Beiträge von tiger

    Vergleiche das Gegurke mal mit dem Frankreich-Spiel. Ich habe den Verdacht, dass wir uns spielerisch in einer Rückwärtsentwicklung befinden. Vielleicht hat Alfred die Jungs mit seinen hey-okay-Auszeiten ohne Inhalt jetzt komplett im Kopf resettet.

    Aber wie bisher fast immer, 2. Hz etwas besser, Wolff hält noch einiges und 1-3 Spieler tauen noch auf und dann reicht es wieder für +7 ohne irgendwie spielerischen Glanz verbreitet zu haben. Semper kam vom Fleck weg gut rein, Lichtlein und Grgic machten auch noch ein bißchen mit und dann war es auch vorbei. Köster hat mir von Anfang an gut gefallen, Witzke war dafür ein Totalausfall und beide KM waren auch ein Flop.

    Sehe ich ähnlich. Spielerisch ist nix los. Keine Bewegung im Rückraum, Kreis und Rückraum harmonieren nicht, die Außen werden nicht einbezogen. Das ist spielerisch ein Offenbarungseid. Dafür sind die KM nicht allein verantwortlich. Und ich würde auch nicht von Totalausfällen Einzelner sprechen. Dann müsste man hier auch Uscins und teilweise die Außen (zB Dahmke) einbeziehen.

    Ich sehe hey-okay-Gislasson als das Hauptproblem. Da spielen zB die Italiener schon immer 5+1 und der deutsche Angriff hat kein Konzept sondern spielt Standhandball. Wozu ist ein Trainer denn da wenn nicht dazu, ein Gegenmittel zu entwickeln? Ich könnte mich in Rage reden,

    Diese Statistiken sind doch Erbsenzählerei und sagen m.E. überhaupt nichts aus. Der Erfolg oder Misserfolg der Trainer ist abhängig vom jeweiligen Spielerpotential, der Konkurrenz und vielen glücklichen bzw. unglücklichen Zufällen wie z.B. Auslosungen, Tagesform, Verletzungsausfälle usw. Und dann kommt da noch der Sonderfall Pandemie ins Spiel und wirbelt alles durcheinander. Sicher hängt es dann noch ein wenig von den Trainern selbst ab. Aber vergleichbar ist das alles überhaupt nicht.

    Aussagen wie: Der Erfolg von 2007 wäre auch mit allen anderen Trainern möglich gewesen bzw. war nur mit Brand möglich, sind doch hannebüchen.

    Mit dem Blick in die Statistiken/Vergangenheit gebe ich dir recht.

    Nicht jedoch, was deine Meinung zu Erfolgsfaktoren der Trainer angeht. Hier war Dagur S. der beste, den wir seit langem hatten, und das mit Spieler"material", das auch ein Heuberger und danach Prokop hatten. Dagur hat eine schlagkräftige Truppe geformt. Heuberger war eine Träne und für Prokop waren Dagurs Fußstapfen einfach zu groß. Und das hatte alles nichts mit Tagesform oder Verletzungen oder Auslosungen zu tun. Das war jeweils die Handschrift des Trainers.

    Ich will nicht gegen Prokop moppern, der macht als Vereinstrainer in Hannover einen tollen Job. Aber das ist eben etwas anderes als ein Bundestrainer, der nur punktuell und nicht kontinuierlich mit Spielern arbeiten kann.

    Und Gislasson ist gerade wieder dabei, gute, junge Spieler mit einem nicht-vorhandenen Spielkonzept zu verschleißen. Die Jungs sind gut, der Trainer ist es nicht. Sie bekommen einfach keine Spielidee mitgegeben.