Beiträge von Lemgoer Jung

    Puuuh, dass wir gewinnen heute, hätte ich ja nicht gedacht.
    Dass es dennoch kaum Grund zur Freude gibt, noch weniger.
    Insbesondere Gummersbachs Sieg ist natürlich unfassbar.
    Bleibt nur zu hoffen, dass Göppingen weiterhin Vollgas gibt und unsere in Hannover nochmal alles aus sich herausholen, damit wir unser Endspiel bekommen!

    Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Mich hat sie beschäftigt und deshalb hab ich die Frage gestellt, wenn sie dich nicht interessiert, musst du den Thread ja nicht verfolgen.
    Ein Forum ist doch zum diskutieren da und nicht dass jeder unausgesprochen nur seine Schlüsse zieht.
    Oder was meinst du mit Schlüsse ziehen und zu den sportlichen Basics gehen?
    Bin nur Fan, nicht Vereinsverantwortlicher des TBV. Die sollten so einige Schlüsse ziehen, aber das ist jetzt hier nicht Thema.
    Und mit Leicester. Klar, das war ziemlich sensationell und und dass das überhaupt möglich war, war auch dem geschuldet, dass eben in England (in dem Jahr) keine Mannschaft gab, die souverän durch die Liga marschiert, sondern dass es da wirklich so ist, dass (fast) jedes Spiel hart ist, auch für die Spitzenteams.
    Genau die Eigenschaft, die ich der HBL abspreche.

    Lemgoer Jung
    Du bist fast 3 Jahre hier. Aus meiner Sicht ist gerade diese Saison nicht der gegebene Anlass zu Deinem Thema.
    Vor 5, 6, 7 Jahren wäre das angemessener gewesen, und sicher hat jemand auch das Thema aufgegriffen. Ich bin aber nicht der Foren-Gschaftlhuber, der sowas ausgräbt.
    Wenn es so unvorhersehbar bleibt wie in dieser Saison, dann habe ich keine Einwände.

    Ab Platz 6 gebe ich dir durchaus recht. Da ist schon einiges unvorhersehbar. Ist zumindest einigermaßen okay so. Trotzdem kann man auch bei Heimspielen von Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle von Wetzlar bis Göppingen gegen Teams aus der Abstiegsregion ziemlich beruhigt eine "1" im Wettbüro tippen. Trotzdem noch okay.
    Aber die ersten 5(!). Das war meiner Meinung nach nicht vor einigen Jahren schlimmer, dass selbst der 4. und 5. problemlos über Monate kaum Punkte abgeben. Das ist neu und darum ging es mir.

    Lemgo, Minden, Lübbecke, da könnte man doch auch ein Gebilde basteln, oder?

    Natürlich nicht machbar, zu viele Befindlichkeiten würden verletzt werden.

    Nochmal: Der Thread hat nichts mit meiner Vereinszugehörigkeit zu tun. Auch wenn der TBV am oberen Ende der Nahrungskette wäre, fände ich dieses Gefälle nicht cool.
    War 02/03 bei unseren 34:0 zu Hause und 62:6 insgesamt, bei fast jedem Heimspiel da. Klar, war die Euphorie damals riesig, weil das halt eine einmalige Saison für Lemgo war, dennoch waren die meisten Spiele total langweilig.

    Zumal mit Wetzlar ein sehr starker Gegner kommt. Die Bilanz ohne die Spiele gegen die Top 5, die in ihrer eigenen Liga spielen, lautet:
    18 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen.
    Da müsste schon alles passen und nur mit Vorlicek auf RR und bei unserer Heimbilanz dieses Jahr, kann ich es mir wahrlich nicht vorstellen.

    hlp: Ja genau, Hannover passt da auch rein. Worauf ich hinaus will, ist ja im Threadtitel und Ausgangspost zu lesen.

    Baden68: Nee, das habe ich nicht vergessen, sondern war für mich so selbstverständlich, dass ich es nicht erwähnt habe. Natürlich kann man da als nationaler Verband nichts daran rütteln.

    exilberliner: Ja, du hast nicht ganz unrecht. Wobei es kein spannender Meisterschaftskampf in meinen Augen ist, wenn 2 Mannschaften quasi jedes Spiel gewinnen. Dass es kein 68:0 mehr gibt, ist natürlich schön, aber dass wir jetzt 5 "Kiels" haben, auch irgendwie nicht so optimal.

    Abschließend würde ich mal sagen, das ist eine Frage, die du nicht an die ganze Liga richten solltest, sondern erst mal im Rahmen des TBV diskutieren solltest und dann nicht nach dem Motto einer Gleichmacherei, sondern im Sinne, wie löst mein Verein seine Probleme?

