Beiträge von Löwenherz

    Und nun zum Jahresende kommt jetzt über Tiktok solche heftigen und klaren Andeutungen Richtung ihrem ehemaligen Trainer. Warum gerade jetzt und nicht schon viel früher?? Nutzt sie die aktuellen Umstände (Tabea Alt) um sich von dem Kuchen auch was zu nehmen, und so 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen ? (Dem Trainer schön nochmal nachtreten und gleichzeitig noch gute Klicks generieren und sich bekannter zu machen?

    Eine solche Unterstellung ist einfach widerlich. Wie kann man nur mit einer solchen Kälte darauf reagieren, dass jemand (vermutlich nach langem inneren Kampf) den Mut gefunden hat, sich so zu dem Erlittenen zu äußern?

    FA mit zu vielen Fehlern und sie wurden ordentlich verpfiffen.

    Das "Verpfeifen" von FAG hast Du wahrscheinlich allein für Dich. Selbst Co-Kommentatorin Anja Brugger sagte sinngemäß, am Anfang hätte FAG einige Heimbonuspfiffe bekommen, am Ende habe es sich ausgeglichen. Sehe ich genauso.

    Entscheidend war heute, dass sich die THC-Abwehr in der 2. Hz stabilisiert und Lovgren (im Unterschied zu Eckerele, die nur 1 Parade hatte) wenigstens ein paarmal die Hand an den Ball bekommen hat (nur 10 Gegentore nach 16 in der 1. Hz). Der Angriff des THC war - wie gegen Blomberg - ziemlich schwach. Am Ende hat ihnen - wiedermal - Reichert den Arsch gerettet. Mit ihren Toren zum 23:26 und 23:27 war die Messe gelesen.

    FAG hat mir gefallen. Die Mädels spielen einen unbekümmerten, erfrischenden Handball; Chemie und Motivation im Team scheinen zu stimmen. Wenn sie so weiter machen, werden sie sicher in den Playoffs landen.

    Glückwunsch nach Buxtehude. Ich frage mich was mit den hoch gehandelten Zwickauerinnen los ist. Das sieht tendenziell nach Playdown aus.

    Was Zwickau zurzeit in den Heimspielen abliefert, grenzt schon an Arbeitsverweigerung - bei allem Respekt vor den Leistungen der Gegner. Und Rentsch scheint die Mannschaft nicht mehr zu erreichen. Er macht in den Auszeiten Ansagen für Spielzüge, verweist auf Absprachen in der Kabine - aber nix passiert. Die Mädels spielen ihren Stiefel einfach weiter so wie vorher. Zudem wirkt das Team leer, energielos, einfallslos und unkonzentriert.

    Was war denn das bitte für reife Leistung der Schiries beim THC- Spiel.

    Mir fehlen da einfach die Worte.Alles soll immer professioneller werden, gerade beim Frauenhandball, und dann so eine unterirdische Leistung. Garnicht auszumalen, was passiert wäre, wenn das Spiel durch eine solche Ausnahmeleistung noch gekippt wäre. Unbegreiflich ist kein Ausdruck.

    Mäßige Leistung von beiden Mannschaften. Aber die Schiedsrichter waren die Katastrophe. Dass so etwas in der 1. Liga pfeifen darf ...

    was hat man eigentlich in Buxtehude die letzten Wochen trainiert? Die hatten doch bis auf Kähr und Huhnstock die ganze Truppe beisammen. Ist das desolat!

    Ja, für Buxte wird es langsam ernst, man sieht auch keine Entwicklung. Buxte und Leverkusen stehen für die Play downs so gut wie fest, ansonsten ist dafür bis hoch auf Platz 6 alles offen. Nach der heutigen Leistung kann dort sogar der VfL noch reinrutschen, was nach einem Superstart schon überraschend wäre.

    Fazit: Ein erfahrener Trainer aus dem Ausland muss her oder hab ich es falsch interpretiert?

    So kann man das lesen, aber ich glaube nicht, dass der helfen kann - doch dazu später.

    Zunächst zu capitano19: An Ende seines Beitrages heißt: "

    Kurzfristig muss sich der Verband überlegen, welchen Effekt das Heimturnier 2025 haben soll. Vor sieben Jahren ließ man eine große Chance kläglich liegen. Derzeit hat man nicht den Eindruck, dass der DHB aus den Fehlern von damals nicht viel gelernt hat. Wenn man so weitermacht, wird man in zwölf Monaten kaum erfolgreich sein.

    Fazit: Egal wie man es dreht und wendet, in der aktuellen Konstellation ist man in Richtung Spitzenhandball chancenlos. Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft ist Handlungsbedarf nicht wegzudiskutieren."

