Beiträge von Löwenherz

    Und die Talente werden vom ganzen Land zu diesen Vereine übernommen, meistens im B-Jugend, im alter von 13-15 Jahren.
    Es gibt auch ein gutes Ausleih-System, damit talentierte, aber zu internationalen Topmannschaften noch nicht genügend gute Spielerinnen eine Möglichkeit bekommen, in der ersten Liga zu spielen.
    Ja, so viele gute Spielerinnen in zwei Jahrgänge haben wir schon lange nicht gehabt.
    Und dazu gehört noch sehr viele gemeinsame Vorbereitung. 16 Lehrgänge während der Saison, je 2-3 Tagen, eine 3-Woche Vorbereitung im Sommer, vor der EM. Dazu sind alle Erstligisten verpflichtet ein Vorbereitungsspiel gegen die Juniorennationalmannschaft zu spielen im Laufe der Saison. Das sind 14 gute Spiele gegen starken Gegnern, und noch dazu einige internationale Testspiele.


    Das ist Jugendförderung! Im Vergleich dazu braucht man sich nur mal anzuschauen, wo unsere U19 Mädels spielen. Wie sollen sie da auf gutes internationales Niveau kommen? Das können dann die paar Lehrgänge auch nicht rausreißen!

    Danke, Germanicus, für diese sehr gute Darstellung!

    Endspurt sehr ordentlich--- aber etwas zu spät losgelegt..


    Ja, die 2. Hz war in Ordnung, aber wenn man bzw. frau in den ersten 12 min. nur 1 Tor wirft, wird es natürlich schwer - selbst gegen eine dänische Mannschaft, die nach den gestrigen Superspiel gegen Frankreich heute offensichtlich auf dem Zahnfleisch ging und ihren mit Abstand schlechtesten Auftritt bei dieser EM abgeliefert hat.

    Ungarn seit längerer Zeit wiedermal mit einer sehr guten Mannschaft. Kann uns Germanicus diesen Qualitätszuwachs erklären? Für mich bemerkenswert: Von Györ und FTC sind nur je 2 Spielerinnen dabei. Da scheint in der ungarischen "Handballprovinz" allerhand Gutes heranzuwachsen.

    Nach den guten Ergebnissen bei der Qualifikation und der Spiele davor waren die Erwartungen sicher etwas höher...


    Bei mir nicht. Es war doch abzusehen, dass dies ein Durchschnittsjahrgang ist. Engagement und Kampfgeist der Mädels in allen Ehren, aber es fehlt einfach die individuelle Klasse. Als Vergleich braucht man das gar nicht an den Weltmeisterjahrgang zu erinnern, selbst Spielerinnen mit der Qualität einer Grijseels, Stolle oder Reimer sucht man da vergebens - von Bölk ganz zu schweigen.

    Von Mannschaften wie Ungarn, Russland, Dänemark oder Frankreich (selbst wenn wir gegen Letztere nur knapp verloren haben) trennen unsere Mannschaft Lichtjahre - insbesondere im Angriffsspiel. Wenn man z. B. sieht, mit welcher traumwandlerischen Sicherheit Außenspielerinnen der Spitzenmannschaften selbst aus schwierigen Positionen und unter Bedrängnis die Bälle reinmachen und welche Quoten unsere Außen im Vergleich dazu haben ... Ähnlich sieht es beim Umkehrspiel, am Kreis oder auf der Spielmacherposition aus - man könnte fast alles nennen. Diese Unterschiede muss man einfach neidlos anerkennen.

    400.000 Euro abzüglich Wettkampfkosten und sonstige Sachkosten, der Rest durch 16 + Trainer + X: Da kommt für die Spielerinnen nicht viel mehr als der Mindestlohn heraus. Auch dann, wenn man die üblichen Sachleistungen hinzunimmt, werden die Spielerinnen beim HCR nicht gerade einen üppigen Lebensstandard genießen können.

    wenn da vielleicht noch 2 Bundesliga erfahrene Spielerinnen kommen,vielleicht sogar bekannte,dann seh ich den HCR garnicht so schlecht aufgestellt.....


    Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: "Aus den bisher 9 (!!!) Zugängen und dem Rest der "Alten" muss aber erst einmal eine Mannschaft werden - und dafür bleibt verdammt wenig Zeit!" Wenn die beiden Unbekannten noch bei HCR aufschlagen, sind es nun mit Kurzke sogar 12 Neuzugänge! Und in sechseinhalb Wochen startet die Saison. Bin sehr gespannt, wie sich die Truppe dann präsentiert. Von den 6 Spielen bis zur WM-Pause hat der HCR 4 Auswärtsspiele. Nach der WM geht es gleich mit einem Auswärtsspiel weiter. Außer im Heimspiel gegen Wildungen wird da kaum etwas zu holen sein. Für mich wäre es ein Wunder, wenn unter dem Weihnachtsbaum mehr als 2:12 Punkte hängen würden. Aber vielleicht ist dieser merkwürdige Spielplan für HCR am Ende sogar von Vorteil: Die meisten Heimspiele kommen zu einem Zeitpunkt, wo die Mannschaft besser eingespielt ist und dann vielleicht sogar ein paar Punkte holen kann,

    Einen Tipp gebe ich nicht ab, denn bei der wiederum zu erwartenden Dichte der Liga ist das ein reines Glücksspiel. Insgesamt scheint mir die Liga noch ausgeglichener zu sein als im letzten Jahr, wo schon jeder (fast) jeden schlagen konte. Rosengarten und Beyeröhde erwarte ich ganz vorn, auch Berlin (mit einigen erstligaerfahrenen Spielerinnen) könnte oben mitspielen.

