Genau die Erläuterungen von Hereticus zeigen, warum ich die Unterscheidung in "Echt" vs. "Retorte" im Handball noch heuchlerischer finde als im Fussball.
Beiträge von MiMü
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Interessant ist ein Post auf der HSC Facebookseite mit folgendem Komentar zum Bericht in der lokalen mindener Presse.
Hast Du mal nen Link zu? Auf die Schnelle find ich da nichts.
...oder hätten diesem Penner eine gezimmert, dass es nur so rauscht.
Was wahrscheinlich eine längere Sperre nach sich gezogen hätte... Vom Opfer zum Täter werden ist echt immer eine ganz besonders schlaue Idee...
(aber wer auf den 185er scheisst, da ist dann wohl nichts anderes zu erwarten)Naja, ob man hier jetzt gleich nach der Staatsanwaltschaft schreien muss.
Geldstrafe von Seiten der HBL, die Minden an den Trommler weiterreicht (nach Vorbild des Fußballs) und ein Lebenslanges Hallenverbot und gut ist.
Muss er. Also der eine hier im Forum jetzt, dem geht dabei jedesmal so richtig einer ab. Findeste auch in anderen Threads von ihm.
In der Realität ist das natürlich Quatsch weil de facto kein Schaden entstanden ist und jede Justizleitung wird sich dafür bedanken, wenn ihre eh' schon überlasteten Organe anfangen sich damit zu beschäftigen und dafür Fälle hinten anstellt bei denen Leute wirklich zu Schaden gekommen ist.
Ob man grundsätzlich bei jedem Vergehen sofort die Höchststrafe verhängen muss (Verhältnismässigkeit, Rechtmässigkeit, Durchsetzbarkeit), sei jedem überlassen, ich fänd' etwas mehr Diffenrenzierung ja schon angemessen (z.B. macht das für mich in der Tat einen Unterschied ob er sich danach entschuldigt hat oder nicht). Ich bin da aber auch ein bischen altmodisch veranlagt, denn im Internetzeitalter scheint Johannes 8,7 komplett aus der Mode gekommen zu sein... -
Und ein riesiger technischer Aufwand des HSC-TV. Beeindruckend!!!
Ich dachte, es findet mindestens eine Bundestagswahl statt, als ich den Aufbau der technischen Anlagen gesehen haben. DONNERWETTER!Btw: Die Kommentierung war auch sehr angenehm.
Klar hat man gemerkt, dass Fokus/Sympathien auf die Coburger gerichtet waren, aber es ist immer fair geblieben.
Kann man definitiv auch bei anderen Spielen mal reinschauen. -
Und dann muss man sich mal vorstellen, dass es Lemgo schafft, Werbeplakate in Bünde bzw. Herford aufzustellen.
Bünde ist von Lemgo knapp 40 km, Herford 22 km entfernt. In Bielefeld fahren Busse mit TBV Werbung rum...
Lemgo hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aber ein ganz anderes Image erarbeitet ("TBV Deutschland") als Nettelstedt als graue Maus.
Wenn ich aus Bünde zum Handball wollte, würde ich auch lieber nach Lemgo als nach Lübbecke fahren.
Und das kann man mit Marketing nicht lösen, Basis dafür muss auf der sportlichen Seite gelegt werden.
Da scheint sich ja auch ein bischen was zu tun, die Jugendarbeit wurde im Gegensatz zu früher stark aufgewertet, damit schafft man auf Dauer Identifikation in der Region. Aber das dauert natürlich eine ganze Weile. -
@ Lelle: Das fragen wir uns seit Jahren. Das Geld wird wohl nahezu ausschließlich in die Mannschaft investiert.
Die Frage, die man sich stellen muss, lautet doch: Was bringt Marketing?
Wenn man sein Potential nahezu ausgeschöpft hat, bzw. sich Zuschauer aus Prinzip abwenden, wieviele soll das Marketing denn dann erreichen? -
Semi Offtopic:
Novum: Gro遝 Fernsehb黨ne f黵 Amateure - Amateure - kicker
Es ist hoffentlich jedem, der von einem ÖR-Sportkanal phantasiert hat, inzwischen klar geworden, dass der zu 90% mit Fussball gefüllt werden würde, oder?
