Beiträge von BHC06-JST

    Dass man über die Prüfungen und den Zeitrahmen diskutiert, ist ja völlig in Ordnung. Nur, wenn die (einzige) Alternative für die protestierenden Schüler darin besteht, ein Abitur ohne Prüfung zu bekommen, ist das etwas dürftig. Wir reden immerhin über den höchsten Abschluss der allgemeinbildenden Schulen und die Prüfungsverordnungen und Coronaanpassungen geben schon einige Möglichkeiten, angefangen vom freiwilligen Wiederholen. Wer letztlich den Prüfungsanforderungen - aus welchen Gründen auch immer - nicht gewachsen ist, kann den Abschluss dann eben nicht bekommen. Insofern finde ich @ nuvolos Ausführungen zu den Abiturienten schon angebracht.
    Wenn ich da an meine Abschlusszeit denke, die blöderweise genau in die Wendezeit fiel. Abschluss 10. Klasse 1990 und zwei Jahre später Abi...wir waren da mental auch alles andere als auf der Höhe und bei beiden Prüfungszeiträumen gab es teils aberwitzige Zustände, Verlegungen, kurzfristige Änderungen u.a. in den Durchführungsbestimmungen usw. Das war vieles, nur sicher nicht einfach und fair, trotzdem gab's bei Studienzugängen keinen Bonus o.ä. eben dumm gelaufen, weil zu einer falschen Zeit dran gewesen. Da hilft kein lamentieren.


    Ich weiß nicht, sollte ein Fehler nicht dazu führen, daraus zu lernen, und nicht dazu, ihn nochmal zu machen, weil man ihn ja eh schon mal gemacht hat?

    Soweit ich das mitbekommen habe, würde auch ein Abitur ohne Prüfungen zum Studium berechtigen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Abiturienten (oder wie auch immer das dann jeweils heißt) aus anderen europäischen Ländern mit ihren „Durchschnittsabschlüssen“ ganz regulär an deutschen Universitäten und Hochschulen studieren dürfen. Auch da reden wir dann wieder über Vergleichbarkeit.

    Von Vergleichbarkeit braucht hier doch beim besten Willen keiner reden, die mag ohne Prüfungen nicht gegeben sein, mit Prüfungen während einer Pandemie ist sie es aber ganz sicher auch nicht, nur dann eben zum Leidwesen der anderen Seite. Das mit den Verkehrsunfällen, ja ist ein Argument, aber das kann ich nunmal nicht verhindern, ganz im Gegensatz zu einer möglichen Infektion, und den psychischen Aspekt hab ich bei einem Verkehrsunfall auch nicht. Ich will hier nicht für eine bestimmte Ansicht eintreten, aber derartig eindimensionale, gegenüber Leuten, die er gar nicht kennt, persönlich werdende und letztlich einfach sinnlose Beiträge wie den von nuvolo (oder niveaulos? Kleiner Spaß ;)) werde ich so sicher nicht stehen lassen.

    Am besten find ich die Abiturienten, die jetzt die Prüfungen verhindern wollen und ein Durchschnittsabitur fordern. Da schmeiß ich mich weg, wenn dann so ein junger Kerl die Schultoilette filmt und von fehlenden Seifenspendern fabuliert. Seife oder Desinfektionsmittel selber mitbringen scheint ihm nicht als Lösung einzufallen.

    Die "Rundum-Sorglospaket-Haltung" in unserer Gesellschaft geht mir unglaublich gegen den Strich. Anstatt die Zeit zu nutzen, sich anständig vorzubereiten und mit Stolz die Prüfung zu absolvieren solche selbstentlarvenden Aktionen. Das ist sicher nicht die Haltung der meisten Abiturienten. Trotzdem nervig.


    Wie nah bist du denn an dem Thema? Ohne dir zu nahe treten zu wollen, anscheinend nicht besonders. Stell dir vor, du bist Abiturient aus der Risikogruppe oder Elternteil aus der Risikogruppe mit jemandem der Abitur macht - wenn dann ein Corona-Fall an der Schule bekannt wird, findest du das mit Sicherheit nicht mehr so lustig. Die meisten anderen europäischen Länder haben die Abschlussprüfungen abgesagt, ihre Gründe haben die auch gehabt. Wer in den letzten fünf Jahren mal eine Schule von innen gesehen hat weiß, dass es genug Schulen gibt, die die Hygienevorschriften gar nicht werden einhalten können, und da reden wir nur über Schmierinfektionen. Gegen Tröpfcheninfektionen kannst du auch 10 Liter Desinfektionsmittel mitbringen, das wird wenig helfen, außer du kippst es dir hinter die Binde, dann ist es eh aus. Ob in allen Schulen Abstandsregelungen eingehalten werden - wer’s glaubt wird selig - oder eben krank... Mit Sicherheit wird es Abiturienten geben, die die Chance sehen, ohne Prüfungen „davonzukommen“ - der Großteil hat aber berechtigte Argumente wie Gesundheitsschutz, psychische Belastungen weil Eltern vor dem Nichts stehen und unfaire Bedingungen, weil sich manche den halben Tag um Geschwister kümmern müssen und andere Computer, Drucker etc. bei sich im Zimmer rum stehen haben. Das Risiko mag gering sein, aber absolut vermeidbar und ganz ehrlich, auch nur ein Toter wegen - ganz sicher nicht systemkritischen - Abiturprüfungen ist einer zu viel. Das alles abzutun mit „die wollen einfach keine Prüfungen schreiben“ ist... naja, kannste dir ja denken. Wenn sogar die Lehrerverbände der gleichen Meinung sind wie die Schüler, dann muss was dran sein... :hi:

    Zumindest in der CL ist es so, dass bei den Zwischentabellen immer das TV zählt. Erst die Abschlusstabelle ist dann korrigiert und wertet den direkten Vergleich. Hier handelt es sich ja quasi um eine Zwischentabelle, die jedoch als Endtabelle gewertet wird.


