Beiträge von Domstadtadler

    Also nach ein paar Wochen Sky muss ich sagen, dass ich das Angebot, alle Spiele live sehen zu können, einfach nur genieße. Das ist gut und ein Schritt in die richtige Richtung. Was Sky allerdings daraus macht, finde ich nicht so prickelnd. Warum ist es beispielsweise nicht möglich, Statistiken einzublenden. In der CL schafft das Sky auch, in der Bundesliga sieht man aber nicht, wie viele Tore der aktuelle Torschütze schon geworfen hat. Oder welche Quote er aufweist. Das finde ich einfach nur schwach.
    Das zweite, das mir missfällt, ist die Qualität der Kommentatoren. Götz mag ich, der kennt sich aus, begleitet die Liga seit Jahren und ist für mich eine Art Vertrauenskommentator. Was die oberen Herren von Sky aber an Karsten Petrzika derart gut finden, dass sie ihn als Top-Kommentator einsetzen, erschließt sich mir nicht. Der Kerl hat von der Bundesliga null Ahnung, ist ein Dampfplauderer vor dem Herrn und kann auch kein Spiel lesen. Grausam, grausam, grausam ... Mit Entsetzen erinnere ich mich an das Interview mit den Spielern/Trainer der Füchse Berlin nach dem Auswärtssieg in Leipzig. Kann man noch dämlichere Fragen stellen? In einem Moment, wo es doch so einfach ist, die Emotionalität der Spieler abzufangen. Dennis Baier, Florian Schmidt-Sommerfeld und Jürgen Schmitz überzeugen mich ebenfalls nicht. Von den anderen habe ich zu wenig mitbekommen als dass ich mir ein Urteil erlauben könnte. Ich vermisse einen Uwe Semrau.

    Was mich bei Sky in der CL aufregt ist die Einbindung von Frank Wenz als SR-Experte. Mal was von ihm zu hören, ist ja ok. Aber dauernd? Bei jeder kniffligen Entscheidung? Das ist echt nervig.

    Man muss doch kein großer Experte sein, um zu wissen, wie das ausgeht. Wer hat denn ein Interesse daran, dass Wolff auch in der Saison 2018/2019 beim THW Kiel spielt? Keiner.

    Wolff sieht sich in Kiel unterbezahlt. Wenn er schon 2018 an das höhere Gehalt kommen kann, ist das doch völlig in Ordnung. Das würde jeder Arbeitnehmer von uns genauso machen. Sportlich muss Wolff ebenfalls nächstes Jahr schon nach Kielce. Denn die Kieler haben ab sofort das Prinzip von zwei gleichwertigen Torhütern aufgehoben. Es gibt eine klare Nummer eins (Landin) und eine klare Nummer zwei (Wolff). Das bedeutet, dass Wolff dann ins Tor rückt, wenn Landin mal einen schlechten Tag erwischt, verletzt bzw. angeschlagen ist oder mal zwischendurch ein Siebenmeter zu halten ist. Das wird für ihn extrem unbefriedigend und mit seinem großen Ehrgeiz sowie ausgeprägtem Ego nicht in Einklang zu bringen sein. Spannend wird sein, wie er damit umgeht. Macht er Stunk? Akzeptiert er seine Rolle? Das Problem bei Wolff ist - und das war auch schon in Wetzlar so - dass er schlecht beraten ist. Ihm selbst fehlt das Feingefühl für bestimmte Situationen. Er ist ein Typ (was grundsätzlich positiv zu bewerten ist), aber manchmal verhält er sich eben wie ein Elefant im Porzellanladen. Und da ist niemand in seinem Umfeld, der da einen positiven Einfluss auf ihn hätte. Bratic - und das brauche ich nicht weiter auszuführen - hätte es wahrscheinlich liebend gerne, wenn sein Schützling schon jetzt in Kielce unter Vertrag stünde, schließlich verdient er ja auch mehr, wenn das Gehalt seines Schützlings höher ist.
    Und wenn man zum Abschluss jetzt noch auf den THW guckt, dann dürfte der Club froh sein, wenn das Kapitel Wolff 2018 endet. Wenn Storm nun davon spricht, dass es bislang keine Gespräche mit Kielce gab, dann ist das das übliche Geplänkel.

