Ich streite gar nicht die Expertise von Herrn Bissel ab. Allerdings finde ich es immer sehr interessant, wie oft (ungefragt) Menschen, von denen man zuvor in ähnlichen Zusammenhängen noch nichts gehört hat, plötzlich an das Licht der Öffentlichkeit drängen, um dem Ganzen, ob aus Eigeninteresse, Geltungssucht oder was immer auch noch, ihr Salz in die bereits versalzene Suppe streuen.
Mir missfällt diese grundlegende Misstrauen gegenüber Ägypten und das Glorifizieren dessen, was wir hier in Deutschland angeblich alles hinbekommen. Wie man sieht, in Bezug auf die Impfungen bislang auch noch nicht viel. Corona-Fälle in der HBL waren auch nicht gerade selten. Ein Spieler wie Finn Lemke war gar mehrfach infiziert.
Eine etwas dezidierte Betrachtung der Thematik fände ich angenehmen. Wenn man sagt, dass einen das Zulassen von Zuschauern skeptisch stimmt, kann ich das nachvollziehen und fände das aus Sicht der Veranstalter auch den falschen Ansatz. An anderer Stelle aber dem Veranstalter nicht das gleiche Recht einräumen wollen wie der HBL oder DFL, wo es darum geht geltende (Fernseh)Verträge einzuhalten und die Umsetzung möglich zu machen, verstehe ich nicht.
Als ob es nicht schon genug ist, dass die Spieler ohne Konsequenzen ihre persönliche Entscheidung treffen und absagen. Das zeugt doch insgesamt von einer gewissen Maßhaltigkeit. Steffen Weinhold z.B. hat seine Absage auch damit begründet, dass er keine Betreuung für seine Kinder hätte.
Die rosarote deutsche Brille ist bisweilen doch sehr einseitig in der Argumentation.