Beiträge von Rentner

    Trainerstimmen:

    Michael Roth (TV Großwallstadt):
    Das war ein famoser Sieg des VfL. Wir sind zu einem so genannten Spitzenspiel gefahren und hatten uns vorgenommen, die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage fortzusetzen. Aber wir haben heute nur eine Spitzenmannschaft gesehen. Die Art und Weise der Niederlage war deprimierend. Wir waren von Anfang an nicht in der Lage, das Tempo in der Rückwärtsbewegung mitzugehen.

    Der VfL spielte sich dann in einen Rausch. Nach der Pause wollten wir das Ergebnis im Rahmen halten. Vielleicht hat uns das Mittwochspiel gegen Kronau-Östringen zu viel Kraft gekostet, jedenfalls konnten unsere Leistungsträger heute nicht Paroli bieten. Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen und wir wissen, wo wir stehen.

    Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
    Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir waren auf ein knallhartes Spiel vorbereitet, ich hatte eigentlich eine Entscheidung in den letzten Sekunden erwartet. Wir haben den Druck nach vorne super umgesetzt, die Abwehr stand super und der Gegenstoß klappte ebenfalls, heute ist einfach alles gelungen. In dieser tollen Mannschaft einen einzelnen Spieler zu loben, ist nicht einfach, denn alle haben gut gespielt. Aber Nandor Fazekas hat ein Superspiel gemacht, er kann so jede Woche Vater werden. Dazu haben wir einen großartigen Daniel Narcisse gesehen.

    (Quelle:http://www.vfl-gummersbach.de)

    Zitat

    Original von Jever
    Quelle? ;)

    VfL-Magazin(2) unter http://www.vfl-gummersbach.de

    Wie auch das Interview mit Gudjon Valur Sigurdsson:

    Interview mit Mannschaftskapitän Gudjon Valur Sigurdsson

    „Man muss selbstkritisch sein“

    Der Mannschaftsrat, in dem schon François-Xavier Houlet, Christian Ramota und du waren, wurde in der Sommerpause um Goran Stojanovic und Daniel Narcisse erweitert. Wie verlief das?

    Letztes Jahr waren im Mannschaftsrat vier Spieler. Mit dem Weggang von Steinar Ege sollte dann die Lücke gefüllt werden. Alfred Gislason hat Daniel und Goran vorgeschlagen, und das war für uns okay.

    Welche Aufgaben habt ihr?

    Wir haben nicht wirklich Pflichten. Es ist eher so, dass wir alle Probleme, die möglicherweise auftauschen könnten, lösen wollen. Wenn irgend etwas ist, können die anderen Spieler immer zu uns kommen, und wir wenden uns dann z.B. an den Aufsichtsrat, wenn es nötig ist.

    Und du bist jetzt Manschaftskapitän geworden – zum ersten Mal?

    Nein, ich war ein paar Spiele bei der Nationalmannschaft Kapitän und in Essen Vize.

    Musst du jetzt mehr Autorität zur Geltung bringen?

    Es geht nicht darum, dass einer sich hinstellt und die anderen zurechtweist. Wir müssen als Mannschaft funktionieren, das kann nicht einer alleine machen. Jeder hat mal gute und mal schlechte Tage, das wissen wir, und so verhalten wir uns auch.

    Wie läuft es mit den Neuzugängen?

    Die Neuen haben viel für die Integration getan und sehr schnell Deutsch gelernt. Bis bis jetzt hat das gut funktioniert, und ich habe keinen Grund zu erwarten, dass sich das ändern wird.

    Nun gibt es als größte Gruppen die Jugoslawen und die Isländer...

    „Gruppenbildung“ ist ein Wort, das meist im negativen Sinn verwendet wird, und wir haben sie auch nicht. Klar wendet sich jemand, der neu ist, erst mal seinen Landsleuten zu, das ist ja normal. Aber wenn wir im Hotel sind, geht jeder zu allen anderen aufs Zimmer und unterhält sich mit den Kollegen.

    Wie beurteilst du den Übergang von der Vorbereitung in den Saisonstart?

