Beiträge von Domstadtadler

    BUMM So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Ich glaube, dass so langsam Gras über die Sache wächst. Aber in meinem Umfeld habe ich zu 90 Prozent absolutes Kopfschütteln über diese Maßnahme vernommen. Es gibt einen Kreis von Leuten, die in den Stammvereinen sehr aktiv sind, die waren Wandschneider gegenüber schon immer sehr kritisch eingestellt. Wer zum Beispiel mal mit den Jungs aus der dritten oder vierten Mannschaft der HSG spricht, bemerkt, dass die eine sehr kritische Haltung gegenüber Wandschneider haben, mittlerweile auch gegenüber dem gesamten Profibereich.
    Ich habe gestern in der Arena aber auch gespürt, dass es kein Interesse bei der Mehrheit der Fans gibt, sich jetzt lautstark zu positionieren. Trotzdem waren meine Gesprächspartner gestern auch in großer Mehrheit pro Wandschneider.
    Aber BUMM: Die Entscheidung ist jetzt so gefallen und man muss das jetzt auch respektieren und die Entscheidungsträger dann, wenn es soweit ist, daran messen. Der Verein steht über allem. Und ich spüre in mir nur den Wunsch, dass der Club auch ohne Wandschneider in seinem Rahmen erfolgreich bleibt. Mit Wandschneider mache ich mir da keine Sorgen, weil wir seit seinem Amtsantritt immer alle Ziele übererfüllt haben.

    Super Folge, sehr interessante Gespräche und dadurch auch extrem kurzweilig. Vielen Dank dafür. In der Vorwoche war ich schon etwas enttäuscht, dass die damals schon bestehenden Brennpunkte RNL, MT und auch "meine" HSG überhaupt nicht beleuchtet wurden und stattdessen ausführlich über den THW Kiel gesprochen wurde. Aber das Verschieben um eine Woche hat sich ausgezahlt. Toll, dass Journalisten und auch Clubverantwortliche zu Wort kamen.

    Zum Ton: Ich habe kein Unterschied festgestellt. Generell ist mir das aber nie negativ aufgefallen.

    Auch wenn Markus Götz einen Vornamen mal verwechselt hat (was nicht vorkommen sollte, aber eben immer mal passiert), ist er einer der besten Sky-Kommentatoren, die sich mit Handball beschäftigen. Ich hatte am Donnerstag bei Heiko Mallwitz nicht nur einmal das Gefühl, dass er gnadenlos überfordert ist. Dass sich die Nordhorner dank ihres 7:6 nie abschütteln ließen und letztlich das Spiel gewonnen haben, hatte er überhaupt nicht mitbekommen. Irgendwann, als bestimmt schon der siebte oder achte Angriff der Nordhorner mit siebtem Feldspieler erfolgreich war, hat er überhaupt erst realisiert, dass der Torwart jeweils seinen Kasten verlassen hatte.
    Analytisch etwas besser, aber sprachlich mehr als gewöhnungsbedürftig ist die Kommentierung von Dennis Baier. Am Samstag bei Löwen gegen Hannover-Burgdorf hat mich die Stakkato-Kommentierung irgendwann nur noch genervt. "Einfacher Fehler. Jetzt. Von Kastening. Gar nicht gut. Jetzt müssen sie aufpassen. Die Recken. Sonst ist das Spiel gelaufen. Könnte jetzt ganz schnell gehen."

    BUMM Woher weißt Du das alles? Bist Du bei der HSG angestellt? Im Grunde lehne ich mich als Fan nach Deinen Aussagen jetzt beruhigt zurück. An den guten Ergebnisse der vergangenen Jahre scheint Deiner Meinung nach der Trainer ja wenig bis gar keinen Anteil zu haben. Von daher ist es ja egal, wer ab 2021 auf der Bank sitzt.