    Sehr gute Entscheidung mit Björnsen. Ich würde mich auch freuen, wenn man Kvist halten könnte. Der Junge macht so viel Spaß und ist besser als Holst. Nichts gegen Maxi, aber ich habe so meine Zweifel, ob er noch einmal so richtig fit wird. Die Frage ist nur, ob sich der Club eine weitere Saison zwei gute LA leisten will/kann.

    Ich habe die WNZ-Beilage gerade fertiggelesen. Super Produkt, sehr gut gemacht. Interessante Interviews (Wandschneider, Eyjolfsson, Prokop). Große Story zu Sky, zu den beiden mittelhessischen Hallen (Rittal-Arena/Osthalle in Gießen) und eine echt nette Story zu unserem Wetzlarer Kult-Betreuer Migge!

    Die wichtigsten aktuellen Infos zum Personal sind meiner Meinung nach:

    - Tim Rüdiger scheint schwerer verletzt zu sein. Die HSG blickt sich schon nach einem neuen RA um.
    - Buric-Vertrag läuft nur bis 2018 (anders als zuletzt in der Gießener Allgemeinen berichtet). Seipp bestätigt Flensburg-Angebot

    Möchte denn die HSG überhaupt international spielen? Laut unserem Revolverblatt WNZ ist der EHF CUp ein reines Minusgeschäft. Ich muss zugeben, ich habe mich damit noch nicht wirklich befasst und frage deswegen mal in die Runde. Ich kann mir durchaus vorstellen das da die WNZ mal wieder schlecht informiert ist und einfach irgendeinen Käse raushaut.


    Ich weiß zwar nicht, welchen Artikel du gelesen hast aber bei dem, den ich im Kopf habe, kam doch Axel Geerken zu Wort. Der muss es doch wissen, welche Kosten auf einen Verein im EHF-Popkal zukommen und welche Einnahmen man erhält. Und Geerken sagte, dass bis zum Final Four nichts zu verdienen ist, weil es vom Verband zunächst einmal keine Prämien gibt. Geld nimmt man ein durch Zuschauerzahlen, die gegen vermeintlich unattraktive Gegner aber nicht so hoch ausfallen. Zumindest war das in Melsungen so. Dazu muss der Verein Hallenmiete bezahlen, hat Reisekosten etc. Erreicht man die Gruppenphase hat man im November/Dezember alle drei, vier Tage ein Spiel. Von daher ist das alles nicht so attraktiv wie es auf den ersten Blick scheint. Trotzdem bin ich mir sicher, dass die HSG im falle des Falls den europäischen Wettbewerb spielen würde. Das kann man niemanden verkaufen, schon gar nicht den Spielern.

    Toll, was die Mannschaft da momentan leistet. Aber es ist nun mal das HSG-Schicksal, dass sich die Verantwortlichen schon jetzt auf die Suche nach einem neuen Torhüter machen können. Buric ist einfach zu gut. Das freut mich tierisch, aber jede Leistung wie gestern in Stuttgart bringt ihn wieder ein Stück weiter weg. Er ist 26, also im besten Alter. Er hält überragend. Klar, dass er da schon längst auf dem Zettel einiger großer Clubs steht. Da wird die HSG nicht mithalten können. Leider!

