Beiträge von smoerf

    Edit: Es hatte ja auch m.W. kein einziger Verein letzte Saison ein 'Problem' damit, dass Karteninhaber ihre Karten verfallen ließen - offensichtlich verkauft das Gros der Bundesligavereine (welche eigentlich nicht außer den Füchsen - hat da jemand einen Überblick?) aber gegenwärtig keine Dauerkarten für die jetzige Saison.


    Und zack haben wir wieder den Bogen zum THW gezogen, denn der verkauft meines Wissens aktuell KEINE Dauerkarte :hi:

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    smoerf

    M

    Die Aussage des Managements, man habe mit den Spieler "individuelle Vereinbarungen" über Gehaltskürzungen getroffen, lässt erahnen, dass eben gerade NICHT jeder im gleichen Maßstab auf Gehalt verzichtet hat. Und nur wenige außerhalb des Managements wissen, welche Rolle die Spitzenverdiener dabei spielen. Dass Landin seinen Gehaltsverzicht zumindest als Prozentzahl offen gelegt hat, andere Spieler sich dazu aber nicht äußern, finde ich persönlich interessant.

    Wohlgemerkt: niemand muss Angaben machen, Gehälter sind Privatsache. Trotzdem ziehe ich daraus meine Schlüsse, behalte sie aber für mich. Das Spekulieren aber überlasse ich gern den "gut informierten Usern"!


    Ich meine mich zu erinnern, dass es in der KN mal einen entsprechenden Bericht zum vereinbarten Gehaltsverzicht gab. Leider hab ich aber kein Abo und kann somit auch nicht suchen.

    Ich halte eine individuelle Vereinbarung offen gestanden für die bessere Lösung als einen generellen Verzicht von x Prozent, den einfach mal alle akzeptieren. Bei einem Spieler, der bereits längere Zeit für ein deutlich höheres Gehalt gespielt hat, ist es vermutlich "einfacher" auf 30% oder auch 40% des Gehalts zu verzichten als ein junger Ergänzungsspieler, der gerade seinen ersten Profivertrag unterschrieben hat. Verzichtet der -ohne Kurzarbeit" auf 30% seines Gehaltes kann es unter Umständen schon schwierig werden, so elementare Dinge wie gerade geschlossene Mietverträge oder Darlehensverträge zu zahlen. Ich bin ganz ehrlich: ich könnte nicht für z.B. 12 Monate auf z.B. 30% meines Gehaltes verzichten ohne das ich mich deutlich einschränken müsste, während dies bei meinem Vorstand vermutlich sogar ohne größere Einschränkungen möglich sein dürfte. Während bei mir der Lebensstandard leiden würde, würde bei meinem Vorstand vermutlich die Möglichkeit zur Rücklagenbildung eingeschränkt und ähnlich dürfte es eben auch bei Handball-Profis aussehen.

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    smoerf

    Moin,

    bei der Meldung zu Unfall von Milos Vujovic stellten sich mir direkt alle Nackenhaare auf. Man kann bei dieser Art von Unfällen ja wahrlich froh sein, dass es so "glimpflich" ausgegangen ist und es nicht einen weiteren toten Radfahrer zu beklagen gibt :-/

    Glück auf
    smoerf

    Wenn die Gerüchte stimmen, dass der Vertrag aufgelöst wurde und die RNL keine Ablöse zahlen müssen, dann kann man den THW nur fragen: Wie dumm seid ihr eigentlich? Nichts aus dem Fall Lauge gelernt? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Gehalt von Nilsson kriegsentscheidend ist und man sich die Weiterbeschäftigung nicht leisten kann. Ich muss doch nicht jedem Spieler sofort einen Wechselwunsch erfüllen...

    Zitat

    Quelle: THW Kiel
    Die Wege von Lukas Nilsson und dem THW Kiel trennen sich: Heute einigten sich der 23 Jahre alte schwedische Rückraumspieler und der Deutsche Handballmeister auf eine Auflösung des ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 datierten Vertrages.