    Boah, was für ein dünnes Interview. Das sind also die Gründe. Warum um alles in der Welt kann ich diese Gründe denn nicht direkt nennen. Zehn Tage lang warte ich, um dann zu erklären, dass KW keine weiteren Aufgaben übernimmt. Dass er sich nicht bei der U23 und der Jugend blicken lässt. Mann, Mann, Mann. Dummerweise erreicht dieser Trainer in seiner Hauptrolle jedes Jahr Top-Ergebnisse, die diesen Verein überhaupt auf diese Art und Weise in der Liga halten. Und das ist ja mal die Grundlage von allem.
    Aber gut, solche Entscheidungen müssen die Verantwortlichen fällen. Deswegen gilt es sie zu respektieren. Ich werde das Gefühl aber nicht los, dass es sich noch andere Gründe gibt.
    Und noch was: Dünn an dem Interview sind nicht nur die Antworten, sondern auch die Fragen. Die könnten ja gleich aus der HSG-Presseabteilung stammen. Was sind das nur für Journalisten. Die Frage, warum man so lange braucht, um mit diesen Gründen um die Ecke zu kommen, hätte doch gestellt werden müssen.
    Ich für meinen Teil werde KW bei jedem Spiel abfeiern. Am Mittwoch wird damit begonnen. Ich bin mir sicher, es finden sich genug Mitstreiter.

    Baden68 Das ist die Passage des Kommentars: "Kai Wandschneider, zweimal Trainer des Jahres im Oberhaus , bewundert von ganz Handball-Deutschland und als Fachmann sowie Intimkenner der Szene bekannt, ist offenbar zu teuer geworden. Ein Newcomer, gerade 37 Jahre alt, kostet die Hälfte, vielleicht auch nur ein Drittel. Und spart dem Verein per anno rund 250 000 Euro."

    Wenn ich als Club 250.000 Euro spare, sind das im Monat 20.833 Euro. Natürlich brutto. Das heißt der neue Trainer wäre monatlich um exakt diese Summer billiger. Mal angenommen der neue Coach erhält 10.000 Euro brutto pro Monat, dann musst Du das ja in der Logik von Herrn Fischer noch auf das gesparte Gehalt von KW in Höhe von 20.833 Euro draufpacken. Also komme ich auf 30.833 Euro/brutto pro Monat, die Herr Fischer in seiner Denke für KW veranschlagt. Von Sparmaßnahmen, die durch Umstrukturierungen erfolgen, redet Herr Fischer ja gar nicht erst.
    Ich will eigentlich auch nicht über Gehälter sprechen. Ich will nur aufzeigen, dass dieser Kommentar mit Zahlen handtiert, die völlig überzogen sind.

    Baden68 Ich habe einfach nur gerechnet. Der Journalist schreibt ja, dass die HSG bei einem Trainerwechsel von Wandschneider zu Matschke 250.000 Euro sparen könnte. Das heißt ja, dass KW schon mal mindestens 250.000 Euro pro Jahr plus das neue Gehalt von Matschke verdienen müsste damit diese Aussage wirklich zutrifft.

    Zwei Anmerkungen noch von mir. Dass KW mehr verdient als sein potenzieller Nachfolger glaube ich schon. Aber ich kann mir nicht im entferntesten vorstellen, dass die HSG dadurch 250.000 Euro spart. Und genau das schreibt Herr Fischer ja in seinem Kommentar. Denn dann müsste KW momentan ja monatlich mindestens 25.000 Euro verdienen. Das kann ich mir absolut nicht vorstellen.

    Auf die Bekanntgabe hat KW gedrängt. Allerdings stellt sich mir die Frage, warum man KW überhaupt so früh informiert hat, dass es 2021 nicht weitergeht. Da bestand doch keine Not. Es sei denn, es gab irgendeinen Vorfall, weswegen so entschieden wurde. Insgesamt wünsche ich mir, dass der Club mal seine Sicht der Dinge darlegt und sich nicht hinter irgendwelchen Worten versteckt, wie Neuausrichtung etc. Vielleicht gibt es ja doch plausible Gründe, die wir aber nicht kennen.