    In der Vorbereitung wussten wir nicht immer, wo wir standen, weil wir auch nicht immer komplett waren. Aber wir helfen uns gegenseitig. Wenn ein Spieler verletzt ist, übernehmen andere die Verantwortung.

    Ihr habt bis jetzt die Erwartungen Vieler übertroffen.

    Wir haben auf jeden Fall genug Selbstvertrauen. Und wir spielen nicht besser oder schlechter als wir erwartet haben. Aber ich bin nicht überrascht, dass wir so spielen können, wie wir das tun. Wir wissen auch alle, dass wir vieles noch besser machen können. Ich habe aber bisher nichts vorausgesagt und werde das auch weiterhin nicht tun. Es zählt immer nur das nächte Spiel.

    Über Daniel Narcisse wurde in letzter Zeit nicht nur viel gesprochen, weil er den Spielmacher-Posten übernommen hat.

    Daniel ist für mich zurzeit einfach der beste Spieler der Welt. Der kann alles: werfen, spielen und decken. Eins gegen eins ist er kaum zu stoppen. Der Gegner muss einfach hoffen, dass er einen schlechten Tag hat. Er ist jetzt auch lauter als in der Vergangenheit und äußert seine Meinung. Die Mannschaft hat Respekt vor ihm. Das ist alles schön zu sehen. Daniel ist einfach phänomenal.

    Alexis Alvanos ist neu beim VfL im rechten Rückraum, der hier ja eine besondere Vergangenheit hat.

    Die Leute haben natürlich Yoon im Hinterkopf, aber das ist nicht zu vergleichen. Alexis ist in jeder Hinsicht ein ganz anderer Typ. Er ist richtig dynamisch, hat ein gutes Auge und einen guten Wurf. Er kann uns sehr weiter helfen. Wenn nur dieses Verletzungspech nicht wäre. Gerade als er kam, als er fitter wurde und zeigte was für ein guter Spieler er ist, hat es ihn wieder erwischt.

    Sverre Jakobsson war fast ein Unbekannter, jetzt macht er schon von sich reden.

    Ich kenne ihn, wir haben schon vor acht Jahren in Island zusammen gespielt. Früher hat er auch im Angriff gespielt, jetzt nur noch in der Deckung – und das richtig gut. Er hat relativ lange kein Handball gespielt, dann in Island, was schon noch ein Unterschied ist. Und jetzt kommt er her und zeigt, dass er was drauf hat. Er ist vom Willen und Charakter her ein sehr gesunder Typ. Er hat sich jetzt schon sehr gut gemacht in der Bundesliga. Es ist auch wichtig für die isländische Nationalmannschaft, dass er in der Bundesliga gut spielt.

    Auch du warst im Gespräch – als möglicher Mittelmann.

    Ja, aber ich selbst wollte diese Diskussion nicht und habe mich daran nicht beteiligt. Ich würde alles spielen. Wenn der Trainer sagt, ich soll ins Tor gehen, dann gehe ich ins Tor.

    Mit welcher Einstellung geht ihr die kommenden Aufgaben an?

    Man macht Fehler, und das wird auch weiterhin so sein. Man muss selbstkritisch sein. So wachsen wir als Mannschaft. Man kann immer noch etwas lernen, und diese Einstellung passt zu uns. Wir werden nie denken, dass wir alles können und alles erreicht haben.

    14.09.2006 - Das Traditionsduell ist das Schlagerspiel

    Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga macht es deutlich. Am Samstag steigt in der Eugen-Haas-Halle (18.30 Uhr) das Schlagerspiel des fünften Spieltages. Der VfL erwartet als Spitzenreiter mit dem TV Großwallstadt eine noch ungeschlagene Mannschaft der laufenden Saison, die ihre Ambitionen mit einem überzeugenden Heimsieg gegen die SG Kronau-Östringen am Mittwoch bestätigte. Ein Unentschieden zum Auftakt beim THW Kiel war das erste Ausrufezeichen, das Trainer Michael Roth mit seinem Team in den letzten Wochen setzte. "Die Vorzeichen sind klar, der VfL ist Favorit und wir krasser Außenseiter", sagte Michael Roth, "wir kommen aber nicht nach Gummersbach, um zu verlieren, sondern wollen unsere Serie fortsetzen, auch wenn der Sieg gegen Kronau-Östringen sehr viel Kraft gekostet hat."