    Zitat

    Quelle: Rhein-Nekar-Löwen:
    In der aktuellen Situation müssen besonders die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für solch einen Transfer passen“, erklärt Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

    Mit diesen beiden Artikeln von den jeweils betroffenen Vereinen geh ich ganz stark davon aus, dass keine Ablöse geflossen ist. Kann man als dumm ansehen und auch nicht verstehen und nur Nilsson von der Gehaltsliste zu bekommen, wird mit Sicherheit nicht Kriegsentscheidend sein, aber auch viele kleinere Einsparungen können zum "Erfolg" führen.

    Richtig gut finde ich die Entscheidung auch nicht, denn ich glaube, dass Nilsson noch lange nicht am Ende der Entwicklung ist und sich gerade in den letzten Spielen deutlich konstanter gezeigt hat. Ich halte es jedoch für fraglich, ob es dem THW und der Mannschaft etwas nützt, wenn man einen Spieler gerade in der sehr unklaren finanziellen Situation zum kommenden Spielbetrieb ein Jahr weiter bezahlt (dann wäre der Vertrag eh ausgelaufen), der sich aus welchen Gründen auch immer gerne aus Kiel verabschieden möchte. Sein Wunsch zu gehen, kann ja durchaus vielschichtig sein: Gehaltssituation, Spielersituation, familiäre Situation (er ist gerade Vater geworden und vielleicht spielt auch seine Frau eine gewisse Rolle), etc - wir wissen doch alle nicht, was er an Gründen vorgetragen hat und warum sich der THW auf die Vertragsauflösung eingelassen hat. Auf jeden Fall scheint es aus Sicht aller Beteiligten Seiten eine sinnvolle Lösung zu sein.

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    smoerf

    vlt. regionale andere anwendung - ausgelegt auf die gesamtsituation ?

    bei tönnies sind doch sogar positiv getestete zu arbeit gegangen laut deren eigenen aussagen-


    Tönnies selbst und einige angeblich zwingend notwendige Mitarbeiter wurden durch das Gesundheitsamt in "Arbeitsquartäne" geschickt - die durften also zur Arbeit und dann wieder ab nach Hause. Andere Wege waren denen genauso untersagt, wie jedem anderen Menschen, der positiv auf Corona getestet wurde.

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    smoerf

    ich hab die neuen regeln so verstanden, dass bei rückkehr aus dem ausland - und da zähle ich ischgl zu -
    beim test bei festgestellter infektion eine quarantäne zur pflicht wird....

    im gegensatz dazu wird ja bei feststellung im inland im einzelfall entschieden....

    Wo wird den bei einer Feststellung im Inland im Einzelfall entschieden, ob man in Quarantäne geht oder nicht? Hier in der Stadt geht immer noch jeder, der positiv getestet wurde in Quarantäne - das ist keine Einzelfallentscheidung, sondern generell so. Wir "spielen" den Fall gerade auf der Arbeit durch und da gibt es auch seitens des Gesundheitsamtes und auch mit dem Betriebsarzt überhaupt keine Diskussion drüber.

    Die Regel zu Reiserückkehrern sagt meiner Meinung nach aktuell nur, dass bei Rückkehr aus einem Risikogebiet ein freiwilliger Test durchgeführt werden kann oder die Menschen in Quarantäne gehen. Ist der freiwillige Test negativ, wird die Quarantäne sofort aufgehoben - wenn jemand keinen Test machen möchte, bleibt er eben in Quarantäne.

    Von Einzelfallentscheidungen ist mir bislang nix zu Ohren gekommen!

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    smoerf

    Mit der Argumentation "da könnte was passieren" dürften die Mannschaften am Besten überhaupt nicht in ein Trainingslager fahren! Dann wäre es sinnvoll sich in der eigenen Halle, von anderen Menschen abzuschotten. Um das Ganze dann konsequent durchzuziehen, wäre es vielleicht auch noch sinnvoll, direkt dort zu übernachten, damit sie auf gar keinen Fall mit einem möglicherweise Infizierten in Kontakt kommen können. Gleiches gilt aber natürlich auch für Trainer, betreuende Ärzte und Physiotherapeuten - denn auch von denen könnte eine potentielle Ansteckungsgefahr ausgehen. Und um den Ligabetrieb (sofern er denn wirklich kommt) nicht zu gefährden, machen das ALLE Vereine so und bleiben unter sich bis zum nächsten Saisonende. Ich kann verstehen, dass wir alle wieder Handball sehen und erleben wollen, aber deswegen alles was man jahrelang praktiziert hat und von dem nicht mehr Gefahr ausgeht als wenn man es im Heimatland macht abzuweichen, halte ich für Quatsch. Ein Trainingslager in einem aktuellen Hotspot würde wohl kaum eine Mannschaft antreten und Ischgl ist nun aktuell genauso harmlos oder gefährlich wie Bottrop ;)