    Wow. Herr Fischer hatte sich doch aus der HSG-Berichterstattung zurückgezogen. Das hatte der WNZ gut getan. Mit dem Kommentar zu Gempp qualifiziert er sich ja schon mal völlig ab. Mit der Summe von 250.000 Euro macht er sich ja geradezu lächerlich. Das würde ja bedeuten, dass Wandschneider 20.000 Euro mehr im Monat bekommen würde als sein Nachfolger. Unglaublich! Ob Fischer das selbst glaubt.

    Janos Ja, diese Prognose traue ich mir zu. Weil ich häufig bei der U23 zuschaue und weil ich in dieser Saison auch schon häufiger in Hüttenberg war. Ich gebe Dir aber bei der Besetzung der Außenpositionen recht. Für einen Club wie die HSG ist die Besetzung Holst/Frend Öfors too much. Auch die Verpflichtung von Lux war unverständlich.

    Was soll das denn mit den eigenen Talenten? Hendrik Schreiber hat Talent - keine Frage. Aber fällt er beim TV Hüttenberg derzeit so auf, dass man denkt, dass er unbedingt in die Bundesliga müsse. Ich denke nicht. Er war viel zu oft verletzt oder krank und hat durch Turnierteilnahmen mit der Jugend- bzw. Junioren-Nationalmannschaft immer wieder wichtige Phasen der Saisonvorbereitung verpasst. Er ist nicht so weit, in der BL zu spielen.

    Bei Tim Rüdiger passen die physischen Voraussetzungen nicht. Flapsig gesagt ist der Junge einfach zu schwach auf der Brust.

    Torben Waldgenbach hat gute Ansätze, ist aber auch kein Spieler, der mehr als Zweitliga-Format hat.

    Bei Ian Weber wage ich noch keine Prognose.

    Natürlich kann man sagen, dass diese Jungs noch besser werden würden, wenn man sie denn immer wieder einsetze. Analog zu Ludwigshafen etwa. Die Eulen haben ja bekanntlich die jüngste Mannschaft der Liga. Dann muss man aber auch sagen, dass dann in Wetzlar wieder der brutale sportliche Überlebenskampf ausbrechen würde. Dann kann es sein, dass man auch mal in Liga zwei landet. Will man das? Nur, um am Ende sagen zu können, der Club habe Spieler aus der Region die Plattform Erstligahandball gegeben?

    Ich habe mittlerweile mit einigen anderen Fans gesprochen. Auch mit dem einen oder anderen, der so manche Insider kennt. Es erhärtet sich der Verdacht, dass da der, der das Sagen hat, schlicht den Daumen gesenkt hat. Mehr nicht.

    Komplette Fehlentscheidung. Mit Wandschneider hat die HSG bundesweit für Furore gesorgt. Nie Abstiegskampf. Immer, wenn er Spieler für einen längeren Zeitraum beisammen hatte, haben sie sich entwickelt. Klar, es gibt dieses Manko, dass es eigene Talente schwer haben, in die BL zu kommen. Aber wenn man sich anschaut, welche Möglichkeiten die HSG hat und was am Ende dabei herauskommt, dann ist das mehr als beachtenswert. Da bin ich gespannt, wenn Seipp und Co. als Nachfolger präsentieren. Und vor allem wie sich die Zeit bis Juni 2021 gestaltet. Denn die Phase ist lang.

    Ich habe zwitschern hören, dass die HSG kurzfristig für heute zu einer außerordentlichen Pressekonferenz eingeladen hat. Ich bin gespannt, was da verkündet wird.

    Vielleicht ein Hauptsponsor? Oder die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Kai Wandschneider? Oder vielleicht auch weniger positives ... Ich bin gespannt.