    In der vergangenen Saison war der TVG am Ende Siebter und begeisterte dabei zeitweise mit herrlichem Tempohandball. Zwar verlor das Team mit Dominik Klein einen der herausragenden Protagonisten des neuen Stils, aber personell schwächer besetzt ist das Aufgebot in Großwallstadt definitiv nicht. Mit dem 105-fachen Nationalspieler Jan-Olaf Immel kehrte zu Saisonbeginn ein wichtiger Baustein der Abwehr nach langer Verletzungspause zurück. Das gleiche Schicksal musste auch der Ukrainer Wjatscheslaw Lochmann verarbeiten, der sich ebenfalls fit zurückmeldete und getrost als weiterer "Neuzugang" angesehen werden kann. Fünf Spieler wurden dazu im Sommer neu verpflichtet, vor allem mit dem dänischen Nationalspieler Anders Oechsler dürfte sich die Qualität des Rückraums erhöhen. Die beiden Isländer Alexander Petersson und Einar Holmgeirsson haben ebenfalls internationale Erfahrung und bilden ein Gespann, das auf der rechten Angriffsseite zu den torgefährlichsten der Liga zählt. Erwähnt man auch noch die deutschen Nationalspieler Jens Tiedtke, Andreas Kunz, Heiko Grimm und Torwart Chrischa Hannawald, mutet es als künstliches Understatement an, wenn Michael Roth von einer Mannschaft ohne Stars spricht. Die gibt es inzwischen beim wieder erwachten TV Großwallstadt wie beschrieben im Dutzend. "Wir sind eine geschlossene Einheit und schlecht auszurechnen, das sieht man auch an der Torstatistik", sagte Michael Roth, "wir bauen auf Teamspirit." In der Vorbereitung trafen im Übrigen beide Mannschaften schon zweimal aufeinander.

    Der TV Großwallstadt gewann beide Spiele und bestätigte schon damals, dass das Erreichen eines Europapokal-Wettbewerbs kein unrealistisches Saisonziel sein muss. Der VfL Gummersbach ist also hinreichend gewarnt.

    Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach):

    Wir werden am Samstag auf eine wirklich sehr starke Mannschaft treffen. Ich glaube, dass Großwallstadt seit zehn bis fünfzehn Jahren nicht mehr eine Mannschaft mit dieser Qualität hatte. Ich sehe sie in der Verfolgerrolle der Topklubs, denn sie haben sich in dieser Saison personell verstärkt.

    Jan Olaf Immel hat ja ein Jahr gar nicht gespielt, er ist aber jetzt in der Abwehr im Mittelblock mit Ulrich Wolf wieder ein ganz wichtiger Mann. Auch der Ukrainer Lochmann im linken Rückraum ist eine Bereicherung, das hat er schon mehrfach bewiesen. Meine Landsleute Petersson und Holmgeirsson sind ebenfalls sehr wichtig im System von Großwallstadt, dazu gibt es noch einige deutsche Nationalspieler. Michael Roth hat als Trainer sehr gute Arbeit
    geleistet, sie spielen einen modernen und sehr schnellen Handball.

    Ich bin froh, dass unser Physiotherapeut zu Beginn dieser Woche einen so tollen Job gemacht hat und Alexis Alvanos bis Mittwoch spielfähig bekam. Jeder konnte in Wetzlar sehen, wie wichtig er für unser Spiel ist. Auch gegen die aggressive Abwehr, die wir von Großwallstadt kennen, ist er ein ganz wichtiger Mann. Es war gut zu sehen, wie Alexis mit aller Macht um seinen Einsatz kämpfte. Er hat auf die Zähne gebissen und bewiesen, dass er kein Weichei ist.

