Beiträge von Rentner

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    NEUVERPFLICHTUNG

    Mit dem Isländer Gudlaugur Arnarsson hat der VfL Gummersbach kurzfristig doch noch einen Ersatz für den verletzten Abwehrchef Sverre Jakobsson gefunden.

    14.10.2006
    EHRENSACHE

    VfL hilft krankem Houlet


    Von ALEXANDER HAUBRICHS

    Gummersbach – „Hey, Capitano“, begrüßt Goalgetter Gudjon Sigurdsson freundschaftlich Francois-Xavier Houlet. Der Franzose fällt seit Monaten wegen eines Hautdefekts am rechten Fuß aus.

    „Ich kann noch nichts trainieren, muss abwarten, bis die Klammern aus dem Fuß rausgenommen werden“, sagt der 37-Jährige, der beim Auswärtstrip am Sonntag in Nettelstedt-Lübecke nicht dabei sein wird.

    Aber der Klub kümmert sich rührend um seinen Kapitän. Daniel Narcisse besuchte seinen Freund in der Spezial-Klinik in Ludwigshafen, während seiner Trainingsbesuche gibt die Mannschaft ihm immer das Gefühl, Teil des Gefüges zu sein.

    Aber auch finanziell half der Klub Houlet selbstlos. Weil die Berufsgenossenschaft die Verletzung nicht als Berufsunfall wertete, stand der VfL-Kapitän ohne Absicherung da. Eine private Unfallversicherung hatte Houlet nicht, ab dem 43. Krankentag stellte auch seine Krankenversicherung die Zahlungen ein. EXPRESS erfuhr: Der VfL sprang in die Bresche, zahlte Houlet sein Gehalt weiter.

    Und sollte „Zouzou“ gar nicht mehr auf die Beine kommen, lassen die Gummersbacher ihren Regisseur ebenfalls nicht im Regen stehen: „Sollte Houlet gar nicht mehr fit werden, tritt sofort der Geschäftsführervertrag in Kraft“, sagt Aufsichtsratsboss Hans-Peter Krämer.

    In der nächsten Saison soll der Franzose ja ohnehin das Management im sportlichen Bereich übernehmen - klar, dass der VfL den „Capitano“ da nicht im Regen stehen lässt.

    (Quelle:http://www.express.de)

    Heute entnommen aus dem Forum des VfL Gummersbach:

    Laut Express hat der VfL einen 27 jährigen Isländer mit dem Namen Atlasson. Er soll wohl ab Montag kommen und einen Vertrag bis Ende Januar erhalten.

    8. Spieltag:
    11. Oktober 2006, Mi.:
    19.30: HSG Düsseldorf - THW Kiel

    13. Oktober 2006, Fr.:
    19.30: SC Magdeburg - HSV Hamburg
    19.30: Eintracht Hildesheim - GWD Minden
    20.00: HSG Wetzlar - TBV Lemgo

    14. Oktober 2006, Sa.:
    18.00: MT Melsungen - SG Kronau/Östringen

    15. Oktober 2006, So.:
    16.00: TuS N-Lübbecke - VfL Gummersbach
    17.00: SG Flensburg-Handewitt - HSG Nordhorn
    17.00: Wilhelmshavener HV - HBW Balingen-Weilstetten


    17. Oktober 2006, Di
    20.00: TV Großwallstadt - FA Göppingen

    Zitat

    Original von wintermute
    Wenn Knorri motiviert ist, kann er in der Abwehr wohl fast jeder Bundesligamannschaft weiterhelfen.

    ......Derweil teilte Klubchef Hans-Peter Krämer mit, dass der geplante Transfer von Thomas Knorr (HSV Hamburg), der den verletzten Abwehrchef Jakobsson ersetzen sollte, nicht zustande kommt. Der 83-malige Nationalspieler sagte aus familiären Gründen ab.

    (Quelle:http://www.ksta.de)

    Schönheit und Schlamperei
    Gummersbach besiegt in der Bundesliga MT Melsungen mit 38:30

    VON ERIK EGGERS

    Gummersbach - Die Pflicht war erfüllt, die Tabellenführung souverän zurückerobert, doch zufrieden war Gudjon Valur Sigurdsson nur mit den zwei gewonnenen Punkten. "Es gibt noch vieles, was wir besser machen können", sagte der isländische Kapitän des VfL Gummersbach nach dem 38:30(19:16)-Sieg vor 1921 Zuschauern in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle gegen die MT Melsungen. Zwar hatten die Blau-Weißen teilweise Traumhandball geboten - aber eben auch Phasen der Lässigkeit eingelegt. "Vielleicht hatten wir schon das große Spiel gegen Celje im Hinterkopf", mutmaßte Sigurdsson. Am Donnerstag empfängt der Rekordmeister den slowenischen Champions-League-Sieger in Leverkusen. Melsungens Trainer Ratislav Trtik war trotz der Niederlage zufrieden: "Das ist ein Erfolg, dass wir mit weniger als zehn Toren verloren haben."

