Beiträge von Rentner

    Einmal so und einmal so!? ?(


    „Gesundheit geht jetzt vor“

    VON JOACHIM SCHMIDT UND DIETER LANGE, 03.01.07, 20:15h

    KÖLN / GUMMERSBACH. Für erhebliche Aufregung hat gestern beim VfL Gummersbach die Rücktrittserklärung von Hans-Peter Krämer gesorgt, der den Vorsitz des vierköpfigen Aufsichtsrates des einst erfolgreichsten Handballvereins der Welt niederlegte. „Aus vornehmlich gesundheitlichen Gründen habe ich mein Amt am 27. Dezember niedergelegt. Ich bleibe vorläufig normales Aufsichtsratsmitglied, um die überwiegend von mir akquirierten Premiumsponsoren und Geldgeber zu betreuen und zu beraten“, ließ der starke Mann des Clubs gestern schriftlich verbreiten.

    Erst knapp sechs Stunden später meldete auch der Verein den Rücktritt seiner Galionsfigur. Außerdem wurde mitgeteilt, dass die übrigen drei Aufsichtsratsmitglieder (Ex-Nationalspieler und Unternehmer Gerd Rosendahl, Unternehmensberater Jochen Kienbaum, VereinsvorsitzenderGerhard Breidenbach) für die nächsten Tage eine Sitzung planen, um über die Nachfolge des Vorsitzes zu entscheiden.

    Wie zu erfahren war, erlitt Hans-Peter Krämer am zweiten Weihnachtstag einen Kreislaufzusammenbruch. Derzeit hält sich der 65-Jährige für die nächsten zwei Wochen in einer Kurklinik nahe Oberstdorf auf. Im Gespräch mit der Rundschau sagte er: „Das war die richtige Zäsur. Meine Gesundheit geht jetzt vor. Es war in den letzten Monaten einfach zu viel, was ich mir aufgebürdet habe.“

    Neben seinen vielfältigen Aufgaben im sportlichen und finanziellen Bereich des VfL Gummersbach engagiert sich Krämer vor allem auch als Vizepräsident Finanzen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie im Stiftungsrat der Max-Ernst-Stiftung in Brühl. „In wieweit ich nach meiner Erholungszeit meinen Aufgaben beim DOSB wieder nachkommen kann, weiß ich derzeit nicht“, deutete Krämer die Schwere seiner gesundheitlichen Probleme an.

    Gleichzeitig ließ er durchblicken, wie stark aber sein Herz am VfL hängt. „Ich habe angeboten, mich weiter für den Verein einzubringen. Wenn das gewünscht wird, stehe ich zur Verfügung.“

    Darauf hofft VfL-Geschäftsführer Stefan Hecker, der von dem Rücktritt überrascht war. Auch Ex-Mannschaftskapitän und designierter Sportdirektor François-Xavier Houlet zeigte sich geschockt: „Ich wusste von den gesundheitlichen Problemen, aber dass es so massiv war, wusste ich nicht.“

    Als der VfL Gummersbach vor fünf Jahren vor dem Ruin stand, war es Hans-Peter Krämer, der finanzstarke Sponsoren anwarb und ein wirtschaftliches Erfolgskonzept aufstellte. Damit kehrte auch der sportliche Erfolg zurück. Derzeit steht der Verein in der Spitzengruppe der Bundesliga und im Viertelfinale der Champions League. Dass sich der Finanzexperte mit seiner Vorgehensweise nicht nur Freunde machte, gibt er zu: „In jedem Unternehmen gibt es unterschiedliche Meinungen. Außerdem bin ich nie ein guter Diplomat gewesen. Wenn ich jemanden für einen Provinzpolitiker gehalten habe, habe ich es ihm gesagt.“

    Gegenwind im Aufsichtsrat bekam Hans-Peter Krämer in jüngster Zeit vor allem wegen der auf seine Initiative hin in der Kölnarena ausgerichteten Vereins-Europameisterschaft. Sie soll zu einem finanziellen Minus von mehr als 100 000 Euro geführt haben.

    http://www.rundschau-online.de/jkr/artikel.jsp?id=1162484292977


    Rücktritt nach Machtkampf

    VON ERIK EGGERS, 03.01.07, 19:49h

    Nach Kritik und Konflikten im Aufsichtsrat macht der Handball-Visionär „vornehmlich gesundheitliche Gründe“ geltend.