    Es wird am Samstag sicher ein ganz enges Spiel. Deshalb hoffe ich auch auf ein ausverkauftes Haus in Gummersbach, das uns den Rücken stärkt. Wir haben in Kiel gewonnen, sind Tabellenführer und jetzt kommt mit Großwallstadt der alte Rivale mit einer Topmannschaft. Mehr kann man nicht machen.

    (Quelle:http://www.vfl-gummersbach.de)

    Interview mit Sverre Andreas Jakobsson
    „Es macht mir alles einen riesigen Spaß“

    Dir scheint es nichts auszumachen, jetzt einen reinen „Abwehrrecken“ zu geben.

    Nein, absolut nicht. Ich mag meine Rolle. Ich weiß, was da von mir erwartet wird, und ich konzentriere ich hundertprozentig darauf. Trotzdem – es ist nicht wichtig, aber es wäre schon ein Spaß, in dieser Saison wenigstens ein einziges Tor zu machen. Vielleicht ergibt sich diese Gelegenheit ja irgendwann mal.

    Du bist jetzt ganz unverhofft in die Bundesliga gekommen. Was sind die Unterschiede zu Island?

    In Island hat man viele junge, schnelle Spieler mit guter Technik, aber es gibt nicht viele Shooter-Typen, nicht viele, die auch körperlich richtig stark sind. Aber die meisten Clubs haben immer ein bis zwei Leute mit großem Potenzial.

    Das ist also eine Umstellung für dich.

    Ja, zu Hause war das Spiel schon etwas anders. Ich will nicht sagen man konnte sich ausruhen, aber du wurdest nicht für kleine Nachlässigkeiten so derbe bestraft wie in der Bundesliga. Wenn du hier einen Sekundenbruchteil nicht aufpasst, tricksen dich die Gegner gnadenlos aus.

    Du hast bei deinen ersten Auftritten in Deutschland schon großes Lob erfahren – wie zufrieden bist du selbst mit deiner Leistung?

    Es macht mir alles einen riesigen Spaß. Und ich bemühe mich immer, zu kämpfen und mein Bestes zu geben. Anfangs, in der Vorbereitung, war ich aber nicht immer zufrieden. Vielleicht fehlte mir noch die Spielpraxis, ich wusste jedenfalls, dass ich noch nicht die Leistung bringe, die bei mir möglich ist. Ich kam dann vom Training nach Hause und habe mir Gedanken gemacht, was ich verbessern könnte. Ich habe das auch mit Alfred besprochen, wir sind alles durchgegangen, wir haben uns Videos angesehen, und er hat mir wirklich viel beigebracht. Ich weiß, dass ich mich noch deutlich verbessern kann, wenn ich wirklich fit bin, im Moment werden aber noch die Bänder im Sprunggelenk behandelt.

    Wie läuft es mit Momir, deinem Nebenmann im zentralen Abwehrblock?

    Unser Verhältnis muss richtig gut sein, das ist ganz wichtig. Wir kommen auch super miteinander aus, nur haben wir noch eine kleine Sprachbarriere. So ist schon der eine oder andere Fehler aus Missverständnissen heraus entstanden. Im Stress der Situation brülle ich manchmal einfach etwas auf Isländisch heraus – und ihm geht es auch so. Aber wir haben schon eine Sprache mit Gesten und Signalen entwickelt. Das wird demnächst ganz eindeutig noch viel besser, wenn wir beide besser Deutsch können. Aber schon jetzt kämpfen wir zusammen wie ein Mann, wir bauen einander positiv auf, keiner schnauzt den anderen an, wenn mal was schief geht. Ich muss schon sagen: Wie das läuft, das gibt einem einen richtigen Extra-Schub.

    Der Dritte im Bunde bei euch ist der Torwart. Und Goran hat zuletzt überragende Leistungen gezeigt.

    Ein guter Torwart im Rücken macht viele Dinge einfacher. Und wir warten nicht, bis es zu spät und das Spiel gelaufen ist, sondern versuchen uns immer direkt abzustimmen, herauszufinden, wie wir am besten auf verschiedene Situationen reagieren. Goran ist schon ein großartiger Typ. Und ich weiß, auch das wird sogar noch besser.

