Landwirte sind Unternehmer, die müssen einen großen Teil ihres Einkommens für Investitionen nutzen. Gestern gelesen: Ein John Deere Trecker kostet 350.000 €. Sind mehr als 3x 115.000 €.
Hallo Holli. Das kommt sicherlich auf die Größe an. Gibt auch neue Traktoren für 150.000. Und 350.000 dürfte eher der Preis einer guten Erntemaschine (Mähdrescher, Häcksler) sein.
Ansonsten sollte man hier nicht Äpfel und Birnen vergleichen.
In Sachsen-Anhalt sind viele Landwirtschaftliche Betriebe Genossenschaften und GmbH und bewirtschaften weit mehr als 1000 Hektar. Das ist deutlich mehr als der Landwirt in Bayern oder Niedersachsen im "3-Mann-Betrieb" beackert.
Der angestellte Landwirt, der im Sommer gut und gern deutlich mehr als 300 Arbeitsstunden im Monat hat, verdient kaum mehr als Mindestlohn, wenn man ehrlich ist.
Und bei den o. g. Betriebsgrößen mit mehr als 1000 Hektar und viel mehr als 10 Arbeitnehmer nur 115 TEUR verdienen ist dann doch mehr als dürftig für den Kapitaleinsatz. Daher kann ich den Ärger verstehen, auch wenn ich glaube, dass der schrittweise Rückgang der Agrarsubvention wohl kommen wird.
Bei Genossenschaften und GmbH sind im Übrigen die betrieblichen Steuern (hier Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) beim Gewinn schon abgezogen. Gewerbesteuer fällt übrigens an, da eine GmbH eine Gewerbebetrieb kraft Rechtsform ist.
Einzig bei Personengesellschaften oder Einzelunternehmen sind anschließend vom Gewinn noch Einkommensteuern zu zahlen.
Auf jeden Fall sollte man von seiner Arbeit leben können und in dem Bereich der landwirtschaftlichen Produkte wird leider an anderen Stellen deutlich mehr verdient. Ist aber quasi dieselbe Diskussion wie Allgemeinarzt und Facharzt.
Zurück zum Sport. Die Niederlande liefert auch ohne "unseren" Kay gut ab. Und als SCM'ler heißt es gleich sich zu entscheiden, da Norwegen, Schweden und Dänemark wie vorgestern gleichzeitig ran dürfen.