    Imho: Die Saison wurde zuende gespielt, Lizenz für 17/18 war nie erteilt. Man hatte "nur" gemeldet. Zum 1.7. war man ein Drittligist mit der 1.Mannschaft, zumindest was die Spielberechtigung für eine Liga betrifft.


    Genau! Das ist doch der Grund, weshalb der HCL jetzt in der 3.Liga spielt. Mit der Insolvenz hat das nix zu tun. Also geht es doch nur um die Frage: Führt eine Lizenzverweigerung zur Aufstiegssperre im Folgejahr oder in den Folgejahren? Was sagen die Rechtskundigen dazu?

    lasst leipzig spielen..gut für die spielerinnen..alles andere wird man sehen...


    Und es ist vor allem gut für die Liga, die sich aufgrund der regionalen Verteilung des freilaufenden Geldes in Deutschland ohnehin schleichend zu einer Baden-Württemberg-Hessen-Liga mit ein paar Gästen aus dem Norden entwickelt. Da bin ich froh über jeden anderen Standort, der erhalten bleibt.

    Das HCL-Management hat doch nur das gemacht, was in -zig tausenden Unternehmen tagtäglich passiert: die Grenzen des Möglichen auszuloten. Dabei hatte ihm die HBF jahrelang quasi Narrenfreiheit eingeräumt (und jetzt bei einer versuchten Notbremsung einen Auffahrunfall veruracht). Das mag moralisch verwerflich sein (sowohl bei HCL als auch bei HBF), weil es nicht nur den Wettbewerb verzerrt hat, sondern letztlich auf dem Rücken der Spielerinnen augetragen wurde (wie das leider in der Wirtschaft meistens so ist, wenn sich Unternehmen finanziell übernehmen). Aber eine rechtliche Verfehlung oder gar strafbare Handlung hat es offenbar nicht gegeben bzw. konnte dem HCL bisher zumindest nicht nachgewiesen werden.

    Obwohl kein HCL-Fan, freue ich mich über dessen Verbleib in der Liga und hoffe, dass man dort eine Mannschaft zusammen bekommt, die die Klasse halten kann (was bei Rödertal als HCL-Ersatz meines Erachtes äußerst fraglich geworden wäre).

    Die HBF muss die Lizenzierungskriterien ändern und bei allen Antragstellern konsequent anwenden. In diese Richtung muss der Druck aller Handballfreunde gehen. Nur dann besteht die Chance, dass sich etwas ändert!

    Für mich ist der HCL nun auf dem Tiefpunkt der Sympathie angekommen und ich werde mir doppelt überlegen ob ich zum Spiel gehen werde. Da ich ein Dauerkarte habe wird es kein finanzieller Nachteil für den BSV werden aber vielleicht mache ich das tatsächlich aus Protest und lasse mein Platz frei.


    Dein Frust über die Handlungsweise des HCL-Managements ist mehr als verständlich. Aber mit Deiner angedrohten Reaktion würdest Du nicht dem HCL schaden, sondern höchstens Deiner Mannschaft, die bei diesem Spiel einen Anfeuerer weniger hat. Wer seinen Unmut in dieser Sache öffentlich zum Ausdruck bringen will, sollte sich etwas einfallen lassen, das tatsächlich Wirkung erzielt.

    Die Lizenzierungskommission besteht aus drei Leuten. Christoph Wendt von der HBF und zwei Anwälten.


    Diese Kommission ist für mich purer Aktionismus und wird nix bewirken, so lange nicht die Kriterien für die Lizenzerteilung geändert werden.

    Oberstes Kriterium sollte sein: Zum Stichtag (Einreichung der Unterlagen) sind alle Gehälter bezahlt, sonst gibt keine Lizenz - ohne Wenn und Aber!
    Weiterhin sollte eine Schukdenobergrenze festgelegt werden (z. B. in Form eines Prozentsatzes vom Budget), gegliedert nach kurz-, mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten. Auch dabei sollte es keine Ausnahmen geben. Erst danach sollten die anderen Kriterien kommen.

    Meines Wissens hat In Frakreich die Liga die Möglichkeit, einem Verein den Ankauf von Spielerinnen zu verbieten, wenn bestimmte finanzielle Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Das sollte auch die HBF einführen. Es ist natürlich auch kein Allheilmittel, könnte aber mit dazu beitragen, Situationen zu vermeiden, wie wir sie beim HCL nun haben.

    Alle reden jetzt über diese 600.000 Euro, keiner darüber, was mit diesem Geld passieren wird. Vom Zwang, damit Schulden zu tilgen, ist offenabr nicht mehr die Rede. Doch was mich am meisten stört: Wie ist es möglich, dass ein Club die Lizenz erhält, der fast die gesamte Saison mit den Gehältern der Spielerinnen im Rückstand war und es gegenwärtig immer noch ist. Warum hat das Schiedsgericht die Nachzahlung der Gehälter nicht zu einer terminierten Bedingung für den Lizenzerhalt gemacht und nur zu einer (nicht lizenzrelevanten) Auflage? Das mag zwar rechtlich möglich sein, aber moralisch halte ich das für absolut inakzeptabel, um nicht zu sagen: für eine riesengroße Sauerei! Welchen Wert hatten die Rechte der Spielerinnen, ihre Forderungen gegenüber ihrem Arbeitgeber für das Schiedsgericht?