    Köln - Gerade noch hatte der VfL den letzten Siebenmeter verworfen, aber Hans-Peter Krämer war trotzdem außer sich vor Freude. Während über 10 000 verstummte Zuschauer die Kieler Ostseehalle verließen, hüpfte der VfL-Aufsichtsratschef völlig entrückt aufs Spielfeld, umarmte die Spieler und Trainer, er herzte überhaupt jeden, der ihm in die Quere kam. An diesem Abend des 6. September 2006, als der VfL im Duell der Rekordmeister mit 39:37 triumphiert hatte, das erste Mal seit über zwölf Jahren in Kiel, dazu mit modernem und hochattraktivem Hochgeschwindigkeitshandball, wirkte Hans-Peter Krämer glücklich. Keine vier Monate später ist dieser Mann konsterniert, gesundheitlich angeschlagen. Es ist von Herz-Rhythmus-Störungen und Kreislaufproblemen die Rede - und er hat gestern, offenbar nach Auseinandersetzungen in den Führungsgremien, seinen Rücktritt als Aufsichtsratschef bekannt gegeben. „Ich habe lange Zeit wirklich alles für diesen Verein gegeben“, sagte Krämer, bevor er einen zweiwöchigen Erholungsurlaub antrat. Als „Schock“ bezeichnet Alfred Gislason, der isländische Trainer, die Demission des Vereinspatrons, „das ist ein Schock für mich und die ganze Mannschaft“.

    Die dürren Zeilen der Pressemitteilung lassen viel Raum für Spekulationen. „Aus vornehmlich gesundheitlichen Gründen habe ich mein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der VfL Handball Gummersbach GmbH am 27. 12. 2006 niedergelegt“, ließ Krämer wissen, aber auch, dass er „vorläufig normales Aufsichtsratsmitglied“ bleibe, „um die überwiegend von mir akquirierten Premiumsponsoren und Geldgeber zu betreuen und zu beraten.“ Über Krämers Nachfolge wird der Aufsichtsrat „in den nächsten Tagen“ befinden, hieß es in einer noch knapper gehaltenen Mitteilung des Klubs.

    Die Leistungen, die Krämer seit über fünf Jahren erbracht hat, gehen über den VfL Gummersbach hinaus. Vor einem Jahr nannte Uwe Schwenker, der Manager des Branchenführers THW Kiel, Krämer in dieser Zeitung einen „Glücksfall für den VfL“ und schrieb ihm sogar historische Verdienste zu. Denn als die Blau-Weißen im November 2001 erstmals in der Kölnarena auftraten und über 18 000 Zuschauer dem Handballspiel gegen Kiel beiwohnten, da wusste Schwenker: „Das ist der Schritt in eine neue Dimension, in eine neue Zukunft.“ Und die Vision dazu hatte Krämer entwickelt.

    Diese ganze Renaissance des Rekordmeisters, der 1991 seine letzte deutsche Meisterschaft gefeiert und, wegen einer finanziell existenzbedrohenden Lage, im Sommer 2001 nur durch einen Gnadenakt des DHB-Präsidiums die Lizenz erhalten hatte, wirkte wie an einem Reißbrett vorgezeichnet. Durch die Events in der Kölnarena angelockt, akquirierte Krämer mit den glänzenden Kontakten, die er als Vorstandschef der Kölner Kreissparkasse hatte, viele potente Sponsoren, unter anderem mit TUI den einzigen DAX-Wert in der Handball-Bundesliga. Und er modernisierte die Strukturen, gliederte die Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein aus. Auf dieser Grundlage erfüllte die Mannschaft stets die sportlichen Vorgaben, zuletzt gelang mit Platz drei erstmals der Sprung in die Champions League. Hier steht man sensationell im Viertelfinale, und in der Meisterschaft liegen die Oberberger auf Platz fünf, Tabellenführer Kiel ist nur zwei Punkte entfernt. „Er hat den Verein von null auf hundert gebracht“, sagt VfL-Manager Stefan Hecker. Umso spektakulärer dieser Rücktritt.

    Die wahren Gründe dafür liegen in schon länger schwelenden Konflikten zwischen Krämer und Aufsichtsratsmitglied Jochen Kienbaum - jener Mann, der Krämer im Jahr 2001 zu einem Engagement überredet hatte. Kienbaum kritisierte Krämer zuletzt wegen seines Führungsstils („Es wird zu wenig geredet“), und auch VfL-Manager Hecker war sich nach Lage der Dinge über den Kurs des Klubs nicht mehr mit Krämer einig und distanzierte sich von ihm. „Zu den Gründen des Rücktritts kann ich mich nicht äußern, das ist seine Sache“, sagte Hecker gestern zurückhaltend. Aber dass er und Kienbaum schon Alternativen im Ärmel haben für den Fall, dass Krämer ganz aussteigen sollte, scheint sicher: „Falls Krämer geht, müssen wir das Ganze halt anders aufziehen“, so Hecker. Wie der Klub unter den neuen Vorzeichen weiterarbeitet, steht im Moment noch in den Sternen.

