Beiträge von Ortenauer

    Dazu sollte man aber auch erst mal wissen, was die drittklassigen Vereine sich vom DHB-Pokal erhoffen.
    Möchte man eine gute Chance auf ein Spiel gegen einen Top-Bundesligisten zu haben, dann müsste man zurück zum alten Format und auf Losglück hoffen. Will man dagegen eine möglichst große Chance haben, die erste Runde zu überstehen, dann sollte man eher das First4-Format bevorzugen. Die wirtschaftlichen Aspekte sind in beiden Fällen mal ausser Acht gelassen.

    Darmstadt war sicher auch sehr gut besucht...Frage nur, wie wäre der Besuch wohl gesesen wenn Eisenach bzw Balingen die RNL zu Hause gehabt hätten? warum muss Eisenach /Balingen nach Darmstadt fahren um dort gegen die RNL zu spielen???


    Darmstadt war Spielort weil Groß-Bieberau der ausrichtende Verein war. Das Turnier war wohl sehr gut besucht, taugt aber meiner Meinung nach nicht dazu, als Maßstab genommen werden zu können. Es profitierte doch sehr stark vom regionalen Bezug zu den RNL. Dazu kommt noch, dass es auch für Fans des Bundesliga-Absteiger Balingen in halbwegs akzeptabler Fahrdistanz war. Ohne jetzt gerechnet zu haben, scheint dieses Format im Schnitt sowohl wirtschaftlich (ca. 400-500 Zuschauer) als auch sportlich (ca. 8-10 Tore Differenz) nicht attraktiv zu sein.

    Der THW wird dieses Jahr deutlich besser spielen (schlechter geht ja auch kaum), da Zarabec wohl die dringend benötigte Bereicherung für den Rückraum zu sein scheint.
    Ob es zum Meistertitel reichen wird? Das wird sich nach der Winterpause entscheiden, wo die Akkus aller Top-Mannschaften nicht mehr so voll sind wie jetzt und es evtl. auch wieder eine Mannschaft gibt, die zu diesem Zeitpunkt die CL endgültig abschenkt, um Kräfte zu sparen.
    Melsungen könnte ähnlich überraschen wie die Füchse in der letzten Saison. Die Spiele in der Vorbereitung waren jedenfalls sehr dominant.
    Im Tabellenkeller würde es mich sehr wundern, wenn es nicht Friesenheim und Hüttenberg erwischen wird. Da scheint mir das Gefälle auf die gesamte Saison gesehen doch zu gross zu sein. In der darauf folgenden Saison könnte es wieder verdammt spannend werden, falls sowohl der Bergische HC als auch Balingen wieder aufsteigen sollten.

    Egal in welcher Sportart und egal in welchem Land: man kann die dort teilnehmenden Mannschaften immer ganz grob in die drei Schubladen Spitze, Mittelmaß, Bodensatz einordnen.
    Das ist doch völlig normal, dass nicht mehr als 3-5 Teams für die Meisterschaft in Frage kommen. Wie eine Saison dann letztendlich verläuft, hängt nicht allein von der sportlichen und/oder finanziellen Leistungsfähigkeit ab.
    Um zum eigentlich Thema zurückzukommen - ich finde es in diesem Zusammenhang nicht unerheblich, dass man sich eine 18er Liga gönnt.
    Die Leistungsdichte wäre doch viel höher, wenn man nur eine 14er Liga hätte. Andere Randsportarten haben dieses Problem auch. Die erste Volleyball-Bundesliga bestand in der abgelaufenen Saison sogar nur aus 11 statt 12 Mannschaften, weil aufgrund des starken Gefälles nicht genügend aus der 2. Liga aufsteigen wollten. Und trotzdem ist es dort auch so, dass es ein ähnlich starkes Gefälle zwischen der Spitze und dem Tabellenende gibt. Wenn man nicht gerade Fan einer der Teams ist, so würde man als neutraler Zuschauer eine Partie wie Minden-BHC nicht unbedingt vermissen.

