Was bisher beim THC neu unterschrieben hatte, machte doch etwas den Eindruck (etwas böse formuliert) eines mit knapper gewordener Kasse in der Not zusammengewürfelten Haufens, mit dem schwer vorstellbar war, wie das bisherige System weiter gespielt werden oder was an Neuem entstehen sollte. Mit Macarena Aguilar wird das klarer: Sie Bindeglied und Alternative zugleich. So hat der THC einerseits endlich wieder Spielerinnen (nach den Lücken, die der Abgang von Nadgornaja und vorher schon von Barbosa und Gros hinterlassen hat), die auch mal aus 10/11 Metern werfen, andererseits die Alternative dazu mit Aguilar (und natürlich Luzumova, wenn sie wieder gesund ist), die 1 gegen 1 gehen können. Damit ist der THC auf jeden Fall variabler als in der letzten Saison, wo er nicht selten ein Problem hatte, wenn der Gegner den Kreis konsequent zugemacht und lieber mal ein paar (meist wenige) Tore aus dem Rückraum riskiert hat (Das wurde erst anders, als Scheffknecht wieder fit war.). Die kritischen Punkte werden sein, wie schnell man sich einspielt (das hat Müller meist, aber nicht immer, erstaunlich schnell hinbekommen) und ob es ohne Snelder eine stabile Abwehr geben wird.
Beiträge von Löwenherz
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Das ist natürlich ein Hammer! Sie hat nicht nur spielerische Klasse (auch wenn sie vielleicht schon ein wenig über den Zenit hinweg ist) und ist sehr variabel einsetzbar, sondern vor allem eine Spielerpersönlichkeit, von deren Qualität es in der Liga nicht so wahnsinnig viele gibt. Und nicht zuletzt ist das eine Botschaft an die Liga: Schreibt uns mal noch nicht ab, wir wollen weiter vorn mitspielen! Zu diesem Coup kann man Müller nur gratulieren!
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Letztens war es noch Unkerei von mir, aber nun ist tatsächlich eingetreten, dass sich die beiden Teams verabschieden. Leider hatte ich keine Möglichkeit, die Spiele zu sehen. Hat jemand, der sie gesehen hat, eine Erklärung dafür?
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Brasilien - Rumänien 26 : 13 - da fällt man doch fast vom Glauben ab! Wäre doch der Hammer, wenn Rumänien und Montenegro rausfliegen würden. So interessant (von den Ergebnissen her, schon in den ersten beiden Runden) war es wohl noch nie.
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Müller hat während des ganzen Spiels an der Seitenlinie wie wild getobt. Das zeigt, dass trotz des Ergebnisses vieles nicht nach seinen Vorstellungen gelaufen ist und noch sehr viel zu tun bleibt, um in der Bundesliga vorn mitzuspielen (vor allem in der Abwehr, die wohl in dieser Saison die Schwachstele des THC sein wird; der Weggang von Snelder ist eben nicht zu kompensieren).
Zu den anwesenden Neuen (Houette ist in Rio): Kiedrowki war die überragende Spielerin (für mich ohnehin die beste deutsche LA in der HBF). Nach jahrelangem Umherirren durch die Niederungen der Liga (nach ihrem Rauswurf in Leipzig) hat sie nun endlich wieder einen Verein gefunden, der ihrem Niveau entspricht. Positiv überrascht war ich von Niederwieser: Hammerharter Wurf, Spielintelligenz (hervorragende Anspiele), Einsatzstärke und auch Schnelligkeit (bei einer Spielerin dieser Größe nicht unbedingt zu erwarten). Planeta hingegen ist beim THC noch nicht richtig angekommen (u. a. kein einziger Wurfversuch), ist wohl auch nach ihrer Knieoperation noch nicht ganz fit. Von den beiden in den letzten Minuten eingesetzten Nachwuchsspielerinnen hat mir Breitbarth gefallen: schnell und treffsicher im Gegenstoß, zupackend in der Abwehr. Da könnte längerfristig etwas heranwachsen, soweit man das nach ein paar Einsatzminuten erkennen kann.
Der erste Eindruck bestätigt meine Vermutung, dass es beim THC in dieser Saison wohl etwa auf Platz 4 (+/- 1 Platz) hinauslaufen wird.
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"Wir wollen mindestens Platz fünf erreichen und einen internationalen Startplatz erkämpfen. Vom Titelgewinn sind wir weit entfernt..." Damit bleibt Müller sogar noch etwas hinter meinem Tipp (Platz 4) zurück. Er nennt auch die Gründe: Hochwertige Abgänge und kleiner Kader. Außerdem geht es mit Verletzungen schon wieder schlecht los. Wieder so eine Seuche wie in der vergangenen Saison, und der THC kann sich bei diesem kleinen Kader vom Kampf um die internationalen Plätze verabschieden. Da helfen dann Motivation und Kampfgeist allein irgendwann auch nicht mehr weiter.