    Klar ist nur: Es bricht eine neue Ära an beim VfL Gummersbach.

    (Quelle:http://www.ksta.de)

    02.01.2007 - „Ich hoffe, dass ich nach Deutschland zurückkomme“ - Interview zum Abschied von Gudlaugur Arnarsson

    Nach dem Spiel gegen Hildesheim in Hannover hieß es Abschied nehmen von Gudlaugur Arnarsson. Der Isländer war von Fylkir Reykjavik ausgeliehen, um in der Abwehr den verletzten Sverre Andreas Jakobsson zu ersetzen. Er ist jetzt schon wieder in Reykjavik, und wir rufen noch einmal: „Danke, Gulli, mach’s gut!“ Nach seinem letzten Spiel für den VfL blieben noch einige Minuten Zeit für ein Interview:

    Gulli, dein letztes VfL-Spiel ist vorbei – was empfindest du jetzt?

    Ich bedauere es, dass ich jetzt gehe. Wäre dies eine „perfekte Welt“, würde ich bleiben. Ich habe tolle Jungs in der Mannschaft eines großartigen Clubs kennen gelernt.

    Welches waren deine unvergesslichen Erlebnisse mit dem VfL Gummersbach?

    Natürlich mein erstes Champions-League-Spiel gegen Reykjavik, aber ganz besonders das auswärts in Celje. Was das Publikum da veranstaltet hat, war einfach unglaublich. Und wir haben zwar verloren, konnten aber dennoch einen großen Triumph feiern. Die Fahrt nach Russland war dann auch etwas, das man nicht alle Tage erlebt, so wie ich auch nie vergessen werde wie es war, in der Kölnarena zu spielen.

    Wie geht es bei dir jetzt unmittelbar weiter?

    Am Sonntag fliege ich zurück nach Island, meine Familie ist schon am 27. Dezember geflogen. Am 3. Januar trainiere ich wieder mit meinem Club, Fylkir Reykjavik. Die haben, seit ich nicht dabei war, nur drei Punkte geholt.

    Also wirst du auf diesem Wege kaum zurück in die Champions League kommen.

    Meister können wir vielleicht nicht mehr werden, aber ich hoffe, dass es noch für einen anderen europäischen Wettbewerb reicht. Die Saison mit Fylkir geht im Februar wieder los.

    Und wie sieht es aus mit der isländischen Nationalmannschaft und der WM?

    Ich bin im erweiterten Kader und kann einspringen, falls jemand anderes ausfallen sollte. Ich werde mich auf jeden Fall bereithalten.

    Hast du dich hier als Spieler weiterentwickelt?

    Ja, und wie! Ich habe viel von Alfred gelernt und auch von den großen Spielern und Nationalspielern in der Mannschaft. Ich habe mich an jedem einzelnen Tag weiterentwickelt – in der Abwehr und im Angriff.

    In welcher Erinnerung wirst du deinen Aufenthalt in Deutschland behalten?

    Das war eine sehr, sehr gute Erfahrung, ein herausragendes Erlebnis. Ich selbst bin, wie gesagt, immer besser geworden, und der Handball in Deutschland insgesamt ist großartig. Auch, wie die Fans hier bei der Sache sind und ihre Mannschaften unterstützen.

    Werden wir dich in absehbarer Zeit in der Bundesliga wieder sehen?

    Ich habe noch keine Gespräche geführt, aber ich werde versuchen, da etwas in Gang zu setzen. Ich hoffe, dass ich nach Deutschland zurückkomme.
    (Quelle:http://www.vfl-gummersbach.de)

    Zitat

    Original von Tester

    Du nervst langsam mit Deinem ach so tollen VfL!

    Hier geht es immernoch um den HSV!

    zu 1.) Ich kann auch nichts dafür, dass die HSG es gegen einen dezimierten und fußlahmen VfL nicht geschafft hat,

    und

    2. es geht hier um den HSV-Handball (Handball-Sport-Verein Hamburg) und nicht um den HSV (Hamburger Sport-Verein)!

    Ein letztes Mal durchmogeln
    VON ERIK EGGERS, 28.12.06, 20:18h


    Düsseldorf / Köln - Gestern flog Gudjon Valur Sigurdsson außerplanmäßig nach Island. Anlass war aber keine Hiobsbotschaft: Der 27-jährige Kapitän des VfL Gummersbach, den seine Kollegen als besten Spieler der Bundesliga-Saison 2005 / 06 gewählt hatten, wurde am Abend in der Heimat als „Sportler des Jahres“ geehrt. „Das hat er sich wirklich verdient“, freute sich VfL-Coach Alfred Gislason mit seinem Linksaußen, und mit Genugtuung nahm er auch zur Kenntnis, dass der Handball dem Fußball im Nordatlantik weiterhin überlegen ist. Nur Zweiter wurde nämlich Eidur Gudjohnson, der Stürmer des großen Fußballklubs FC Barcelona. „Eine Bestätigung dafür, wie populär unser Sport in unserer Heimat ist“, findet Gislason. Allein Fußballprofi Asgeir Sigurvinsson (früher VfB Stuttgart) durchbrach zweimal (1974, 1984) die Phalanx der Handballer.