    Da bleiben für mich einige Fragen offen:

    1. Welche Fehler der Heim-WM sollen das sein? Ich sehe vor allem einen: Die Mannschaft hat schlecht gespielt.

    2. Was hätte man daraus lernen sollen, außer künftig besser zu spielen?

    3. Handlungsbedarf ist nicht wegzudiskutieren? Richtig, aber wer tut das?

    Das ist mir alles zu schwammig. Die Frage muss doch lauten: Was kann realistischer Weise in nur 1 Jahr überhaupt getan werden, um deutlich besser zu werden?

    1. Der Weg geht meines Erachtens nur über die Abwehr. Da die Abstellung individueller Abwehrschwächen in dieser kurzen Zeit nur begrenzt möglich ist, muss das Zusammenwirken verbessert und die Einstellung auf den jeweiligen Gegner optimiert werden. Dazu werden mehr NM-Lehrgänge gebraucht.

    2. Im Angriff muss in Kooperation mit den Clubs am Ausbau und an der besseren Nutzung der individuellen Stärken gearbeitet werden. Das Zusammenspiel muss so optimiert werden, dass sie Spielerinnen ihre Stärken auch wirklich einsetzen können. D.h., Spielzüge müssen stärker auf die individuellen Stärken der Spielerinnen zugeschnitten werden, was gegenwärtig viel zu wenig geschieht. Man hat den Eindruck, dass immer wieder die gleichen Spielzüge laufen, egal welche Rückraumspielerinnen gerade auf der Platte stehen. Zugleich muss das Kombinationsspiel schneller werden. Wir bringen die gegenerischen Abwehrreihen (insbesondere gegen Spitzenmannschaften) zu wenig in Bewegung.

    3. Damit zurück zur Trainerfrage von TVM: Die Erfahrung mit Vestergaard sollte uns zeigen, dass dies der falsche Wäg wäre. Meines Erachtens brauchen wir einen Trainer (m/w/d), der ganz nah an den Spielerinnen dran ist, sie ganz genau kennt und somit in der kurzen Zeit das am besten befördern kann, was ich unter 1 und 2 beschrieben habe.

    4. Wir brauchen bis zu WM wesentlich mehr Länderspiele als in den letzten Jahren, damit dies in der Umsetzung geprobt werden kann und die jungen Spielerinnen besser un die Mannschft hineinwachen können.

    Wird das kommen? Ich glaube es nicht. Ein neuer Trainer wird schon gar nicht kommen, da bin ich mir sicher. Somit konzentriert sich alles auf die Frage: Hat er die Lage wirklich begriffen und wenn ja: Ist er bereit für die erforderlichen Veränderungen zu kämpfen?

    Man kann gegen jede Statistik etwas einwenden. Die Frage ist doch, ob man sich gerade darauf konzentiert (und warum ?!?) oder ob man darin nach Ansatzpunkten für Veränderungen sucht. Und davon gibt es meines Erachtens schon einige. Das betrifft z.B. die Optimierung der Einsatzzeiten der RMs (insbesondere die künftige Rolle von Grijseels) oder eine Art "Rollentausch" (bitte nicht zu wörtlich nehmen) zwischen Smits und Bölk: Smits (mit der deutlich besseren Trefferquote aus dem Rückraum) erhält mehr Einsatzzeiten im Angriff (wobei natürlich Belastungsgrenzen zu beachten sind) und dafür geht Bölk nur die 2. Welle mit. Zumindest könnte man beide Optionen im Laufe des Spiels mal wechseln und wäre dann flexibler und weniger ausrechenbar. Wahrscheinlich bekomme für dieses Gedankenspiel (mehr ist es ja nicht) gleich wieder einen Shitstorm, in welchem mir erklärt wird, warum das nicht sinnvoll ist - egal. Das Thema Außen brauchen wir hier wohl gar nicht erst aufzumachen, da wäre sicher auch ohne die Statistik klar gewesen, dass (mit Ausnahme von Hauf) nach Alternativen gesucht werden muss. Für mich ist das eine Einstellungsfrage: Erkläre ich eine Statistik mit x Gegenbeispielen für sinnlos, oder gehe ich positiv heran und versuche Nutzen daraus zu ziehen.

    Hier habe ich mal ein paar Zahlen zu unserem Team zusammengestellt. Sie zeigen (mit einer Ausnahme), dass unsere Nationalmannschaft tatsächlich dorthin gehört, wo sie am Ende wiedermal gelandet ist und der Weg zur Weltspitze sehr weit ist. Das lässt sich besonders für den Angriff nachweisen, wobei für die Abwehr wenig Fakten vorliegen.

