Beiträge von Joda

    These:

    Ruhige analytische Trainer wie Prokop und Gudmundson (ist mit Dänemark auch gescheitert) funktionieren bei Vereinsmannschaften, weil sie dort viel Zeit haben, mit der Mannschaft zu arbeiten.

    Bei Nationalmannschaften mit vielen "Stars" und wenig Zeit zum einspielen, kommt es mehr auf die Führungspersönlichkeit des Trainers und Motivationsfähigkeiten an, als auf akribische Vorbereitung. Charismatische Trainer (Brand, Jakobsen) sind hier erfolgreicher.

    Übrigens nächster Artikel auf Spiegel online. diesmal differenzierter mit Beispielen, warum es zwischen Prokop und Mannschaft nicht funktioniert. Auch Bob scheint etwas von ihm abzurücken.

    Aber es ist kein totales Prokop Bashing. Das wäre meiner Meinung nach auch nicht angebracht. Man hat ja jemanden ohne internationale Erfahrung geholt, der halt Lehrgeld gezahlt hat. Wenn er aber den Riss zwischen sich und der Mannschaft nicht kitten kann, muss er weg.

    Meine Prognose: 50 zu 50, dass er bei der WM unser Trainer ist.

    Auf Spiegel online ist auch ein interessanter Artikel. Es lohnt sich ja mal auch die Sichtweise außerhalb dieses Forums zu betrachten. Im Artikel steht u.a. dass Winczek am Ende des Spiels gegen Dänemark sich vor Prokop hingestellt hätte und diesen angebrüllt hätte, weil er mit der Taktik nicht einverstanden gewesen wäre. Ich habe das nicht gesehen (oder bemerkt), aber als Fernsehzuschauer ist man ja auch auf die gelieferten Bilder angewiesen.

    Gensheimer genießt hier nicht viele Sympathien -schon klar. Aber er führt zur Zeit sowohl die Torjägerliste der CL als auch die in Frankreich an. Er kann ja deshalb nicht als Niete mit wenig Selbstbewusstsein nach Kroatien gekommen sein.

    Ich habe die Vermutung, dass Mannschaft und Trainer nicht zu einander passen. Prokop hat zu wenig Autorität. Wenn der DHB wirklich alles aufarbeitet, muss er die Konsequenzen ziehen. Zur Erinnerung: Prokops Bilanz ist zum Teil schlechter als die von Heuberger.

    In der Rhein-Neckar-Zeitung steht ein Artikel. Darin wird angedeutet, dass es zwischen großen Teilen der Mannschaft und Prokop während des ganzen Turniers Unstimmigkeiten gegeben habe. Die Mannschaft wolle dies jetzt intern aufarbeiten.

    Das ist für mich auch die einzige Erklärung für die zum Teil sehr schwachen Leistungen. Es wär nicht alles schlecht, aber sehr vieles. Prokop passt vielleicht einfach nicht zum Team. Das heißt ja nicht, dass er insgesamt ein schlechter Trainer ist. Vielleicht müssen ja auch Teile der Mannschaft gehen, weil sie nicht mit Prokop können.

    Das Problem der deutschen Mannschaft sind ganz bestimmt nicht die Außen (unabhängig ob man sie mag oder deren Körperbau attraktiv findet).

    Das Problem ist der Rückraum. Im Rückraum muss man jetzt schon beten, dass einer der Rückraumspieler einen Sahnetag erwischt (wie Weinhold oder Fäth). Der Rest (ohne Sahnetag) bleibt nämlich blaß und schafft es selten den Kreis und fast nie die Außen in Szene zu setzen.

    Das sofortige Wechseln einiger Spieler nach einem Ballgewinn der Abwehr sorgt leider dafür, dass man die zweite Welle nicht schafft. Dänemark beherrscht dies deutlich besser.

    Interessant ist in den letzten Beiträgen, dass so auf Gensheimer rumgehackt wird. Er hat immerhin am zweitmeisten Tore in diesem Spiel gemacht. Dabei hat er zwei freie vergeben.

    Aber außer Fäth hat doch der komplette Rückraum gänzlich versagt. Wer konnte denn die Fehlwürfe von Weber überhaupt noch zählen? Was war denn mit Drux?

    Abgesehen von Fäth hat der komplette Rückraum nur 6 Tore gemacht. Und das waren nicht so wenig Tore, weil man die Aussen oder die Kreisläufer statt des Rückraums gut eingesetzt hätte (wie es eben Dänemark gemacht hat).

