Beiträge von Unterland

    Neckarsulm holte gestern verdient die ersten Punkte. Zum ersten Mal
    in dieser Runde spielte die Mannschaft 60 Minuten ohne längere Schwächephase.
    Nicole Roth war ein starker Rückhalt im Tor, der Rückraum mit Nele Reimer, Louisa
    Wolf und Irene Espinola Perez sorgte über das ganze Spiel für Torgefahr. Auch einige gute
    Kreisanspiele an Seline Ineichen und Sina Namat konnten gefallen. Sehr gut
    Svenja Kaufmann, die die zusätzlich verletzte Rechtsaußen Anna Pavkovic, auf ungewohnter Position
    vertrat und ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene setzte. Bloomberg sah ich diese Saison zum
    ersten Mal, es fällt mir daher schwer deren Leistungsvermögen richtig einzuschätzen. Nach dem
    knappen Ergebnis gegen Thüringen, hätte ich Sie allerdings etwas stärker erwartet.

    Der Kritik am Livestream kann ich zustimmen. Ich habe mir einige Minuten heute nochmals angesehen und
    muss sagen, das geht tatsächlich besser.

    Ich finde die Zuschauerzahl im DHB Pokal auch enttäuschend.
    Aber es war auch in den letzten Jahren so, dass der Schnitt
    in den ersten Runden deutlicher schlechter als in der Bundesliga
    war. Für einen wirklich unterklassigen Verein kann es natürlich
    auch der Höhepunkt des Jahres sein. So war es auch 2011
    in Neckarsulm, als die NSU als Verein der 5. Liga gegen
    Leverkusen über 1.100 Zuschauer zählen konnte.

    Sehr gute Leistung von Bensheim in Bietigheim, über 40 Minuten konnte
    das Spiel offen gehalten werden, dann erst konnte sich Bietigheim durchsetzen.
    Die 5 Tore Unterschied waren dann am Ende etwas zu hoch. Kann Bensheim diese
    Leistung konservieren dürften Sie diese Runde nichts mit dem Abstieg zu tun
    haben. Bietigheim wird Thüringen allerdings kaum ärgern können, wenn es sich nicht
    deutlich steigert.

    Im schwäbischen Derby hatte Metzingen in Göppingen keinerlei Probleme. Schon zur
    Halbzeit stand der Sieger fest und Metzingen spuhlte in Ruhe die zweite Halbzeit
    herunter. Von diesem Derby hatte ich etwas mehr erwartet.

    Ich stimme Flämmchen zu, dass die Vorstellung von Neckarsulm schlecht war.
    Der Sieg der Flames war hoch verdient. Neckarsulm fehlte es fast an Allem:
    spielerische Elemente, Deckungsverhalten, Torhüterleistung und Kampfgeist.
    Dass das Thema Verletzte keine Rolle spielte sehe ich nicht. Ich weiß nicht welche
    Schlüsselkräfte Bensheim derzeit fehlen, Neckarsulm hatte, nachdem noch Svenja Kaufmann
    mit Baenderriss ausfiel im Rückraum keine Wechseloptionen. Lena Hoffmann, erzielte die meisten
    Feldtore in der letzten Runde und Roberta Ivanauskauite fehlen an alle Ecken und Enden und
    können derzeit nicht kompensiert werden. Einzige Spielerin mit Torgefahr war Nele Reimer,
    auch wenn Sie Abwehrarbeit und Mannschaftsspiel sicher verbessern muss.
    Wenn NSU in der Liga bleiben will, muss man diese Situation annehmen und zumindest
    bediengungslos kaempfen. Wenn dann noch einige ihre Form steigern besteht eine Chance
    die Klasse zu halten. An der personellen Situation wird sich nichts wesentliches ändernn, denn
    einige der Verletzten wird man in dieser Saison sehr wahrscheinlich nicht mehr auf dem Spielfeld
    sehen. Die Leistung der Schiedsrichterinnen kann ich auch nicht loben. Die erste Halbzeit war soweit
    in Ordnung, mit fortschreitender Spieldauer haben Sie meiner Meinung nach die Linie verloren, und
    teilweise klare 7 m und zwei Minutenstrafen nicht gesehen, Kleinigkeiten dagegen hart geandet.
    Ich gebe aber auch zu, dass ich hier vielleicht etwas voreingenommen bin. Ich habe die Damen inzwischen
    fast 10 Spiele leiten sehen und zumeist war zum Ende des Spiels, oft in entscheidenden Situationen
    ein starkes Nachlassen zu sehen.

    Pflichtsieg der NSU, war die erste Halbzeit seitens Neckarsulm noch
    halbwegs ordentlich, war die zweite Hälfte,vor allem die ersten 15 Minuten,
    bei weitem nicht ausreichend. Hätte nicht auch Rödertal einige Fehler gemacht,
    hätte es sogar nochmals eng werden können. Im Rückraum fehlten einfach
    die Alternativen. Einzig Anna Pavkovic auf Rechtsaussen konnte mich über die
    gesamten 60 Minuten überzeugen. Hoffen wir, das der erste Pflichtspielsieg in
    dieser Saison das Selbstvertrauen etwas stärkt.