    Gummersbach startete furios. Nach knapp fünf Minuten führte der VfL mit 4:0, und als Kreisläufer Robert Gunnarsson einen Tempogegenstoß per Kempa-Trick zum 11:4 abschloss (13.), jauchzten die Zuschauer. "Wir haben in der ersten Viertelstunde schnellen und schönen Handball gespielt", sagte VfL-Trainer Alfred Gislason, "aber dann haben wir völlig die Linie verloren."

    Der Gastgeber leistete sich technische Fehler. Zur Pause war das Spiel beim 19:16 wieder offen. Acht weitere Minuten im zweiten Abschnitt taten sich die Oberberger schwer, doch nach dem 23:19 (38.) sorgten vor allem die Tempogegenstöße Sigurdssons für den siebten Sieg im achten Bundesligaspiel. Derweil teilte Klubchef Hans-Peter Krämer mit, dass der geplante Transfer von Thomas Knorr (HSV Hamburg), der den verletzten Abwehrchef Jakobsson ersetzen sollte, nicht zustande kommt. Der 83-malige Nationalspieler sagte aus familiären Gründen ab.
    VfL-Statistik: Fazekas (1.-53. Minute; 20 Paraden), Ramota (53.-60., 2 Paraden); Ilic (7/1), Gunnarsson (5), Spatz (1), Alvanos (3), Sigurdsson (10), Wiegert, Narcisse, Lützelberger (je 2), Zrnic (6/2), Vucicevic,

    (Quelle:http://www.ksta.de)

    Zitat

    Original von Karl
    Das heißt es ja nicht, es wurde ja nur von Etat gesprochen. Krämers Lebensunterhalt wurde ja auch nicht von dem VFL bestritten, sondern von der Kreissparkasse Köln.

    Krämer ist doch kein Manager beim VfL; er ist Vorsitzender des Aufsichtsrates.
    Manager ist immer noch Stefan Hecker.

    VfL-Chef Hans-Peter Krämer rechnet damit, dass sein Abwehrchef Sverre Andreas Jakobsson frühestens Mitte Dezember wieder zum Einsatz kommen kann.
    Damit hat der VfL nach François-Xavier Houlet, der gestern wieder Zuhause erwartet wurde, und Denis Zakharov nun einen dritten Langzeitverletzten. "Wir müssen etwas tun", sagt Manager Stefan Hecker. Die VfL-Verantwortlichen denken dabei unter anderem an eine kurzfristige Verpflichtung von Thomas Knorr, der beim HSV Hamburg nicht mehr richtig zum Zug kommt. Er könnte Jakobsson in der Abwehr vertreten.

    (Quelle.OVZ vom 07.10.2006)

    Jakobsson wird operiert
    VfL auf der Suche nach einem Ersatz

    GUMMERSBACH. Die Hoffnungen von Sverri Jakobsson erfüllten sich nicht. Mehrere Wochen war sein Bein ruhig gestellt, doch es brachte nicht die gewünschte Besserung. 90 Prozent der Fasern des vorderen Syndesmosebandes des Isländers sind teilgerissen und nur wenige während der Ruhigstellung wieder zusammen gewachsen. Darum wird Jakobsson am Montag operiert. VfL-Chef Hans-Peter Krämer rechnet damit, dass sein Abwehrchef frühestens Mitte Dezember wieder zum Einsatz kommen kann.


    Damit hat der VfL nach François-Xavier Houlet, der gestern wieder Zuhause erwartet wurde, und Denis Zakharov nun einen dritten Langzeitverletzten. "Wir müssen etwas tun", sagt Manager Stefan Hecker. Die VfL-Verantwortlichen denken dabei unter anderem an eine kurzfristige Verpflichtung von Thomas Knorr, der beim HSV Hamburg nicht mehr richtig zum Zug kommt. Er könnte Jakobsson in der Abwehr vertreten. "Wir müssen jemand finden, der uns weiter hilft", sagt Gislason: "Uns nutzt niemand, der neben mir auf der Bank sitzt." (ank).