    Die Macht der Spieler und ihrer Berater ist einfach viel zu groß. Nehmen wir nun das Beispiel Philipp Weber. Der wollte nicht aus Leipzig weg, musste aber, weil Prokop das so wollte. Nun unterschreibt er einen Zwei-Jahres-Vertrag in Wetzlar, spricht immer davon wie wohl er sich fühlt, er bringt Leistung. Und: Leipzig ist nur drei Stunden weg.
    Dann ist klar, dass Prokop Leipzig verlässt. Der Club hat zudem jede Menge Kohle. Und schon wird der Plan geschmiedet wie der einstige Publikumsliebling zurückgeholt werden kann. Philipp Weber spricht in Wetzlar vor und macht klar, dass er im Sommer weg will. Und was soll die HSG nun machen? Wenn sie auf den Wunsch nicht eingeht, hat sie für 18 weitere Monate einen Spieler an der Backe, der tödlich beleidigt ist. Alles, was ich hier in Wetzlar von Weber mitbekomme, zeugt davon, dass er kein einfacher Charakter ist. Das heißt, der hätte das nicht mal eben nach kurzer Frustphase weggesteckt. Der hätte seine schlechte Laune deutlich gezeigt. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass die Leistungskurve nach unten gegangenen wäre. Sicherlich hätte er sich das nicht über einen langen Zeitraum erlauben können, aber es gibt ja auch noch so etwas wie ein Mannschaftsklima, was für den Erfolg/Misserfolg nicht ganz unerheblich ist. Also trifft der Verein die meiner Meinung nach logische Entscheidung, den Spieler ziehen zu lassen.
    Damit das Ganze nach außen nicht vollkommen blöd rüberkommt, einigt man sich auf die Geschichte mit den privaten Gründen. Auch hier muss der Verein das Spiel mitspielen. Eigentlich hätte man vom Spieler verlangen müssen, dass er gegenüber den Fans mit offenen Karten spielt. Dass er eben unbedingt nach Leipzig will. Weil er dort mehr verdient, weil es ihm dort besser gefällt etc. Aber das hätte den Frust hier in Wetzlar noch größer werden lassen. Die Gefahr wäre gewesen, dass sich auch das für die restlichen Spiele auf die Leistung von Weber negativ ausgewirkt hätte. Auch das hätte sich der Club nicht leisten können. Weber ist der wichtigste Mann im Angriff. man sieht also, der Club wird hier zum Spielball der Interessen eines einzelnen und seines Beraters. Und nun braucht man nicht nur auf Philipp Weber zu schauen, denn diese Beispiele gab es ja reihenweise in den vergangenen Jahren. Mal sehen, wie das mit Julius Kühn weitergeht, vielleicht hat auch er schon Bock darauf, bereits im Sommer die Euros von Frau Braun zu kassieren. Mal sehen, ob die Kieler nicht schon in ein paar Monaten gerne auf die Dienste von Pekeler zählen würden, weil die Saison ohne Titel zu Ende geht. Und was passiert dann mit Kohlbacher ...

    Dass ist dann das, was mich an der Gießener Allgemeinen stört. Ein schwedischer Superstar also ... Als ich das gelesen habe, hatte ich kurz gedacht, die HSG hätte Lukas Nilsson vom THW geholt. Warum wird aus diesem Spieler gleich ein Superstar. Wenn der Verein ihn als solchen verkauft ist das ok. Aber ein unabhängiges Medium, das dann auch noch die kluge, langfristige Transferpolitik lobt. Das ist mir dann zu sehr Fanjournalismus

    Dann will ich mich auch mal äußern. Nach allem, was mir von meiner fast immer sehr gut informierten Quelle gesagt wurde, ist dieses Gerede von privaten Gründen Schwachsinn. Hier geht es um Geld, um Perspektive, um Launen von "Flippi" Weber. Der Spieler hat der HSG wohl deutlich zu verstehen gegeben, das er unbedingt zurück nach Leipzig will. Wandschneider, Seipp und auch die meisten Mitspieler sollen mächtig sauer sein. Da ist Dampf auf dem Kessel. Ich verstehe nicht, warum der Verein das Spielchen mit den privaten Gründen mitmacht. Soll Weber doch dazu stehen, dass er zurück will. Es stimmt, dass er sich in Leipzig vor allem mit Prokop überworfen haben soll. Durch dessen Rückzug war der Weg frei. Angeblich hat Weber auch schon seit Wochen an seiner Rückkehr im Sommer gearbeitet. Das wirft echt ein schlechtes Licht auf den Charakter dieses Spielers.
    Jeder Leipziger sollte sich aber nicht zu früh freuen. Angeblich hat er einen 1+1-Vertrag unterschrieben. Er könnte also 2018 erneut weiterziehen. Webers Wunsch soll angeblich ein Engagement beim SC Magdeburg sein.