    Mal abgesehen davon, dass das natürlich nicht bierernst gemeint und eigentlich vollkommen egal ist, aber in der HBL zählt doch grundsätzlich das Torverhältnis oder? ;)

    Man versucht wohl eine Lösung zu finden bei der möglichst wenig Vereine den Rechtsweg bestreiten. Falls man niemanden aufsteigen lässt würde es wohl Klagen geben. Gleiches im Fall eines verordneten Abstieges.


    Das ist auch das, was ich vermute, dass man eine Lösung finden will, bei der man sich so wenig angreifbar wie möglich macht. Ob das dann klappt wird man natürlich sehen.

    Aus dem Solinger Tageblatt. Das Ergebnis soll dann nächste Woche bekannt gegeben werden.

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    In einer Telefonkonferenz am Donnerstagmorgen verständigten sich die Clubs der beiden höchsten deutschen Spielklassen auf eine Abstimmung per Umlaufverfahren. „Der Fragenkatalog wird gerade vorbereitet“, sagt Jörg Föste, Geschäftsführer vom Bergischen HC. „Über das Wochenende werden die Antworten schriftlich vorgenommen.“
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    Geklärt wird neben der Frage der Saisonfortsetzung auch, wie im Falle eines Abbruchs verfahren würde. Sicher wäre bereits, dass niemand absteigen müsste. Wer aus der 2. Liga nach oben kommt, steht dabei genauso zur Debatte wie die künftige Reduzierung der Vereine in den dann aufgestockten Spielklassen. „Grundsätzlich ist es außerordentlich positiv, wie koordiniert man in diesen Tagen im Handball vorgeht“, lobt Föste.

    Geisterspiele sind möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich

    Dass die HBL sich für Geister- beziehungsweise Medienspiele entscheidet, ist möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich. Aus medizinischer Sicht sind die Bedenken groß, viele Teams können derzeit nicht mal in ihre Trainingshallen. Zudem haben einige Clubs Kurzarbeit für ihre Spieler beantragt. So könnte ein Ausfall auch wirtschaftlich lukrativer sein als Spiele vor leerer Kulisse.

    Die Schulen haben da leider in der Öffentlichkeit den schwarzen Peter, weil es hinterher wieder heißen wird, dass die Schulen ja bessere Maßnahmen hätten treffen müssen. Das diese Maßnahmen aber dem SCHULTRÄGER obliegen und nicht der Schule, wird eigentlich immer unterschlagen. Die Schule hat nicht im Ansatz die finanziellen Mittel um Masken oder Desinfektionsmittel in solcher Größenordnung anzuschaffen.

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    Richtig, aber ob jetzt Schulträger oder Schule schlecht dastehen ändert nichts daran, dass die Kultusminister fein raus sind. Von wegen macht das mal so und so, wie ihr das macht ist uns doch egal.

    Ich wundere mich aus, dass Friseure wieder aufmachen dürfen. Sind sie systemrelevant?
    ...
    Die Kultusminister und die Schulen haben jetzt den schwarzen Peter.


    1. Für manche schon. ;)
    2. Warum sollten die Kultusminister jetzt den schwarzen Peter haben? Denen werden in der Theorie schon tolle Hygienemaßnahmen einfallen. Wirklich den schwarzen Peter haben diejenigen, die das dann in der Praxis umsetzen müssen, und zwar in Schulen, in denen die Hygiene - vorsichtig formuliert - noch nie die allergrößte Rolle gespielt hat.


    Siehe #25 und #49
    Sei mir bitte, bitte nicht böse, aber der Titel des Threads lautet "Saisonabbruch - Wie wäre zu verfahren?"
    Der Sinn dieses Threads besteht doch nicht darin diese Frage möglichst oft zu wiederholen, sondern darin Antworten anzubieten...


    Ich bin dir nicht böse, aber meine Aussage bezog sich auf THW123, der - wie ich es verstanden hatte - bezüglich der Wertung einen Unterschied darin gesehen hat, ob es Absteiger gibt oder nicht. Diesen habe ich nicht gesehen und daher nachgefragt, und nicht die Frage einfach nur „möglichst oft wiederholt“...

    Aber genau das würde ja jetzt flöten gehen, wenn es keine Absteiger, dafür aber Aufsteiger, Meister und Europapokalteilnehmer bestimmt werden sollten. Also ob die Entscheidung gegen Absteiger die Sache einfacher macht, würde ich mal bezweifeln.


    Ja? Also für mich stellt sich sowohl ohne als auch mit Absteigern die Frage, ob man die jetzige Tabelle, die vom Ende der Hinrunde oder sonst irgendwas nimmt.

    Seien wir ehrlich, ein Meister THW Kiel wäre verdient.


    Ja, aber was hat man denn außer dem Meister-Titel davon? Da würde doch das ganze Drumherum fehlen, was einen Titel eben so ausmacht...