Ich glaube Mikkel Hansen (Mikkelsen-Brüder sind u.a. dänische Schauspieler
), Karabatic und Co würden mit so etwas durchaus zurecht kommen, weil sie schon in den verschiedensten Mannschaften unter unterschiedlichen Trainern und in unterschiedlichen Ländern gespielt haben. Karabatics Zeit in Barcelona fällt mir da zum Beispiel, was ein ziemlicher Spagat mit den anderen Stars war und erst im zweiten Jahr funktioniert hat.
Das ist aber das Problem und da gebe ich dir Recht: Auch mir hat der Trainer in den ersten Spielen zu viel und schnell gewechselt. Der Unterschied ist für mich ist eben das die Spieler denen das passiert ist nicht die Erfahrung haben damit zurechtzukommen. Gerade weil Kühn oder Weber in ihren Teams die Alphatiere sind und in ihrer bisherigen Karriere nach der Jugend auch immer waren, ist das eine Erfahrung die sie selten gemacht haben. Ja, das ist die Aufgabe das Coaches und letztendlich sein Fehler wenn das nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt, aber das die Erfahrung hier fehlte war eben dann auch entscheidend. Für mich hat jemand wie Weinhold da am besten funktioniert, weil er eben weiß wie man in flexiblen Formationen spielt und wie man auch zurücksteckt.
Meine Analyse und das wiederhole ich eben auch immer wieder mit dem Blick auf die Mannschaften: Die Mannschaft hatte hier noch keine Struktur vorne und das hat Prokop nicht lösen können bzw. wir werden sehen ob er die Informationen sammeln konnte, mit denen er das in Zukunft kann. Wir hatten keinen Sargosen um den die Mannschaft gebaut ist, keinen Gottfridson usw. Auch Dagur hätte bei diesem Turnier nicht mehr beliebig Leute reinschmeißen können, die dann geliefert hätten. Das hat 2016 funktioniert, auch weil die Gegner Häfner oder Kühn überhaupt nicht kannten. Aber das funktioniert jetzt eben nicht mehr. Prokops Zukunft und die der deutschen Nationalmannschaft hängt davon ab, wie dieses Problem gelöst wird. Dabei müssen aber garantiert auch einige Spieler, die in ihren Vereinen massive Führungsspieler sind zurückstecken...und ich glaube diese Denke ist in der Mannschaft nicht völlig vorhanden.
Denn das was dann in HZ2 dann passiert ist war für mich schlichtweg Arbeitsverweigerung und ein Einstellungsproblem. Da haben die Leute die bis dahin ein ausgeglichenes Spiel produziert haben es plötzlich weggeworfen und die 7-6, die eine der wenigen Sachen war die in vorherigen Spielen sehr gut funktioniert hat...also wenn man das auf Prokop schieben will wie die das gespielt haben, dann rollt man wirklich Watte um diese Spieler.