    Bei der MT muss man sich immer wieder vor Augen führen, wie Geld in diesem Kader steckt. Während der EM hat sportbuzzer die Gehälter der deutschen Nationalspieler veröffentlicht. Ich weiß, das muss man immer mit Vorsicht genießen. Aber vielleicht kann man wenigstens eine Tendenz daraus erkennen. Alle MT-Spieler im deutschen Kader zählen zu den Top-Verdienern. Lemke wird auch in dieser Kategorie liegen. Kastening künftig bestimmt auch. Ein Pavlovic ist mal als Top-Talent verpflichtet worden. Grimm schafft es aber nicht, den Jungen weiterzuentwickeln. Klar, da gab es die schwere Verletzung, aber Pavlovic müsste schon weiter sein.
    Ich weiß nicht, welchen Trainer ich der MT empfehlen könnte. Ich glaube aber zu erahnen, in welches Regal Geerken greift, wenn Grimm tatsächlich irgendwann gehen muss. Dann kommt Velimir Petkovic.

    Ich weiß nicht, warum diese Trainerentlassung für Unverständnis sorgt. Die Saison verläuft bislang doch megaenttäuschend für den HCE. Bei dem Etat muss mehr rausspringen als das, was da zur Zeit steht. Punkt. Das Preis-/Leistungsverhältnis finde ich in dieser Saison lediglich noch in Melsungen in einer schwerwiegenderen Schieflage. Ich weiß, dass der mächtige Aufsichtsratboss im Frankenland gerne erzählt, dass die Summen, die in Erlangen umgesetzt werden, bei weitem nicht so hoch seien. Ich kenne aber auch Insider, die berichten, dass Kevin Schmidt mit vollen Geldkoffern durch Europa tourt.
    Und da sind wir gleich beim Thema: Ich war von Anfang skeptisch, was Kevin Schmidt angeht. Wir in Wetzlar kennen ihn ja. Er hat null Erfahrung auf diesem Posten und m.M.n. auch nicht das Charisma bzw. das Auftreten für so einen Job. Da sind schon seltsame Entscheidungen in der Vergangenheit gefallen. Jetzt Rolf Brack zu holen, halte ich aber für richtig. Das ist einer, der schnell Zugriff auf diese Truppe bekommen sollte. Mit dem Abstieg wird der HCE ganz bestimmt nichts zu tun haben.

    Ein gewürgtes Spiel gegen Lettland kann passieren, Spanien war eine klasse besser, wem willst du da die Schuld geben? Dass nach dem letzten Tor von Kroatien der Angriff so in die Hose ging, ist dem Trainer nicht vorzuschreiben, irgendwas müssen die Spieler ja auch können.

    Wir reden hier über den Bundestrainer. An den stelle ich die höchsten Ansprüche. Im Gegenzug hat er auch ein überdurchschnittliches Salär. Nicht alles steht in seiner Macht. Aber doch vieles. Was ich bemängele: Sein Coaching während des Spiels ist zu fehlerbehaftet.
    Aber: Die Mannschaft scheint voll hinter ihm zu stehen. Das sollte man dann auch respektieren. Von daher kann ich auch verstehen, wenn der DHB weiter an Prokop festhält.

    Wenn CP bemängelt, dass nach einer Ein-Tor-Niederlage gegen Kroatien der Bundestrainer in Frage gestellt wird, dann ist das doch so nicht richtig. Es geht vielen doch um die Aufarbeitung der letzten drei Jahre. Und ich finde, es wäre völlig legitim, wenn der Verband nach der EM genau diese Zeit ehrlich analysiert. Dabei muss man dann die Frage stellen, welchen Anteil der Trainer hat, dass die Zielvorgaben zuletzt nicht erfüllt wurden. Da ist es dann gut möglich, dass bei der jetzt noch laufenden EM als Antwort kommt, dass das Verletzungspech und die kurze Vorbereitungszeit als Gründe für das zum Teil schwache Auftreten in Trondheim reichen.

