Auch "Emma" ist Lehrer. Und abgeneigt ist er auch nicht, wenn ich den Bericht heute sehe:
Badische Zeitung vom Dienstag, 25. Januar 2005
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Der Kandidat: Armin Emrich
"Herausforderung" wird auf Machbarkeit überprüft
Von unserem Redakteur Wolfram Köhli
HANDBALL. Sein Rat ist gefragt. Daran besteht kein Zweifel. Ob beim Deutschen Handball-Bund (DHB), beim Schweizer Handball-Verband (SHV, 1995-96) oder bei der SG Willstätt/ Schutterwald. Armin Emrich ist aktuell einer der begehrtesten Fachleute in Sachen Handball. Dieser Umstand schwemmte seinen Namen ganz nach oben bei der Suche nach einem Bundestrainer für das deutsche Frauenteam.
Neben Maik Nowak (Leipzig), Leszek Krowicki (Buxtehude), dem ehemaligen Trainer des TuS Schutterwald, Thomas Happe (Dortmund) ist als Nachfolger des ausgeschiedenen Frauenhandball-Bundestrainers Ekke Hoffmann auch der frühere Männer-Bundestrainer Armin Emrich im Gespräch. Das wurde nach einer gemeinsamen Sitzung des Deutschen Handball-Bundes (DHB) und der zwölf Frauen-Bundesligisten am vergangenen Mittwoch in Rotenburg/Fulda bekannt.
Für Armin Emrich, dessen Namen von Beginn an in der Diskussion war, ist dies nicht neu. Bereits im Jahr 2001 wurde ihm vom DHB bereits einmal der Chefsessel bei den Frauen angetragen. Aber stets spielte für ihn seine berufliche Tätigkeit als Fachleiter Sport beim Oberschulamt in Freiburg eine zentrale Rolle. So auch jetzt. "Den Schul- und pädagogischen Alltag brauche ich", gesteht der 53-Jährige ein, "und ich werde nur beim DHB zusagen, wenn es eine Verknüpfung beider Tätigkeiten gibt." Wobei der ehemalige Bundestrainer der A-Jugend-, Junioren und Männer beim DHB auf die Erfahrung während seiner zweijährigen Tätigkeit in der Schweiz aufbauen kann. Die Überprüfung auf Machbarkeit erfolgt nur, "weil für die Arbeit mit einem Auswahlteam nur spärliche Restzeiten neben Bundesliga, Pokal und europäischen Wettbewerben bleiben".
Was ist Fakt? Armin Emrich setzt sich mit dieser "neuen Herausforderung" ernsthaft auseinander. Nach der Weltmeisterschaft der Männer in Tunesien wird die Entscheidungsphase beim Dachverband eingeläutet, da am 4. März in Riesa der erste Arbeitstag des neuen Bundestrainers sein wird. Die endgültige Entscheidung über die Besetzung des Postens soll daher möglichst bis Mitte Februar fallen. Der neue Coach soll einen Vertrag bis mindestens 2008 unterzeichnen, da die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking das Fernziel der deutschen Mannschaft ist. Allerdings schloss DHB-Sportdirektor Peter Sichelschmidt aus, dass die Hoffmann-Nachfolge langfristig von einem Bundesliga-Trainer oder einer -Trainerin angetreten wird. "Bis zum Saisonende ist das denkbar, aber darüber hinaus nicht", sagte Sichelschmidt nach einem Treffen der Leistungssportkommission des DHB, die in Sachen Frauen-Bundestrainer ein Vorschlagsrecht an das Präsidium des Deutsche Handball Bundes genießt. Sichelschmidt weiter: "Armin Emrich ist von unserer Seite aus durchaus ein ernst zu nehmender Kandidat." Von einer Vorentscheidung wollte der DHB-Sportdirektor indes nicht sprechen. Noch stehe nicht fest, ob nur die bereits genannten Kandidaten den Kreis der Hoffmann-Nachfolger bilden werden. Zudem seien auch Modelle mit zwei Trainern durchaus denkbar.