    Zur HSG: Ich finde, dass es deutlich einfacher ist, einen RL zu finden als einen RR. Von daher sehe ich der Sache entspannt entgegen. Julius Kühn kommt tatsächlich nach Hessen. Allerdings nach Nordhessen. Offiziell erst ab 2018. Aber Melsungen versucht, ihn schon im Sommer ins BRAUN-Land zu holen.

    Die Besetzung der Rückraum-Mitte-Position wird sicherlich noch einmal spannend. Ich finde, dass Mappes noch keine Alternative ist. Ich habe ihn in dieser Saison schon mehrfach gesehen. Er ist für Hüttenberg wichtig, keine Frage. Ich bezweifel aber, dass er schon das Zeug für die 1. Liga hat. Er wirkt mir oftmals noch zu phlegmatisch. Meist habe ich auch den Eindruck, dass er es mit dem Coolness-Faktor übertreibt. Er hat ja noch Vertrag bis 2019, wobei mir zugetragen wurde, dass er für 2018 eine Ausstiegsklausel besitzen soll. Auch sollen sich die HSG-Verantwortlichen mit ihm schon beschäftigt haben. Sie wollten wohl ein Doppelspielrecht aushandeln, worauf sich der TV Hüttenberg aber nicht eingelassen hat.
    Fahlgren ist kein Thema, weil er zurück nach Schweden geht. Bevor sich der Club im Ausland bedient und einen Spieler holt, der noch keine BL-Erfahrung hat, womöglich auch nicht die deutsche Sprache spricht, würde ich Mirkulovski behalten. Die HSG hat ja nun schon länger mitgeteilt, welche Spieler keine Zukunft haben. Dadurch, dass zu Mirkulovski noch nichts gesagt wurde, spekuliere ich einfach mal, dass der Club ihm ein neues, Angebot mit reduzierten Bezügen vorgelegt hat. Mirkulovski muss nun schauen, ob was Besseres reinkommt oder er sich darauf einlässt. Aber wie gesagt, das ist reine Spekulation.

    Gute Verpflichtung wie ich finde. Denn mit Philipp Weber sind wir halblinke gut besetzt, Hermann ist da ein für unsere Verhältnisse perfekter Backup und zudem auch in der Abwehr einsetzbar. Jetzt noch Kvist binden, einen guten Mittelmann finden und ein Talent für RA verpflichten, dann bin ich zufrieden. Was mir noch etwas Kopfzerbrechen bereitet ist der rechte Rückraum. Mich hat Davor bislang nicht überzeugt. Zwei gute Spiele zu Beginn und dann viele schwache Leistungen. Deswegen würde ich mich über einen neuen RR freuen, zumal man bei Ferraz und seiner Verletzung nie sicher sein kann, dass er auch zu 100 Prozent wieder zur Verfügung steht.

    Nochmals zu den Schiedsrichtern: Es gibt Entscheidungen, die sind extrem schwer zu treffen. Diese war so was von einfach: Keine Sichtbehinderung, noch nicht einmal unübersichtlich. Hier man hier den Siebenmeter verweigern kann, ist mir ein glattes Rätsel.

