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    Kyung-Shin Yoon: 'Ich bin sehr, sehr enttäuscht, habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben'

    (sl/20.1.2006-20:15) Von Simone Liebelt

    Gummersbach – Einen Tag nach der Bekanntgabe, dass Kyung-Shin Yoon den VfL Gummersbach zum Ende der Saison verlassen wird, sprach Oberberg-Aktuell mit dem Welthandballer von 2001.

    Die Nachricht traf die VfL-Fans mitten ins Herz: Mit Kyung-Shin Yonn wird am Ende der Saison 2005/2006 ein Sympathieträger den VfL Gummersbach verlassen. Ein Mann, der trotz der schwierigen Zeiten immer zu seinem Verein gestanden hat. Nachdem die Führungsetage des VfL diese Entscheidung gestern Nachmittag bekannt gegeben hat, nahm sich Kyung-Shin Yoon vor dem heutigen Training die Zeit, mit Oberberg-Aktuell über die derzeitige Situation, seine Gefühle und auch über seine Zukunft zu sprechen.


    Oberberg-Aktuell: Herr Yoon, gestern Nachmittag fand zwischen Ihnen und Stefan Hecker sowie Hans-Peter Krämer das Gespräch statt, in dem es um Ihre Vertragsverlängerung ging. Wie fühlen Sie sich einen Tag danach?

    Kyung-Shin Yoon: Das Gespräch gestern ist nicht gut gelaufen. Wir konnten uns über die finanziellen Dinge nicht einigen. Es war eine harte Entscheidung. Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Die letzten zehn Jahre waren mit sehr viel Arbeit verbunden, aber ich war dem Verein auch in der schwierigen Zeit treu – obwohl ich einige Angebote hatte.


    OA: Sie sprechen die finanzielle Seite an. Warum konnten Sie sich mit Hecker und Krämer nicht einigen? Hat es wirklich nur am Geld gelegen?

    Yoon: Ja, es waren ausschließlich finanzielle Differenzen. Ich kann verstehen, dass in einer Mannschaft mit 14 gleichwertigen Spielern nicht mehrere Akteure überdurchschnittlich bezahlt werden können. Ich bin ein erwachsener Mensch, aber auch Profisportler. Es war einfach zu viel, was mir abgezogen werden sollte.


    OA: Und wie sehen nun Ihre Pläne für die Zukunft aus. Was kommt für Sie nach dem VfL Gummersbach?

    Yoon:Ich wusste ja gestern Nachmittag selber noch nicht, dass wir uns nicht einigen konnten. Daher habe ich auch noch mit keinem anderen Verein gesprochen. Ich werde sicherlich noch ein oder zwei Jahre Handball spielen, ehe ich mit meiner Familie in meine Heimat nach Südkorea zurückkehre. Ob das in der Bundesliga oder im Ausland sein wird, weiß ich nicht. Ich könnte mir gut vorstellen, in Dänemark oder der Schweiz aufzulaufen.


    OA: Oder gibt es vielleicht doch noch eine Chance, Sie in der nächsten Saison weiter im Trikot des VfL zu sehen?

    Yoon: Das kann ich nicht alleine entscheiden. Aber ich hänge mit meinem Herzen sehr am VfL. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen wird, aber ich hoffe, dass wir uns vielleicht nächste Woche noch einmal zusammen setzen und über die ganze Sache in Ruhe sprechen können.

    OA: Herr Yoon, vielen Dank und alles Gute für Ihre Zukunft!

    Gehen Vertragsverhandlungen mit Yoon weiter?


    Nachdem Gummersbachs Handball-Star Kyung Shin - Yoon angekündigt hat, den Verein nach Saisonende zu verlassen, könnte es doch noch ermittelnde Gespräche geben.

    Davon gehen VfL-Trainer Velimir Kljaic und auch VfL-Aufsichtsratschef Hans-Peter Krämer aus. Krämer sagte im Radio Berg - Interview, er stehe weiterhin für Gesprache mit Yoon bereit.

    Kljaic zeigte sich von Yoons Entscheidung überrascht. Er halte auch das neue Angebot für gut, sagte der Trainer. Klajic glaubt nicht, dass der Spitzenhandballer ein besseres Angebot bei einem anderen Bundesligaverein bekommen kann.

