Zitat
Original von Poweruser
Nicht ganz, denke ich, denn wo ist denn die Kohle aus den Spielen der KölnArena ? Wenn jemand so eine Halle immer voll hat, sollte er eigentlich keine Probleme haben oder ?
dann scheinst du nicht viel Ahnung zu haben.
1. finden "nur" 7-8 Spiele in der Kölnarena statt
2. kann ein "Unternehmen" wie ein Spitzenverein der Buli nur einen verhältnismäßig geringen Anteil des Jahresetats über die Zuschauereinnahmen decken.
Aber zur Beruhigung einen Artikel aus dem heutigen "Kölner Stadtanzeiger"
WM-Effekt beim VfL
VON ERIK EGGERS, 06.02.07, 21:49h
Der Handball-Bundesligist will bald neue Sponsoren präsentieren.
Köln - Kaum ist der Jubel um die deutschen Handball-Weltmeister abgeebbt, da geht es in der Bundesliga schon weiter: Am Freitag spielt der VfL in Gummersbach gegen den Wilhelmshavener HV, am 28. Februar dann in der Kölnarena, im Spitzenspiel gegen die SG Flensburg. Erste WM-Effekte sind freilich schon auf wirtschaftlicher Ebene zu spüren: Die Führungsriege des Bundesligisten Gummersbach kann bereits Erfolge vermelden. „Noch für die laufende Saison stehen dem Klub zusätzlich 300 000 Euro zur Verfügung“, sagte Hans-Peter Krämer, der seit der Aufsichtsratssitzung vom 5. Februar wieder auf den Posten des Aufsichtsratschefs zurückgekehrt ist. Anfang Januar war Krämer nach internen Querelen zurückgetreten. „All das ist alles bereinigt, wir schauen jetzt nach vorn“, sagte Krämer, der aber nicht die vollen vier Jahre an der Spitze des wichtigen Klubgremium stehen will. „Ich bin 66 Jahre alt, ich werde bald nach einem jüngeren Nachfolger suchen und mich auf den Vorsitz des Fördervereins zurückziehen.“
Die neuen Partner, die um Stillschweigen gebeten haben, werden die VfL-Spiele in der Champions League präsentieren - so am 4. März in der Kölnarena, beim Viertelfinalrückspiel gegen den spanischen Klub Valladolid. „Wir müssen nicht mehr erklären, was Handball ist, das hat unsere Gespräche sehr viel einfacher gemacht“, sagte Krämer. Am Sonntag hatten über 20 Millionen deutsche Zuschauer das WM-Finale vor dem Fernseher verfolgt, ein Rekord für diese Sportart. Der Etat für die nächste Saison ist laut Krämer ohnehin schon „in trockenen Tüchern, alle abgewanderten Sponsoren sind ersetzt“. Der Reisekonzern TUI steigt, wie bereits berichtet, im Sommer aus, und auch der Autozulieferer ISE wird sein Engagement wegen der Insolvenz einer Firmen zumindest stark einschränken. Laut Krämer werden die so genannten Premium-Sponsoren mindestens zwei Millionen Euro zum VfL-Etat beisteuern, der derzeit rund 4,7 Millionen beträgt. Weitere 1,5 Millionen habe Geschäftsführer Stefan Hecker bereits bei den kleineren Sponsoren des „Business-Klubs“ akquiriert.
Auch der Einstieg eines weiteren Großsponsoren aus der Energiewirtschaft steht laut Krämer kurz bevor: „Am Rosenmontag habe ich hier den entscheidenden Termin in Berlin. Das ist hart für einen Rheinländer, aber es geht ja um den VfL.“ Dass der Klub „wieder in ruhigem Fahrwasser“ (Krämer) fährt, belegt auch die kurz bevorstehende Verpflichtung des 22-jährigen ungarischen Rückraumspielers Gabor Császár (Dunaferr), eine WM-Entdeckung. Császár soll 100 000 Euro Ablöse kosten und einen Dreijahresvertrag unterschreiben; der vielseitig einsetzbare Profi stünde dem VfL im Sommer zur Verfügung.