Beiträge von Domstadtadler

    Es ist ein schwieriges Thema. Ich bin niemand, der ein unnötiges Risiko eingehen würde. Wenn aber das Risiko einer Infizierung bei einem Handballspiel durch ein gutes Hygienekonzept so gering ist, wie das in einem Supermarkt, dann wäre ich dafür, Zuschauer in die Halle zu lassen. Ein nullprozenziges Risiko wird es nicht geben. Ich befürchte aber, dass uns diese Probleme ganz bestimmt noch einige Monate, eventuell auch wieder in genau einem Jahr beschäftigen werden. Wir können aber nicht immer alles schließen. Dann haben wir bald nichts mehr, was wir noch aufschließen können. Deswegen: Keine Experimente, sondern etwas Mut an Stellen, an denen sich Konzepte schon bewährt haben.

    P.S. Kannst Du mir mal auf die Sprünge helfen, warum Du in beinahe jeden Satz die Abkürzung i.A. einbaust? Für was steht das? Im Allgemeinen? Da ergibt aber doch null Sinn.

    Also dein Gast in allen Ehren...er hat sicherlich nen Punkt das es nicht ganz so viel Sinn ergibt in Stadien keine Zuschauer zu lassen...aber was er da außerdem anmerkt, das man doch gerade jetzt die Hallen mit Hygienekonzept als eine Art Test begreifen sollt...auf keinen Fall würde ich meinen. Gerade jetzt testet man bestimmt nicht ob so etwas doch zum Superspreader taugt.

    Ich glaube, da hast Du Herrn Rademacher falsch verstanden. Er befürwortet keine Testveranmstaltungen, um dann zu schuen, was dabei herauskommt. Er sagt - und dieser Meinung bin ich ebenfalls - dass die Hygienkonzepte bei einer Insidenz von 20 genauso funktionieren müssen wie bei einer Inszidenz von 200. Will heißen: Der Einzelne muss sich möglichst sicher sein, dass er sich nicht infiziert, wenn sich in der Halle ein Corona-Infizierter sitzt. Bestenfalls kann es zu keiner Ansteckung kommen. Das bedeutet, die Abstände müssen eingehalten werden und am Sitzplatz auch gute Masken getragen werden. Sollte fünf Meter von mir entfernt ein Infizierter sitzen, der es noch nicht weiß oder aber symptomfrei bin, so bin ich trotzdem nicht gefährdet. Genau unter dieser Prämisse ist jedes Hygienekonzept entwickelt worden und auch überhaupt erst genehmigt worden. Es wäre jetzt kein risikoreicher Testversuch mit Zuschauern zu spielen, sondern schlicht die Möglichkeit einen Funken Normalität in einem gesicherten Rahmen zuzulassen.

    Mich hat es für die Löwen gefreut. Warum der HCE mit den Schiedsrichtern hadert, erschließt sich mir nicht. Wenn ich als Innenblock nicht auf das Kreisläufer-Spiel von Baena eingestellt bin, dann endet das so, wie am Sonntag. Entweder Abschluss durch Baena oder Siebenmeter mit eventueller Zeitstrafe. Ich kann ihn eben nicht verteidigen, wenn ich nur hinter ihm stehe. Was ich überhaupt nicht verstanden habe, warum Haaß nach 45 Minuten Bissel für Jaeger eingewechselt hat oder muss Bissel auf seine Minuten kommen damit der mächtige AR wohl gestimmt bleibt ... Denn sportlich war dieser Wechsel nicht nachzuvollziehen. Weder im Angriff, wo Jaeger gerade zwei Treffer erzielt hatte noch in der Defensive, wo es ein übles Miss Match gab, als Lagarde mit dem vorgezogenen Bissel getanzt hatte. Ich muss aber auch gestehen, dass ich nur die zweite Hälfe gesehen habe. Vielleicht gab es ja einen nachvollziehbaren Grund, der irgendwo in den ersten 30 Minuten liegt.