    (Quelle:OVZ vom 07.10.2006)

    Zitat

    Original von Stenimaus
    Nächster Rückschlag für den VfL: Jakobsson fällt langfristig aus

    (pl/6.10.2006-15:40) Gummersbach – Die Handballer des VfL Gummersbach müssen den nächsten personellen Dämpfer einstecken: Nach Houlet und Zakharov fällt nun auch Sverre Jakobsson langfristig aus.

    Bereits seit Wochen laboriert der Isländer an einer Verletzung im Sprunggelenk. Die Syndesmose, also die Bandstrukturen zwischen Schienbein und Wadenbein-Band sind angerissen, sodass die medizinische Abteilung des VfL ihn per Gips-Verband vor rund drei Wochen aus dem Verkehr gezogen hatte. „Die Maßnahme hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht, Jakobsson wird am Montag operiert und fällt somit langfristig aus“, so VfL-Boss Hans-Peter Krämer, der damit also gleich drei Spieler (Houlet, Zakharov, Jakobsson) für längere Zeit ins Lazarett verabschieden muss.


    Zudem kuriert derzeit Torwart Goran Stojanovic seine alte Oberschenkel-Zerrung aus, die ihn am vergangenen Sonntag beim Champions League-Debüt in Reykjavik zur vorzeitigen Aufgabe zwang. In seinem Fall rechnen die Gummersbacher Verantwortlichen noch von rund zwei Wochen Pause.

    Quelle: oberberg-aktuell.de


    Das liest sich schon wie die 10 kleinen Negerlein.
    Von nun 13 Feld-Spielern 3 Langzeitverletzte plus TW Goran Stojanovic, bleiben nun für die 3 Hochzeiten 10 Feldspieler und 2 Torleute. Der nächte Ausfall durch Überbeanspruchung scheint vorprogrammiert. Sch....

    Interview mit Bennet Wiegert
    „Ich will einfach nur der Mannschaft helfen"


    Bennet, mit 24 Jahren bist du jetzt kaum noch ein Nachwuchsspieler.
    Nein, das ist jetzt vorbei. Ich will auch nicht als ewiges Talent enden, sondern mich in der Bundesliga beweisen.

    Welche Entwicklung stellst du derzeit bei dir selbst fest?
    Ich bin in einem Umbruch, Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich fühle mich gut. In der jetzigen Konstellation beim VfL Summersbach habe ich auch nicht so viel Druck in Sachen Tore werfen. Viele lassen sich daran messen, aber das Ist Quatsch, Ich freue mich jetzt viel mehr über zehn schöne Pässe als früher über zehn Tore.

    Stärken kann man schon mal Stärken sein lassen, man muss In erster Linie an den Schwächen arbeiten -was steht bet dir Im Moment Im Vordergrund?
    Man wird nie alles richtig machen und perfekt sein. Darüber rnuss man sich im Klaren sein. Für mich ist wichtig, dass ich da bin, wenn Alfred mich, egal auf welcher Position, reinwirft. Ich will einfach nur der Mannschaft helfen.

    Wenn du auf der Mitte eingesetzt wirst, Ist es deine Aufgabe, das Spiel zu dirigieren. Dazu gehören auch Anweisungen an einige sehr renommierte Spieler, die „Stars".
    Damit habe ich kein Problem, das kenne ich noch aiis Magdeburg. Für mich zählen auch nicht die Namen, sondern die Typen, Außerdem gibt es bei uns keine „Stars", Die, die das Recht hätten, als solche aufzutreten, tun es nicht. Ganz im Gegenteil.

    Alle sagen, die Stimmung in der Mannschaft sei hervorragend - das findest du also auch?
    Ja. Jeder kann sehen, welchen Spaß wir am Handball haben. Das sagt eigentlich alles.

    Du bist beim VfL nicht der einzige Spieler, der Alfred G Islason schon von der Jugend an kennt. Was bedeutet dieses Verhältnis für dich?
    Ich bin Alfred wirklich dankbar. Er hat sich nach zwei Jahren wieder an mich eriinnert,das macht mich schon stoiz. Ich schätze ihn als Trainer und als Mensch unheimlich, als Mensch wohl sogar am allermeisten. Und ich kenne ihn, ich weiß, wie alles abtäuft, was den Einstieg hier beim VfL Gummersbach zusatzlich erleichtert hat.

