Als erwiesener Pessimist wollte ich ubellings optimistischer Prognose für Hagen schon widersprechen. Habe ich aber nicht. Und dennoch kam es wie von mir geahnt. Die Eintracht schaffte es nicht, aus dem zwischenzeitlichen 25:20 einen Sieg zu machen und verlor am Ende mit 34:35. Zum gar nicht guten Schluss vergab der ansonsten starke Sören Kress (9/2) die Gelegenheit zum Punktgewinn mit einem 7m, mit dem das Spiel endete.
Die Eintracht schaffte es nicht, die sprung- und wurfstarken Leute in Aues Reihen am fröhlichen Torewerfen zu hindern. Dazu kam, dass der EHV zahlreiche Tore im schnellen Gegenstoß erzielte.
Unter den leider wieder nur 555 Zuschauern war nach dem Spiel erheblicher Unmut zu spüren und regelrechte Empörung zu hören. Beides richtete sich einzig und allein gegen Trainer Pfannenschmidt, der sich fragen lassen musste, warum Sebastian Schneider erneut keine einzige Minute gespielt hatte und warum nicht mal ein Torwartwechsel gemacht wurde, auch wenn Mahncke durchaus auch gute Phasen hatte. Viel Kritik machte sich auch an der Körpersprache des „Oberlehrers“ fest. Sich angeblich der Kritik stellend, wischte er aber alles beiseite. Beliebt wird der Mann in Hagen wohl nie werden. Ich mag zwar so sehr aufgeregte Coaches an der Linie auch nicht, aber Stephan Swat trieb seine Mannschaft da ganz anders an.
Schön für Kenner der Handballszene in der Region West war ein Wiedersehen mit dem Ex-Ferndorfer und Ex-Dormagener Alex Koke. Er sponn wie bekannt seine Fäden und war an Hagens Niederlage nicht ganz unschuldig. Ich schaue ihm immer wieder gerne zu, wenn es heute auch schmerzlich war.
Platz 13 wäre heute für den VfL Eintracht möglich gewesen. So wird man Weihnachten auf einem Abstiegsrang verbringen. Zumindest bis zum 26.12., wenn Emsdetten zugast in Hagen sein wird.
Ich wünsche Euch allen wunderbare Weihnachten im Kreise derer, die Euch lieb und wichtig sind.