    Die Frage lautet doch: Welchen Anteil hat der Trainer an den Leistungen und Ergebnissen der Mannschaft. Janos und BUMM suggerieren ja, dass das Team so stark ist, dass man den Erfolg nicht Wandschneider zuschreiben kann. Ob das so ist, werden wir ab nächster Saison sehen. Die Verantwortlichen müssen das große Ganze im Blick haben. Ich als Fan betrachte die Spiele und die Ergebnisse. Und da gibt es für mich seit der Amtsübernahme von KW im Frühjahr 2012 nichts zu meckern. Das waren tolle Jahre mit tollen Ergebnissen. Sollte KW so viele Schwachpunkte haben, wie die beiden das andeuten, dann erleben wir hier eine wahnsinns Kompensationsleistung aller Beteiligten. Aber könnte das so viele Jahre gutgehen? Wenn ich mir anschaue, bei wie vielen Vereinen in den vergangenen Spielzeit nicht weniger Potenzial auf der Platte stand, die Ergebnisse aber keineswegs gut waren, dann glaube ich, dass bei uns alle Verantwortlichen einen guten Job gemacht haben. Und alle meint auch alle - also auch KW. Wir bekommen einen extrem spannenden Nachfolger. Ich schätze Matschke sehr. Wir gehen aber auch ins Risiko.

    BUMM Mal eine Frage: Glaubst Du, dass KW den besseren Spieler auf der Bank schmoren lässt? Was bringt es ihm, Weissgerber spielen zu lassen, am Ende aber die Partie zu verlieren? Mir ist doch egal, ob Mirkulovski 36 oder 26 ist. Wenn der als Mittelmann die beste Leistung bringt, muss er spielen. Ich will doch als HSG sofort punkten, um nicht aus irgendwelchen blöden Gründen in den Abstiegskampf reinzurutschen. Da kann ich doch keine Rücksicht nehmen. Da zählt das Hier und Jetzt. Ich könnte KW kritisieren, wenn er an Mirkulovski festhält, obwohl dem jeder Ball auf die Füße fällt. Ich habe vor Monaten schon geschrieben: Was würde es uns bringen, wenn wir eine megajunge Truppe auf dem Platz hätten, unser neuer Trainer bei jeder Trainingseinheit der U23, der A- und B-Jugend zuschaut, mit Frederick Griesbach vom TVH jeden Morgen frühstückt und bei jeder Teamsitzung eine Power-Point an die Wand wirft, wir aber viel weniger Punkte auf dem Konto hätten?

    Ach so BUMM: Hast Du auf der neuen Geschäftsstelle Dein eigenes Büro?

    Die Personalpolitik der MT ist schon sehr auf Namen ausgerichtet. Die leisten sich als Kompagnon von Reichmann einen Kastening, verpfliochten aber keinen echten Backup für Kühn. Dafür stellen sie dem überzeugenden Simic einen Heinevetter zur Seite. Das kann man alles machen. Es ist beneidenswert, dass sich die MT das alles leisten kann, aber es wirkt wenig strukturiert und eher impulsgesteuert. Deutsche Nationalspieler scheinen per se ins Beuteschema zu fallen. Auffallend in Melsungen ist auch, dass sich die meisten Spieler dort nicht signifikant verbessern.

    Handballerisch war das WE ein Traum. Erst der HSG-Sieg gegen Kiel, dann am Sonntag ein unterhaltsames Match zwischen Leipzig und Berlin. Leider, leider, leider rauben einem die Kommentatoren von Sky manchmal die Lust am Spiel. Dennis Baier bei HSG gegen Kiel zuzuhören, ist schon harte Kost. Dieses Stakkato-Kommentieren löst bei mir Gänsehaut aus. Keine Ahnung, warum der so gehypt wird und so viele Spiele kommentieren darf. Das gleiche gilt für Karsten Petrzika. Bei ihm ist kein Stakkato, sondern nur ein nerviger Redeschwall. Kai Dittmann redet in seinen Fußball-Reportagen auch viel. Da ist aber auch viel Fachwissen dabei. Petrzika labert auch viel Unfug.

    Ich habe mir gestern intensiv das Spiel der Füchse in Leipzig angeschaut. Da waren einfach zu viele technische Fehler dabei. Ich bin viel zu weit weg, um über die Arbeit von Jaron Siewert zu urteilen. Trotzdem bin ich erstaunt, dass die ambitionierten Füchse diese Trainerwahl getroffen haben.
    Zum einem richtig guten Trainer gehört neben der fachlichen Expertise auch eine gewisse Ausstrahlung. Jürgen Klopp hat ja beispielsweise den Fußball nicht neu erfunden. Neben seinen fachlichen Qualitäten ist aber eine weitere wesentliche Stärke sein Auftreten. Er hat auch Schwächen, aber er ist authentisch, kann sich gut ausdrücken etc. Ein Julian Nagelsmann hat sich als junger Trainer in der Bundesliga durchgesetzt, weil er eine gewisse Ausstrahlung besitzt. Ich mag diesen Typ nicht, muss aber anerkennen, dass er sich gut verkauft. Wenn alles nur heiße Luft ist, nutzt ihm das alles wenig. Da aber das Paket zu stimmen scheint, ist er erfolgreich.