    Was müsst Ihr alle gemeinsam und du mit deinen Nebenleuten noch erarbeiten?
    Erst einmal ist die Person Bennet Wiegert egal, nur der VfL ist wichtig - und das sieht im Moment auch gut aus. Manche Mannschaftert brauchen drei Jahre, bis alle die Laufwege der anderen Spieler kennen. Da finde ich es ganz erstaunlich, was wir nach ein paar Spielen schon erjreicht haben.

    Die Champions League Ist für dich nicht neu, du hast sie 2002 mit dem SCM sogar gewonnen. Einer der Gegner war Celje.
    Celje haben wir im Viertelfinale besiegt, und an dieses Erlebnis erinnere ich mich gerne zurück. Wir hatten nicht damit gerechnet so weit zu kommen und spielten iin Berlin ; in der Max-Schmeling-Halle. Dort haben wir mit zwei Toren knapp verloren. Dann haben wir es geschafft, das Rückspiel in Celje mit drei Toren zu gewinnen. Die hatten Spieler wie Peric und Vugrinec in ihren Reihen — und die Halle ist ein absoluter Hexenkessel, das war wirklich der Wahnsinn. Das war ein ganz entscheidender Sieg, am Ende waren wir mit einer Differenz von einem Tor weiter.

    Und die aktuelle Champlons-League-Sai-son mit dem VfL?
    Da kann man noch nicht viel zu sagen, rnan muss es von Spiel zu Spiel angehen, wie in der Bundesliga auch. Ich finde aber, wir haben eine gute Gruppe erwischt. Da wollen wir natürlich das Beste draus machen.


    (Quelle:VfL Magazin zum Spiel VfL:Melsungen)

    Zitat

    Original von ALI

    naja - inwieweit die 4,5 mio vom vfl stimmen mag man auch bezweifeln - 14 - 15 spieler + trainer + manager + 2-3 angestellte da kommt schon n ordentlicher batzen zusammen * dann noch hallenmiete und fahrtkosten und der ganze kleinkram drumherum

    ich denk mal, dass jeder verein sich arm rechnet, um n euro mehr oder weniger am finanzamt oder bei den versicherungen vorbeizuschleusen

    Dann bestehen wohl her Zweifel am Etat von 3.5 Mille des SCM bei 20 Spielern + Trainer + Manager + 32-3 Angestellte da kommt schon n ordentlicher batzen zusammen * dann noch hallenmiete und fahrtkosten und der ganze kleinkram drumherum

    05.10.2006
    36:25-SIEG
    VfL versenkt die Wikinger


    Von ALEXANDER HAUBRICHS

    Leverkusen – Es sah am Ende aus wie ein Spaziergang – und war doch ein hartes Stück Arbeit.

    Im ersten Heimspiel in der Königsklasse versenkte der VfL Gummersbach die Winkinger von Sandefjord TIF, setzte sich am Ende deutlich mit 36:25 (15:15) durch.

    Trotzdem war Coach Alfred Gislason sauer. Vor allem über die erste Hälfte: Nix wars mit Tempohandball, es schien, als müsste der VfL den vielen Spielen der letzten Wochen Tribut zollen. Immer wieder führten die Außenseiter aus Skandinavien vor den 1745 Fans in der Wilhelm-Dopatka-Halle, während der VfL verkrampfte. „Es kommt nichts aus dem Rückraum, einige wirken, als wären sie gar nicht da“, schimpfte Boss Hans-Peter Krämer zur Pause.

    Das sah Gislason ganz ähnlich. Beim 6:9 nahm er die erste Auszeit (14.), doch Sandefjord ging noch zweimal in Führung (22., 29.). Der Coach wand sich an der Seitenlinie, haderte mit seinen Spielern und den Schiris – und verbrachte die letzten Minuten der ersten Hälfte schmollend auf einem Stuhl.

    Kein Tempogegenstoß saß, fatale Stellungsfehler entblößten immer wieder die Abwehr – mit Mühe und Not rettete man das Remis in die Kabinen. Kreisläufer Robert Gunnarsson: „Das Ergebnis ist o.k.. Aber wir haben unglaublich schlecht gespielt.“

    Hatte der VfL auf der langen Reise nach Island zuviel Kraft gelassen? Offenbar nicht. Denn wieder reichte eine Kabinenpredigt von Gislason, um seine Stars zu wecken.