    Eine willkommene Abwechslung stellt die Auszeichnung für Sigurdsson dar. Noch am Abend zuvor, beim mühsamen 28:27-Sieg in Düsseldorf, hatten sich im 30. Pflichtspiel der Saison auch beim Anführer der Mannschaft Verschleißerscheinungen bemerkbar gemacht. „Der Körper machte nicht, was der Kopf befahl“, berichtete der Linksaußen, der derzeit als Halblinker im Rückraum aushelfen muss. Sie alle haben die psychischen und physischen Grenzen erreicht.

    Für Sigurdsson hat das letzte Bundesligaspiel vor der WM-Pause daher „einen Charakter wie ein Endspiel“. Am Samstag (18 Uhr) tritt der Rekordmeister in Hannover gegen das Tabellenschlusslicht Hildesheim (4:28-Punkte) an, das zuletzt zwei Heimpleiten gegen Wetzlar (31:32) und Lübbecke (29:33) einstecken musste. „Dass wir uns mit nur sieben Minuspunkten in der Bundesliga so weit durchmogeln konnten, sehe ich als Riesenerfolg“, sagt Gislason. Kompliziert macht die Aufgabe in Hannover, dass der serbische Rückraumspieler Momir Ilic in Düsseldorf tatsächlich den befürchteten Mittelhandbruch erlitt und sechs bis acht Wochen lang ausfällt. Da Daniel Narcisse (Zehenbruch) weiterhin geschont wird, ist plötzlich der lange malade Francois-Xavier Houlet „unser Haupttorschütze im Rückraum“, konstatiert Gislason. Daher kündigt er für einen Sieg eine Party während der Rückfahrt an: „Sollten wir Hildesheim auch noch packen, wird erst mal ordentlich gefeiert.“

    Quelle:http://www.ksta.de)

    Zitat

    Original von Jonny Cash

    ...vorallem, weil 100 % Torchancen einfach nicht genutzt werden...

    Wenn man aber die kämpferische Leistung von gestern abend im Spiel gegen Kronau bestätigt und vielleicht einige Male etwas besser die Angriffe abschliesst, sollte ein Sieg - hoffentlich vor ähnlicher Kulisse - möglich sein...

    Ich schätze einmal, dass aber über 300 Gummersbach Fans in der Halle waren.

    Medung leider bestätigt worden :wall:

    Gute Besserung Momir!!!


    Ilic erleidet Mittelhandbruch

    ERSTELLT 28.12.06, 11:04h, AKTUALISIERT 28.12.06, 11:16h

    Gummersbach - Der deutsche Handball-Rekordmeister VfL Gummersbach muss vorläufig auf Momir Ilic verzichten. Der 25 Jahre alte Serbe zog sich am Mittwoch im Bundesligaspiel bei der HSG Düsseldorf (28:27) einen Mittelhandbruch zu. Das bestätigte ein VfL- Sprecher am Donnerstag. Rückraumspieler Ilic war in der 35. Minute der Partie ausgeschieden. Wie lange er seinem Club nicht zur Verfügung steht, ist unklar. (dpa)

    (Quelle:http://www.ksta.de)

    Der VfL meldet:

    28.12.2006 - Mittelhandbruch bei Momir Ilic

    Im gestrigen Spiel bei der HSG Düsseldorf hat sich Momir Ilic einen Mittelhandbruch in der Wurfhand zugezogen. Diese Diagnose wurde bereits gestern Abend in der Unfallchirurgie des Gummersbacher Kreiskrankenhauses gestellt.

    VfL-Mannschaftsarzt Dr. Thomas Koppelberg erklärt: "Es handelt sich um einen unverschobenen Bruch des rechten Mittelfingers, der zunächst nur mit einem Gips ruhig gestellt wird. Am Samstag wird eine Röntgenaufnahme gemacht. Ist dann der Bruch nach wie vor nicht verschoben, werden wir Momir Ilic nicht operativ, sondern konservativ behandeln."

    Dr. Koppelberg geht davon aus, dass das Ilic, unabhängig davon, ob eine Operation erfolgt oder nicht, erst in acht Wochen wieder einsatzbereit ist.