    Ich meine aber, dass wir auf der Trainerposition ordentlich besetzt sind, dass CP aber keine internationale Spitze verkörpert. Ihm passieren zu viele Fehler, die letztlich spielentscheidend sind. Gegen Kroatien hat er es bspw. nicht geschafft, in der Schlussviertelstunde gegenzusteuern. Ich könnte alleine aus diesem Turnier jetzt noch einige Beispiele mehr anführen. In Summe führt das dazu, dass wir in entscheidenden Momenten unter Prokop meist den Kürzeren ziehen. Wenn der DHB hohe Ziele hat, dann muss er sich meiner Meinung nach überlegen, ob die mit Prokop erreichbar sind. Uns fehlen die grandiosen Spieler auf der Platte. So wie bei der EM 2016 auch. In Polen hatte der DHB aber den besten Trainer des Turniers. Ein Ansatz zu einer erfolgreicheren Zukunft könnte ja sein, dass man genau das wieder anstrebt. Wobei auch hier die Frage erlaubt sein darf, welcher Trainer dieses Anforderungsprofil erfüllt. Für mich erfüllt es einer nicht: Und der heißt Christian Prokop.

    Die Diskussion ist ja schon am laufen. Sie wird noch intensiver, wenn gegen Österreich oder Tschechien eine Niederlage folgt. Ich bin kein Prokop-Fan. Und ich finde, dass die Kombination aus Trainer und Mannschaft nicht passt. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Mannschaft diesem Trainer zu hundert Prozent folgt. Auch wenn sich das öffentlich immer anders anhört, ich werde das Gefühl nicht los, dass da viel Fassade dabei ist.
    Immer wieder wird betont, dass Prokop ein absoluter Fachmann sei. Aber worauf bezieht sich das? Im Spiel selbst kann ich das nicht immer erkennen. Er fällt zumindest nicht, mit überraschenden Dingen auf. Es mag sein, dass er und auch die Spieler immer perfekt vorbereitet in die Spiele gehen. Aber mir fehlt es an den Improvisationskünsten, wenn mal Unvorgesehenes eintritt. Wenn Plan A nicht funktioniert. Dann erlebe ich einen hektischen Bundestrainer, der verzweifelt nach der Lösung sucht. Kühn gegen Kroatien zu bringen, war richtig. Genauso richtig wäre es aber gewesen, ihn nach 52 Minuten wieder draußen zu lassen, weil es nicht sein Tag war. Aber Kühn blieb auf dem Feld und Drux saß auf der Bank. Solche Dinge passieren Prokop leider zu oft.
    Seine Personalführung lässt mich manchmal verwundert zurück. Da werden Spieler stark geredet, aber genauso schnell wieder fallen gelassen. Ihm fehlt das Gespür für solche Situationen. Dass er gegen Spanien mit dem auf der Bank schmorenden Gensheimer unweigerlich eine Debatte um den Kapitän auslöst, hätte er absehen müssen.
    Prokop wirkt nie locker. Der "Wie-heißt-du-Fall" mit Kastening zeigt das exemplarisch. Anstatt einen lockeren Spruch nach dem Spiel loszulassen, weil das Ganze nun wirklich kein Drama ist, verzettelt er sich in komischen Äußerungen. Gerade jetzt schauen viele Handball, die sich sonst nicht so sehr mit diesem Sport beschäftigen. Von solchen Personen höre ich immer wieder, dass dieser Prokop ein seltsamer Typ wäre. Das ist natürlich nicht das entscheidende Kriterium, aber schon ein Fingerzeig. Prokop wirkt nicht authentisch. Alles ist kopfgesteuert. Nach der in die Hose gegangenen EM 2018 hat ihm jemand gesagt, dass er das Team mitnehmen müsse. Seitdem nimmt der Teamgedanke bei ihm die erste Stelle ein. Das ist per se auch nicht verkehrt, aber es wirkt so unendlich aufgesetzt. Ich befürchte, dass die Spieler das auch merken.
    Wenn jetzt über Alfred Gislason diskutiert wird, dann hat der natürlich ein ganz anderes Charisma. Eine natürliche Autorität. Er steht nicht für Jugendwahn, aber braucht er den wirklich? Er muss keine Spieler entwickeln. Er muss im Nationalteam die Fähigkeiten der Auserwählten bestmöglich zusammenführen. Und ich glaube, dass er das kann.