    Über die Frage, wie der TBV seine Probleme löst (oder eben auch nicht), könnte man stundenlang diskutieren. Darum ging es mir aber nicht. Die Thematik hat nichts mit meinem Fandasein zu tun. Sie geht mir schon länger im Kopf rum und wurde jetzt aktuell dadurch aufgewühlt, dass dieses eine Spiel Flensburg - Löwen entscheidend für die ganze Saison war und man dies vor Wochen, wenn nicht gar Monaten schon vorausahnen konnte, da die beiden ansonsten nur so durch die Liga marschieren. Oder dass Magdeburg seit einem halben Jahr kein Spiel verliert und trotzdem nur 5. ist. Oder dass Flensburg am Ende wahrscheinlich 29 seiner 34 Spiele gewinnt und es trotzdem auch hier schon als letztlich enttäuschende Saison bewertet wurde.
    Oder andersrum dadurch, dass der TBV sich 15/16 nach ordentlicher Hinrunde eine Schlappe nach der nächsten leisten konnte und am Ende trotzdem problemlos den Klassenerhalt schaffte usw.
    oder dass wir in der Rückrunde ins Fußball Punktesystem umgerechnet, gleich 7 Mannschaften mit einem 2er Punkteschnitt haben, was im Fußball nicht einmal 2 Teams geschafft haben.

    Vielleicht hat gestern Abend der ein oder andere die Sendung "Hart, aber fair" geschaut. Dort ging es u.a. darum, dass im Fußball die Schere immer weiter auseinander geht.
    Was soll dann erst der Handball sagen? Hier finde ich es noch extremer. Es wird oft von härtester, bester Liga usw. gesprochen, aber im Endeffekt gewinnen die ersten Mannschaften einen Großteil ihrer Spiele im Trainingsmodus. Die Bilanz der ersten 5 Mannschaften gegen den Rest der Liga lautet bis zum jetzigen Zeitpunkt:
    105 Siege, 5 Unentschieden, 7 Niederlagen. Unter den nicht gewonnen Spielen sind noch Niederlagen von Magdeburg, als sie in einer Verfassung waren, in der man sie nicht zu diesem elitären Kreis gezählt hätte und die heute niemals passieren würden.
    Hinzu kommt, dass nicht nur einzelne Spiele oftmals vorentschieden sind, sondern auch das Schicksal einzelner Mannschaften.
    Im Fußball spielt der 7. idR europäisch, im Handball je nach dem wie es läuft, gerade mal der 5. und welche Mannschaften das sind, ist absolut vorbestimmt.
    Für den Rest der Liga bleibt das einzige Ziel, nicht abzusteigen, was für viele kein Problem darstellt, da die Aufsteiger oft finanziell zu schwach sind, um mitzuhalten und
    zwischen Tabellenmittelfeld und Abstiegszone nochmals ein Qualitätsunterschied liegt. Somit haben wir in dieser Saison mit Hannover, Erlangen, Leipzig einige Vereine, für die es frühzeitig um nichts mehr ging und dabei haben wir dieses Jahr noch starke Aufsteiger und es gibt letztmals 3 Absteiger, sodass relativ viele Mannschaften bis vor kurzem oder immer noch im Abstiegskampf verwickelt waren/sind. In den kommenden Jahren wird das ja auch noch wegfallen, da es nur noch 2 Absteiger gibt.
    Wie meint ihr, kann man dieses "Spannungsproblem" lösen? Was die einzelnen Spiele angeht, glaube ich nicht, dass es ein sportartspezifisches Problem ist. Wenn es nur darum ginge, dass aufgrund der vielen Treffer sich immer der stärkere durchsetzt und der Faktor Zufall halt eine geringe Rolle spielt, dann müssten sich Teams des Mittelfelds ja auch immer gegen "kleinere" durchsetzen. Da gibt es in einzelnen Spielen aber schon oft Überraschungen. Ich denke, die finanziellen Möglichkeiten der ersten sind einfach verglichen mit dem Rest übermächtig.
    Was die Tabellenkonstellation angeht: Absolut kontraproduktiv jetzt die Regelung mit 2 Absteigern. Hätte man auf 4 Absteiger erhöht oder zumindest es bei 3 belassen und würde zB Platz 7 noch für Europa reichen, dann gäbe es auch nicht so viele Mannschaften, für die es früh um nichts mehr ginge.
    Feuer frei, für eure Meinungen!

    31.05.2017, 19:00 Uhr, Füchse Berlin - VfL Gummersbach
    31.05.2017, 19:00 Uhr, Frisch Auf Göppingen - SG Flensburg-Handewitt
    31.05.2017, 19:00 Uhr, SC DHfK Leipzig - SC Magdeburg
    31.05.2017, 19:00 Uhr, TBV Lemgo - HSG Wetzlar
    31.05.2017, 19:00 Uhr, Bergischer HC 06 - MT Melsungen
    31.05.2017, 20:15 Uhr, HSC 2000 Coburg - TSV Hannover-Burgdorf
    31.05.2017, 20:15 Uhr, GWD Minden - TVB 1898 Stuttgart
    31.05.2017, 20:45 Uhr, Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel

    Sehr viele offene Spiele!