    Nimmt man Tore und Assists, dann liegen unsere Rückraumspielerinnen (habe nur die mit mehr als 100 Einsatzminuten genommen) auf den Plätzen

    34 Grijseels (41 Punkte)

    37 Lott (38)

    38 Bölk (37)

    46 Smits (33)

    59 Engel (27)

    77 Maidhof (22)

    Die 4 in dieser Hinsicht besten Spielerinnen der EM liegen zwischen 75 und 95 Punkten. Ohne 7m-Tore würde Grijseels ungefähr auf Platz 60 landen.

    Die mit Abstand meisten Assists (23) kamen von Lott – trotz ihrer im Vergleich (z. B. zu Grijseels, 14) geringeren Spielzeit.

    Setzt man Tore&Assists zur Spielzeit ins Verhältnis, ergeben sich folgende Werte:

    • Lott 0,32
    • Leuchter 0,17 (nur 60 min. Einsatzzeit)
    • Grijseels 0,17
    • Antl 0,16
    • Bölk 0,14
    • Smits 0,13 (obwohl meist nur in der Abwehr im Einsatz!)
    • Engel 0,13
    • Maidhof 0,12
    • Hauf 0,08
    • Behnke 0,08 (auch viel Abwehr gespielt)
    • Behrend 0,05 (mit Abstand meiste Einsatzzeit!)
    • Döll 0,4

    D.h., im Angriff war somit Lott mit Abstand unsere effizienteste Spielerin pro Zeiteinheit. Könnte man bei Smits die reine Angriffszeit herausrechnen, käme sie bestimmt auf einen ähnlichen oder sogar einen höheren Wert.

    Bei den Außen und den Kreisläuferinnen muss man natürlich sehen, dass sie auf Anspiele angewiesen sind, um liefern zu können.

    Deshalb ist es nützlich, sich auf die Trefferquoten (ohne 7m) anzuschauen:

    • Hauf 81% (bei der EM hatten überhaupt nur 5 Spielerinnen Quoten über 80%, darunter interessanter Weise 4 LA und eine KM), wenn ich richtig gezählt habe.
    • Behnke 79%
    • Antl 75%
    • Smits 71%
    • Maidhof 71%
    • Behrend 67%
    • Engel 66%
    • Lott 65%
    • Leuchter 53% (nur 60 min. Einsatzzeit)
    • Grijseels 52%
    • Döll 50%
    • Bölk 43%

    Mit der Gesamtquote von 64% liegen unsere Mädels gar nicht so schlecht (Rang 3 hinter Norwegen mit 68% und Dänemark mit 65%), aber wenn die Defizite in der Abwehr zu groß sind (Ausnahmen Smits, Behnke, Bölk und mit Abstrichen Lott), klappt eben der Angriff auf die Weltspitze auch deshalb nicht. Unsere Torhüterinnen landeten auf den Plätzen 10 und 16 – auch das passt ins Gesamtbild.

    Nun zur einzigen Ausnahme: Smits steht bei den besten Abwehrspielerrinnen deutlich auf Platz 1 (zusammen mit Jaukovic), sowohl bei der Gesamtzahl der Abwehraktionen als auch im Durchschnitt pro Spiel. Warum Foppa (Platz 14 beim Durchschnittswert pro Spiel!) und nicht Smits (oder Jaukovic) als beste Abwehrspielerin ins All Star Team kam, bleibt das Geheimnis der (Handball)Götter.

    Diese Werte bedürfen im Grunde genommen keines Kommentars. Da Gaugisch diese auch kennen dürfte, müsste er dringend Schlussfolgerungen ziehen. Wie sagte doch der „Kaiser“: „Schau mer mal, dann sehn mer mehr!“

    Du hast bei den Ursachen für das Ausscheiden die Trainerin vergessen, die ihre Spielerinnen alles andere als effizient eingesetzt hat. Nur ein Beispiel: Reichert hatte mit 80% die beste Trefferquote aller Rückraumspielerinnen der EM, auf ihrer Position aber nur reichlich die halbe Einsatzzeit von Ivancok-Soltic, die weniger Treffer erzielte und auch mit 68 % eine schlechtere Quote hatte (Ja ich weiß, die Abwehr muss man auch sehen!). Ein konsequenterer Abwehr-Angriff-Wechsel zwischen beiden wäre sicher zweckmäßig gewesen, gerade im Spiel gegen Slovenien. Und auch bei den Siebenmetern gibt es einen Unterschied: Reichert 3/3, Ivancok-Soltic 3/6. Es stellt sich schon die Frage, wie gut die Trainerin ihre Spielrinnen kannte, wem sie vertraute und wem nicht.