    In 18 Minuten zogen sie mit einem 15:5-Lauf davon. Den Coach besänftigt hatten sie nicht: Als Gunnarsson ein Kabinettsstückchen misslang, gab es finstere Blicke von der Bank. Kapitän Gudjon Sigurdsson: „Wir haben uns sehr schwer getan. Aber am Ende zählt nur das Ergebnis.“

    (Quelle:http://www.express.de)

    Prämien gibt es nur noch beim Titelgewinn

    Manager Stefan Hecker über ehrliche Zahlen und das Erfolgsrezept des VfL Gummersbach

    Sportlich befindet sich der VfL Gummersbach derzeit auf einem Höhenflug. Finanziell sieht Stefan Hecker den VfL auf Dauer aber nicht konkurrenzfähig. Über dieses Thema sprach Dieter Lange mit dem VfL-Manager.

    Frage:

    Herr Hecker, der VfL Gummersbach hat den Saisonetat in dieser Saison von 5 auf 4,5 Millionen Euro heruntergefahren. Und trotzdem ist er sportlich so erfolgreich wie lange nicht mehr. Wie heißt das Erfolgsrezept?

    Hecker:

    Wir haben bekanntlich Ende vergangener Saison mit acht Abgängen einen personellen Schnitt gemacht. Damit ging einher, dass wir einige teure Spieler nicht mehr auf der Gehaltsliste haben. Einmal zahlen wir jetzt keine überhöhten Gehälter mehr, aber auch die Prämienzahlungen haben wir drastisch zusammengestrichen. Heute werden nur Prämien gezahlt, wenn ich dafür auch höhere Sponsorengelder bekomme. Ein Beispiel: Bei einem Titel sehen die meisten Sponsorenverträge zusätzliche Zahlungen vor, die kann ich dann an die Spieler weitergeben. Aber nicht, wenn ich aber nur, wie in den letzten zwei Jahren, das Halbfinale im EHF-Cup erreiche, dann habe ich keinen Cent von den Sponsoren mehr erhalten.

    Frage:

    Also hat der VfL bisher überhöhte Gehälter gezahlt?

    Hecker:

    Die Spieler versuchen natürlich, immer das Optimale für sich herauszuholen. Ich kenne das Geschäft auch von der anderen Seite, schließlich war ich 23 Jahre Profi, davon allein 21 Jahre bei TuSEM Essen. Die VfL-Spieler werden gut und leistungsgerecht bezahlt, es gibt aber keine Extraprämien mehr.

    Frage:

    Mit 4,5 Millionen Euro Saisonetat liegt der VfL in der Spitzengruppe. Warum soll er dann auf Dauer finanziell nicht konkurrenzfähig sein?

    Hecker:

    Wir haben ehrliche Zahlen veröffentlicht. Ich habe aber den begründeten Eindruck, dass es andere Vereine bei der Veröffentlichung ihrer Etathöhe mit der Wahrheit nicht so genau genommen haben. In einigen Fällen dürften die Etats erheblich höher liegen. Das kann ich mir leicht ausrechnen, denn ich weiß, was die meisten Spieler verdienen.

    Frage:

    Wie hoch ist der Anteil , der durch Zuschauereinnahmen gedeckt wird?

    Hecker:

    Vielleicht 20 Prozent - aber hier liegt noch ein großes Steigerungspotenzial. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass wir in der Kölnarena einen guten Zuschauerschnitt haben, aber die Arena auch sehr teuer ist.

    Frage:

    Und dennoch, ohne Kölnarena hat der VfL keine Zukunft, oder?

    Hecker:

    Das ist absolut richtig: Einmal ist der VfL durch die Kölnarena in aller Munde, außerdem ist sie bei allen Vertragsgesprächen mit den Spielern ein Trumpf für uns. Das Wichtigste ist allerdings: Ohne die Kölnarena hätten wir wahrscheinlich keinen unserer zwölf Premium-Partner an Land gezogen.

    Frage:

    Stichwort Partner: Ihr Verdienst ist es, sich ganz intensiv um den Business-Club, also die kleineren und mittleren Sponsoren, gekümmert zu haben. Können Sie da Zahlen nennen?

    Hecker:

    Als ich am 1. Juni 2004 angefangen habe, hatten wir 20 Mitglieder im Business-Club, heute sind es über 140 - Tendenz steigend. Und dieser Kreis zahlt immerhin mehr als eine Millionen Euro.

    Frage:

    Was erhalten die Business-Club-Partner als Gegenleistung vom VfL?