    Manchmal reagierst du im Kontakt mit den Schiedsrichtern noch zu impulsiv und gerätst in die Gefahr, durch Debatten Strafen zu kassieren.

    Ja, ich weiß das. Daran muss ich arbeiten. Nach dem Spiel besinne ich mich oft genug drauf, dass die jeweilige Entscheidung vielleicht doch in Ordnung war, auch wenn ich die Meinung der Schiedsrichter in der aufgeheizten Situation zuerst vielleicht nicht geteilt habe. In Island hatte ich mir eine klare Regel auferlegt. Die hieß: Klappe halten. Ich werde mich wieder darauf besinnen. Vielleicht war ich einfach in den ersten Bundesliga-Spielen etwas aufgedreht.

    Gleich am Anfang deiner noch jungen Bundesliga-Karriere hast du in Kiel gewonnen. Konntest du für dich persönlich nachvollziehen, dass das eine Art historisches Ereignis war?

    Oh ja, das war etwas ganz Besonderes. Ich habe über Jahre alles über die Bundesliga gelesen – und plötzlich stand ich da selbst auf meiner Position in der Ostseehalle, sozusagen in den Schuhen all der Spieler, über die ich gelesen hatte. Man darf aber nicht vergessen, dass es trotzdem nicht mehr als zwei Punkte waren, die wir gewonnen haben.

    Dieses Spiel ist aber eines von denen, die die Handballwelt lange nicht vergessen wird.

    Gut, aber was hilft uns dieses Spiel, wenn wir ein anderes unnötig verlieren. Man muss sich auf das nächste Spiel konzentrieren, das ist immer eine neue Mission, ein neues Projekt. Einem wirklich guten Team gelingt es, das Niveau auf einem hohen Level zu halten.

    Du hast jetzt schon Spiele in der Gummersbacher Halle erlebt und in der Kölnarena, was sagst du dazu?

    In Island waren vielleicht 200 Leute in der Halle. Dagegen ist ja schon die Eugen-Haas-Halle mit 1 600 Zuschauern eine große Sache. Aber die Kölnarena, das sind Dimensionen wie die Titanic. Ich hatte wirklich eine Gänsehaut: die gute Atmosphäre insgesamt, wie die Zuschauer mit bei der Sache waren, wie man sich um die Teams und die Dinge drumherum gekümmert hat, das war alles perfekt.

    Du strahlst große Zufriedenheit aus.

    Ja, das ist wahr. Ich habe es meiner Freundin zu verdanken, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Und die Atmosphäre in der Mannschaft ist einmalig. Dazu tragen hier alle Spieler bei.

    Ganz schöne Sch...

    14.09.2006 - Aktueller Verletztenstand beim VfL

    Nach den aktuellesten Informationen von VfL-Mannschaftsarzt Dr. Thomas Koppelberg stellt sich die Situation der verletzten Spieler im Moment wie folgt dar:

    Alexis Alvanos konnte gestern mit einem starken Tape-Verband wieder spielen. Er hatte in Folge einer Spielsituation in Flensburg, bei der er umknickte, einen Außenbänderteilabriss mit Kapselriss erlitten. Die massive Schwellung, die noch am Sonntag festzustellen war, konnte sehr gut behandelt werden. Man kann davon ausgehen, dass die Verletzung von Alexis Alvanos folgenlos ausheilen wird.

    Ein Rückschlag ist jedoch im Falle von Sverre Andreas Jakobsson zu vermelden. Der Isländer trägt jetzt einen Unterschenkelgips. Nachdem er vor vier Wochen umgeknickt war, hatte die Kernspin-Tomographie ergeben, dass in der vorderen Syndesmose einzelne, wenige Fasern gerissen waren. Die Behandlung verlief gut, aber seit dem Spiel in Flensburg klagte Jakobsson über eine Zunahme der Beschwerden. Eine weitere Kernspin-Tomographie zeigte, dass die Syndesmose durch einen Teilriss weiter geschädigt war.
    Wegen der Gefahr eines kompletten Risses geht man jetzt den sicheren Weg, der Gips soll verhindern, dass weitere Schäden auftreten. Eine Kernspin-Tomographie in drei Wochen soll dann zeigen, ob Jakobsson wieder trainieren kann.