    Wenn man die Diskussion starten möchte, ob ein Trainingslager im Ausland überhaupt sinnvoll bzw. notwendig ist, dann kann ich dem Ganzen schon etwas mehr abgewinnen, aber eben nicht mit der Begründung einer erhöhten Ansteckungsgefahr, sondern allenfalls aufgrund der "Stärkung der heimischen Tourismusbranche". Wenn man jedoch so argumentieren möchte, dann kann man diese Diskussion bei jedem Verein, der sein Trainingslager nicht in Deutschland sondern irgendwo im Ausland abhält führen - und zwar nicht nur zu Corona-Zeiten, sondern jedes Jahr. Die heimische Tourismusbranche wird auch vor Corona ziemlich erfreut über jede Buchung gewesen sein, auch wenn es ihr finanziell deutlich besser gegangen ist als es jetzt der Fall sein dürfe.

    Guck auf
    smoerf


    Warum ist er denn nicht im Gesundheitsbereich tätig wenn er ein so grandioser "Experte" ist.


    Moin,

    Ich ertrag den Herrn Lauterbach auch nur schwerlich, aber so ganz ohne Ahnung wird er nicht sein, wenn er noch regelmäßig Vorlesungen in Harvard hält und zwischenzeitlich Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) an der Universität zu Köln war (Quelle: Wikipedia).

    Vielleicht sieht er seine Berufung einfach mehr in der Politik als im direkten Gesundheitssektor.

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    smoerf

    Moin,

    Zu einer Saison, in der ein Meister gekürt wurde gehört nun einmal auch die Übergabe der Meisterschale und ich glaube tatsächlich, dass dieser "Saison"Abschluss für die Spieler mental durchaus wichtig sein kann. Mal ganz im Ernst: niemand will so wirklich Meister werden und niemand wollte, dass die Saison so zu Ende geht - aber nun ist es so und nun muss man eben das beste aus der Situation herausholen. Für die Mannschaft bedeutet diese "merkwürdige" Zeremonie eben auch, dass die Saison 2019/2020 nun zumindest in der Liga wirklich vorbei ist.

    Wenn ich mir die Bilder anschaue, habe ich auch nicht den Eindruck, dass die Kieler Mannschaft die Meisterschaft überschwänglich gefeiert haben, sondern auch die Übergabe sehr zurückhaltend zelebriert wurde. Ich kann mir kaum vorstellen, dass wirklich jemand so richtig Spaß hatte, sondern die Übergabe eben für Sky und Liqui Moly eine gewisse Rolle gespielt hat. Als Namensgeber der Liga hätte ich vermutlich auch gerne ein Saisonabschlussbild mit dem "Deutschen Meister" auf dem groß mein Name steht und der durch eine Vielzahl an Medien geht und auch Sky möchte bestimmt gerne entsprechende Bilder senden können um dem Handball zumindest eine gewisse Reichweite zu geben - also "durfte" die Mannschaft die Schale mit einer entsprechenden Zeremonie in Empfang nehmen - kann man gut finden, muss man nicht gut finden. Ich als THW-Fan hätte auch gut und gerne mit einer Annullierung leben können oder auch mit einer Meisterschale, die per Post zum THW kommt - wobei der Vorteil der Meisterschaft war, dass in der Fanwelt gestern noch einmal die Preise reduziert wurden, so dass es auf diverse Artikel insgesamt 41% Rabatt gab :D

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    smoerf

    Man kann zu der Maskenpflicht stehen wie man möchte, aber dieses gegeneinander Aufwiegen, wer es denn nun schwerer mit der Maske hat oder warum die Mitarbeiterinnen in Supermärkten doch keine Probleme mit den Masken haben dürften, weil andere Berufszweige doch auch immer Maske tragen müssen, halte ich für Unsinn.