    Neckarsulm hat erneut eine hervorragende Moral gezeigt und einen
    5 Tore Rückstand nach der Pause aufgeholt und lag kurzzeitig sogar
    mit zwei Toren in Führung. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen.
    Die Entscheidung zu Gunsten der Vipers war sehr umstritten. NSU erzielt
    1,5 Minuten vor Schluss den Ausgleich. 40 Sekunden vor Ende werfen die
    Vipers den Ball ins Aus. NSU holt sich den Ball und wirft den Einwurf zu
    Nele Reimer an den Mittelkreis, die den Ball ins leere Vipers Tor werfen
    möchte. Kurz vor dem Wurf erfolgt ein Pfiff, das Spiel wird unterbrochen.
    Angeblich haben die Vipers eine Auszeit genommen, bevor der Ball ins
    Aus geworfen wurde. NSU sah die Situation dagegen so, dass die grüne Karte
    auf den Zeitnehmertisch gelegt wurde, nachdem der Ball im Aus war.
    Auf jeden Fall muss die Frage gestellt werden, warum die Reaktion der
    Zeitnehmer erst mit gefühlten 10 Sekunden Verzögerung erfolgte.

    Neckarsulm - Metzinge, die TUS gewinnt das Spiel verdient. Sie zeigte über 60 Minuten
    die reifere Leistung und hatte wesentlich bessere Wechseloptionen. Neckarsulm hielt lange
    erstaunlich gut mit, für die Tatsache dass nur 8 Feldspielerinnen eingesetzt wurden. In der ersten
    Halbzeit, durch einige unnötige Fehler mit 5 Toren in Rückstand, konnte Halbzeit 2 offen gestaltet werden.
    Sehr gut im Tor Nicole Roth, auch Irene Perez Espionola war überzeugend und erzielte mit 8 Treffern, die
    meisten Feldtore beider Mannschaften. Insgesamt zeigte NSU eine Leistung auf die man aufbauen kann.
    Bleibt nur zu hoffen, dass keine weiteren Verletzungen auftreten und sich die personelle Situation in
    nächster Zeit etwas entspannt.

    Ich stimme Benson weitgehend zu. Neckarsulm wird in diesem Jahr jedoch
    erneut um den Klassenerhalt kämpfen. Ich glaube derzeit nicht, dass ein
    einstelligen Platz erreichbar ist. Dagegen spricht die Höhe der Anzahl an Langzeit -
    verletzten. Der Zahl der einsatzfähigen Spielerinnen ist dazu einfach zu dünn.
    Mit vollständigem Kader wäre ein 10. Platz realistisch gewesen. Jetzt bleibt abzu-
    warten, bis wann sich die personelle Situation bessert und möglichst bis dahin den ein oder
    anderen Punkt zu gewinnen. Weiter sollte man auch Nellingen nicht unterschätzen, Sie haben
    derzeit auch große personelle Sorgen, aber der Kader ist sehr talentiert. Auch Sie könnten fuer
    die eine oder andere Überraschung sorgen.

    ja, die Seuche aus dem Vorjahr scheint sich fortzusetzen. Vor dem Lotto Cup
    4 Langzeitverletzte, jetzt scheint eine 5. dazu zu kommen. Dies ist besonders Schade,
    da Roberta in den letzten Wochen viel Potenzial gezeigt hat und sich gut in die Mannschaft
    integriert hat. Am ersten Tag hat Wildungen beim Lotto Cup bislang den besten Eindruck gemacht.
    Bensheim hat ohne zu großen Aufwand seine spiele abgespult, während Nellingen und Neckarsulm
    derzeit einfach zu viele Verletzungssorgen haben.

    Endspiel Skoda Cup: Bensheim-Auerbach schlägt Neckarsulm 23:21.
    NSU gehen langsam die Spielerinnen aus. Nachdem Irene Espionola Perez
    nicht spielen könnte und Roberta Ivanauskauite aufgrund einer leichteren
    Blessur in der zweiten Halbzeit geschont würde, standen in dieser nur
    noch Louisa Wolf und Nele Reimer, die im Rückraum für Gefahr sorgen konnten,
    zur Verfügung. Dies war in der Endphase zu wenig. Mit den zusaetzlich drei langzeitverletzten
    Spielerinnen war keine Wechseloption mehr vorhanden. Sehr überzeugend spielte
    Ana Pavkovic auf RA, mit 8 Treffern bei 9 Versuchen. Bensheim hat mich spielerisch
    ein klein wenig enttäuscht. Gut man ist noch in der Vorbereitung und man weiß nicht
    wie hart in den Tagen vor dem Turnier noch trainiert würde.

    Auch wenn Vorbereitungsspiele nur bedingt aussagekräftig sind,
    spielt Neckarsulm variabler, es wird nicht nur 60 Minuten lang
    eine 6:0 Deckung gespielt, sondern man wechselt auch auf 5:1.
    Im Angriff und in der Abwehr zeigt sich Nele Reimer wesentlich
    einsatzfreudiger als in der letzten Runde. Wenn man dann noch bedenkt,
    dass zum Teil bis zu 5 neue Spielerinnen auf dem Feld standen, dann
    war das Zusammenspiel schon erstaunlich gut. Dies ist sicher mit
    ein Verdienst des Trainers, der die Spielerinnen offensichtlich gut erreicht.
    Problematisch erscheint derzeit der dünne Kader, so dass die anvisierte
    Neuverpflichtung sehr erforderlich ist.

    Gestern das erste Testspiel. der NSU in Waiblingen. Neckarsulm gewinnt 31:29.
    Es fehlten noch Lena Hoffmann,, verletzt, Roberta Ivanauskaite, noch keine
    Spielberechtigung und Selina Kalmbach, Juniorinnen WM. Gute Ansätze zeigten
    die beiden holländischen Neuzugänge Michelle Goos und Ana Pavkovic auf den
    Aussenpositionen.