    Auch bei Francois-Xavier Houlet kann noch keine Besserung gemeldet werden. Seine Wunde am Fuß ist aufgeplatzt, die Strecksehne kam zum Vorschein. Eine Operation scheint unumgänglich. Heute stellt sich Houlet bei einem Spezialisten in Ludwigshafen vor, der prüft, welches Verfahren einer plastischen Hautabdeckungsoperation angewendet werden kann.

    Bei Denis Zakharov verläuft derzeit alles nach Plan. Er hat jetzt einen einen Spezialstiefel als Gipsersatz bekommen, der sich dem Fuß anpasst.

    Zitat

    Original von scrollan
    wie schon viel früher geschrieben. der weggang von yoon tut dem vfl gut....und schwupps ist man tabellenführer

    Das war der VfL mit Yoon vor einem Jahr auch!

    Zitat

    Original von meteokoebes
    Nun ja, im allgemeinen uebertreibt der Express natuerlich auch ein bisschen und wie ernst es wirklich ist, koennen wohl nur die behandelnden Aerzte genau wissen.

    Das es ernst ist, schreibt auch http://www.oberberg-aktuell.de

    Komplikationen bei Houlets Heilungsprozess aufgetreten

    (pl/13.9.2006-16:55) Gummersbach – Eigentlich sollte Francois-Xavier Houlet bereits längst wieder ins Training eingestiegen sein, aber nach seiner Fuß-Operation sind Komplikationen aufgetreten.

    Nach der an sich erfolgreichen Operation am Fuß, als Ende Juli eine gutartige Geschwulst entfernt worden war, leidet der 37-Jährige nun an einem Hautdefekt. Zuvor hatte sich die Wunde entzündet. "Dieser Hautdefekt hat einen Durchmesser von rund vier Zentimetern", so Mannschaftsarzt Dr. Thomas Koppelberg. Da der Heilungsprozess keinerlei Fortschritte zeigt - im Gegenteil, es ist immer schlimmer geworden -, muss sich nun „Zouzou“ Houlet einer Hauttransplantation unterziehen. An ein Comeback ist angesichts dieser Umstände derzeit natürlich nicht zu denken.

    Eintracht Hildesheim - HSV Hamburg
    SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo
    HSG Wetzlar - VfL Gummersbach
    TV Großwallstadt - SG Kronau/Östringen
    GWD Minden - THW Kiel
    MT Melsungen - TuS N-Lübbecke
    SC Magdeburg - FA Göppingen
    Wilhelmshavener HV - HSG Nordhorn
    HSG Düsseldorf - HBW Balingen-Weilstetten

    Zitat

    Original von Meikel

    Das wäre zu dem Termin eigentlich kein Problem...am Samstag und auch am Sonntag ist die Hallle frei... Der VfL will diese Saison aber öfter in Gummersbach auflaufen, warum auch immer...

    Einfache Frage, einfache Antwort: Weil es eben immer noch der VfL Gummersbach ist!

    VfL reist als klarer Favorit nach Wetzlar

    (pl/12.9.2006-16:30) GM/Wetzlar – Personell arg gebeutelt, aber dennoch als klarer Favorit reisen die Handballer des VfL Gummersbach morgen zum Liga-Vorletzten HSG Wetzlar.

    Während die Gummersbacher mit einem starken Saisonauftakt aufwarten können und mit 8:2 Punkten den vierten Rang bekleiden, stehen die Fast-Absteiger der letzten Saison auch jetzt schon wieder mit dem Rücken zur Wand - 0:8 Punkte bedeuten den vorletzten Platz. Allerdings hatten die Hessen mit Flensburg und Kiel gleich zu Beginn zwei nahezu unlösbare Aufgaben zu bewältigen. Doch auch in Großwallstadt kam man mit 25:32 unter die Räder. Noch bitterer wiegt die jüngste 22:26-Heimschlappe gegen Melsungen.