    Ich gebe Dir Recht, dass die Kaderbreite das Problem der verletzten Spieler deutlich reduziert hat. Aber auch in Flensburg kann man das Geld nur einmal ausgeben. Daher muss man sich als Vereinsverantwortlicher (zumindest ausserhalb von Paris, Veszprem, Skopje, Kielce und Barcelona) entscheiden, ob man in Klasse oder die Breite investiert. Auf eine ganze Saison gesehen, passt das mit der Breite ja ganz gut, aber in einzelnen (evtl. entscheidenden) Spielen kann es auch auf die individuelle Klasse ankommen, wodurch es am Ende der Saison dann auch heissen kann: überall gut mitgespielt, aber nichts gewonnen. Der umgekehrte Weg (12 Mann-Topstars-Kader) würde aber erst recht nicht gut gehen.

    Ja, das war er auf jeden Fall. Auch mir ist er gestern sehr positiv und angenehm aufgefallen.
    Was er sagte hatte "Hand und Fuss" - auch wenn sein Kommentar mal anders ausgefallen ist, wie von seinem Kommentatoren-Partner erwartet. Allein die Art und Weise beim Thema "Drux und 2 Min-Strafen" war klasse. Das lief ganz anders ab als die Sandkasten-Diskussionen a la Kretsche.

    Prozentual gesehen ist die Erhöhung schon sehr hoch. Aber insgesamt habe ich das Gefühl, dass man in Mannheim noch "relativ günstig" zu einem (oft) guten Handballspiel kommt. Ich wage mal einen etwas destruktiveren Ansatz: Da die Auslastung in der SAP-Arena meist deutlich besser sein könnte und die Anwurfzeiten in der nächsten Saison vermutlich auch nicht attraktiver sein werden, so könnte man bei gleichen Einnahmen relativ sicher ohne den Oberrang (oder einen Großteil davon) planen.
    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die diesjährigen Dauerkartenpreise (Kat. 1) der Erstligisten im Südwesten zu vergleichen. Da sieht es in Mannheim trotz kommender Erhöhung doch gar nicht schlecht aus. In Balingen zahlt man anscheinend sogar mehr als für 17 Einzelkarten :nein:

    Rhein-Neckar-Löwen
    Einzelkarte 40,76 (3x 49 und 14x39)
    DK regulär 546 = 13,4 Spiele
    DK Frühbucher 468 = 11,5 Spiele

    Göppingen
    Einzelkarte 30
    DK 449 = 15,0 Spiele

    Balingen
    Einzelkarte 30
    DK regulär 520 = 17,3 Spiele
    DK Mitglieder 500 = 16,7 Spiele

    Olympia wurde voll im TV übertragen und einzelne Entscheidungen im Livestream gezeigt.


    Leider wurde allzu oft auf die Livestreams verwiesen, nur weil man grad den x-ten Studiogast präsentieren wollte. "Einzelne Entscheidungen" ist da leider zu wenig.

    Hier die Schuld bei den ör zu suchen ist auch falsch.


    Das war keine Schuldzuweisung. Ich kann nur das jetzige Geheule der ÖR nicht verstehen. Die (mehr als fraglichen) technischen Bedingungen waren bekannt und man ist selber in der Lage, eine Notlösung a la DKB umsetzen zu können.

    Das Problem war nun mal der Rechtevermarkter.


    Das dieser das Problem ist, weiss man seit 2 Jahren. Warum hätte es diesmal anders sein sollen?

    Ich hätte gehofft, dass kein Spiel der WM in Deutschland übertragen wird. Dann hätten manche Funktionäre endlich mal angefangen nachzudenken. Denn ihre Gier und der Verkauf ohne Regeln war das Problem.


    Da bin ich absolut Deiner Meinung. Der Wagen wäre besser komplett gegen die Wand gefahren worden. Tobias Reichmann's Kommentar bzgl. der 2015-Wildcard und dem jetzigen TV-Theater trifft es ziemlich genau auf den Punkt.

    Also mMn nach hätten ARD/ZDF schon können, wenn sie wirklich gewollt hätten. Nur eben nicht die seit Jahrzehnten gewohnte "große" Lösung über Kabel und Satellit, sondern ebenfalls im Internet, so wie es jetzt eben die DKB macht. Bei den olympischen Spielen wurde doch auch schon auffällig viel nur per Livestream gezeigt. Da sieht man doch, dass es gehen würde. Aber das war denen wohl zu wenig. Dann lieber den Komplettverweigerer spielen.