    Der Koreaner hatte gestern ein Vertragsangebot der Vereinsführung über weitere zwei Jahre abgelehnt.

    Damit könnte der erfolgreichste Torschütze des Rekordmeisters aller Zeiten den VfL verlassen. In zehn Jahren hat er über 2.300 Tore geworfen, war sechs mal Torschützenkönig der Handball-Bundesliga und 2001 Welthandballer des Jahres.

    Die VfL-Geschäftsführung hätte Yoon nach eigenen Angaben gerne gehalten, aber die Gehaltseinbußen waren dem 32jährigen zu groß. Statt momentan 450.000 Euro pro Saison sollte er in Zukunft nur noch die Hälfte verdienen. Damit wäre der Koreaner trotzdem weiter Topverdiener beim VfL bleiben.

    Beide Seiten betonten, sie seien finanziell bis an ihre Schmerzgrenze gegangen.

    (20.01.06)


    Quelle:http://www.radioberg.de/berg/b/64093/news/sport

    Hallo Wach: VfL bald ohne Nick


    Der VfL Gummersbach und Kyung-Shin Yoon haben die Köpfe geschüttelt und nicht genickt: Keine Einigung über einen neuen Vertrag, damit wird der beste Torschütze den VfL zum Ende der Saison verlassen. Bei Volker Sailer in Hallo Wach haben Sie am Freitag die Infos bekommen, und diesen Kommentar von Dirk Hartmann aus der Radio Berg-Sportredaktion:

    "Ohne Nick, wie ihn Fans und Mannschaftskameraden nennen, gäbe es den VfL Gummersbach nicht mehr. Zumindest nicht in der 1. Liga. Da sind sich alle Handball-Experten einig. Der über Jahre weltbeste halbrechte Rückraumspieler hatte in Gummersbach seine zweite Heimat gefunden. Kein Angebot der Welt konnte ihn aus dem Oberbergischen weglocken. Kein, übrigens besser dotiertes, vom FC Barcelona und keins vom THW Kiel. Diese Treue danken ihm seine Fans von Herzen.

    Und sie danken ihm 2.300 Tore in der stärksten Liga der Welt, das sind die zweitmeisten in der ewigen Torschützenliste. Sechs mal war er Torschützenkönig, vier mal sogar in Folge, und 2001 hat er als Welthandballer mit 324 Saisontoren einen nicht zu brechenden Rekord aufgestellt. Die Liste der Verdienste von Kyung-Shin Yoon für den VfL Gummersbach ist lang.

    Aber: er hat auch gut verdient. Zu viel wie die Geschäftsführung sagt. Yoon hatte das sogar eingesehen, wollte auf ein Gros seines Gehalts verzichten, aber nicht gleich auf die Hälfte seiner 450.000 Euro pro Saison. Das sei aber die Schmerzgrenze gewesen, so VfL-Boss Hans-Peter Krämer und Manager Stefan Hecker unisono. Im Gespräch mit Yoon fiel die Frage: "Wenn Dir das nicht reicht, heißt das, dass wir uns trennen?" Die Antwort war ja.

    Der VfL hätte durchaus den ein oder anderen Schritt auf seinen unumstrittenen Publikumsliebling, sein Aushängeschild und Vorbild für die Jugend zugehen können. Ohne das Gehaltsgefüge zu sprengen. Einbußen klar, aber nicht so drastisch. Es ist schon verwunderlich, dass man dem sensiblen Yoon nicht mal ein paar Tage Zeit zum Nachdenken gegeben hat. Vielleicht hätte er sogar noch eingelenkt. Stattdessen veröffentlichte der VfL unmittelbar nach dem besagten Gespräch die Trennung auf seiner Homepage. In dem Bewusstsein, dass mit dem talentierten Russen Denis Zacharow ein Nachfolger bereits verpflichtet ist. Nur: der tritt in mächtig große Fußstapfen und hat dem VfL noch kein Spiel gewonnen. Das hat Kyung-Shin Yoon auch in der laufenden Saison, in der er nicht mehr wie früher Alleinunterhalter im Angriff ist, schon mehrfach getan. Ich denke nur an seine neun Tore beim denkwürdigen Sieg in Flensburg.