    Den krassen HSG-Fehlstart kann man sicherlich auch am verletzungsbedingten Fehlen der beiden Leistungsträger Nebojsa Golic und Lars Kaufmann festmachen. Denn ansonsten haben die Wetzlarer durchweg Bundesliga-Durchschnittsware an Bord. Überflieger oder gar Stars – Fehlanzeige, zumal auch Routinier und Kreisläufer Robert Sigvartsson bereits schon länger fehlt, und der Ex-HSG-Golagetter Alexis Alvanos bekanntlich in Gummersbach angeheuert hat. Möglicher Weise könnte aber Spielmacher Golic morgen gegen den VfL (Anwurf: 20 Uhr) sein Comeback geben – gegen Melsungen saß er immerhin schon mal wieder auf der Bank.

    Apropos Alvanos: Die abschließende Diagnose hat einen einfachen Bänderriss im Sprunggelenk ergeben. „In Wetzlar und gegen Großwallstadt wird er auf jeden Fall noch fehlen. Ich hoffe aber, dass er vielleicht kommende Woche wieder langsam ins Training einsteigen kann und pünktlich zum Pokal-Auftritt in Melsungen wieder fit ist“, so Trainer Alfred Gislason, der also ganz auf seinen Neuen Milan Vucicevic bauen muss. „Milan hat in Flensburg seine Sache ordentlich gemacht, aber für volle 60 Minuten ist er eigentlich noch nicht fit genug.“

    Im Gegensatz zum Gala-Auftritt beim THW Kiel zeigt sich der ehrgeizige VfL-Coach im Rückblick auf die erste Saisonniederlage in Flensburg alles andere als erfreut. „Zum einen fehlte in der Deckung die Aggressivität, außerdem haben wir im Angriff den Kopf verloren und uns nicht an die besprochene Taktik gehalten. Wenn wir mit so einer Einstellung nach Wetzlar fahren, sehe ich schwarz“, so Gislason, der sich am vergangenen Sonntag selbst ein Bild vom kommenden Gegner machte. Dabei ist ihm vor allem die „starke kämpferische Leistung“ der Wetzlarer in Erinnerung geblieben. Gepaart mit einem frenetischen Publikum in der neuen Rittal-Arena wird es also sicherlich kein Spaziergang für die favorisierten Blau-Weißen.

    (Quelle:http://www.oberberg-aktuell.de)

    Ich weiss nicht, was diese Diskussion zu diesem Zeitpunkt bewirken soll?
    Lassen wir doch der Mannschaft und hier vor allem der Abwehr Zeit sich aufeinander einzustellen. Ein FvB wird in der Abwehr durch Sverri Andreas Jakobsson gut ersetzt und noch immer zu schreiben hätte, wenn und aber, Burdet und Yoon ist Speck von gestern.

    EHF verklagt IHF vor Zivilgericht wegen zusätzlicher Quali-Turniere

    Die Europäische Handball-Föderation mit Sitz in Wien hat den Weltverband, die Internationale Handball-Föderation, mit Sitz in Basel vor dem Zivilgericht Basel-Stadt verklagt. Wie das "Handelsblatt" in seiner Dienstagsausgabe berichtet, geht es bei der Anfechtungsklage um die Qualifikationsspiele zur Handball-WM 2008, die die IHF ab diesem Datum in eigener Regie und Verantwortung organisieren will. Bisher waren dafür die kontinentalen Verbände zuständig.


    "Die Klageschrift wurde am 1. September eingereicht und ist uns am 7. September zugestellt worden", bestätigte IHF-Direktor Frank Birkefeld dem Handelsblatt. Was sich nüchtern anhört ist in der Sportgeschichte etwas nie Dagewesenes. Noch nie hat ein kontinentaler Verband seinen Weltverband vor einem ordentlichen Gericht verklagt.

