Überrascht bin ich eher über die Reaktionen! Was Biegler gemacht hat, ist doch sehr überschaubar:
- Der bisherige Kern ist geblieben, d. h. Stabilität und Erfahrung sind ihm wichtig - kein Generationswechsel! Deshalb hat er auch einige erfahrene Spielerinnen zurückgeholt (Nadgornaja, Huber, Wohlbold).
- Auf einigen Positionen musste er Lücken füllen aufgrund von Ausfällen (Geschke, Loerper, Behnke); von den Ersatzleuten werden nicht alle dauerhaft zum Stamm zählen.
- Er hat (ähnlich wie Vestergaard, nur konsequenter) fast auf jeder Position eine junge Spielerin nomminiert, von der völlig klar ist, dass sie heute noch keine Nationalmannschaftsreife hat, aber das Zeug besitzt, diese in den nächsten Jahren zu erlangen. Das ist völlig in Ordnung.
- Und schließlich hat er einfach ein paar (m. E. zu wenige) neue Spielerinnen nominiert (Kiedrowski, Schilk, Karolous) und ein paar andere nicht eingeladen (Mazzucco) bzw. nur als Reserve aufgestellt (S. und F. Müller), um Veränderungswillen zu demonstrieren.
Wer davon am Ende übrigbleibt, wenn alle wieder gesund bzw. verfügbar sind, werden wir sehen.
An Veränderungs- bzw. Experimentierbereitschaft in der Vorbereitungsphase hätte ich mir noch mehr gewünscht (z. B. Großmann und Weigel sowie Birke und C. Müller nicht nur als Reserve), ansonsten ist alles gut nachvollziehbar und hat eine gewisse Logik. Ob daraus eine im Spiel erkennbare "Handschrift" wird (wie bei den Männern), ist aus der Zusammenstellung des Kaders für mich noch nicht absehbar.