    Yoon hat sich jede einzelne Mark in Gummersbach verdient, mit seiner Einstellung und mit seiner knochenharten Arbeit auf dem Feld. Ihm hätte mehr Dank gebührt, möglicherweise auch finanziell. Ich wünsche ihm zum Abschied den ersten Titel mit seinem VfL. Ich wünschte nur, das wäre erst in zwei Jahren."

    (Quelle:http://www.radio-berg.de)

    Kommentar: Good bye "VfL Yoon"

    (pl/19.1.2006-20:55) Von Peter Lenz

    Gummersbach – Die VfL-Verantwortlichen konnten nicht mehr, Kyung-Shin Yoon wollte nicht mehr: Aufgrund finanzieller Differenzen werden der VfL Gummersbach und Kyung-Shin Yoon bald getrennte Wege gehen.


    Die Zeiten, in denen das Geschehen beim VfL Gummersbach von einer „One-Man-Show“ namens Yoon bestimmt war, sind vorbei – sowohl sportlich als auch finanziell. „Das Ziel unser Planungen ist ein hohes Leistungsniveau bei gerechtem Gehaltsgefüge. Zu einer Spitzenmannschaft gehört es, dass alle angemessen bezahlt werden, und dass auch in dieser Hinsicht das Verhältnis innerhalb des Teams stimmt", wird Manager Stefan Hecker zitiert.

    Und er hat Recht. Es kann nicht gesund sein, wenn ein einziger Spieler einer mittlerweile absoluten Top-Mannschaft rund ein Zehntel des Gesamtetats als Gehalt bezieht. Laut Insider-Kreisen soll „Nick“ 440.000 € Jahresgage kassieren, der Etat des VfL liegt diese Saison bei rund 4,7 Millionen Euro. Angesichts des aktuellen Top-Kaders ein alles andere als stimmiges Verhältnis.

    Eine Frage, die sich die Gummersbacher Verantwortlichen nun stellen müssen, ist, ob man genug getan hat, den Goalgetter zu halten. Hat man zu hoch gepokert bei den Gehaltskürzungen oder waren die Forderungen des Welthandballers von 2001 einfach zu hoch? Natürlich lässt man sich diesbezüglich nicht in die Karten schauen. Aber vielleicht haben Krämer und Co. ja auch noch einen „Kracher“ in der Hinterhand.

    Doch die Trennung bedeutet für den erfolgreichsten Handballverein der Welt auch eine Chance. Es ist kein Geheimnis, dass sich potentielle Kandidaten für die Königsposition hinter Yoon immer schwer getan haben. Aber egal welche Lösung die Verantwortlichen nun aus dem Hut zaubern werden, für den Nachfolger werden Nicks Fußstapfen sehr groß sein – hoffentlich nicht zu groß.

    Ungeachtet aller finanziellen Differenzen darf natürlich nicht vergessen werden, was die Gummersbacher ihrem Superstar zu verdanken haben. So war es „Nick“, der dem VfL auch in den schwierigsten Zeiten die Stange hielt. Top-Angebote schlug er aus, um zusammen mit „seinem“ VfL einen Neuanfang zu starten. Kurzum: Ohne Yoon wäre der Rekordmeister alter Tage längst Geschichte beziehungsweise in den Niederungen der Drittklassigkeit abgetaucht. Gemeinsam hat man den „Turnaround“ geschafft und ist mit Riesenschritten dabei, endlich wieder einen Titel ins Oberbergische zu holen.

    Und er ist nicht nur ein Ausnahme-Handballer, er ist für Gummersbach weit mehr: Ein Idol und Identifikationsfigur für Fans und Nachwuchs gleichermaßen. Und junge Spieler fühlten sich geradezu geadelt bei der Aussicht, einmal mit dem mehrfachen Torschützenkönig zusammen spielen zu können. Er wird in die VfL-Familie eine große Lücke reißen. Sowohl menschlich als auch sportlich, zweifelsohne!