    Normal hätte es Siebenmeter geben müssen und zwei Minuten für einen Katari für das Einsteigen gegen Glandorf. Das bedeutet Katar wäre fast bis zum Schluss in Unterzahl gewesen und Gensheimer hätte die große Chance zum 21:20 gehabt. . Natürlich muss man sich erst selbst an die Nase fassen. Aber diese Fehlentscheidung war schon richtig krass und erinnerte mich an die letzte Szene der Flensburger im CL-Viertelfinale 15/16 in Kielce.

    Und hier meine Einschätzung:

    Klesniks: Er wird mal wieder der erste sein, der verlängert. Ebbe genießt bei den Verantwortlichen einen hohen Stellenwert. Er ist Abwehrchef, bringt fast immer Leistung und dürfte keine große Ansprüche mehr stellen. Von daher kann man da nichts falsch machen.

    Lipovina: Er wird gehen müssen. Er ist der Spieler, der am wenigsten Vertrauen vom Trainer bekommt. Dazu ist er in der Abwehr nicht zu gebrauchen. Vorne hat er tolle Spiele abgeliefert, aber in der Summe reicht das einfach nicht.

    Ferraz: Bei ihm sollte man den Heilungsverlauf abwarten. Mit Schulterverletzungen am Wurfarm ist nicht zu spaßen. Sollte er bis zum Frühjahr wieder vollständig fit werden, dann bitte verlängern.

    Cavor: Abwarten und Tee trinken. Er hat toll gespielt gegen Gummersbach. Aber nun lassen wir ihn mal bis zur Winterpause regelmäßig spielen. Mal schauen, wie es dann mit ihm ausschaut. Bestätigt er die Leistung, dann könnte ich ihn mir als Partner von Ferraz gut vorstellen.

    Hahn: Da hat Julian alles gesagt.

    Nikolai Weber: Da hat Julian alles gesagt.

    Kvist: Gerne würde ich ihn weiter in Wetzlar sehen. Einfach auch, um Holst nach dem zweiten Kreuzbandriss zu entlasten. Mal ganz davon abgesehen, dass man auch schauen muss, wie Holst nach der zweiten schweren Knieverletzung wieder auf Touren kommt. Das Duo Kvist/Holst hätte schon was ... Bitter wäre es für Fabian Kraft. Aber so ist das Profigeschäft nun mal.

    Mirkulovski: Sehr spannende Frage. Sollte Pöter fit werden, würde ich ihn behalten. Andernfalls wünsche ich mir einen anderen Mittelmann als Nummer eins. Ansonsten ist zu ihm alles gesagt.

    Berggren: Er hat Option bis 2018. Als Verein würde ich nicht verlängern. Wenn er weitermachen will, dann muss man ihn integrieren. Ich mag ihn als Typ. Mehr als ein Ergänzungsspieler wird er aber nicht werden.

    Philipp Weber: Warum sollte sich einer der besten deutschen Angriffsspieler jetzt schon über 2018 hinaus an den Club binden? Ich befürchte eher, dass Weber nach 2018 nicht zu halten ist. Auch wenn ich mir natürlich wünschen würde, dass er seine Zukunft in Wetzlar sieht.

    Kohlbacher: Ich befürchte, er ist schon 2017 weg. Warum? Weil er einfach das Beste ist, was es an deutschen Kreisläufern momentan offensiv gibt. In der Abwehr steigert er sich auch zunehmend. Das Interesse der RNL ist schon lange bekannt. Holen sie Jannik aber als Ersatz für Pekeler (den es ja im Sommer wohl nach Kiel zieht) oder als Ersatz für Buena (dessen Vertrag 2018 ausläuft)? 2017 würde die HSG immerhin Ablöse kassieren.