    In der Pflege, im Krankenhaus und auch teilweise auf dem Bau gehören Masken zur normalen Berufsbekleidung dazu - wie beim Feuerwehrmann der Helm und die Brandschutzkleidung, und wie lange Zeit bei Bankkaufleuten die Krawatte. Im Supermarkt gehören Masken im Allgemeinen nicht zur Berufskleidung - die Mitarbeiterinnen haben die Dinger nun ziemlich plötzlich zu tragen und machen dabei genau die gleichen "Fehler", wie viele andere Menschen nauch, die bislang mit Masken nix am Hut hatten. Da wird das Ding eben nicht über Mund und Nase getragen, beiseite geschoben, wenn man was trinken möchte oder man zupft ständig daran herum, weil es eben doch an den Ohren ziept oder auf der Nase kitzelt.

    Glück auf
    smoerf

    [

    Die ganze Kommerzialisierung der letzten Jahre treibt teilweise seltsame Blüten. Das Ewige erwähnen von "Velux" in Bezug auf die CL...

    Mir stellen sich dabei wirklich IMMER die Nackenhaare hoch, wenn ich höre: "Die Velux EHF Champions League wird Ihnen präsentiert von VELUX"! Ja von wem den sonst - bei der Namensgebung?!? :pillepalle:

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    smoerf

    Und die erste Schule in NRW muß nach kurzzeitiger Öffnung wieder schließen

    In dem genannten Beispiel scheint es ja um eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund einer nachgewiesenen Infektion im nahen familiären Umfeld eines Schülers gegangen zu sein.

    Es gibt jedoch ebenso reichlich Stimmen, die die Schulöffnung in NRW für ziemlich chaotisch erachtet haben, während Armin Laschet gerade bei jeder Gelegenheit betont, dass die Schulöffnung in NRW völlig problemlos funktioniert habe und die Unwegsamkeiten prima gelöst wurden. Das Schulministerium habe sich doch sogar selbst um die Organisation von Desinfektionsmitteln gekümmert, wenn die Schulträger dies nicht organisieren konnten.Die fehlenden Waschbecken in Klassenräumen und die hygienischen Zustände auf Toiletten, die es leider schon zu meiner Schulzeit (Abi 97) gab, haben sich jedoch lt. der Lehrerschaft und auch den Schülern nicht im geringsten in den letzten 23 Jahren geändert.

    Irgendwie scheinen Herr Laschet und ich eine andere Definition von "problemlos" und "prima" zu nutzen.

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    smoerf

    Ich hatte die Zwischentöne in den Interviews auch so verstanden, dass Rahmel auf gar keinen Fall einen neuen Vertrag beim THW erhalten wird - wenn man dies ernsthaft in Betracht gezogen hätte, wäre der ziemlich sicher auch längst unterschrieben. In der Regel werden die Vertragsverlängerungen ja nicht erst im März oder April eingetütet sondern deutlich früher. Bei Dahmke z.B wurde die Verlängerung im Dezember bekannt gegeben und bei Dule schon im September und bei Weinhold bereits im Juli - demnach kann man wohl davon ausgehen, dass es zwischen Rahmel und dem THW auch ohne Corona keine Einigung gegeben hätte.

    War es nicht sogar schon so, dass Rahmel eigentlich beim ursprünglichen Vertragende zum Saisonende 2019 eigentlich weg wollte, aber der Verein eine entsprechende Option gezogen hat? Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es zwischen Rahmel und dem THW nicht so gut gepasst hat, wie man es sich erhofft hat und der dennoch dafür eine recht lange Zeit beim TWH gespielt hat.

    Ob man ohne Corona den Kader wirklich groß anders aufgestellt hätte, kann ich nicht einschätzen, jedoch glaube ich, dass man auf den meisten Positionen im Moment den Kader ohne Corona nicht viel anders aufgestellt hätte. Vielleicht hätte man noch einen anderen Außen geholt, aber bei den großen Spielanteilen von Ekberg kann ich mir auch vorstellen, dass man hier durchaus mit einem Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen geplant hat.