    (Quelle: http://www.oberberg-aktuell.de)

    Yoon verlässt im Sommer den VfL

    VON CHRISTOPH PLUSCHKE, 19.01.06, 20:38h, AKTUALISIERT 19.01.06, 20:40h


    Gummersbacher Handball-Bundesligist und der Koreaner können sich nicht einigen - Sigurdsson verlängert Vertrag bis 2009.
    Gummersbach - Der VfL Gummersbach und sein koreanischer Ausnahmespieler Kyung-Shin Yoon gehen zum Ende der laufenden Handball-Bundesligasaison nach dann fast elfjähriger Zusammenarbeit getrennte Wege. Der knapp 33-jährige Torjäger und der deutsche Rekordmeister haben sich in einem abschließenden Gespräch am Donnerstag nicht auf eine Verlängerung des am 30. Juni 2006 auslaufenden Vertrages einigen können - und zwar aus finanziellen Gründen, wie beide Seiten bestätigten. Ebenfalls gestern gab der Klub bekannt, dass der isländische Nationalspieler Gudjon Valur Sigurdsson (26) seinen bis 2007 datierten Kontrakt in Gummersbach vorzeitig bis 2009 verlängern wird.

    „Kyung-Shin Yoon hat große Verdienste um den VfL Gummersbach, die der Verein aber auch leistungsgerecht und im Vergleich überdurchschnittlich honoriert hat. Ich bedauere ausdrücklich, dass Yoon geht. Aber wir konnten uns nicht einigen, obwohl der VfL mit seinem Angebot bis an die Schmerzgrenze gegangen ist“, sagte Hans-Peter Krämer, der Aufsichtsratsvorsitzende des Klubs. Und Geschäftsführer Stefan Hecker merkte an: „Das Ziel unserer sportlichen und finanziellen Planungen ist ein hohes Leistungsniveau bei gerechtem Gehaltsgefüge. Zu einer Spitzenmannschaft gehört es, dass alle angemessen bezahlt werden und dass auch in dieser Hinsicht das Verhältnis innerhalb des Teams stimmt.“

    Yoon erklärte seinerseits: „Wir sind uns bei der Frage des Gehalts nicht nahe genug gekommen. Ich sollte wesentlich weniger verdienen als bisher.“ Er sei nun sehr traurig, denn: „Nach zehn Jahren hänge ich sehr an Gummersbach und an all den Leuten hier.“ Enttäuschend fand es Yoon, dass der Verein unmittelbar nach dem Ende des Gesprächs am Donnerstagnachmittag den Vollzug der Trennung zum Saisonende auf der Internet-Seite des Klubs publik gemacht und damit nicht noch etwas gewartet habe. „Das fand ich nicht so fair.“ Krämer wiederum sagte dazu: „Wir haben ihm ausdrücklich eine Bedenkzeit angeboten, aber das hat er ebenso abgelehnt wie unser letztes Angebot.“ Diese Offerte habe im Übrigen immer noch deutlich über dem Gehaltsniveau von Yoons aktuellen Teamkollegen gelegen, ergänzte der Klubchef, der sich darüber im Klaren ist, dass diese Personalie eingedenk von Yoons allgemeiner Beliebtheit für heftige Reaktionen in der Fangemeinde sorgen dürfte. „Aber das müssen wir aushalten“, meinte Krämer und fügte hinzu: „Wer auch immer darüber diskutiert, sollte bedenken, dass wir in der Klubführung eine Verantwortung nicht nur gegenüber einem einzelnen Spieler, sondern gegenüber der gesamten Mannschaft und dem ganzen Verein tragen.“

    Cedric Burdet wurde wegen einer Entzündung am Knochen des gebrochenen Fingers nochmals operiert. Nach dem WDR-Videotext muß er in 2 Monaten sich einer erneuten Operation unterziehen.
    Damit scheint ja fast die Saison für Cedric Burdet gelaufen zu sein.

    Zitat

    Original von Stenimaus
    In der Meinerzhagener Zeitung heute zu lesen, dass Hegemann Angebote aus Lemgo, Lübbecke, Wetzlar und Düsseldorf vorliegen hat und er sich bis Ende Januar entscheiden will..

    Ich hoffe weiter, dass er bei uns bleibt.. Ich mag ihn!

    :PWie schmeckt er denn??? :P

    Aber Spaß beiseite; ich kann mir leider nicht vorstellen, daß Hege ein Angebot vom TBV Lemgo vorliegen soll. Von Nettelstedt, Wetzlar und Düsseldorf durchaus möglich.

    Beim VfL wirkt er leider immer noch wie ein Fremdkörper!