    Zitat

    Original von owen66


    Die sind denen so wichtig, dass sie sie im Internet komplett verschweigen.
    Wahrscheinlich irgendwann mal unter http://vflgummersbach.net/ zu finden ...

    Diese Seiten werden momentan überarbeitet.
    owen66 Deine Ironie hättest Du Dir sparen können.Es existiert in Gummersbach ein Handball-Internat für die A- sowie für die B-Jugendmannschaft. Aber in Hamburg weiss man vielleicht gar nicht was so ist und etwas kostet.

    Hier nur ein Artikel Zeitungsartikel vom 22.11.2006

    Als einer von nur zwei Handballvereinen wurde der VfL Gummersbach mit dem "Grünen Band" und einer Förderprämie von 5000 Euro für seine "hervorragende Arbeit im Nachwuchsleistungssport" von der Dresdner Bank ausgezeichnet. Insgesamt wurden 32 Sportvereine aus 24 Verbänden ausgezeichnet. Im Handball war das neben dem VfL der Thüringer HC. Die Jury des "Grünen Bandes" betonte, durch die Bewerbungen sei deutlich geworden, dass beim Deutschen Skiverband, dem Deutschen Basketball-Bund und dem Deutschen Handballbund (DHB) sehr viel Wert auf die Talentsuche und -förderung gelegt werde. Zu den Auswählkriterien der Jury gehörten unter anderem die Kooperation mit Schulen, die Nutzung von Verbandsmaßnahmen, die Sichtung von Talenten und die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Trainer. Die siegreichen Vereine hätten diese Kriterien in vorbildlicher Weise umgesetzt, so die Jury. (r)

    (Quelle:OVZ vom 22.11.2006)

    27.12.2006
    GUMMERSBACH

    VfL siegt, aber Drama um Ilic

    Momo Ilic brach sich die Hand.

    Düsseldorf – Nachdenklich stand Alfred Gislason nach dem 28:27-Zittersieg im VIP-Raum. Der Trainer des VfL Gummersbach konnte sich nur wenig über den wichtigen Auswärtserfolg freuen, denn womöglich hat der VfL die beiden Punkte sehr teuer erkauft.

    In der 46. Minute verletzte sich Momir Ilic bei einem Angriffsversuch schwer an der linken Hand und konnte nicht weitermachen. Die erste bittere Diagnose: Der Serbe hat sich wohl die Hand gebrochen und wird wochenlang ausfallen. „Ich werde abwarten und keine Vorurteile fällen. Aber die Hand sah nicht gut aus“, meinte Gislason enttäuscht.

    Zumindest seine Jungs konnten sich nach der Schlusssirene über den Sieg freuen und feierten Goran Stojanovic als Matchwinner. Der Torwart rettete 14 Sekunden vor dem Ende mit einer Parade gegen Düsseldorfs Robert Runge den hauchdünnen Erfolg des VfL und lässt die Gummersbacher Meisterträume weiterleben.

    „Am Ende haben unsere Abwehr und Goran den Ausschlag gegeben. Es war ein ganz enges Spiel, und wir waren der glückliche Sieger“, so Gislason.

    Lob erhielt Stojanovic auch von HSG-Manager Frank Flatten: „Man hat gesehen, wie wichtig ein Torwart in der Endphase ist. Und Stojanovic ist einfach ein Weltklassemann.“

    Dabei sah es vor 2750 Fans in der Reisholzer Sporthalle zunächst nach einem Spaziergang der Gäste aus. Die Mannschaft spielte konzentriert und druckvoll.

    13:7 hieß es nach 23 Minuten. „Da waren wir uns vielleicht ein wenig zu sicher, obwohl wir wussten, wie stark die HSG in eigener Halle ist“, meinte VfL-Kreisläufer Jörg Lützelberger.

    So kamen die Hausherren immer wieder heran, bis zur Pause schmolz die Gummersbacher Führung auf zwei Tore. Nach dem Wechsel entwickelte sich ein dramatisches Spiel, in dem die Gäste am Ende das glücklichere Team waren. Denn die Düsseldorfer scheiterten an den eigenen Nerven oder an Stojanovic.

    Navarin verwarf 87 Sekunden vor Schluss einen Strafwurf, nachdem Lützelberger die Gäste in Front geworfen hatte.