    Die leeren Ränge finde ich bedenklich. Die Karten sind auch sau teuer. In der Heim WM nächstes Jahr sind die Karten noch teurer. Ich wollte mir in Hamburg Karten für die Halbfinale kaufen. Tierisch teuer, wenn amn gut sehen will. In Deutschland gibt es vielleicht genug Fans, die bereit sind so viel zu zahlen. In Kroatien halt nicht. In meinen Augen ein fatales Zeichen. Zur Zeit sind in der Halle geschätztes 800 Zuschauer.

    Taleski spielt wirklich durchgehend konstant, sowohl in Abwehr als auch im Angriff.

    Mads Mensah spielt übrigens bei Dänemark einen guten Mittelmann. Diese Kosntellation müsste Andi eigentlich auch gegen schwächere Gegner entlasten können. Man müsste sie nur auch mal mehr als die letzten fünf Minuten bringen.

    Ich habe von Tschechien nur das Spiel gegen Dänemark gesehen. Die Dänen waren nicht einmal von der Rolle, aber die Tschechen sehr stark. Das hat die deutsche Mannschaft noch nicht gewonnen. Mit den bisher gezeigten Leistungen wird das schwer. Sowohl Tschechen als auch Dänen haben viele Tore aus dem Rückraum aus der Distanz gemacht. Das was man bei uns ja mit der Lupe suchen muss.

    Mehrere slowenische Spieler hätten einfach den Anwurf zulassen sollen und den nötigen Abstand einhalten sollen. Die deutschen Spieler hätten eh kein Tor mehr erzielen können. Wer sich so blöd und unprofessionell verhält sollte sich in aller Stille in den Arsch beißen und nicht mit vorzeitiger Abreise drohen.

    Die Slowenen haben sich dämlich angestellt: Es waren noch zwei bis drei Sekunden zu spielen, ihr Torwart war im Tor. Warum sie dann zu dritt den Anwurf verhindern, bleibt wohl deren Geheimnis. Das war kein Geschenk der Schiedsrichter sondern der Slowenen selbst.

    Da es hier einige negative Kommentare zum ehemaligen Trainer Martin Heuberger gab: Er wurde als Cheftrainer mit einer erheblich schlechteren Mannschaft 5. bei der WM 2013.

    Dann muss Prokop mit dieser Mannschaft ja mindestens vierter bei dieser EM werden....

    Ich habe mir den Siebener und Heinevetter eben angesehen. Es ist kaum zu glauben, dass so eine Unsportlichkeit nicht bestraft wird.

    Weber hat dann ganz schwach geworfen. Das man den am Schluß nicht reinmacht, kann den besten Schützen passieren. Aber als Trainer würde ich wirklich schauen, ob da nicht einer ohne Nerven im Team ist, der dann abgezockter wirft.

    1. so schnell hat in der sap Arena noch keine andere Mannschaft gespielt. Flensburg Respekt.

    2. so hart zugelangt, immer an der Grenze zur Tätlichkeit, das machen sonst nur die Melsunger. Bei anderen Schiris wären so viele Föensburger auf der Bank gesessen, dass das Spiel zur Halbzeit entschieden gewesen wäre

    3. Schiedsrichter sehr schwach, ohne viele Pfiffe für Flensburg wären die nicht mehr dran gekommen

    4. Die Löwen souverän, haben sich weder von den Kopftreffern, noch von den Schiris beeindrucken lassen

    5. Torhüter plus eindeutig bei Appelgreen

    Die Erfolgsspur der Rhein-Neckar-Löwen ist ja das intakte Mannschaftsgefüge, und nicht die besten Einzelspieler zu haben. Nielsen dürfte wohl sowohl den schwedischen Nationalmannschaftskollegen als auch dem derzeitigen Mannschaftskollegen Uwe Gensheimer bekannt sein. Vermutlich haben die alle ihre Empfehlung gegeben. Schließlich wollen die ja nicht jeden Tag mit einem nicht angenehmen Mannschaftskollegen zusammen sein. Also alles gut.

    Ich denke, dass Hendrik Peler als Einzelspieler der bessere Kreisläufer ist. Wenn man aber das Duo Pekeler/Baena mit dem Duo Kohlbacher/Nielson vergleicht, haben letztere die Nase vorne, da Kohlbacher auch Abwehr spielen kann.

    Insgesamt freue ich mich drauf, weil die Löwen nach der diesjährigen Übergangssaison (Gruß nach Kiel) wieder oben angreifen werden.

    Vermissen werde ich aber die wenigen, unvergleichlichen Siebenmeter von Baena. Das ist wirklich die gute alte Kreisligaschule, unberechenbar für jeden Bundesligatorhüter.