    Also wenn ein Team (außer Coburg - die sehe ich mal außer Konkurrenz) noch schlechter ist als das derzeitige Lemgo, dann ist es der BHC. Ich tippe auf einen Auswärtssieg in dem Spiel.

    Sollten Lemgo und Balingen jeweils 2 Punkte einfahren, so könnten zum Jahreswechsel auch zwei Trainerposten frei werden. Umgekehrt glaube ich bei einer Lemgoer Niederlage nicht daran, dass es Kehrmann (jetzt schon) erwischen wird.

    Geiz :/: ,einige haben vielleicht viel Geld,aber wie du bestimmt gehört hast, gibt es in Deutschland welche die nicht viel Geld haben.

    Und wie viele von denen sind Raucher und verheizen dadurch mindestens 50€ im Monat? Es ist meist kein sich leisten können, sondern ein sich leisten wollen. Vor allem dann, wenn es bisher umsonst war, leitet man davon schnell ein Gewohnheitsrecht ab.

    Das Schicksal der DEL sollte doch nun jedem gezeigt haben, daß Pay TV für eine Halb-Randsportart keine Option sein kann

    Das DEL-Schicksal war auch mein erster Gedanke, als vor ein paar Wochen darüber berichtet wurde, dass es demnächst um die Vergabe der neuen TV-Rechte geht. Aber zum einen hat der Handball deutlich mehr Zuschauer-Zuspruch im TV (auch von den "Normalos") als Eishockey, so dass man wohl nicht wie das Eishockey gegen null gehen wird und zum anderen: was waren denn die Alternativen bei der Vergabe? Die Telekom ist in ihrem Übertragungsweg sehr Internetlastig und ebenfalls hinter der Bezahlschranke, daher für mich das schlechtere Paket. Und Sport1 hat zwar einen halbwegs ordentlich Job gemacht, wenn sie sich dann mal dazu herabgelassen haben, ein Spiel live zu zeigen. Für jeden dummen Fussball-Talk oder 4. Liga-Spiel wird die Übertragung abrupt nach Abpfiff beeendet oder man steigt erst nach 5 oder 10 Minuten ein, wenn die Fussball-Übertragung davor etwas länger gedauert hat. Und selbst wenn man später dran ist und das Spiel schon läuft, werden trotzdem erst mal fleissig Werbeblöcke eingespielt, bevor man dann endlich in die Übertragung einsteigt. Echtes Interesse seitens Sport1 an "unserer" Sportart sieht für mich anders aus. Ausserdem verstehe ich bis heute nicht, warum man samstags kein Spiel überträgt. Stattdessen kommt da immer nur das doofe Abzock-Quiz. Gerade in diesem Zeitfenster wäre doch auch die größte Quote möglich. Quantitativ und qualitativ weine ich Sport1 nicht hinterher.

    Der Kommentar auf der HBL-Facebook-Seite von der HBL selbst, dass alle Spiele produziert werden sollen, bedeutet ja noch lange nicht, dass man alle Live sehen kann


    Ich kann mir schon vorstellen, dass wirklich ALLE Spiele produziert werden. Die Frage ist: wo sind diese Spiele dann zu sehen?
    Bisher ist man geneigt davon auszugehen, ab nächster Saison wie beim Fussball bequem per Fernbedienung auf das jeweilige Spiel schalten zu können. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Sky den Aufwand betreibt, in jeder Halle mit einem vollständigen TV-Team anzurücken.
    Aus Kosten/Nutzen-Sicht gehe ich eher davon aus, dass es pro Spieltag vielleicht 2 oder 3 TV-Produktionen gibt und die restlichen Spiele mit nur einer Kamera-Perspektive und ohne Kommentar per Live-Stream abrufbar sind. Auf diese Weise hätte man auch ALLE Spiele produziert. Aber selbst diese Lösung wäre viel mehr als wir heute haben.