    Bleibt noch offen, was mit Horak wird, aber hier fehlt mir auch der Überblick, wann Horak eigentlich sein Karriereende einläuten wollte. Vielleicht gibt es hier ja doch noch eine Einigung oder man hat sich bereits geeinigt, dass man. abwartet wie die Reha von Pekeler mit der Achillessehne und bei Wiencek die Knie-OP-Folgen laufen und man dann weiterschaut ob man verlängert. Vielleicht ist so ein Angebot auch das Beste Angebot, was Horak aufgrund der Corona-Situation derzeit bekommen kann - andere Vereine werfen ja auch nicht mit Verträgen um sich, denn so recht weiß eben keiner wie es weitergehen soll.

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    smoerf

    Moin,

    dass die Vereinsvertreter sagen, dass man sich die Teilnahme verdient hat, ist ja nun nicht ungewöhnlich und vor allem stell ich mir die Frage, was sie sonst sagen sollen. Wäre eine Aussage wie "also eigentlich ist das ja total unfair, dass wir jetzt zum Final4 fahren dürfen ohne uns sportlich wirklich dafür qualifiziert zu haben" wirklich eine ernst gemeinte Alternative?
    Dennoch empfinde ich die Entscheidung selbst als THW Kiel-Fan das FinalFour nun mit den vier Mannschaften zu spielen als nicht "richtig", aber auch in dieser Entscheidung werden rein wirtschaftliche und kaum sportliche Aspekte eine Rolle bei der Entscheidungsfindung gespielt haben. Niemand will freiwillig die knapp 20.000 Karten erstatten und ebenso wenig können die Vereine vermutlich sagen, dass sie an einer Teilnahme nicht interessiert sind.

    Ich hoffe, dass alle eigentlich noch im Wettbewerb teilnehmenden Mannschaften zumindest finanziell von dieser Entscheidung in gewissem Rahmen profitieren und die im Dezember anwesenden Fans schöne Spiele erleben können (auch wenn ich mir im Moment nicht wirklich vorstellen kann, dass man wirklich Handballspiele vor 20.000 Fans austragen kann).

    Glück auf
    smoerf

    Moin,

    Professor Streeck und die Heinsberg-Studie wird hier ja anscheinend gerne und oftmals zitiert, jedoch frag ich mich inzwischen, wer sich hier auf welches konkrete Interview von Streeck bezieht. Herr Streeck ist in den letzten Wochen ja nun wahrlich sehr häufig z.B. auch bei Markus Lanz gewesen (ebenso wie einige andere Politiker und Experten) und ich habe durchaus mehr als eine Sendung mit ihm gesehen. Mir fällt dabei auf, dass auch er im Laufe der Zeit einige Äußerungen relativiert und auch zurückgenommen hat. Dazu gehört durchaus auch, dass er das Tragen von Masken als völlig überflüssig bezeichnet. Für ihn ist weiterhin der beste Schutz die Einhaltung von Abstand, aber ich kann mich sehr sicher an eine Äußerung erinnern, in der er sagte, dass das Tragen eines Gesichtsschutzes an Orten, an denen der Abstand nicht eingehalten werden kann, sinnvoll wäre.

    Ebenso hat er zu der Ansteckungswelle nach der Karnevalsveranstaltung auch verlauten lassen, dass ihm der Zeitablauf merkwürdig erscheint und man in Frage stellen müsste, ob der Ausgang der Infektion in Heinsberg wirklich diese Karnevalsveranstaltung war.

    Schlussendlich habe ich weiterhin den Eindruck, dass die Wissenschaft immer noch relativ wenig wirklich weiß und an vielen Stellen sowohl von Medien als auch von Politikern und vor allem von selbsternannten Experten bei Facebook und in Foren Dinge als Fakt und als Bewiesen hingestellt werden, die so noch gar nicht zu 100% klar sind.