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Früher hatte Wetten dass auch 15 Mio Zuschauer, für die kann man auch mal ein Programmschema über Bord werfen. Such doch mal raus, welche Quoten das ASS nach Mitternacht hat, vielleicht wird dann klar, warum das Verlängern keine Option ist?
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Seit wann interessiert denn TV-Sender die ältere Zielgruppe?

Schon immer? Zumindest diejenigen, die von der älteren Zielgruppe zu einem wesentlichen Teil finanziert werden. -
Sorry, aber nach seiner aktiven Karriere mutierte Boris Becker auch immer mehr zur Witzfigur, genauso wie z.B. Lothar Matthäus. Den Kredit haben sie selber verspielt.
Gegenbeispiel: Steffi GrafWenn das typisch Deutsch ist, dann kann ich damit gut leben.
Steffi Graf ist ausgewandert und hat sich aus der Öffentlichkeit fast komplett zurückgezogen. Boris Becker hat in GB ein ganz anderes Standing als in D, ob das wirklich an der Person liegt oder vielleicht doch an denen, die ihn bewusst als "Witzfigur" sehen wollen? Und die Bewertung von Lothar Matthäus hat sich im Vergleich zu seiner aktiven Zeit Null geändert.
Aber vielleicht ist es auch "typisch deutsch", dass ein Handballtorwart nach einem(!) guten Turnier mit Graf,Becker,Matthäus verglichen werden muss...Ansonsten dass was capitano19 sagt: Erst beschwert sich jeder, dass es nur weichgespülte, vom PR-Manager abgesegnete Aussagen gibt. Aber kaum weicht jemand davon auch nur einen Jota ab, wird es genüsslich seziert und jedes Wort auf die Goldwaage gelegt als wäre es ein Gesetzestext. Typisch deutsch...
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Guter Einwand Lord Helmchen.
Das ist natürlich Äpfel mit Birnen, wenn man das Finale einer durch und durch Erfolgreichen Mannschaft mit einem Vorrundenspiel einer sehr erfolglosen Mannschaft vergleicht.
Wenn die Handball gegen Schweden verloren hätten wären gegen Slowenien sich nicht 10Mio vor dem TV gesessen.Es haben nicht 10Mio ein Handballspiel geschaut sondern ein Finale in irgendeiner Sportart in der Deutschland erfolgreich ist. So ist das leider. Da ging es weniger darum, dass die auf einmal Handball alle so toll finden sondern darum, dass die halt mit "unseren Jungs" feiern wollen.
Alleine die Tatsache, dass die ARD das Finale nicht gezeigt hätte, wäre Deutschland im HF ausgeschieden zeigt, wie sehr es um den Sport an sich geht.
Naja, die 1 Mio der Nowitzki-Truppe in der Vorrunde darf man m.E. schon mit den 3-4 Mio der NoNames in der Vorrunde vergleichen. Dass die Mannschaft später erfolgreich sein würde, konnte da ja noch keiner der Zuschauer ahnen. Von daher sind die Zahlen schon recht beeindruckend und der immer wiederkehrende Beissreflex "Alles ausser Fussball zieht nicht" ist nicht so allgemeingültig, wie er immer postuliert wird. -
Nur was ich an der Absichts-Theorie nicht ganz verstehe: Es ist doch das Ziel der Spieler in solchen Situationen,
1. den schnellen Anwurf zu verhindern und 2. Zeit runterlaufen zu lassen.
Bei der Aktion, und wenn das Kampfgericht richtig reagiert, passiert aber doch genau das Gegenteil: Die Zeit wird schnell angehalten.
Dann hätte es zwar keine Sperre gegeben, aber die Norweger hätten auch mehr Zeit gehabt.
Das macht irgendwie keinen Sinn.
In der Theorie sicherlich, aber kann das Kampfgericht in der Praxis da sofort richtig entscheiden? Ich war ja nie Kampfrichter, hat denn in der Situation wo sich alles auf den Angriff konzentriert, einer vom Kampfgericht einen Blick auf die Bank die abseits vom Geschehen ist? Ist man da nicht total auf die Situation Wurf/Restzeit fokussiert?
