Freundschaft!
Natürlich. Die Zinsen. Das weißt Du woher?
Du scheinst ein falsches Bild davon zu haben, was bei der "Schuldentilgung" passiert ist. Es wurden keine Schulden getilgt, sondern nicht gedeckten Passivposten (wie z.B. PRAP auf die Dauerkarten) ein Aktivposten entgegen gestellt. Schlicht in Form von Liquiden Mitteln. Das passierte von 2010 auf 2012. Seitdem stehen im Jahresabschluß immer sowas um die 1,2 Millionen Euro.
Diese Vorstellung, daß da ein Kredit lief und der abgezahlt wurde, scheint sehr weit verbreitet zu sein. Aber so war es nicht. Zum 30.06.2006 (letzte BUH-Bilanz) hatte die HMD Kredite von 0 Euro (in Worten: Null Euro). In der Bilanz zum 30.06.2007 (erste Kaiser-Bilanz) waren es 48 TEUR - das war der Kredit für den Dienstwagen. Die Verbindlichkeiten im hohen sechsstellig bis siebenstelligen Bereich, die sonst noch und bis heute in dieser Größenordnung jedes Jahr in der Bilanz stehen, resultieren in der Hauptsache aus Lohnsteuer- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber der Berufsgenossenschaft und dann in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ich habe ältere Zahlen (über das, was im Bundesanzeiger veröffentlicht ist) und da sich diese Zahlen immer in der gleichen Größenordnung bewegten, kann man davon ausgehen, daß auch in der Folgezeit keine größeren Kredite liefen.
Insofern kann feststellen, daß da weder Kredite getilgt werden mußten, noch Zinsen darauf gezahlt werden mußten. Wenn überhaupt Zinsen anfielen, dann für die Inanspruchnahme des Kontokorrents. Und das kann man für die letzten Jahre, wo am Stichtag 1,2 Millionen auf dem Konto lagen, ausschließen. Im übrigen wurden netto nie etwas getilgt, auch nicht diese Steuerverbindlichkeiten. Das geht letztlich auch gar nicht, wenn man den Geschäftsbetrieb nicht komplett einstellt. Weil es immer wieder die stichtagsbezogenen Posten gibt. Ich kann auch sagen, daß die HMD zum letzten veröffentlichten Stichtag mehr Verbindlichkeiten hat als beispielsweise zum letzten Stichtag, für den BUH unterschrieben hat. Das ist aber nichts schlechtes, sondern eher ein Zeichen dafür, daß die Umsätze heute höher sind.
Insofern kann man sagen, daß die Zinsen keine Rolle spielen. Bleiben 221.441,06 Euro, die im Schnitt in jedem GJ von 2010/11 bis 2013/14 nicht ausgegeben konnten, weil sie als Liquidität im Unternehmen verblieben sind. Das ist nicht nichts, aber das ist, wenn ich die Füchse als Benchmark genannt habe, ein Betrag der eher unterhalb dessen liegt, wie genau ich die Finanzkraft der Füchse oder des SCM schätzen kann.
Gönnen wir uns mal den Spaß:
2010-2014: 39,3 Punkte (ohne Göppingen!) - 211 TEUR p.a. fehlten
2014-2016: 41,5 Punkte - es waren noch einmalig 35.842,55 Euro (vernachlässigbar!)
Ja, es ist ein Effekt da. Aber der ist auch minimal. Ändert nichts generelles an meiner Einschätzung. 
P.S. Ja, der Einwand an sich ist richtig. Natürlich konnte nicht der komplette Etat für den sportlichen Bereich genutzt werden. Aber wenn ich geschätzt von einer Größenordnung 6 Millionen Umsatz und 4 Millionen Personaletat ausgehe, dann sind für mich 200 TEUR vielleicht 20 Prozent realer Nachteil und 80 Prozent willkommene Ausrede. Noch zumal ja eine Steigerung in 6 1/2 Jahren ausgeblieben ist.