    Ich finde es "beeindruckend", wie viele Leute sich zutrauen, die Studienergebnisse, Fallzahlen und auch Stebezahlen beurteilen und einschätzen zu können - ich kann das von mir nicht behaupten und muss zugeben, dass ich mich damit in eine Abhängigkeit von Experten und Politikern begebe - aber nichts anderes müssen meiner Ansicht nach eben auch schon die Politiker machen, denn auch diese sind in den wenigsten Fällen Virologen, Ärzte oder Epidemiologe und müssen sich -genauso wie bei den meisten anderen Entscheidungen zuvor- auf die Einschätzungen der Experten stützen. Natürlich sind Fehlentscheidungen gerade wenn es um die Gesundheit geht fatal, aber ich fürchte, dass wirklich niemand davor geschützt ist, eine grobe Fehleinschätzung der Lage zu geben, denn die aktuelle Situation ist eben so noch nicht da gewesen.

    Glück auf
    smoerf


    Das sind nachvollziehbare Argumente, aber dann erst recht stellt sich die Frage, nicht an den THW, sondern an die HBL, warum sie einen Meister ernannt haben mussten. Dafür wurden auch keine Argumente geliefert, wie es das z. B. für das Für und Wider eines Abbruches oder der Wertung oder der Auf- und Absteiger gegeben hat.

    Dann frag doch mal bei den Verantwortlichen an, warum sie sich für die Ernennung entschieden haben. Ob die Verantwortlichen schlüssig nachvollziehbare Gründe liefern können, würde sich dann ja zeigen. Vielleicht haben aber auch die Verantwortlichen sich überlegt, dass der THW vermutlich eh die Meisterschaft gewonnen hätte und alleine aufgrund dieser Annahme entschieden hat - ich weiß es doch auch nicht und richtig glücklich finde ich das auch nicht.



    Damit (also mit den Gründen, die zur Annahme des Titels zwingen könnten) hat Kiel ein Trostpflaster in evtl. nicht unbeachtlicher Höhe erhalten, welches die anderen Vereine nicht erhalten, wäre vielleicht für Flensburg als weiterhin amtierender Meister ja auch interessant gewesen mit Sponsoren etc. (Ausnahme vielleicht Nordhorn auch mit Vorteilen mit genau entgegengesetzter Argumentation - man weiß nicht, ob sie den Erhalt noch geschafft hätten, das wäre ja unfair gewesen, bzw. sie hätten evtl. klagen können ...).
    Das ist nicht schlüssig.


    Auch hier reine Spekulation: vielleicht ist es für die gesamte Liga aufgrund von irgendwelchen ligaweiten Verträgen (Sky, Liqui Moli oder wem auch immer) sinnvoll eben einen Meister zu benennen und schlussendlich profitieren doch alle davon. Solange es keine offizielle Mitteilung gibt, wieso man zu dieser Entscheidung gekommen ist, ist doch alles stochern im Nebel!


    So geht ein Verein in dieser bescheidenen Situation für alle gleicher als die anderen in die nächste Saison (wenn überhaupt).
    Schmäschke (und vermutlich auch die anderen rein rechnerisch noch in Frage kommenden Vereine) sowie Hanning, der mit den Füchsen mal so richtig in den Allerwertesten gekniffen sein könnte ("wahrscheinlich" hätten sie einen EHF-Platz ergattert) haben angekündigt, das so ruhen zu lassen. Es ist so entschieden und die Liga muss zusammenhalten.


    Entweder gilt hier das "Zusammenhalten" als Prinzip oder es gibt eben andere Gründe, warum die Entscheidung von allen mitgetragen wird. Ich hab ehrlich gesagt immer noch nicht genau verstanden, wer denn nun überhaupt entschieden hat, dass der THW Kiel Meister ist.


    Was die Titelvergabe mit "verdient haben" zu tun hat, erschließt sich mir dabei immer noch nicht, auch nicht nach euren vielen Beteuerungen hier, dass das wirklich irgendwie gerecht ist, weil so souverän und wahrscheinlich eh Meister und eben nach dem letzten Spieltag, äh der Quotientenregelung ganz oben. ;)
    Ich erinnere an die abwehrenden Worte, wenn schon mal die Glückwünsche zur Meisterschaft kamen nach einem gewonnenen Topspiel des THW (letztes Jahr ähnlich bei der SG) - nein, abgerechnet wird zum Schluss, das wird wie immer die letzten Jahre ein packendes Schlussviertel. Und plötzlich soll klar sein, dass es wahrscheinlich so gekommen wäre.
    Und jetzt dann noch Glückwünsche einfordern, sonst hat man kein Format (nicht auf dich bezogen, smoerf)? :angel:


    Auch wenn Du so schön im letzten Abschnitt formulierst, dass ich die Glückwünsche nicht einfordere: ich habe auch nirgendwo gesagt, dass ich diese Entscheidung einen Meister zu küren so wirklich gut und gerecht finde.
    Wirklich sinnvoll ist für mich eine Meisterschaft, wenn die gesamte Saison rum ist, aber wenn es außergewöhnliche Situationen gibt und sich die verantwortlichen Gremien -aus welchen Gründen auch immer- dafür entscheiden einen Meister zu benennen, dann ist die Meisterschaft nach den dann gültigen Regeln "verdient" und zwar völlig unabhängig davon wer den Titel erhält. Ich kann verstehen (und mir würde es bei einer Meisterschaft der RNL oder der SG als THW Fan mit Sicherheit nicht anders ergehen), dass man diese Entscheidung als nicht gut betrachtet solange der eigene Verein die Chance auf den Titel oder eben auch auf internationale Plätze gehabt hätte, aber deshalb ist die Meisterschaft und auch die Platzierung auf den weiteren Tabellenplätzen nicht unverdient. Natürlich ist die Quotientenregelung aufgrund der unterschiedlichen Restprogramme nicht zu 100% fair und vergleichbar, aber rechnerisch "identisch" für alle ermittelt worden.

    Vom Gefühl her wäre mir eine Annullierung der Saison tatsächlich auch lieber gewesen, dass jedoch nun einige Fans anderer Mannschaften "einfordern", dass der THW die Meisterschaft hätte ablehnen sollen", halte ich eben auch für unsinnig, aber so unterschiedlich sind die Meinungen.
    Es gibt die Entscheidung einen Meister zu küren, keine Absteiger zu haben aber dafür zwei Mannschaften aufsteigen zu lassen - kann man gut finden, kann man blöd finden, die Nicht-Absteigervariante mag rechtlich die "sicherste" sein, sportlich halte ich die Entscheidung ebenso für Unsinn, aber so ist es nun einmal. Ungewöhnliche Situationen (und die derzeitige Situation halte ich wahrlich für ungewöhnlich) bringen eben auch ungewöhnliche Entscheidungen mit sich. Was davon gut oder eben schlecht war, wird hoffentlich die Zeit zeigen können, denn das würde bedeuten, dass der Profihandball überlebt und sich nicht in Wohlgefallen auflöst. Und das ist im Bezug auf den Handball im Moment einer meiner größten Wünsche.

    Glück auf
    smoerf

    Moin,

    ich bin ziemlich sicher, dass jeder THW-Spieler und ebenso jeder Fan eine Meisterschaft nach 34 Spieltagen deutlich lieber gewesen wäre, als das Ausrechnen eines Punktequotienten und Vergabe des Titels hiernach.

    Aber ich bin mich ebenso sicher, dass so ziemlich jeder Verein den Titel angenommen hätte, auch wenn er sportlich gesehen weniger "wert" ist als frühere und hoffentlich spätere Titel. Zum einen weiß niemand aktuell, wann und wie es mit der Handball-Bundesliga überhaupt weitergeht und zum anderen hängen an so einem Titel eben vermutlich auch Prämien für die laufende Saison und ebenso macht sich ein Meistertitel auch bei Vertragsverhandlungen mit Sponsoren für die kommende Zeit ganz gut. Es dürfte für den ein oder anderen Sponsor durchaus von Interesse sein, dass er mit dem "Deutschen Meister 2020" einen Werbevertrag abschließt und eben nicht "nur" mit dem THW Kiel. Das Annehmen des Titels kann also auch finanzielle Auswirkungen auf die Zukunft haben und da würde kein wirtschaftlich handelnder Verein dankend ablehnen, nur um ein Zeichen zu setzten.