Ich denke, dass erst nach der Wurfaktion der Fokus auf die Spielmitte gelegt wird und dann sieht man erstmal doch nur den Leibchenspieler. Das sieht im ersten Moment doch wie ein verunglückter Torwartwechsel aus. Ein Feldspieler wäre an der Stelle viel auffälliger, weil die ja "eben" noch alle vorne waren. Und dann hat man ja noch nicht mitbekommen, dass 20m weiter noch ein Torwart steht. Und das kostet einfach Zeit, Du kannst in der Szene ja nicht einfach auf Verdacht pfeifen, sondern Du musst Dir sicher sein, dass da was falsch ist. Und die paar Sekunden Verwirrung ist ja alles, was man braucht. -
Man muss sich in der Tat aber überlegen, wie man das Missbrauchspotenzial von Wechselfehlern in manchen Schlussphasensituationen reduzieren kann (bzw. das Problem sich noch mal vergegenwärtigt - ist ja insgesamt kein völlig neues Thema).
Aber genau daran sitzen die Regelhüter doch gerade. Keine Ahnung, ob dieser spezielle Fall jetzt von der Testversion der Bundesliga schon abgedeckt wird, aber grundsätzlich könnte man diesen Wechselfehler als "Verhinderung eines formellen Wurfes" definieren und mit Rot+7m ahnden. -
Das man dazu aber Andre Fuhr befragt - und der dann auch noch in selbstsicherer Manier eine eindeutige (bis abfällige) Antwort gibt, ist schon seltsam....
Was genau soll an der Aussage denn abfällig (wem gegenüber?) sein? -
B E T R U G ist kein Fehlverhalten????
Irgendwie scheint es an mir vorbeigegangen zu sein, dass ein ordentliches Gericht bereits ein rechtskräftiges Urteil gesprochen zu haben scheint. Wärst Du so gut, mir das entsprechende AZ mal zu nennen? -
Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, dass im Falle des Falles all jene Vereine denen ein HSV-Heimspiel und damit (eingeplante) Einnahmen entgehen, klagen? Und wie sieht es mit Erfolgschancen aus?
Beides gegen Null, imho.
Frage wäre ja erstmal, wer der Klagegegner sein soll (unter der Prämisse, das die Spiele aufgrund des Lizenzentzugs ausfallen)? Der HSV, der gegen die Regularien verstösst oder die HBL, die die Regularien aufgestellt hat? Wenn sich der HSV hinstellt und sagt "Wir würden ja antreten aber die HBL lässt uns nicht" finde ich es mit meinem Laienverständnis nicht so eindeutig, den HSV als Verursacher des finanziellen Schadens zu benennen.
Ganz davon ab: Gab es nicht mal so eine Sicherungseinlage, die die Vereine zu Saisonbeginn leisten mussten? Wenn es die noch gibt, kann ich mir vorstellen, dass damit einhergehend auch der Verzicht auf weitere Regressansprüche formuiert wurde. -
Natürlich ist die Intention eines Fouls nicht vernachlässigbar. Wenn das Ziel (der anderen Mannschaft), noch eine Torchance zu erzielen, aber faktisch nicht mehr gegeben ist, hat die Intention eben weitreichende Folgen, die nicht mehr im Verhältnis zur Ursache stehen.
Aber woran soll man festmachen, ob die Chance "faktisch" noch gegeben ist oder nicht? Und vor allem: Wer soll das entscheiden? Der Schiedsrichter? Und seine Bewertung einer spielstrategisch komplexen Situation soll dann ein höheres Gewicht haben als die eines Spielers und ihn dann überstimmen? Denn der Spieler hat diese Bewertung vorgenommen und ist zu der Entscheidung gekommen, die Chance ist noch gegeben. Denke nicht, dass die Schiedsrichter in der Situation die Aufgabe haben sollten, den Spieler zu korrigieren. -
Aus meiner Sicht hat er "alles richtig" gemacht. Der Auftrag seines Arbeitgebers lautete, das Spiel zu gewinnen.
Aber doch nur unter 2 Prämissen, oder?