    Bundesligastandort Gummersbach: VfL und Stadt wollen an einem Strang ziehen

    (bv-nis/11.1.2006-14:50) Von Nina Schmitt und Bernd Vorländer

    Gummersbach – Gemeinsam will man nach Möglichkeiten für einen Umbau oder Neubau einer Halle in der Kreisstadt suchen. VfL-Aufsichtsratschef Hans-Peter Krämer äußert sich vor dem Hauptausschuss.

    Die Erwartungen waren groß vor dem Auftritt von Hans-Peter Krämer im Gummersbacher Hauptausschuss. Schließlich war es das erste Mal, dass der Aufsichtsratschef des VfL auf der öffentlichen kommunalen Bühne seine Überlegungen über die Zukunft des Bundesligastandorts Gummersbach darlegen konnte. Und Krämer, der mit VfL-Chef Jochen Kienbaum gekommen war, nutzte die Chance geschickt, den VfL noch stärker als bisher in den Köpfen und Herzen der Politiker zu platzieren. Viele Zuhörer und Handball-Interessierte lauschten im Ratssaal den Auffassungen Krämers, der ein Plädoyer für den Standort Gummersbach ablegte.

    "Die großen Spiele werden auch künftig in der Kölnarena ausgetragen, aber alles andere gehört in diese Stadt, denn hier liegen die Wurzeln.“ Mindestens 15 bis 20 Begegnungen pro Spielzeit könne und wolle der VfL in der Kreisstadt austragen. Allerdings werde dies nicht unter den gegebenen Umständen geschehen können. In den vergangenen vier Jahren habe man in Gummersbach nur einmal eine ausverkaufte Halle vermelden können, wohingegen in Köln selbst an einem Mittwochabend gegen Großwallstadt oder gegen das „Kellerkind“ Pfullingen über 16.000 Fans begrüßt werden konnten.

    „Wir brauchen aber auch in Gummersbach eine Halle, die den Bundesligaansprüchen gerecht wird“, so Krämer weiter. Der angedachte Ausbau der Eugen-Haas-Halle sei ein „Schritt in die richtige Richtung“. Allerdings gebe es viele Unklarheiten, die es fraglich erscheinen ließen, dass ein Umbau der Halle auf ein Fassungsvermögen von 3700 Zuschauern alle Probleme lösen könne. Für den VfL-Chef sind auch das unterdimensionierte Foyer, fehlende VIP-Logen und die Frage der Parkplätze wichtige Themen, die berücksichtigt werden müssen. Eindeutig favorisierte Krämer den Neubau einer Multifunktionshalle, wofür auch wirtschaftliche Gründe sprächen. Schließlich habe ein 2004 erstelltes Gutachten gezeigt, dass die regionalwirtschaftliche Bedeutung groß sei, auch wenn man Investitionskosten von 15 Millionen Euro zu veranschlagen habe. „Jede Stadt braucht ein Gesicht und man muss die Bereiche fördern, in denen man Spitze ist.“

    Um Handball auf Spitzenniveau in Gummersbach zu sichern, bedürfe es gemeinsamer Anstrengungen der Verantwortlichen von Stadt und VFL. „Wir werden Konkretes bringen, wenn der politische Wille erkennbar ist. Geben sie mir ein Pack an“, forderte Krämer die Politiker auf, und hatte ein Bonbon im Gepäck. Seine Wahl zum NOK-Vizepräsident sei wahrscheinlich, „und warum soll dann der Handball-Olympiastützpunkt West nicht nach Gummersbach kommen“.

    Dass die Eugen-Haas-Halle keine bundesligataugliche Spielstätte sei, betonte auch Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein. Er warnte jedoch vor „Luftschlössern“, die große Erwartungen wecken würden, denen aber die Realität entgegenstehe. Er zweifle auch an den Aussagen des Gutachtens für einen Hallenneubau, in dem von über 60 Veranstaltungen in einem Jahr die Rede sei. „Ich weiß nicht, wo die alle herkommen sollen.“ Dennoch müsse und werde man mit dem VfL alle Möglichkeiten ausloten, ob und wie ein solches lokales Projekt bei weitgehend leeren Kassen möglich sei. Allerdings müsse er das Wohl der gesamten Stadt im Auge behalten.