    Wenn die privaten Gründe die sind, dass seine Familie zurück nach Island möchte, dann finde ich, dass das kein Argument gegen den Bundestrainer-Job sein muss. Meines Erachtens kann ein Bundestrainer auch in Island leben und mehrmals im Monat nach Deutschland reisen. Wo ist das Problem? Die Bundesliga kann er auch über DVDs verfolgen. Gespräche führt er ja ohnehin nicht so gerne :)

    Wandschneider wurde gestern bei der PK, die ich bei Facebook live verfolgt habe, übrigens nach dem Bundestrainer-Job gefragt. Er hatte da null Kontakt und sagte sinngemäß. Da sind ganz andere Kandidaten im Rennen. Das klang nach großen Namen und nicht nach Markus Baur oder Christian Schwarzer. Ich bin mir sicher, dass Bob Hanning zunächst auch bei den Top-Leuten anfragt.

    Ich finde die Diskussion spannend, finde mich in manchen Beiträgen wieder, muss aber auch einigen widersprechen.

    Thema Wandschneider:
    Er ist nicht der Übertrainer, aber mit das Beste, was uns als HSG passieren konnte. Dass er immer wieder jammert, nervt in der Tat nach fast fünf Jahren. Gerne verfällt er da in die immergleichen Verhaltensmuster. Aber glaubt mir: Sollte Wandschneider den Club verlassen, wüssten wir spätestens nach ein paar Monaten, was wir vermissen. Deswegen würde ich mich trotz allem freuen, wenn er über 2017 hinaus bleibt.

    Thema 7. Feldspieler:
    Ich bin in der Tat überrascht, dass Taktifuchs Wandschneider dieses Mittel nicht im Petto hat. Am Sonntag gegen Flensburg wäre m.M.n. eine gute Gelegenheit gewesen diese Variante zu testen. Nämlich Mitte der zweiten Hälfte, als im Angriff gar nichts mehr ging. Genau für solche Fälle ist dieses Mittel ideal. In Perfektion spielen die Flensburger mit dem sechsten Feldspieler in Unterzahl. Das hat mir imponiert. Nun weiß ich aber auch, dass wir uns nicht mit solchen einem Club vergleichen sollten. Aber die Leipziger dienen durchaus als Vergleich. Und die haben am Mittwoch gewonnen, weil sie mit sieben Feldspieler agiert haben. Wie schon gegen den BHC sind wir damit nicht klargekommen.

    Thema Nachverpflichtungen
    Da bin ich ganz bei den meisten hier. Das ist nicht nötig. Ich würde mir wünschen, man würde den vorhandenen Spielern mehr Vertrauen schenken. Lipovina kann das. Aber wenn Du weißt, dass Du nach jeder schlechten Aktion sofort wieder raus musst, dann fehlt Dir der Punch und die Überzeugung. Dann agierst Du unsicher. Mal schauen, wen die Verantwortlichen auserkoren haben. Eine Nachverpflichtung für RL käme einer Bankrotterklärung der Vereinsführung gleich. Damit würde man nämlich eingestehen, dass der Berggren-Deal viel zu schnell eingefädelt wurde und komplett in die Hose ging.

    Thema Jugendspieler
    Hier finde ich wird es schwierig. Ich fände es toll, wenn ein Gümbel, Schreiber, Klimpke, Zörb und wie sie alle heißen, den Sprung schaffen würden. Aber glaubt Ihr im Ernst, Wandschneider würde diesen Jungs nicht vertrauen, wenn sie die Klasse hätten? Ich bin regelmäßig auch bei der U23 und der A-Jugend. Gümbel ist ein Talent, keine Frage. Aber noch hat er Mühe, die U23 zu führen. Und die spielt Oberliga und ist dort kein Spitzenteam. Bis zum Bundesliga-Spieler fehlt dem Kerl noch eine Menge. Allen voran körperlich. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre, ihn zu früh zu verheizen. Bei Schreiber ist das ähnlich. Einer, der es vielleicht auf Anhieb packen könnte, wäre Till Klimpke. Als Torwart hat man es aber auch leichter. Generell gibt es doch kaum Spieler, die direkt aus der Jugend in der Bundesliga Fuß fassen. Schon gar nicht im Rückraum. Wiede und Drux sind Ausnahmeerscheinungen. Ansonsten ist der Weg doch der, dass sich die Talente die Bundesligareife in ein, zwei Spielzeiten in der 2. Liga holen. Und da bin ich wieder bei einigen Vorrednern. Hier muss die HSG stringenter mit dem TV Hüttenberg kooperieren. Beide Vereine hätten etwas davon. Aber schaut euch an: Jonas Müller hat beim TVH auch noch keinen Fuß in die Tür bekommen. Das zeigt, wie groß der Sprung von der Jugend in den Aktivenbereich ist.

