Zu erwähnen auch noch Rugby bei Stahl Henngisdorf. Kann ja in der DDR auch nur ein Handvoll Rugbyteams gegeben haben. Bin neulich auch erst darüber gestolpert, dass die Uni Magdeburg im Basketball führend war. Das die Kominbatsdirektoren als Nomenklaturkader (mussten laut Wikipedia ja auch vom ZK abgesegt werden) Fürsten waren hatte ich eben im Zusammenhang mit Stahl Brandenburg gelesen. Eigentlich war das ja ein Unding, dass sich die mal für den Europacup qualifizieren konnten. Ich hatte auch gelesen, dass Thomas Doll beim BFC 3500 Mark bekommen hat. Vermutlich hat Stahl in ähnlichen Preislagen bezahlt. Wobei mir von denen auch kein Wunderkicker in Erinnerung geblieben ist. Ich meine, dass auch Wismut Aue im Europacup gespielt hatten. Kann mich an einen Artikel in der Jungen Welt erinnern. Die trafen auf Flamurtari Vlora Albanien und durften vor dem Spiel eine Mandarinenplantage besuchen und sich dort wohl eindecken. Von Albanien wusste man ja selbst in der DDR, dass der Führer da nicht ganz sauber war die richtig arm waren.
Detlef Zimmer war schon ein richtig guter Torhüter, der hätte es sicher in die Nationalmannschaft geschafft, wenn es die politischen Gründe nicht gegeben hätte. Dazu hatten die mit Frank Jeske und Eberhard Janotta richtig gute Kicker, für die die Wende halt etwas zu spät kam. Zudem sind ja in dieser abenteuerlichen Zeit auch einige andere hochtalentierte Spieler hängen geblieben, siehe Jörg Stübner. Steffen Freund und Roy Präger hingegen haben es ja geschafft. Und in Brandenburg hat man wohl zu DDR - Zeiten mit am besten verdient. Auch in Eisenhüttenstadt ließ es sich am Ende gut aushalten. Und in der DDR - Liga hat Ende der 80er Jahre Robotron Sömmerda richtig Geld gehabt. Hab mal irgendwo gesehen, dass die sich zu DDR - Zeiten mit Bayern München über 2 Spiele einig waren, bis von ganz oben der Daumen gesenkt wurde. Die waren allerdings die ersten, die mit westdeutscher Trikotwerbung und Puma - Trikots aufliefen.
Kali Werra Tiefenort hat übrigens ein irgendwie interessant anmutendes Stadion zu bieten. Warum ausgerechnet dort eine Spielstätte mit solch einem Fassungsvermögen gebaut wurde, täte mich ja mal interessieren. Auch die BSG KKW Greifswald hatte ein recht überdimensioniertes Stadion.
Weitere interessante Namen aus DDR - Zeiten: BSG KWO Berlin (Kabelwerk Oberspree), BSG Chemie Wilhelm - Pieck - Stadt Guben, BSG Chemie PCK (Petrolchemisches Kombinat) Schwedt. Achja, Bergmann Borsig gabs auch noch.