Beiträge von Bernd-das-Brot

    Zum ersten: Mit dem Ausdruck "er hat die Möglichkeit, seine Unschuld zu beweisen" (sinngemäß) habe ich nichts anderes gemeint als Du verstanden hast. Er hat die Möglichkeit / es steht ihm frei / er hat das Recht sind für mich in einem Forum synonyme Ausdrücke, natürlich ist die Aussage, die ich getroffen habe, vorbehaltlich der Tatsache, dass der Athlet das auch tatsächlich kann. Der Rest ist Haarspalterei.

    Zum Punkt "höchstwahrscheinlich": Da kann ich mir nur an den Kopf fassen. Wenn sowohl A- als auch B-Probe positiv sind, ist es nun mal höchstwahrscheinlich, dass Portner gedopt hat. In den seltensten Fällen haben Athleten dann nicht wissentlich die Substanzen eingenommen. Das verstehe ich unter höchstwahrscheinlich.

    Lance Armstrong hatte auch eine blitzsaubere Vita bevor er erstmals gedopt hat. Können Sportler mit blitzsauberer Vita nicht dopen? Das wäre mir neu.

    Das einheitlich Maß bezog sich auf Beiträge in der Diskussion hier: Die Wahrscheinlichkeit anzuerkennen, dass ein zu ahndender Doping-Fall vorliegt, also die Fairness gegenüber allen anderen Sportlern in eine Relation zu der Fairness, die Portner in dem Verfahren zu erhalten hat. Hier wird groß rumgeschrien, wie unfair er behandelt würde, aber die Schwere des Vergehens und die Beweislage wird weitgehend ausgeblendet.

    Zum letzten Punkt: Ich habe nie gefordert, Dinge nicht zu hinterfragen. Es ist notwendig, allem mit einer gewissen Grundskepsis zu begegnen, aber hier ist es nun so, dass die Proben (wie gesagt, das einzige, was wirklich nachzulesen ist) im Moment zu Lastern Portners gelagert sind. Das gilt es anzuerkennen und sich nicht verzweifelt an Strohhalmen festzuklammern und so zu tun als seien es Mammutbäume.

    Danke für deine Antwort.

    Ein Vergleich zu Lance Armstrong ist m.A.n. unzulässig. Hinter ihm stand ein komplexes, ausgeklügeltes System. Es ging um sehr viel Geld und da wagt man schon mal was, wenn man sich für besonders schlau hält und Möglichkeiten hat, viel Geld dafür aufwenden kann, um noch viel mehr zu verdienen.

    Das ist hier wohl nicht der Fall oder gibt es darüber Erkenntnisse?

    Die Schwere des Vergehens ist nur dann erheblich, wenn es eines gab. Das bezweifele ich halt, ganz subjektiv aber nicht aus Sympathie. Würde ich es anders sehen, würde ich den Niko hier verurteilen.

    Im jetzt laufenden Verfahren (bei positiver A- und B-Probe) wird grundsätzlich unterstellt, dass der Athlet die Substanz wissentlich eingenommen hat und das ist auch richtig so. Der Athlet hat dann die Möglichkeit Gegenteiliges zu beweisen (bspw. Kontamination von xy).

    Was hier auch zur "wahrscheinlichen Erklärung" geschrieben wird: Sympathie ist ja schön und gut, aber irgendwann muss man der Realität eben ins Auge schauen und sagen, dass er höchstwahrscheinlich gedopt hat. Dabei ist es wirklich völlig egal, ob die Substanz leistungssteigernd ist oder nicht. Die gefundene Konzentration ist unzulässig. Was das mit der "niedrigen Konzentration" bedeutet und wie es entlastend wirken soll, wissen die Beteiligten glaube ich selber nicht.

    Was mich aber am meisten stört, ist die andauernde Diffamierung von "Anti-Doping-Trottel[n]". Was ist das eigentlich für eine Art über Leute zu sprechen, die sich für Fairness im Sport einsetzen? Nur weil man Sympathien für einen eigenen Spieler hat, muss man nicht anfangen, die Realität zu leugnen, und Doping indirekt gutzuheißen (der Ausdruck "Anti-Doping-Trottel" lässt zumindest darauf schließen).

    In einem Atemzug wird hier vehement Fairness für Portner gefordert und einzelne Äußerungen stellen eine vermeintlich "Vorverurteilung" gepaart mit einer medialen Kampagne gegen Portner dar; im anderen Atemzug wird die Fairness im Sport, die Portner höchstwahrscheinlich missachtet hat, massiv ausgeblendet und es wird sich an jedem noch so kleinen Strohhalm festgeklammert. Man sollte nach Möglichkeit mit einem einheitlichen Maß messen.

