Mit Profis verstärkte HSG-Reserve gewinnt Test gegen Djurgarden 32:27
Handball Nordhorner ohne acht Profis - Sechs Tore von Bult
Acht Spieler fehlten der HSG Nordhorn, doch auch ohne vier EM-Teilnehmer und vier Verletzte gewan der Handball-Bundesligist gestern Abend das Testspiel gegen Djurgardens IF Stockholm mit 32:27 (16:14). "Da muss ich zufrieden sein", bilanzierte Trainer Ola Lindgren nach dem ersten Testspiel in diesem Jahr. Das absolvierte der Tabellenneunte mehr mit einer durch Profis verstärkten Regionalliga-Mannschaft als mit einer aus der Reserve aufgefüllten Bundesliga-Formation.
Gegen den Abstiegskandidaten aus der schwedischen Elitserien, der noch bis zum Sonntag sein Trainingsquartier in Nordhorn aufgeschlagen hat, gab Mark Bult seinen Einstand im Dress der Grafschafter. "Er spielt, was man erwarten kann", war Lindgren zufrieden und zählte die Pluspunkte des 21-Jährigen auf: "Gut in der Abwehr, insgesamt solide, macht kaum technische Fehler". Der niederländische Nationalspieler erzielte wie seine Rückraum-Kollegen Bastian Riedel und Holger Glandorf sechs Tore, womit sie vor 350 Zuschauern im Euregium die erfolgreichsten Werfer ihres Teams waren. Nur einer zielte noch besser: Djurgardens Linkshänder Fredrik Wahlström, an dem auch die HSG interessiert war, traf neun Mal ins Nordhorner Tor.
Die ersten vier Treffer der Gäste gingen allesamt auf Wahlströms Konto. Doch nach einer schwungvollen Anfangsphase, in der die Stockholmer gar mit bis zu zwei Toren vorn lagen, wurden sie alsbald von der HSG gezügelt. Glandorf, der sich im Wechsel mit Bult auf der linken Seite die Aufgaben im Rückraum und auf dem Flügel teilte, sorgte bei 8:7 (16.) erstmals dafür, dass die Nordhorner in Führung gingen. Schnell zogen sie auf 11:8 (19.) davon, doch der von der HSG an den schwedischen kooperationspartner ausgeliehene Edgar Petreikis glich beim 11:11 (22.) wieder aus.
Den Zwei-Tore-Vorsprung zur Pause bauten die Gastgeber nach dem Wechsel auf bis zu sechs Tore aus. "Es war wichtig, mal wieder das Spieltempo zu finden", erklärte Lindgren, dessen Team heute, Sonnabend, um 12 Uhr zu einem weiteren Spiel gegen DIF antritt. Obgleich abends ein Regionalligaspiel ansteht, wird Lindgren wieder auf viele Spieler aus der "Zweiten" zurückgreifen. "Ich muss im Moment an meine Spieler denken", hat die Vorbereitung der Profis halt Vorrang.
HSG Nordhorn: Oehus (ab 40.), H. Rigterink (bis 40.); A. Rigterink (1), Riedel (6), Wolterink (1), Glandorf (6), Bult 6/1), Fog (5), Leissink (4), Schumann (3).
Djurgarden IF Stockholm: Forsberg (n.e.), Lindkvist; Källfelt (4), Buzdika (1), Rojano, Larsson, Quinones, Petreikis (2), Tagesson (2/1), Bruman (3), Grubanov (4), Andersson (2), Jovanovski, Wahlström (9).
Quelle: Grafschafter Nachrichten