    Ich finde, dass Siewert da noch Luft nach oben hat. Er erinnert mich an den jungen Jan Gorr in seiner Zeit hier beim TV Hüttenberg. Das hat aber dennoch perfekt gepasst, weil der TVH ein kleiner, gemütlicher Dorfverein ist, bei dem Gorr groß geworden ist. Bei den Füchsen Berlin weht aber ein anderer Wind. Ein Trainer sollte da schon eine Persönlichkeit haben. Die sehe ich bei Siewert nicht. Das meine ich auch nicht vorwurfsvoll. Er ist bestimmt ein netter Zeitgenosse. Aber noch kein Typ Cheftrainer, der zu einem ambitionierten Bundesligisten passt. Wobei die Betonung auf "noch" liegt. Auch er wird sich entwickeln.

    Ich kannte Siewert nicht. Ich habe lediglich die Ergebnisse in Essen registriert. Die waren sehr gut. Als ich ihn nun als Chefcoach in Berlin wahrgenommen habe, war ich sehr überrascht, dass sich Kretzsche und Hanning zu diesem Schritt entschieden haben, wobei ich nicht weiß, inwiefern Kretzsche da schon mitgesprochen hatte oder ob das ohnehin schon länger so angelegt war.

    Um es noch einmal zu verdeutlichen: Siewert ist bestimmt ein ausgezeichneter Fachmann. Um aber die großen Clubs zu trainieren (und vom Selbstverständnis zählen die Füchse dazu) und vor allem mit ihnen erfolgreich zu sein, gehört aber im Bereich der Persönlichkeit mehr dazu als Siewert momentan anbietet. Von daher glaube ich, dass er es schwer haben wird. Dadurch, dass Hanning sein großer Förderer ist, wird er nicht so schnell fallengelassen. Aber ich glaube nicht, dass er die hohen Erwartungen, die im Fuchsbau herrschen, erfüllen kann.

    Mal ein großes Kompliment für die Saisonvorschauen. Ich bin noch nicht ganz durch, aber mir fehlt nur noch die Tierpark-Folge. Schon jetzt gehe ich bestens informiert in die Saison, wobei ich auch mal leise Kritik üben möchte. Allerdings nicht am Moderator: Einige Experten sind zu sehr Fan der eigenen Mannschaft. Das trübt dann immer etwas die Einordnungen. Das hält mich nicht vom Hören ab, ist bei manchen aber doch sehr ausgeprägt. Gerade in der Folge "Quer durch die Republik" ist mir das beim Erlangen-Experten und beim Coburg-Experten aufgefallen. Das hätten die Pressesprecher der Clubs nicht besser machen können. Ich habe mich gewundert, dass Coburg vom eigenen Experten nicht als Meister getippt wird angesichts der Superlative, die während des Gesprächs gefallen sind. Vielleicht ist das aber auch einfach die Vorfreude eines Aufsteigers, die den Blick da etwas trübt.

    Sehr ehrlich und authentisch fand ich hingegen den TuSEM-Experten. Ich höre auch immer wieder gerne zu, wenn über die Rhein-Neckar Löwen, die SG Flensburg-Handewitt und die Füchse Berlin gesprochen wird. Das sind echte Kenner. Bei "meiner" HSG fand ich es ehrlich gesagt auch schon mal besser. Aber ich bin froh über den Podcast und höre immer wieder gerne zu. Weiter so!

    Wow, das ist mal eine Überraschung. Toll, dass eine solche Spielerpersönlichkeit beim VfL als Trainer anheuert. Das wertet die 2. Liga weiter auf. Ich halte es aber auch für eine mutige Entscheidung. Denn beim VfL herrscht im zweiten Jahr natürlich ein enorm großer Druck. Ohne Detailkenntnisse zu haben, gehe ich mal davon aus, dass im zweiten Anlauf der Aufstieg gelingen MUSS. Und ob ein Weltklassespieler automatisch auf Anhieb ein sehr guter Trainer ist, wird sich zeigen. Wobei das AUF ANHIEB hier vielleicht sogar das Entscheidende ist. Ich bin gespannt ...