    (Quelle:http://www.express.de)


    Der Tormann hält die Punkte fest

    Goran Stojanovic rettet dem VfL Gummersbach knappen 28:27-Erfolg in Düsseldorf

    von ULRICH KLEIN

    DÜSSELDORF. Letzten Endes war auch Alex machtlos. Das Maskottchen der HSG Düsseldorf tobte vor dem Anpfiff zwar wie Rumpelstilzchen durch die schicke neue Burgwächter Castello-Halle und gab auch während der Matches gegen den VfL Gummersbach alles. Doch das Engagement des Düsseldorfer Einheizers blieb ohne Erfolg. Als nach 60 Minuten die Schluss-Sirene ertönte, hatte der Handballrekordmeister mit 28:27 (16:14) gewonnen, zwei wichtige Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze eingesackt und einen schwer depressiven Alex zurück gelassen.

    Dass Alex am Ende Frust schob, hatte vor allem mit den letzten drei Minuten und in diesen insbesondere mit VfL-Torhüter Goran Stojanovic zu tun. Der VfL führte hauchzart mit einem Treffer, als zunächst Runge aus bester Position am linken Fuß des Gummersbacher Keepers scheiterte. Sekunden später durfte sich Navarin gar gänzlich unbehelligt vom Siebenmeterpunkt gegen Montenegriner versuchen und konnte den VfL-Torwart auch nicht bezwingen. Und elf Sekunden vor Ladenschluss kaufte Stojanovic dem traurigen Runge erneut einen "Hundertprozenter" ab.

    "Goran hat uns die Punkte gerettet", atmete VfL-Trainer Alfred Gislason hinterher tief durch. Der Isländer hatte an diesem emotionsträchtigen Abend allerdings auch mit extrem unangenehmen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Nachdem Regisseur Daniel Narcisse wegen eines gebrochenen Zehs schon hatte passen müssen, war auch Robert Gunnarsson ausgefallen. Den Kreisläufer hatte kurzfristig ein grippaler Infekt aufs Krankenlager geworfen. Damit nicht genug: Anfang der zweiten Halbzeit schied Momir Ilic mit einer Handverletzung aus.

    Trotz aller Widrigkeiten schien der VfL bei einer 13:7-Führung (23.) in sicherem Gewässer zu kreuzen. Doch weil die Gastgeber bis zur Pause auf 14:16 heran kamen, wurde der Abend noch heikel für die Blau-Weißen. Nachdem man zwischenzeitlich sogar mit 23:24 ins Hintertreffen geriet, war es ausgerechnet der so lange verletzte Spielmacher Françoise-Xavier Houlet, der mit drei tollen Toren im Endspurt die Weichen doch noch auf VfL-Sieg stellte.

    Auch die anderen Verfolger von Spitzenreiter und Meisterschaftsfavorit THW Kiel hielten sich gestern Abend schadlos. Die SG Flensburg-Handewitt gewann gegen den TV Großwallstadt mit 30:26, und auch der SC Magdeburg gab sich beim souveränen 38:27 gegen HSG D/M Wetzlar keine Blöße. Der HSV Hamburg bezwang Frisch Auf Göppingen mit 35:29 und blieb damit punktgleich mit dem VfL einen Tabellenrang vor den Oberbergischen, die weiterhin aussichtsreich auf Platz vier rangieren.

    Tore VfL:

    Zrnic (6/1), Lützelberger (4), Wiegert (4), Ilic (4), Houlet (3), Alvanos (3), Sigurdsson (3), Jakobsson (1).

    (Quelle:http://www.rundschau-online.de)

    "Dreistigkeit, Egoismus und Unwissenheit"

    OVZ-Interview mit Bundestrainer Heiner Brand über die WM und den deutschen Handball

    Vom 19. Januar bis 4. Februar steigt die Handball-WM in Deutschland. Über die Aussichten der deutschen Mannschaft und über den deutschen Handball generell sprach Dieter Lange mit Bundestrainer Heiner Brand.

    Frage: Herr Brand, am 3. Januar beginnt die heiße Phase der WM-Vorbereitung. Wie verbringen Sie persönlich die letzten Tage davor?

    Brand: Wo das verrate ich nicht. Ich brauche aber nach den überaus hektischen letzten Monaten einfach ein paar Tage Ruhe. Fast drei Monate bin ich von einem PR-oder Pressetermin zum anderen gehechelt, da war mein Terminkalender von morgens bis abends mit Handball gefüllt. Jetzt brauche ich nicht nur etwas Ruhe, sondern ich muss mich auch mental und körperlich auf die WM vorbereiten. Ich werde aber nicht in Gummersbach sein, und telefonisch auch nicht erreichbar sein - auch das Handy bleibt aus.

    Frage: Wo schlagen Sie das WM-Trainingslager auf?

    Brand: Ich hatte mir eigentlich ein Domizil in Österreich oder der Schweiz vorgestellt, um etwas mehr Ruhe zu haben. Aber dort haben wir nichts passendes gefunden. Jetzt werden wir uns in Herrsching am Ammersee vorbereiten. Dort haben wir ideale Bedingungen gefunden: ein kleines Hotel, eine Sporthalle in unmittelbarer Nähe und auch Gelegenheit zum Laufen.