Verletzungspech: Thüringer HC mit Sorgen in der Vorbereitung | Thüringer Allgemeine
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Deshalb glaube ich also, die Tabelle sieht im Mai so aus:
1. Bietigheim
2. Metzingen
3. THC
4. HCL
5. Oldenburg
6. Dortmund
7. Buxtehude
8. Blomberg
9. Leverkusen
10. Bad Wildungen
11. Neckarsulm
12. Göppingen
13. Nellingen
14. CelleDas vermute ich weitgehend auch so. Allerdings sehe ich den HCL vor dem THC und auf Augenhöhe mit Metzingen, außerdem Neckarulm vor Wildungen. Sehr gespannt bin ich auf Oldenburg. Die Mannschaft ist gereift und kann durchaus auch vorn mitspielen, wenn sie mehr Stabilität auf die Platte bringt. Insgesamt sehe ich eine Dreiteilung:
- Bietigheim, Metzingen, HCL, THC, Oldenburg,
- Dortmund, Buxtehude, Blomberg, Leverkusen, Neckarsulm
- Wildungen, Göppimgen, Nellingen, Celle.Als Absteiger tippe ich auf Nellingen und Celle.
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Das ist ingesamt doch ein beträchtlicher Aderlass in Bad Wildungen. Sie werden wohl zusammen mit Celle, Nellingen und Göppingen gegen den Abstieg spielen.
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Da ist von ihren großen Sprüchen (evtl. sogar Ausland) nicht viel übrig geblieben. Vielleicht kann sie wenigstens helfen, Celle vor dem Abstieg zu retten. Das wäre in meinen Augen schon das Maximum für diese doch recht schwach besetzte Mannschaft.
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Muss ich das verstehen? Es wäre schon interessant, im Klartext zu erfahren, was in Metzingen abläuft.
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Das ist alles richtig. Doch auch die THC-Mannschaft wird deutlich schwächer sein als im letzten Jahr, wenn es Herbert Müller nicht gelingt, in letzter Minute noch ein paar Asse aus dem Ärmel zu zaubern. Was bis jetzt für die neue Saison beim THC unterschrieben hat, ist als Ganzes meines Erachtens nur bedingt CL-tauglich.
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Da wäre ich vorsichtig. Metz ist wieder richtig stark geworden, vor allem im Angriff. Und ganz gleich, wer es aus der Quali in die Gruppenphase schafft: Glassverket hat es Györ letztes Jahr in der Quali sehr schwer gemacht, das ist keine Laufkundschaft. Und auch gegen Podravka muss erst einmal gewonnen werden. Da muss beim THC schon vieles passen, um weiterzukommen.
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Die Überschrift des Beitrages bei handball-world ist der absolute Lacher. In meinen Augen hat der HCL die mit Abstand leichteste Gruppe erwischt. In den anderen beiden Gruppen gibt es jeweils mindestens zwei ernstzunehmende Kandidaten. Es wird aber erst einmal tiefgestapelt: Schwere CL-Qualifikation f黵 Leipzig
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Die EHF hat die Setzlisten veröffentlicht: EHF Champions League 2015/16 - Pots for the qualification and group matches announced
Dem THC, obwohl in Topf 2 gesetzt, droht schlimmstensfalls eine Hammergruppe, z. B. mit Buducnost/Györ, FTC/Midtylland und Rostov. Günstigstenfalls bekommt der THC - außer einem Club aus Topf 1 (fast egal, welcher das sein wird) - Sävehof und einen Qualifikanten in die Gruppe.
Leipzig ist mit Glassverket IF (NOR) und RK Krim Mercator (SLO) in Quali-Topf 1 gesetzt und könnte als voraussichtlich schwerste Gegner entweder HC Podravka Vegeta (CRO) oder MKS Selgros Lublin (POL) bekommen - beide bekanntlich CL-erfahren. Von allen anderen Mannschaften sollte dem HCL keine Gefahr drohen.
Ich bin sehr gespannt auf die Auslosung am Freitag. -
Karl
Bitte erzähl uns doch mal, wie es um Baia Mare steht. Sind die dort wirklich am Ende, wie man so hört? Das gehört zwar eigentlich nicht hierher, ist aber sicher für viele Mitglieder interessant. -
Die EHF hat diesmal schon alle starken Teams in die Gruppenphase gesetzt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, sind für Leipzig die 11 verbleibenden Teams alle 'machbar'.
Das sehe ich auch so. Leipzig wird das mit Links machen (... und dann der THC-Gruppe zugelost werden - möge das die Losgöttin verhindern!). Es war gewiss eine sinnvolle Entscheidunng, Rostov (als Wildcardantragsteller) für die Gruppenphase zu setzen. Denn sonst wäre wahrscheinlich eine Hammergruppe entstanden, wo Rostov als Gewinner einer Qualigruppe zugelost worden wäre. -
Das Spiel war gut, aber die Euphorie geht mir schon wieder etwas zu weit. Denn: Wir haben nicht den Weltmeister geschlagen, sondern recht schwache Isländerinnen. Deshalb sollten wir - bei aller Anerkennung der Fortschritte - auf dem Teppich bleiben. Was mir aufgefallen ist:
- Das Spiel unserer Mannschaft ist schneller geworden und breiter angelegt. Es wird nicht mehr so viel versucht, mit der Brechstange in der Mitte durchzugehen, sondern mehr die Außen freizuspielen. Und plötzlich ist dann auch für die Halben mehr Platz. Jetzt müssen die Bälle von außen aber auch rein - wie es Lang gestern vorgemacht hat.