    Hecker:

    Auf jeden Fall zu jedem Heimspiel zwei VIP-Karten, ihre Visitenkarte steht im Programmheft und erscheint auf dem Monitor in der Kölnarena, und sie dürfen für Werbezwecke das VfL-Logo verwenden. Natürlich sind wir für Zusatzgeschäfte immer offen.

    Frage:

    Stichwort VIP-Zelt in Gummersbach. Warum ist dies erforderlich, zumal es da zuletzt noch Diskussionen um angebliche Lärmbelästigung gegeben hat?

    Hecker:

    Da kann ich wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Das Zelt bauen wir vor jedem Heimspiel für viel Geld ja nicht zum Spaß auf, sondern weil der kleine VIP-Raum in der Eugen-Haas-Halle schon lange nicht mehr ausreicht. Wir haben dadurch deutlich höhere Kosten, aber dazu keine Alternative. Die Leute zahlen viel Geld, dafür wollen sie zumindest in Ruhe ein paar Bierchen trinken und etwas Essen. Auch ein wichtiger Grund, warum Hans Peter Krämer so vehement für eine neue Halle in Gummersbach kämpft.

    Frage:

    Überspannt er mit seiner Kritik an der Stadt Gummersbach nicht manchmal den Bogen?

    Hecker:

    Natürlich hat auch Herr Krämer Ecken und Kanten. Aber eins muss man ohne Wenn und Aber sagen: Ohne Herrn Krämer gäbe es den VfL nicht mehr, oder höchstens in der Verbandsliga. Und außerdem, wenn er die Brocken aus Verärgerung hinschmeißen würde, würden hier ebenfalls die Bundesliga-Lichter ausgehen. Um es ganz deutlich zu sagen: Herr Krämer hat und tut so ungemein viel für den VfL, da hat er auch schon mal das Recht, etwas zu fordern, auch von der Stadt Gummersbach.

    Frage:

    Ist es bei den derzeitigen Erfolgen des VfL leichter, ihn zu vermarkten?

    Hecker

    : Zunächst einmal, das ist ein Geschäft für Klinkenputzer. Aber es ist sicherlich richtig, dass man es heute leichter hat als vor einigen Jahren, als die unsägliche Maxima-Ära noch nachwirkte und auch die sportlichen Erfolge nicht so da waren.

    Frage:

    Wie steht die oberbergische Wirtschaft denn heute hinter dem VfL?

    Hecker:

    Natürlich ist ein Großteil der Business-Partner aus dem Oberbergischen Kreis, aber ich mache vor den Kreisgrenzen nicht Halt. Wichtig ist für mich, dass sich die Business-Partner auch untereinander kennen, eventuell sogar mit und über den VfL Geschäfte machen.

    Frage:

    War das immer so?

    Hecker:

    Nein: Früher gab es noch viele alte Seilschaften beim VfL, da bekamen Firmen Aufträge von uns, die noch nie etwas für den VfL getan haben. Das gibt es heute nicht mehr. Ich ertappe mich schon selbst dabei, dass ich privat nur noch Verträge mit Firmen oder Geschäften abschließe, die den VfL sponsern.

    Frage:

    Stimmt es, was einige Politiker in Gummersbach behaupten, dass sich der VfL insgeheim schon ganz in Richtung Köln verabschiedet hat?

    Hecker:

    Wenn ich so einen Blödsinn lese, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Man muss doch einmal die Realität sehen: Mit der Kölnarena haben wir die beste Halle in der Bundesliga, mit der Eugen-Haas-Halle aber auch die schlechteste. Rein mathematisch ergibt das Durchschnitt - und durchschnittlich kann und will der VfL nicht sein, sonst hat er auf Dauer keine Zukunft.

    Frage:

    Wie beurteilen Sie persönlich die Chancen auf eine neue Halle in Gummersbach?

    Hecker:

    Ich habe die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben, obwohl die Zeit langsam drängt.

    Frage:

    Und was passiert mit dem VfL nach Hans-Peter Krämer?

    Hecker:

    Er ist ein absoluter Macher, der auch ohne den Posten Vorstandschef der Kreissparkasse Köln noch unglaubliche Beziehungen hat. Und ich denke, er wird die Weichen auch in die Nach-Krämer-Ära stellen. Aber das ist heute zum Glück noch kein Thema, im Gegenteil, die derzeitigen Erfolge und vor allem die tolle Truppe machen ihm viel Spaß. Und nicht zu vergessen der neue Trainer Alfred Gislason, der zweifellos ein Glücksfall für den VfL ist.

    (Quelle:OVZ vom 06.01.2006)