    Beigeordneter Ulrich Stücker skizzierte, dass der Umbau der Haas-Halle technisch möglich sei. „Machbar ist fast alles, ob es aber sinnvoll ist, müssen wir erst noch prüfen." Schließlich beauftragte der Hauptausschuss einstimmig die Verwaltung, mit den Verantwortlichen des VfL Gespräche aufzunehmen, um die Thematik einer Lösung näher zu bringen. Zuvor hatten sich Vertreter aller Parteien positiv darüber geäußert, dass man nunmehr in intensivere Gespräche einsteige. Auch Hans-Peter Krämer zeigte sich mit dem Verlauf der Diskussion zufrieden. „Wir stehen nicht unter Zeitdruck und sollten uns jetzt Zeit mit der Planung lassen.“

    Quelle:http://www.oberberg-aktuell.de

    09.01.2006


    Von Mathias Deppisch

    Das haben sie jetzt davon: die Spitzenklubs SC Magdeburg und VfL Gummersbach haben ein Trainerproblem. Doch neu ist das eigentlich nicht, sondern wohl eher hausgemacht.

    Bereits im Sommer 2005, als bekannt wurde, dass Magdeburgs Gislason ab dem Juli 2007 in Gummersbach anheuern wird, horchte die Szene auf. Das war bereits der Anfang vom Ende. Im hart umkämpften Bundesliga-Geschäft stellte die frühzeitige Bekanntgabe ein Novum dar und bringt nun beide Vereine doch in die Bredouille. Die Folge: der SC Magdeburg muss sich deutlich früher als geplant um einen neuen Trainer bemühen. Co-Trainer Githa Licu wird nur eine Übergangslösung bleiben.

    Die für 2007 anvisierten Kandiaten wie Bogdan Wenta sind momentan nicht auf dem Markt. Fraglich, wie unter solchen Umständen an der Börde die Wende im Kampf um die Tabellenspitze eingeleitet werden soll.

    Auch Rekordmeister Gummersbach hat sich das Leben selbst schwer gemacht: denn mit Velimir Kljaic wird ein aktuell erfolgreicher Trainer ausscheiden müssen, dessen Renommé mit jedem Sieg steigt. Besondere Brisanz: Der Kroate ist derzeit maßgeblich an der Transferpolitik des VfL beteiligt ist. Kein leichtes Erbe also für Gislason.

    Was auch immer die Verantwortlichen bewegt haben mag, Gislasons Zukunft derart früh publik zu machen - der Schuß ging mächtig nach hinten los. Für beide Spitzenklubs.

    Quelle: http://www.handballwoche.de

    Vugrinec als Zerbe-Nachfolger?


    Der TBV Lemgo hat seine Fühler nach Renato Vugrinec vom SC Magdeburg ausgestreckt. Manager Fynn Holpert bestätigte Sport1.de am Montag, dass sich die Ostwestfalen nach einigen Telefonaten in Kürze mit dem Slowenen treffen wollen.
    "Renato ist ein interessanter Mann", sagte Holpert. "Wir müssen aber erstmal den ersten Schritt gehen. Alles ist abhängig von Volker Zerbe."

    Mit Zerbe will sich der TBV in dieser Woche zusammensetzen. Fraglich ist, ob der 37-jährige Routinier seine Karriere zum Saisonende beendet.


    Quelle: http://www.sport1.de

    Dicke Luft in Magdeburg

    09.01.2006


    Von Mathias Deppisch

    Weiter dicke Luft in Magdeburg: Nach der Trennung von Trainer Alfred Gislason (die HW berichtete) äußerten sich einige Spieler kritisch zu der Entscheidung des Vereins.

    Torwart Johannes Bitter wurde mit den Worten "Ich bin total enttäuscht, ja sogar sauer, dass Alfred entlassen worden ist." zitiert. Die Entscheidung , so der 23-Jährige weiter, schade dem Verein und der Mannschaft am Ende mehr, als dass sie nutze. Auch Gislasons Landsmann Sigfus Sigfuson äußerte sich: "Alfred zu entlassen, ist einen Riesenfehler."