1) Er bewertet die Situation so, dass die RNL noch die Möglichkeit für einen erfolgversprechenden Angriff haben.
2) Er weiss, dass die Regel im Pokal nicht gilt.Bei 2) wird es dann erst richtig interessant. Wenn er es weiss, ist es doch "richtig" von ihm, den SR nicht auf ihren Regelverstoss hinzuweisen. Denn bei der Abwägung Wiederholungsspiel gegen Verlängerung in Unterzahl + 1 Spieler weniger zur Verfügung gewinnt m.E klar das Wiederholungsspiel. Konsequenterweise hätte Gensheimer in Kenntnis der Regel dann auch den 7m verwerfen müssen, weil dann der Protest höchstwahrscheinlich nicht durchgekommen wäre und man in doppelter Überzahl in die Verlängerung gegangen wäre.
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Auf der anderen Seite entscheidet diese Regel Spiele und da ist dann die Frage der Verhältnismäßigkeit der Strafe.
Das liegt aber nicht an der Regel, sondern dass die zugrundeliegende Unsportlichkeit mit der Intenton der Spielentscheidung begangen wird.
Wenn (im aktuellen Fall) Schneider der Auffassung gewesen wäre, aus der Szene kann sich keine Torchance mehr entwickeln, hätte er den Ball niedergelegt (denn in Unterzahl will er ja wohl nicht in die Verlängerung starten). Von daher sehe ich nicht, wie da irgendeine Form von Ermessensspielraum einwirken soll, denn den hatte der betreffende Spieler ja auch schon und sich für die Unsportlichkeit entschieden. -
Ab dem Moment in dem HSVH keine Lizenz bekam stand Balingen als Erstligist fest.. Das ergibt sich aus den Durchführungsbestimmungen. Ein Brief macht das nicht mehr oder weniger offiziell..
Eben nicht. Solange der HSV den weiteren Instanzenweg beschreiten kann, ist der Lizenzentzug nicht rechtskräftig. Und solange muss Balingen sich als Zweitligist sehen. Wenn sie dann im Vorgriff auf die noch ausstehende Rechtssicherheit für die erste Liga planen, ist das ihr eigenes Risiko und bei weitem nicht "unverschuldet." Und in der Situation macht es dann einen gewaltigen Unterschied ob Balingen offiziell von der HBL den Status als Erstligist zugesprochen bekommen hat oder nicht.In dem Artiel wird Bohmann bezogen auf die Lizenzvergabe ja so zitiert:
Was ist da schief gegangen? Wurde das Konzept des HSV falsch eingeschätzt und es war in Wirklichkeit gar nicht tragfähig? Oder hat sich an diesem Konzept in der Zwischenzeit etwas geändert, sodass die Lizenz unter den neuen Bedingungen gar nicht erteilt worden wäre?
Das sind die wirklich interessanten Fragen. Scheint sich nur keiner wirklich dafür zu interessieren... -
Er hat auch offen gesagt, dass er es satt hat.
Das ist irgendwie bezeichnend für das ganze Dilemma mit dem "Sportjournalismus". Man hat bei Deinen Gästen meistens den Eindruck, dass ihre Berichterstattung irgendwo zwischen Hofberichterstattung, inoffizieller Vereinsvertretung und naivem Fansein stattfindet. Und ich glaube nicht, dass das an Deiner Gästeauswahl liegt. Dann kommt eben sowas wie bei Flomm heraus, der die Situation einfach schönredet und den Verein als systemimmanent erklärt, anstatt sich dahinter zu klemmen und der wirklich entscheidenden Frage nachzugehen. Und die lautet: "Wie kann es überhaupt sein, dass der HSV die Lizenz bekommen hat?" Denn da passiert doch gerade nichts akutes, unvorhersehbares? Dann muss das Ganze doch schon in den Lizenzunterlagen ersichtlich gewesen sein, oder (noch schlimmer?) man hat falsche Unterlagen eingereicht. Solange sich da keiner hinterklemmt und es lieber "satt hat", verweigert sich der Journalismus seiner Aufgabe als 4.Gewalt. Und dann wird immer weiter herumgemauschelt und Vetternwirtschaft betrieben werden.