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Hatte nicht schon die Stuttgarter Zeitung vor Wochenfrist etwas über die "Heimangst" von FrischAuf! geschrieben, so konnte man gestern in der Financial Times Deutschland schwarz auf lachsfarben ähnliches lesen.
Dort abgedruckt ist ein Interview mit Prof. Strauss einem Sportpsychologen und (man glaubt es kaum) Heimvorteil-Forscher der Universität Münster. Dieser äußert sich zum Geisterkulissen-Spiel des AS Rom. Auch wenn sich das Interview auf den Fußball bezieht so sind dem Artikel doch interessante Inhalte zu entnehmen.
Hier ein paar Auszüge:
Angesprochen auf den Vorteil, der bei nicht vorhandener Fan-Kulisse eher bei der Gastmannschaft liegen müsste antwortet Strauss: ".....Es gibt verschiedene Untersuchungen, die zeigen, dass die Heimmannschaft eher profitiert, wenn gar keine Zuschauer da sind."
Während bei der Ausdauer- und Kraftkomponente die Fanunterstützung durchaus hilfreich ist, ist so Strauss "genauso wichtig im Fußball aber das koordinative Moment. Da stört es eher, wenn Tausende Fans einem Spieler beim 40-Meter-Pass oder beim Torschuss zuschauen. Die Zuschauer bauen ja einen enormen Erwartungsdruck auf, der besonders die Spieler der Heimmannschaft in ihrem Spiel behindern kann. Je mehr Zuschauer da sind, desto höher kann dieser Erwartungsdruck sein."
Angesprochen auf die Tatsache, dass es statistisch mehr Heimsiege als Auswärtssiege gibt, meint Strauss:".....Es gibt ja auch durchaus einen Heimvorteil. Der hat aber nichts mit den Fans und den Anfeuerungsrufen zu tun. Der Heimvorteil resultiert daraus, dass man in gewohnter Umgebung spielt, den Platz kennt, die Anreise wegfällt, die Vorbereitung aufs Spiel in gewohnten Bahnen verläuft. Aber am wichtigsten ist, dass die Heimmannschaft an den Heimvorteil glaubt. Die Zuschauer können hingegen manchmal auch eine Belastung für die Spieler sein.....".
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