    Statements, die SCM-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt seinerseits nicht unkommentiert lassen will. In einem Interview mit dem MDR sagte Hildebrandt: "Die Spieler sollten sich mal Gedanken machen, warum die Situation so gekommen ist. Warum ein Sigfuson fast 50% der Saison katastrophal spielt, die Bälle nicht fängt. "

    Der SC Magdeburg überwintert mit 26:10 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, erlitt jüngst beim 34:54 beim THW Kiel die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte. Alfred Gislason trainierte die Ostdeutschen in seinem siebten Jahr; sein Wechsel ab dem 1.7.2007 zum VfL Gummersbach war vorzeitg bekannt gegeben geworden.

    Quelle: http://www.handbollwoche.de

    Vugrinec nach Lemgo?

    08.01.2006

    Von Mathias Deppisc

    Renato Vugrinec, 30-jähriger Rückraumspieler des SC Magdeburg, steht offenbar vor einem Wechsel innerhalb der Bundesliga. Der TBV Lemgo soll Interesse an dem Slowenen haben.

    Vugrinec könnte bei den Ostwestfalen die Nachfolge von Volker Zerbe antreten, der mit seinen 37 Jahren dem Karriereende entgegensieht. Vugrinec war im Jahre 2004 von RK Celje nach Magdeburg gewechselt.

    SCM-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt hatte bereits Anfang Oktober 2005 Gespräch mit Vugrinec bezüglich einer Vertragsverlängerung aufgenommen - bislang aber ohne Ergebnis.

    Quelle: http://www.handballwoche.de

    Folgender Artikel von http://www.Oberberg-aktuell pass sowohl in "Wechselgerüchte" als auch "Vertragsverlängerungen"

    VfL-Chefetage im Vertragspoker: Yoon und von Behren bleiben wohl, Ege eher nicht
    (bv/3.1.2006-18:00) Von Bernd Vorländer
    Gummersbach - Stress für die Macher von Bundesligist VfL Gummersbach. Mit Hochdruck wird am VfL 2006/07 gestrickt. Verpflichtung von Kreisläufer Jörg Lützelberger fast klar.


    Die Spieler des VfL Gummersbach haben nach dem Hammer-Monat Dezember mit fünf Spielen in der Bundesliga und zwei Europacup-Auftritten endlich Pause. Doch Geschäftsführer Stefan Hecker kann nicht unbedingt behaupten, dass er jetzt in Ruhe die kommenden Wochen angehen kann. In seiner Schublade in der VfL-Geschäftsstelle liegen zahlreiche ungelöste Fälle. Doch zunächst zu den Erfolgsmeldungen. Dass Keeper Nandor Fazekas von Liga-Konkurrent Nettelstedt-Lübbecke ab der kommenden Saison für zwei Jahre unterschrieben hat, wird allgemein als enorme Verstärkung für den VfL gesehen.

    Mit Denis Zacharow hat man sich einen wurfgewaltigen Linkshänder von Neva Leningrad geangelt, der vor allem als Zukunftsinvestition für die Zeit gilt, wenn Kyung-Shin Yoon seine Schuhe an den Nagel hängt. Offiziell kommt der 21-jährige erst im Juli, aber Stefan Hecker hat noch Hoffnung, dass Zacharow möglicherweise den VfL noch zur Rückrunde verstärkt. „Er wäre sofort spielberechtigt.“

    Endgültig Vollzug konnte Hecker auch mit Vedran Zrinic und Momir Ilic vermelden, nachdem er die unterschriebenen Verträge in Händen hat. Der 27-jährige Rechtsaußen Zrinic kommt ab Mitte des Jahres mit der Empfehlung, bereits Welt- und Europameistertitel sowie den Olympiasieg errungen zu haben. Ilic ist Serbe, 25 Jahre alt und führt als Rückraumspieler die aktuelle Torschützenliste der Champions League an. „Wir haben zwei relativ junge Spieler verpflichtet, die aber schon über viel internationale Erfahrung verfügen. Beide Spieler überzeugen nicht nur auf ihren Positionen im Angriff, sondern sind auch stark in der Verteidigung. Außerdem passen sie menschlich sehr gut zu uns“, so Stefan Hecker.