    Zitat: "Im jetzt laufenden Verfahren (bei positiver A- und B-Probe) wird grundsätzlich unterstellt, dass der Athlet die Substanz wissentlich eingenommen hat und das ist auch richtig so. Der Athlet hat dann die Möglichkeit Gegenteiliges zu beweisen (bspw. Kontamination von xy)."

    Es ist eben gerade die Frage, ob das richtig so ist. Hier werden offenbar komplexere Sachverhalte ohne weitere Betrachtung abgeurteilt, ohne jede Differenzierung. Der Athlet hat die Möglichkeit...? Das Recht wird ihm eingeräumt. Ob es ihm möglich ist, bleibt völlig offen und ist eher unwahrscheinlich.

    Zitat: "dass er höchstwahrscheinlich gedopt hat. "

    Was genau macht es denn alles so höchstwahrscheinlich? Und was ist den die Realität?

    Was spricht denn gegen das, was er vorträgt, warum ist das nicht höchstwahrscheinlich?

    Er hat eine blitzsaubere Vita und steht unter permanenter Kontrolle. Für mich ist es höchstwahrscheinlich, dass er nichts zu sich genommen hat. Und nun?

    Das im letzten Satz geforderte einheitliche Maß ist möglicherweise und für mich in diesem Fall völlig ungeeignet. Es nimmt jede Möglichkeit der weiteren Bewertung. Diese ist unnütz, ist dann ja klar und das immer. Jeder Vortrag zum Fall macht das überflüssig, wenn es so gehandhabt wird. Alle möglichen anderen Ursachen werden faktisch ausgeschlossen, es sei denn, dem Sportler gelingt das Kunststück des Gegenbeweises. Wenn nicht, hat er halt Pech und ist erledigt, egal wie begründet/ nachvollziehbar die Zweifel an seiner Schuld sind.

    Natürlich mag ich den Niko. Unabhängig davon halte ich diesen Vorgang für aussagekräftig, was die aktuell gültigen Verfahrensweisen betrifft. Deren Sinn zu hinterfragen, sollte erlaubt sein.

    Ein: " Ist nun mal so und das ist auf jeden Fall richtig." halte ich für zu kurz gesprungen.

    Zumal es nach meinem Eindruck fast ausgeschlossen ist, nicht erwischt zu werden. Der Spielplan ist vollgestopft, getestet wird permanent und das ist auch gut so. Für den Sportler hängt hier zu viel dran, um dieses Risiko einzugehen. Daher für mich höchstwahrscheinlich: Nein.

    Wie hoch wäre denn der Wert bei Einnahme einer unbekannten (oder "typischen") Menge kurz vor Spielbeginn?

    Was 78 ng/ml Methamphetamin nach Spielende im Urin tatsächlich für die ursprünglich eingenommene Dosis bedeuten, kann doch hier niemand beurteilen. (25 ng/ml sind ausreichend, um bei einer Verkehrskontrolle die Fahrerlaubnis zu verlieren.) Seitens des Anwaltes Prof. Dr. Rainer Tarek Cherkeh gibt es blumige Formulierungen zu "typischen Einnahmen" und "weitergehenden Untersuchungen", aber ohne Veröffentlichung konkreter Zahlen oder Untersuchungsergebnissen sind das erstmal nur leere Worthülsen, die nicht überprüft werden können und deren Quelle ein Anwalt ist, der primär Nikola Portners Interessen vertritt.

    Ideologie vs Verstand. Lass stecken, das bringt nichts voran.

    Zu uns noch kurz... Habe die Halle selten so erlebt, hochdramatisch, unglaublich.

    Zu Gisli wurde schon viel geschrieben, da muss der Janus auch mal spielen...

    Glücklicher Sieg, der richtige Sieger. :)

    FF-CL... was für ein Erfolg schon jetzt! Weiter Jungs!

    Ganz stark von den Füchsen, Hut ab. Allerdings auch schwach von Nantes. Von denen ist man mehr Qualität gewohnt. Dass die Löwen nach Hamburg war überraschend. Berlin wird den Titel verteidigen vermutlich.

    Das sehe ich auch so. Füchse sogar ohne Marsenic, Darj hat das sehr stark gemacht, war aber auch schlecht verteidigt, da kam alles an. Ohne etwas relativieren zu wollen... Nantes war aber für meine Begriffe wirklich schlecht und komplett ohne Torhüter. Was war das denn bitte?

    Als Hölle kann ich die Halle sicher nicht einstufen. Ich habe eigentlich nur einen Sänger am Mikro gehört, der hat alles gegeben. Ansonsten hab ich viele Klatschpappen gesehen.

    Glückwunsch an die deutschen Teams. Gut gemacht, gute Sache.