- In der Abwehr wurde ordentlich geackert, wie es Bieger nachdrücklich gefordert hat. Allerdings wirkte das manchmal noch wie "wilde Sau", und nur der Schwäche der Isländerinnen ist es zu danken, dass dies nur geringe Folgen hatte. Auch war mir die Abwehr insgesamt zu unsauber, was bei härter durchgreifenden Schiedsrichtern zu vielen Zeitstrafen führen kann. Hier müssen insbesondere die jungen Spielerinnen noch eine Menge lernen. Offensichtlich ist, dass Biegler im Abwehrzentrum Alternativen zu Schulze sucht, weil sie mit ihrer Spielweise besonders zeitstrafengefährdet ist (wie auch die Sünder-Statistik der Bundesliga zeigt).
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Hat der Bundestrainer zuviel beim HCL zugeschaut, dass er jetzt auch eine Rückraumspielerin auf Linksaussen stellen muss? Oder haben wir in Deutschland keine Linksaussen mehr?
Nein, wir haben tatsächlich keine gelernte Linkaußen, die auch nur annähernd internationales Format hat. Das Spiel hat gezeigt, dass es ein cleverer Schachzug war, Lang auf LA zu stellen (was sie ja beim HCL mitunter notgedrungen schon gespielt hat). Das ist durchaus eine Option mit Zukunft: Eine LA, auch zur Mitte ziehen und aus dem Rückraum werfen kann, macht die Mannschaft unberechenbarer. Und das ist schließlich ein Knackpunkt für die Weiterentwicklung: Vieles im Spiel der deutschen Mannschaft war in den letzten Jahren ausrechenbar, deshalb die oft schlechten Angriffsergebnisse.Insgesamt ein ordentliches Spiel - bis auf die wiederum grottige Chancenverwertung.
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Ich hätte besser schreiben sollen "Ansätze eines neuen Spielsystems". Die Außen wurden sehr fein freigespielt (wie lange nicht). Nur was kam dabei heraus? Hubinger geht, als Linkshänderin, in die Lücke rechts und umgekehrt Minevskaja. Was mir noch gefiel: Biegler hat immer eine Lösung für die enstprechenden Spielabschnitte bzw. Situationen parat. Was man von den letzten Trainern nicht unbedingt sagen kann.
Ja, da gehe ich mit. Wohlbold hat die Bälle gut verteilt (habe sie lange nicht mehr so gut gesehen), nur sind die anderen Spielerinnen zu selten auf ihre Ideen eingegangen. Das blinde Verstehen (wie früher mit Nadgonaja) kann natürlich auch noch nicht da sein. Sie hat immer wieder versucht, Impulse zu setzen, um die sehr offensive Schweizer Abwehr auszuspielen, aber die anderen Spielerinnen sind meist nicht konsequent genug in die zwangsläufig entstehenden Lücken gegangen - da hat sie es eben mehrfach selbst gemacht.Das "Neumotivieren" keine einfache Sache.
Das hat sicher eine Rolle gespielt, aber vielen Spielerinnen fehlten am Ende einer langen Saison vermutlich auch einfach Kraft und Frische. -
Ich weiß nicht, was man nach dieser kurzen Vorbereitungszeit erwarten kann - außer einem Sieg. Der Sieg ist jetzt da, alles andere wird man in den nächsten Monaten sehen.
Was ist der Maßstab? Das Niveau der Schweiz oder die internationale Spitze (Halbfinale WM 2017, wie vom DHB gefordert)? Mit 2 oder 3 Ausnahmen standen erfahrene Nationalspielerinnen auf der Platte, die vom DHB immer wieder als internationale Spitzenspielerinnen (oder ähnlich) bezeichnet werden. Und dann kommt mit Ach und Krach ein knapper Sieg gegen die Schweiz heraus - in einem Spiel, in dem man 6x Überzahl hat (bei einer einzigen eigenen Herausstellung). Da sind 25 Tore wahrlich mager. Und hinten haben wir gegen die Schweiz 5 Tore mehr bekommen als im Hinspiel und fast so viele Tore wie jedesmal gegen Frankreich - in der Abwehr stimmte überhaupt nichts (und es hätte durchaus einige Zeitstrafen mehr geben können, da dürfen wir uns bei den Schiedsrichterinnen für die Großzügigkeit bedanken).Bleibt zu hoffen, dass es gegen Island deutlich besser wird.