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Ich höre regelmäßig "Kreis ab" und freue mich immer über Informationen, die ich über die klassischen Medien nicht bekomme. Und ich stelle immer wieder fest, dass mich die Interviews positiv überraschen. Manchmal denke ich am Anfang beim Aufzählen der Inhalte, dass ich dieses oder jenes Interview nicht hören muss. Dann bleibe ich aber trotzdem dran und freue mich, dass ich das getan habe. Ich denke zum Beispiel an das Gespräch mit der Zweitliga-Trainerin aus Solingen. Das war super interessant. Oder der Handballer aus München, der beim Afrika-Cup mitgespielt hat. Vielen Dank für die Arbeit und alles Gute für die Zukunft!

    BUMM So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Ich glaube, dass so langsam Gras über die Sache wächst. Aber in meinem Umfeld habe ich zu 90 Prozent absolutes Kopfschütteln über diese Maßnahme vernommen. Es gibt einen Kreis von Leuten, die in den Stammvereinen sehr aktiv sind, die waren Wandschneider gegenüber schon immer sehr kritisch eingestellt. Wer zum Beispiel mal mit den Jungs aus der dritten oder vierten Mannschaft der HSG spricht, bemerkt, dass die eine sehr kritische Haltung gegenüber Wandschneider haben, mittlerweile auch gegenüber dem gesamten Profibereich.
    Ich habe gestern in der Arena aber auch gespürt, dass es kein Interesse bei der Mehrheit der Fans gibt, sich jetzt lautstark zu positionieren. Trotzdem waren meine Gesprächspartner gestern auch in großer Mehrheit pro Wandschneider.
    Aber BUMM: Die Entscheidung ist jetzt so gefallen und man muss das jetzt auch respektieren und die Entscheidungsträger dann, wenn es soweit ist, daran messen. Der Verein steht über allem. Und ich spüre in mir nur den Wunsch, dass der Club auch ohne Wandschneider in seinem Rahmen erfolgreich bleibt. Mit Wandschneider mache ich mir da keine Sorgen, weil wir seit seinem Amtsantritt immer alle Ziele übererfüllt haben.

    Super Folge, sehr interessante Gespräche und dadurch auch extrem kurzweilig. Vielen Dank dafür. In der Vorwoche war ich schon etwas enttäuscht, dass die damals schon bestehenden Brennpunkte RNL, MT und auch "meine" HSG überhaupt nicht beleuchtet wurden und stattdessen ausführlich über den THW Kiel gesprochen wurde. Aber das Verschieben um eine Woche hat sich ausgezahlt. Toll, dass Journalisten und auch Clubverantwortliche zu Wort kamen.

    Zum Ton: Ich habe kein Unterschied festgestellt. Generell ist mir das aber nie negativ aufgefallen.

    Auch wenn Markus Götz einen Vornamen mal verwechselt hat (was nicht vorkommen sollte, aber eben immer mal passiert), ist er einer der besten Sky-Kommentatoren, die sich mit Handball beschäftigen. Ich hatte am Donnerstag bei Heiko Mallwitz nicht nur einmal das Gefühl, dass er gnadenlos überfordert ist. Dass sich die Nordhorner dank ihres 7:6 nie abschütteln ließen und letztlich das Spiel gewonnen haben, hatte er überhaupt nicht mitbekommen. Irgendwann, als bestimmt schon der siebte oder achte Angriff der Nordhorner mit siebtem Feldspieler erfolgreich war, hat er überhaupt erst realisiert, dass der Torwart jeweils seinen Kasten verlassen hatte.
    Analytisch etwas besser, aber sprachlich mehr als gewöhnungsbedürftig ist die Kommentierung von Dennis Baier. Am Samstag bei Löwen gegen Hannover-Burgdorf hat mich die Stakkato-Kommentierung irgendwann nur noch genervt. "Einfacher Fehler. Jetzt. Von Kastening. Gar nicht gut. Jetzt müssen sie aufpassen. Die Recken. Sonst ist das Spiel gelaufen. Könnte jetzt ganz schnell gehen."

