Durch eine zweigeteilte 2.LIga wird der Kostensprung nicht so groß.
Von einer zweigleisigen 2.Liga ist im Strategiepapier mit keiner Silbe die Rede!
Bundesliga spielen. International spielen. Nationalmannschaft spielen. Titel gewinnen. Das sind gewöhnlicherweise Gründe für Leistungssportler zu wechseln. Lebensniveau in einer Stadt oder Beziehungen sind eher keine Gründe um Wechsel auszuschließen.
Genau, es nur um Ruhm und Ehre. Meinst Du wirklich, dass die Mädels von heute derartig naiv sind? - Oder es sein sollten? Die wissen alle ganz genau, dass das Karriereende, z.B. durch eine schwere Schulter- oder - Knieverletzung, weniger als 60 Minuten entfernt ist. Während der Karriere genügend Geld auf die Seite bekommen? Das funktioniert ja kaum bei den Männern - wo wesentlich mehr Geld im Spiel ist.
Dazu kommen ja auch einige Spielerinnen erst in der A-Jugend zu den Bundesligisten und haben somit auch nicht immer die höchste Ausbildung genossen.
Also sollten alle Vereine - bis auf die Bundesligisten - eigentlich sofort damit aufhören Mädchenhandball auch nur anzubieten. Denn die können ja nicht die "höchste Ausbildung" anbieten. Das ist eine Unverschämtheit gegen alle (Amateur)Vereine die sich seit Jahrzehnten um Mädchen- und Frauenhandball verdient gemacht haben!
Zitat von juliscka
"Meine Aussage war eher so:
Spielerin A: Hat Defizite (körperlich, technisch, Spielverständnis) trainiert die ganze Saison mit der Jugend-Mannschaft (=kaum individuelle Arbeit an Schwächen) und spielt 3.Liga/Jugend . Braucht viel Zeit für Präsenz-Schule. Wochenende geht für Spiele drauf. Hat auch noch ein Sozialleben, das Zeit kostet. Ist Mitläuferin/Bankspielerin. (=Normalfall ohne Corona)
Spielerin B: Braucht nur noch Hausaufgaben machen (frei einteilbare Zeit). Hat Zweier-Training im Verein (=Arbeit an individuellen Schwächen). Kann morgens/abends und dazu am Wochenende trainieren. (Wegfall Schule/Spiele). Nutzt das viele eigene Training für Fitness, Technik etc.. Das fehlende Sozialleben verbringt sie vor dem Ipad und schaut Spiele (Spielverständnis etc)."
Auch das zeugt nur von einem mangelhaften Verständnis bzgl. Lebens- und finanzieller Wirklichkeit. "Spielerin B" lebt in einem Handballinternat. Wieviele Vereine haben wir in Deutschland die das anbieten können? Sieben? Acht? Und die sollen dann den gesamten Frauenhandball 'retten'?
Juliscka? Julia die in Ungarn spielt? Würde jedenfalls dazu passen dass Du dieses 'Strategiepapier' so vehement verteidigst. Dann könntest Du uns sicher auch erklären in welchem Elfenbeinturm dieses 'Strategiepapier' entstanden ist und was währenddessen geraucht wurde...
Und Du könntest auch erklären warum in diesem 'Strategiepapier' nicht ein Wort darüber verloren wird wie die Basis verbreitert werden soll. Mit Erfolgen der Nationalmannschaft? Das ist dermaßen naiv dass ich nicht weiß ob ich darüber lachen oder heulen soll!
Die Nationalmannschaft reicht selbst dann als - einziger - Leuchturm nicht aus wenn sie die nächsten 5 Jahre _jeden_ Titel gewinnt. Wesentlich wichtiger sind die freundlichen Bundesligisten - egal ob erste, zweite oder dritte Liga - in der Nachbarschaft. Und die, für Dich offensichtlich bedeutungslosen, Amateurvereine in deren Umgebung und weit darüber hinaus.