastening, Simic, Heinevetter, Danner, Kunkel, Allendorf und dem rothaarigen Isländer genügend Spieler zur Verfügung, die alle den Anspruch haben müssen, besser zu sein als ihr Gegenspieler aus Coburg. Deswegen ist eine Sechs-Tore-Niederlage zu Hause gegen den noch punktlosen Aufsteiger eine Blamage sondergleichen. Ich behaupte jetzt mal etwas populistisch, dass die drei Linkshänder der MT, die zugleich deutsche Nationalspieler sind, genauso viel verdienen wie der gesamte Kader des HSC 2000 Coburg. Deswegen erübrigt sich jede Diskussion. Einfach nur schwach von Melsungen. Und das bittere für den Club ist sicherlich: Es wiederholt sich Jahr für Jahr.

    Ich habe mir das Heft noch nicht zugelegt, muss es aber dringend machen.

    Ich weiß nicht, ob sich zwei Handball-Magazine nebeneinander halten können. Oder hat "7 - Bock auf Handball" einen anderen Ansatz als "Handball inside"? Von den ersten Infos klingt das sehr identisch, wobei ich bei "Handball inside" die besseren Journalisten vermute. Die Redaktion von "handball world", die ja hauptsächlich hinter "7 - Bock auf Handball" steht, ist mir bislang nicht unbedingt durch gute, innovative Texte aufgefallen. Vielleicht konnten sie es auf ihrer eingestaubten Seite auch nicht so ausleben. Sascha Klahn als Fotograf ist natürlich Champions League. Von daher bin ich gespannt.

    Ich würde mich freuen, wenn einige hier ihre Meinung zu dem neuen Magazin kundtun.

    1. Die HSG muss sich an die eigene Nase fassen. In der 2. Hz. fehlte es an der Unterstützung durch die Torhüter. Das hohe Niveau der 1. Hz. hat die Mannschaft nicht halten können.
    2. Ich habe schon lange nicht mehr eine solch schlechte SR-Leistung gesehen. Und tendenziell war die HSG stärker benachteiligt. Bei einem Spiel, das bis kurz vor Schluss unentschieden steht, hat das leider massive Auswirkungen. Ich kannte das Gespann bislang nicht und gehe daher davon aus, dass sie kaum Erfahrung in der BL haben. das hat man deutlich gesehen. Leider!!!

    Mein Tipp für heute: Coburg holt sich den ersten Sieg der Saison in Wetzlar. Bei der HSG läuft es nicht gut gerade. Viele Diskussionen, wie man hört. Klimpkes Einsatz heute entscheidet sich erst kurzfristig, Cavor angeschlagen von der Natio zurückgekommen. Ich habe kein gutes Gefühl derzeit.