    BUMM Woher weißt Du das alles? Bist Du bei der HSG angestellt? Im Grunde lehne ich mich als Fan nach Deinen Aussagen jetzt beruhigt zurück. An den guten Ergebnisse der vergangenen Jahre scheint Deiner Meinung nach der Trainer ja wenig bis gar keinen Anteil zu haben. Von daher ist es ja egal, wer ab 2021 auf der Bank sitzt.

    Boah, was für ein dünnes Interview. Das sind also die Gründe. Warum um alles in der Welt kann ich diese Gründe denn nicht direkt nennen. Zehn Tage lang warte ich, um dann zu erklären, dass KW keine weiteren Aufgaben übernimmt. Dass er sich nicht bei der U23 und der Jugend blicken lässt. Mann, Mann, Mann. Dummerweise erreicht dieser Trainer in seiner Hauptrolle jedes Jahr Top-Ergebnisse, die diesen Verein überhaupt auf diese Art und Weise in der Liga halten. Und das ist ja mal die Grundlage von allem.
    Aber gut, solche Entscheidungen müssen die Verantwortlichen fällen. Deswegen gilt es sie zu respektieren. Ich werde das Gefühl aber nicht los, dass es sich noch andere Gründe gibt.
    Und noch was: Dünn an dem Interview sind nicht nur die Antworten, sondern auch die Fragen. Die könnten ja gleich aus der HSG-Presseabteilung stammen. Was sind das nur für Journalisten. Die Frage, warum man so lange braucht, um mit diesen Gründen um die Ecke zu kommen, hätte doch gestellt werden müssen.
    Ich für meinen Teil werde KW bei jedem Spiel abfeiern. Am Mittwoch wird damit begonnen. Ich bin mir sicher, es finden sich genug Mitstreiter.

    Baden68 Das ist die Passage des Kommentars: "Kai Wandschneider, zweimal Trainer des Jahres im Oberhaus , bewundert von ganz Handball-Deutschland und als Fachmann sowie Intimkenner der Szene bekannt, ist offenbar zu teuer geworden. Ein Newcomer, gerade 37 Jahre alt, kostet die Hälfte, vielleicht auch nur ein Drittel. Und spart dem Verein per anno rund 250 000 Euro."

    Wenn ich als Club 250.000 Euro spare, sind das im Monat 20.833 Euro. Natürlich brutto. Das heißt der neue Trainer wäre monatlich um exakt diese Summer billiger. Mal angenommen der neue Coach erhält 10.000 Euro brutto pro Monat, dann musst Du das ja in der Logik von Herrn Fischer noch auf das gesparte Gehalt von KW in Höhe von 20.833 Euro draufpacken. Also komme ich auf 30.833 Euro/brutto pro Monat, die Herr Fischer in seiner Denke für KW veranschlagt. Von Sparmaßnahmen, die durch Umstrukturierungen erfolgen, redet Herr Fischer ja gar nicht erst.
    Ich will eigentlich auch nicht über Gehälter sprechen. Ich will nur aufzeigen, dass dieser Kommentar mit Zahlen handtiert, die völlig überzogen sind.

    Baden68 Ich habe einfach nur gerechnet. Der Journalist schreibt ja, dass die HSG bei einem Trainerwechsel von Wandschneider zu Matschke 250.000 Euro sparen könnte. Das heißt ja, dass KW schon mal mindestens 250.000 Euro pro Jahr plus das neue Gehalt von Matschke verdienen müsste damit diese Aussage wirklich zutrifft.

    Zwei Anmerkungen noch von mir. Dass KW mehr verdient als sein potenzieller Nachfolger glaube ich schon. Aber ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, dass die HSG dadurch 250.000 Euro spart. Und genau das schreibt Herr Fischer ja in seinem Kommentar. Denn dann müsste KW momentan ja monatlich mindestens 25.000 Euro verdienen. Das kann ich mir absolut nicht vorstellen.

    Auf die Bekanntgabe hat KW gedrängt. Allerdings stellt sich mir die Frage, warum man KW überhaupt so früh informiert hat, dass es 2021 nicht weitergeht. Da bestand doch keine Not. Es sei denn, es gab irgendeinen Vorfall, weswegen so entschieden wurde. Insgesamt wünsche ich mir, dass der Club mal seine Sicht der Dinge darlegt und sich nicht hinter irgendwelchen Worten versteckt, wie Neuausrichtung etc. Vielleicht gibt es ja doch plausible Gründe, die wir aber nicht kennen.