Die Betrachtung ist immer noch sehr emotional geprägt.
Das Beispiel mit der Waschmaschine halte ich für nur bedingt geeignet. Aber wenn man dabei bleiben will: Statt an die Elbe könnte man übergangsweise auch bei Nachbarn oder Verwandten waschen. Oder man nutzt kommerzielle Anbieter, sprich Waschsalons. Und was, wenn es nicht nur die Waschmaschine ist, die man mal eben auf Pump kauft? Fernseher, Küche, Schlafzimmer, das Haus, Auto(s), Playstation, ... Alles lässt sich heute auf Kredit erwerben. Es hat seinen Grund, warum auch die Ver- und Überschuldung im privaten Sektor immer weiter zunimmt. Die Leute erkennen den Punkt nicht, an dem sie ihre Möglichkeiten zur Re-Finanzierung überschreiten.
Im Juli wurde berichtet, dass das Haushaltsdefizit von Magdeburg für das laufende Jahr deutlich unterschätzt wurde. Statt 25 Mio. € redet man nun von 70 Mio. Das sind Ausgaben, zu denen es keine Einnahmen gibt. Die Schuldenstatistik weist für Magdeburg mit Stichtag 31.12.2023 eine Verschuldung von über 449 Mio. € aus. Da kommen 2024 und 2025 noch dazu. Für 2026 plant man ebenfalls mit neuen Netto-Schulden (knapp 80 Mio.). Noch ein paar Jahre und Magdeburgs Schulden überschreiten das Haushaltsvolumen.
Angesichts dieser Zahlen denke ich nicht, dass eine neue Arena Magdeburgs größtes Problem ist.
Lieb gemeint und doch falsch interpretiert. Da ist nichts emotional belegt und stattdessen sachlich betrachtet.
Im Fall des Sportclubs wäre dann der Nachbar Braunschweig, Leipzig, Berlin? Das wirst du auf Dauer nicht moderieren und zumuten können und selbst sowas funktioniert unter best buddy Nachbarn in den seltensten Fällen.
Auch hat der Fakt, dass eine mögliche neue Arena nicht Magdeburgs größtes Problem ist, nichts damit zu tun, dass es perspektivisch (und wir reden über den Verbleib in der europäischen Spitze) unerlässlich ist, auf diesem Sektor nachzulegen. Da fehlt wie so oft die Weitsicht. Um das zu prognostizieren muss ich nicht die Fanbrille aufsetzen und einfach die wirtschaftliche Entwicklung im Spitzenhandball und die damit nicht mehr gegebene, zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des hiesigen Standorts anerkennen.