    Glück auf
    smoerf

    Ob sich die Regelungen mit Möbelhäusern und Shopping-Malls als gut und vor allem praktikable erweisen, wird die Zeit zeigen. Natürlich sind bestimmte Schutzvorkehrungen und Einlasskontrollen vorgeschrieben, aber ich befürchte, dass selbst wenn der Betreiber vieles versucht, die Umsetzung aufgrund der Vernunft der Besucher eher schwierig wird. Ich war in den letzten Wochen aufgrund meiner dienstlichen Tätigkeit im Wochenrhythmus in der Innenstadt und obwohl die Geschäfte am Donnerstag genauso geöffnet oder eben geschlossen hatten wie in den Tagen bzw. Wochen zuvor, war ein deutlich höheres Menschenaufkommen wahrzunehmen. Sowohl meine Kollegen als auch ich hatten den Eindruck, dass mit der angekündigten Ladenöffnung ab Montag bei vielen plötzlich die "Normalität" in den Köpfen zurückgekehrt ist. Ich bin in meiner Mittagspause die übliche Runde durch die Stadt gelaufen und musste regelmäßig Menschen ausweichen, die -wie vor Corona- auf ihr Handy starrten und ohne Rücksicht auf andere auch mal frontal in jemanden reingelaufen wären.

    Wenn die Vernunft und Vorsicht bei den Mitmenschen einfach aussetzt, dann kann der Inhaber des Möbelhauses oder Shopping-Centers sich noch so gut an Vorgaben halten - die Leute werden zu dicht beieinander sein. Hier kann man natürlich sagen, dass dies die Verantwortung eines jeden einzelnen ist, aber ich seh auch, dass der Staat im Zweifelsfall die Deppen ein wenig vor sich selbst schützen muss - vor allem sind hier die Mitarbeiter der Geschäfte, die sich eben nicht "wehren können" im Bedarfsfall zu schützen.

    Ich hab für mich entschieden, das ich in den nächsten Wochen, solange es keine belastbaren Werte aufgrund der Lockerungen gibt, mit Sicherheit nicht in Shopping-Center, Möbelhäuser und sonstige Läden fahre, aus denen ich nicht unbedingtzwingend etwas benötige. Wenn ich etwas dringend braucht, kann ich immer noch die Abholangebote der örtlichen Geschäfte nutzen, denn diese haben sich inzwischen recht gut auf die veränderte Situation eingestellt.

    Glück auf
    smoerf

    also die shopping malls werden geöffnet ?
    ich kann das bei laumann nicht nachlesen und ece hats auch nirgends bestätigt...

    dass in den shopping malls die lebensmittler auf haben dürfen, ist doch kein prob- das durften sie bis jetzt auch


    In der Pressekonferenz am Mittwoch ist ja explizit nach Shopping-Centern gefragt worden und war die klare Aussage, dass diese zu bleiben werden. Wenn ich mir jedoch die Facebook-Seiten einiger großer Shopping-Center in NRW anschaue, muss es gestern andere Aussagen gegeben haben. Sowohl das CentrO als auch der Limbecker Platz warten auf weitere Entscheidungen und bereiten sich auf eine -wie auch immer geartete- Öffnung weiterer Geschäfte abseits der eh schon geöffneten Lebensmittelgeschäfte und Apotheken ab Montag vor. Gleiches gilt auch für kleinere Center wie das Bero-Center in Oberhausen.

    Für mich wirkt die Öffnung einiger Läden völlig willkürlich - warum dürfen Möbelhäuser öffnen aber Karstadt z.B. nicht? Für mich erschließt sich das Ganze tatsächlich nicht, denn die Vorstellung, dass in Möbelhäusern nicht so viele Menschen gleichzeitig herumlaufen wie in einem Karstadt halte ich für absurd. Samstags Mittags in einem Ikea ist die Hölle los - dagegen ist selbst ein Karstadt in der Vorweihnachtszeit oftmals wie ein "Tante Emma-Laden".
    Fahrradgeschäfte und Autohäuser schätze ich hingegen durchaus etwas anders ein - hier geht kaum jemand nur "zum mal gucken" hin, sondern diese Geschäfte werden tatsächlich hauptsächlich mit Kaufabsicht aufgesucht. In Autohäusern seh ich die Einhaltung der Abstandsregeln somit als geringeres Problem an. In größeren Fahrradgeschäften steppt im Frühjahr jedoch auch der Bär - hier wird man sich also auch ggf. mit Wachleuten oder was auch immer über Zugangskontrollen Gedanken machen müssen.

    Glück auf
    smoerf