    Das ist genau die Einstellung, die verhindert, dass sich im deutschen Frauenhandball Führungsspielerinnen entwickeln...

    Denn zuallererst stellt sich die Frage:

    Woher nehmen und nicht stehlen?

    Solche Ausnahmetalente fallen nicht vom Himmel, sie sind das Ergebnis erfolgreicher Arbeit vor allem in der Basis, dem Breiten- und Nachwuchssport. Wer diesen Bereich so lange so extrem vernachlässigt wie die Handballverantwortlichen in Deutschland, braucht sich über zunehmend ausbleibende Spitzenspielerinnen nicht zu wundern.

    Ich schreibe das hier seit Jahren, wahrhaben wollen es im Mutterland des Handballs die Wenigsten...

    Stimme Dir voll zu! Das Warten auf das Wunder einer Weltklassespielerin (das nicht kommen wird - zumindest nicht in den nächsten 8 - 10 Jahren) bringt uns nicht weiter. Die einzige Chance, mit der Nationalmannschaft weiter voranzukommen, besteht für Deutschland darin, auf ein perfekt eingespieltes Team (!!! in welchem alle nicht nur miteinander, sondern konsequent füreinander spielen) zu setzen, das wirklich eine (!!!) moderne (!!!) Spielidee hat und diese mit eisernem Willen bis zur letzten Minute umsetzt. Und gerade in dieser Hinsicht sehe ich in den letzten Jahren keinen Fortschritt. Wo ist der Trainer, der bereit und in der Lage ist, konsequent auf diese Karte zu setzen - in Abstimmung mit den Clubs natürlich.

    Ausnahmen wie Ungarn jetzt können natürlich vorkommen ...

    Du machst es genauso wie horst65: Was nicht in Deine Logik passt, ist eine Ausnahme. Aber gerade Ungarn war in Deinem Sinne keine Ausnahme: Ohne die früher oft gescholtene Klujber (die gestern übrigens mehr Tore geworfen hat als Reistad) wäre Ungarn nicht Dritter geworden. Ja, große Spieler/innen entscheiden große Spiele. Spätestens seit gestern muss Klujber auch dazu gezählt werden.

    Man muss aber auch sagen: Wenn erst Kuczora und später Simon nicht soviel Druck auf der linken Seite gemacht hätten, wären die Räume (bzw. 7m-Chancen) für Klujber nicht da gewesen. Handball ist eben doch ein Mannschaftssport und tendeziell wird sich immer die beste Mannschaft durchsetzen - meine Überzeugung!

    An einem Ergebnis gegen schwache Dänen zu messen ergibt keinen Sinn.

    Es ist wie immer: Einzelfälle, die Dir in den Kram passen, werden generalisiert. Tun sie dies nicht, ergeben sie "keinen Sinn". So kann man sich eine eigene Realität basteln, die ähnlich klingt, wie ein australisches Sprichwort: "Die Realität ist eine Illusion, die nur durch die Abwesenheit von Alkohol entsteht". Du solltest jedoch nicht glauben, das andere Forumsteilnehmer Deine Illusionen als Realität ansehen.

    Natürlich sind sie schwächer geworden. Man lebt nur von einer Spielerin, die einer anderen das 1 gegen 1 ermöglicht oder die RA bedient.

    So einfach ist das nicht! Bei Norwegen haben gestern 9 Spielerinnen Tore geworfen, davon 5 mehr als 2 Tore. Und es ist ebenfalls nicht richtig, dass Reistad alle von ihr nicht selbst geworfenen Tore direkt oder indirekt vorbereitet hat. Es war ein Erfolg der mannschaftlichen Geschlossenheit, aus der natürlich Reistad herausragte. Natürlich wirst Du Dich wieder damit heraureden, dass es anders gemeint war bzw. Du missverstanden wurdest. Das interessiert nur niemanden.

    Natürlich sind sie schwächer geworden. Man lebt nur von einer Spielerin, die einer anderen das 1 gegen 1 ermöglicht oder die RA bedient.

    Das ist natürlich sehr relativ. Was ist Dein Maßstab für "schwächer"? Ob man nur von einer Spielerin "lebt" oder von zehn Spielerinnen ist doch egal, solange das Ergebnis stimmt. Immerhin genügt das Leistungsniveau "noch", um in einem EM-Finale den Gegner aus der Halle zu schießen. Wie hoch hätten Sie gewinnen müssen, um nach Deinen Vorstellungen nicht schwächer geworden zu sein? Also mal schön die Kirche im Dorfe lassen!