    Da die EHF demnächst selber Qualifikationsspiele für die Europameisterschaften durchführen will und eine Ausweitung der Champions League plant, befürchtet der europäische Verband durch die Vielzahl der nötigen Länderspiele Widerstand bei den Ligen in Europa. Da die nächste Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz stattfindet, haben sich offenkundig aus formaljuristischen Gründen die beiden nationalen Verbände ÖHB und SHV an der Klage beteiligt.

    Wie das Handelsblatt weiter berichtet, habe der IHF-Rat Anfang August beschlossen, jeweils im Juni WM-Qualifikationsturniere auszutragen. Nur in den jeweiligen Olympiajahren sollen die Spiele erst im Oktober stattfinden, da der Juni bereits den Olympia-Qualifikationsturnieren vorbehalten ist. Zudem will der IHF-Rat eine "World League" für Klubmeisterschaften einführen, Details hierüber sind aber noch nicht bekannt.

    Die Beschlüsse führen in Europa, wo Handball als einzigem Kontinent professionell betrieben wird, zu einer weiteren Aufblähung des Terminkalenders. Während die EHF einen Großteil der europäischen WM-Teilnehmer bisher in einem Play-Off-System mit Hin- und Rückspiel ermittelte, kommen nach den Vorstellungen der IHF auf diese Länder nun deutlich mehr Qualifikationsspiele zu.

    Dagegen will sich auch die Bundesliga (HBL) zur Wehr setzen. "Wir sind gegen jede weitere Aufstockung des Terminkalenders", sagte der HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Handelsblatt, "wir stehen doch jetzt schon bei Oberkante Unterlippe". Bereits in der vergangenen Woche sagte Frank Bohmann gegenüber Handball-world.com, dass die Forderung nach Abstellungsprämien für Nationalspieler immer akuter würden, wenn die Verbände immer häufiger dauf die Spieler zugreifen würden.

    Begründet wird die Klage der EHF damit, dass der IHF-Rat derartige Beschlüsse gar nicht fassen dürfe. "Das darf ausschließlich der IHF-Kongress", sagte EHF-Generalsekretär Michael Wiederer dem Handelsblatt. Der IHF-Kongress, an dem alle Mitglieder teilnehmen, findet alle zwei Jahre statt und ist das höchste Organ des Weltverbandes. Der Rat ist die Exekutive und hat 24 Mitglieder.

    Auf dem Kongress im Jahr 1994 wurde einstimmig beschlossen, dass die Zuständigkeit für die Qualifikationen eindeutig bei den Kontinenten liege. Darauf beruft sich die EHF nach Angaben des Handelsblattes nun. Der Weltverband hingegen beruft sich seinerseits auf die eigene Rechtsordnung. Danach seien alle Mitgliedsverbände (auch die Kontinentalverbände) dazu verpflichtet, gerichtliche Auseinandersetzungen vor der IHF-Sportgerichtsbarkeit zu führen. Höchste Instanz ist der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne. "Das ist so festgelegt, das kann man nicht ignorieren“, zitiert das Handelsblatt den IHF-Generalsekretär Birkefeld. Auch vor einem ordentlichen Gericht sehe die IHF der Klage gelassen entgegen. Denn der IHF-Rat dürfe "zwischen zwei Kongressen die Geschäfte weiterführen." Zudem seien die neuesten Beschlüsse satzungskonform, da sie nach Angaben von Birkefeld "ohnehin nicht in die Zuständigkeit des Kongresses fallen".

    (http://www.handball-welt.de)

    18.30: VfL Gummersbach - TV Großwallstadt
    19.00: HSV Hamburg - HSG Düsseldorf
    19.15: TuS N-Lübbecke - HSG Wetzlar
    19.30: FA Göppingen - Wilhelmshavener HV
    19.30: TBV Lemgo - SC Magdeburg
    19.30: SG Kronau/Östringen - SG Flensburg-Handewitt
    19.30: HBW Balingen-Weilstetten - GWD Minden
    17.00: HSG Nordhorn - Eintracht Hildesheim