    Frage: Und der weitere Zeitplan?

    Brand: Am 13. Januar steht in München noch ein Länderspiel an. Dann können die Spieler noch einmal für eineinhalb Tage nach Hause, bevor wir am 18. Januar nach Berlin fahren.

    Frage: Haben Sie den Film "Deutschland ein Sommermärchen" gesehen? Und könnten Sie sich vorstellen, dass ein Filmteam Ihre Mannschaft wochenlang auf Schritt und Tritt mit der Kamera verfolgt?

    Brand: Von dem Film habe ich bisher nur Ausschnitte gesehen, aber natürlich viel gehört. Grundsätzlich wäre es eine gute Sache für den Handball, wenn ein solcher Film auch von unserem Sport gedreht würde. Ich hätte auch nichts dagegen. Schließlich hat es auch bei uns schon ein Filmteam gegeben, das bei zwei Länderspielen gegen Spanien hinter die Kulissen der Nationalmannschaft geschaut hat. Aber ein Film wie "Deutschland ein Sommermärchen" ist sicherlich bei uns nicht machbar, weil der Handball nun mal nicht so zu vermarkten ist wie Fußball.

    Frage: Die Fußball-WM war in der Tat ein Sommermärchen, hat für eine kaum für möglich gehaltene Euphorie und positive Stimmung in ganz Deutschland gesorgt. Was erwarten Sie von der Handball-WM im eigenen Land?

    Brand: Um es klar zu sagen: Diese WM wird alles bisher Dagewesene im Handball in den Schatten stellen, eine solche WM hat es noch nicht gegeben und ist auch mit der von 1982 in Deutschland nicht vergleichbar. Dafür sprechen allein die großen Arenen: 1982 gab es mit der Dortmunder Westfalenhalle nur eine Großarena, heute ist die Wetzlarer Halle mit einer Zuschauerkapazität von 5000 die kleinste WM-Halle. Wir haben jetzt schon über 260 000 Eintrittskarten verkauft, darunter sind viele für Mehrfachspiele. Man kann also schon jetzt sagen, dass rund 700 000 Zuschauer garantiert sind. Auf jeden Fall sind das für den Handball unvorstellbare Zahlen.

    Frage: Und mit welchen sportlichen Erwartungen gehen Sie in die Heim-WM?

    Brand: Natürlich liegt auf meiner Mannschaft ein hoher Erwartungsdruck, das ist bei einer WM im eigenen Land ganz natürlich. Meine Aufgabe in der Vorbereitung wird es sein, die Mannschaft vom Kopf darauf einzustellen. Der Heimvorteil durch die Zuschauer ist sicherlich da, aber wir müssen auch lernen, die Euphorie von außen in bestimmten Situationen auf dem Spielfeld in unseren Vorteil umzumünzen.

    Frage: Und Ihre sportlichen Ziele?

    Brand: Als Trainer will man natürlich jedes Spiel gewinnen. Aber auch die Mannschaft setzt sich selbst hohe Ziele. Wir wollen natürlich die Vorrunde gut, nach Möglichkeit ohne Minuspunkt, überstehen. Meine Mannschaft hat sicherlich das Zeug, jedes Team zu schlagen, aber ab dem Viertelfinale ist im K.o.-System alles möglich. Meine Aufgabe wird sein, von Spiel zu Spiel denken - und die Mannschaft entsprechend darauf einzustellen.

    Frage: Ab welchem Platz ist die WM für Sie sportlich ein Erfolg?

    Brand: Um es vorweg zu sagen: Wir sind nicht die großen Favoriten, dazu zähle ich vielmehr Spanien, Kroatien, Frankreich und Dänemark. Sollten wir das Halbfinale erreichen, wäre das ein riesiger Erfolg für meine Mannschaft und den deutschen Handball.

    Frage: Personell hat Sie ja in den letzten Wochen und Monaten eine Hiobsbotschaft nach der anderen erreicht. Wie sieht denn derzeit Ihr Lazarett aus?

    Brand: Zunächst muss ich erst noch die letzten Bundesligaspiele in diesem Jahr abwarten. Da kann noch viel passieren, wie man im Fall von Pascal Hens im Spiel in der Kölnarena gesehen hat. Aber schon jetzt kann ich sagen, dass mit Abwehrchef Frank von Behren und dem Magdeburger Rechtsaußen Christian Sprenger zwei Stammspieler definitiv ausfallen.

    Frage: Aber die Liste der angeschlagenen Spieler ist noch viel länger, oder?