    Also bitte: Jeder Vergleich zwischen Pöter und Krause verbietet sich. Ich weiß es aus sicherer Quelle, dass es leider genauso ist wie es die HSG am Mittwoch geschildert hat. Und das ist bitter. In erster Linie für Pöter, dem ich gönne, dass er schneller als alle denken wieder auf dem Feld stehen kann.

    Nun zu Berggren: Das ist sicherlich kein Transfer, der Jubelsprünge auslöst, aber zu diesem Zeitpunkt ist es schwer den Super-Coup zu landen. Vor dem Hintergrund finde ich es ok, zumal er ja nicht 60 Minuten pro Spiel spielen muss. Mit Weber, Kneer und Mirkulovski haben wir ja drei mehr als ordentliche Spieler. Wenn Berggren jede Halbzeit zehn Minuten spielt, ist das doch ok.

    Was den Zugang auf LA angeht, mache ich mir wenig Gedanken. Auf dieser Position dürfte es im Ausland viel Auswahl geben, wobei ich die Lösung mit Oprea immer noch am charmantesten finde. Der Junge kennt die Bundesliga, bräuchte keine Anlaufzeit und dürfte auch nicht extrem teuer sein.

    Hut ab vor der Mannschaft. Krasses Ding gestern in Coburg. Sämtliche Rückschläge weggesteckt und am Ende so deutlich gewonnen, das macht Mut.

    Trotzdem bin ich heute etwas sorgenvoll aufgewacht. Max Holst wird länger ausfallen. Hoffentlich nur ein paar Wochen und nicht ein ganzes Jahr. Das Problem ist, wir können nicht mit Fabi Kraft in die Saison gehen. Er ist kein gelernter LA und hat genau 0 Bundesliga-Spiele. Das haut nicht hin. Meiner Meinung nach bräuchten wir einen Ersatz. Bloß jetzt jemanden zu finden, der möglichst sofort weiterhilft ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es war lange eine perfekte Vorbereitung. Aber so langsam schlägt das Schicksal brutal zu!

    Es wird mal Zeit den Thread nach oben zu holen. Ich war gestern beim Linden Cup und habe mir das Spiel gegen Melsungen angesehen. Das hat mich sehr erfreut. Es ist Vorbereitungszeit, deswegen will ich dem Ergebnis gar nicht zu viel Bedeutung beimessen. Auch der Gegner ist mir egal. Mir geht es einzig um die Leistung unserer Mannschaft. Und das sah gut aus. Buric war in der zweiten Hälfte richtig stark, Phillip Weber hat angedeutet wie wichtig er werden kann. Auch Pöter hat gute Ansätze gezeigt. Und vor allem hat mir das Auftreten Spaß gemacht. Die Jungs haben gefightet, miteinander gespielt und sich als ein Einheit präsentiert. Die Mannschaft ist in der Spitze nicht so gut wie zuletzt. Wolff und Fäth sind nicht zu ersetzen. Aber in der Breite sieht das besser aus. Überragend ist derzeit Jannik Kohlbacher. Bei ihm merkt man, dass er sich schon wochenlang für Olympia in Form gebracht hat. Der war selbst von den Müllers nicht zu halten ;)
    Björnen kam noch nicht so zum Zug, Lindskog hat mir Gefallen. Vor allem ist er ein ganz anderer Kreisläufer-Typ als Kohlbacher. Die könnten sich prima ergänzen.