Von Sport1.de
Geschäftsräume in Wallau durchsucht
Martin Schwalb ist seit 1990 als Trainer in Wallau tätig
Wallau/München - Die SG Wallau/Massenheim kommt einfach nicht zur Ruhe. Am Freitag wurden die Geschäftsräume des Ex-Meisters in der Rüdesheimer Straße 2a in Wallau von der Staatsanwaltschaft durchsucht.
Der Verdacht: verschleppte Insolvenz. Offenbar liegt eine anonyme Anzeige gegen die ehemaligen Geschäftsführenden der SG vor.
Weitere Hausbesuche
Die Ermittler sollen auch Ex-Manager Bülent Aksen und Handball-Abteilungsleiter Hans-Dieter Großkurth einen Besuch abgestattet haben.
Überraschend kam der Besuch der Beamten für die Wallauer Verantwortlichen indes nicht.
"Seitdem wir Einblick in die Akten haben, also seit Ende Februar, haben wir das erwartet", sagte Marc Gramm, der Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH, dem "Wiesbadener Tagblatt". "Wenn der Begriff Insolvenz mit im Spiel ist, dann muss so etwas irgendwann einmal kommen."
An "lückenloser Aufklärung" interessiert
Gramm betonte, der Klub bleibe gelassen: "Schließlich geht die Anzeige nicht gegen die SG Wallau/Massenheim. Wir sind doch auch an einer raschen und lückenlosen Aufklärung interessiert. Und dafür werden wir alles tun."
In der Geschäftsstelle sollen Akten beschlagnahmt worden sein.
Insolvenzantrag läuft
Der mit rund 1,4 Millionen Euro verschuldete Klubs muss noch eine Liquiditätslücke in Höhe von 250.000 Euro bis Ende Juni schließen.
Das Finanzamt Hofheim alleine fordert noch 150.000 Euro. Noch immer läuft ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Frankfurt/Main.