    Brand: Das ist richtig. Neben Pascal Hens bange ich um Florian Kehrmann und Michael Kraus, die im Augenblick noch nicht trainieren können, und - wenn überhaupt - erst kurz vor der WM zur Mannschaft stoßen. Hinzu kommen Holger Glandorf, der nur mit einer Gesichtsmaske spielen kann, Christian Zeitz, der immer noch an seiner Hüftverletzung laboriert und Thorsten Jansen, der nach langer Verletzungspause auch noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

    Frage: Unter diesen Voraussetzungen ist erstaunlicherweise von Ihnen noch kein Wehklagen zu hören.

    Brand: Natürlich sieht eine optimale Vorbereitung anders aus. Schließlich habe ich noch nie mit meiner Wunschformation spielen können. Aber die Fans interessiert das weniger, sie haben an die WM im eigenen Land hohe Erwartungen.

    Frage: Welche Bedeutung hat die WM für den Handball in Deutschland?

    Brand: Ein sehr großen. Ich bin überzeugt, dass nicht nur die Bundesliga davon profitieren wird, auch der Handball als Breitensport. Wenn die deutsche Mannschaft sportlich einigermaßen abschneidet, dann wird dies an der Basis einen großen Schub geben.

    Frage: Stichwort Bundesliga: Wird die WM vielleicht auch dazu führen, dass die Bundesliga deutschen Spielern mehr Spielanteile einräumt?

    Brand: So bitter es klingen mag - das glaube ich nicht. In dieser Beziehung bin ich leider desillusioniert. Die Bundesliga ist in diesem Punkt nicht lernbereit.

    Frage: Harte Worte. Warum?

    Brand: Erst vor einigen Wochen war ich zu einer Tagung der Bundesligavereine eingeladen, um ein Zukunftskonzept für den deutschen Handball vorzulegen. Da wurde mein Vorschlag, per Beschluss vier deutsche Spieler pro Team auf dem Spielbericht einzutragen, abgeschmettert.

    Frage: Von einer Solidargemeinschaft kann also zwischen Bundesliga und Bundestrainer keine Rede sein, oder?

    Brand: Genau das Gegenteil ist der Fall: Ich bin erschrocken, mit welcher Mischung aus Dreistigkeit, unverantwortlichem Egoismus und Unwissenheit die Selbstbeschränkung abgewehrt wurde - und das in meiner Anwesenheit.

    Frage: Sind da andere Sportarten dem Handball voraus?

    Brand: Auf jeden Fall. Im Fußball fordert beispielsweise Fifa-Präsident Sepp Blatter nicht grundlos ein "6 zu 5"-Modell. Andere Mannschaftssportarten wie Basketball und Eishockey beschränken sich ebenfalls - nur wir hinken hinterher. Dabei haben wir durchaus Talente, schließlich waren die DHB-Junioren zweimal in Folge Europameister.

    Frage: Abschließende Frage: Was machen Sie nach der WM 2007?

    Brand: Ich habe noch einen Vertrag als Bundestrainer bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking - und Verträge pflege ich einzuhalten. Was dann kommt, ist noch alles offen. An meiner persönlichen Planung, dann eventuell ins Ausland zu gehen, oder in Deutschland in einer großen Stadt was aufzubauen, hat sich nichts geändert. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass ich nach 2008 weiter beim DHB bleibe - ein entsprechendes Angebot habe ich schon.

    (Quelle:OVZ vom 28.12.2006)

    Von Trainerseite wurde einiges experimentiert. 6:0 Deckung in unterschiedlicher Formation: zuerst Benno Wiegert, dann Zou Zou Houlet im Wechsel mit Gugjon Valur Sigurdsson auf der Mittelposition und einige andere Sachen mehr.

    SG Kronau/Östringen - HBW Balingen-Weilstetten
    TBV Lemgo - HSV Hamburg
    THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt
    MT Melsungen - Eintracht Hildesheim
    VfL Gummersbach - GWD Minden
    TuS N-Lübbecke - HSG Düsseldorf
    TV Großwallstadt - SC Magdeburg
    FA Göppingen - HSG Nordhorn
    HSG Wetzlar -
    Wilhelmshavener HV

    (Das wären meine Wünsche, aber....)

    Zitat

    Original von Meikel

    Junger Mann....dann aber bitte auch dasselbe für Sie! Nicht immer, wenn Gislasson sich aufregte, lagen die Schiris falsch...

    Danke für den "jungen Mann". Es geht nicht darum, ob Gislason (übrigens nur mit "s", Dank deshalb noch einmal an Celje 2002) sich aufregt, sondern dass die "Regelauslegung" der Schiris beiden Seiten Probleme bereitete. Verstanden?