    Blieben noch die kleinen oder großen Problemfälle, die Oberberg-Aktuell im folgenden auflistet. Hecker gibt bei allen Personalien jedoch eine Grundrichtung vor, die sich am finanziell Machbaren, nicht aber am Wünschenswerten orientiert. „Bestimmte Sünden der Vergangenheit werden wir nicht mehr begehen. Die Zeiten, in denen Spieler die Verträge diktiert haben, sind vorbei“, redet Hecker Klartext. Diese Marschrichtung gilt offenbar für alle offenen Vertragsfragen und zeugt davon, dass die VfL-Verantwortlichen aus früheren Entwicklungen gelernt haben.

    So soll es auch keine Zusatzklauseln, Vergünstigungen oder ähnliches in Verträgen mehr geben. „Es ist doch ein Unding, dass bestimmte Spieler für die Teilnahme an Olympischen Spielen, Europa- oder Weltmeisterschaften noch Zusatzprämien vom Verein kassieren“, so der VfL-Geschäftsführer.

    Kyung-Shin Yoon: Der vielfache Torschützenkönig hat ein Vertragsangebot des VfL zu allerdings deutlich reduzierten Bezügen vorliegen. Yoon soll beim VfL nicht mehr erheblich aus dem Gehaltsrahmen der übrigen Mannschaft herausfallen. Dem Vernehmen nach interessieren sich aber auch andere europäischen Spitzenteams für den koreanischen Linkshänder. Dennoch ist die VfL-Chefetage optimistisch, dass Yoon den VfL nicht verlässt, da er sich mit seiner Familie im Oberbergischen sehr wohl fühlt.
    Tendenz: Yoon bleibt zu 90 Prozent

    Frank von Behren: Auch der deutsche Nationalspieler müsste auf Geld verzichten, wenn er beim VfL bleibt. Durchgesickert ist, dass von Behren trotz reduzierten Gehalts beim VfL bleiben will, auch wenn noch nichts unterschrieben ist und der Abwehrspezialist weitere Anfragen, auch aus dem Ausland, vorliegen hat.
    Tendenz: von Behren bleibt zu 70 Prozent

    Cedric Burdet: Der französische Linkshänder ist zurzeit noch durch seine Fingerverletzung außer Gefecht. Ob er das vom VfL unterbreitete Vertragsangebot annimmt, erscheint etwas zweifelhaft, zumal das Team auf der rechten Seite mit den Verpflichtungen von Zacharow und Zrinic stärker geworden ist.
    Tendenz: Burdet bleibt zu 50 Prozent

    Steinar Ege: Der norwegische Keeper steht nach OA-Informationen auf dem Absprung. Zwei Gesprächsangebote des VfL stießen bislang nicht auf Resonanz. Offenbar liebäugelt Ege mit einem Engagement in Dänemark.
    Tendenz: Ege bleibt zu 10 Prozent

    Michael Hegemann: Der Nationalspieler will unbedingt an der WM teilnehmen, benötigt dafür aber Spielpraxis, die er derzeit beim VfL nicht bekommt. Und mit Ilic und Narcisse hat er bärenstarke Konkurrenz. Gut möglich, dass der Rechtshänder ab dem Sommer im Trikot eines anderen Bundesligisten aufläuft. Beim VfL würde man ihm keine Steine in den Weg legen.
    Tendenz: Hegemann bleibt zu 10 Prozent

    Derzeit kursieren in Fachkreisen Namen deutscher Nachwuchshandballer, die mit dem VfL in Kontakt gebracht werden. Mit Jörg Lützelberger von Süd-Zweitligist Tuspo Obernburg scheinen die VfL-Verantwortlichen klar zu sein. Der 20-Jährige Junioren-Nationalspieler soll Robert Gunnarsson am Kreis entlasten. „Bei dieser Personalie sieht es gut aus. Ich denke, dass wir diesen Punkt in zwei Wochen über die Bühne haben“, freut sich VfL-Geschäftsführer Stefan Hecker. Für die Linksaußen-Position ist Thomas Zahn (SG Leutershausen) einer von mehreren Kandidaten, und Matthias Lenz (Leutershausen) könnte den freien Platz von Steinar Ege einnehmen, wenn der gehen sollte (Hecker: „Ein ganz interessanter Mann“).

    Noch gänzlich ungelöst ist die Frage, wer „Zouzou“ Houlet im Rückraum beerben soll. „Das ist unsere größte Baustelle“, so Hecker. Nachdem man sich zunächst im Ausland umgeschaut hatte, soll jetzt wieder vornehmlich in heimischen Gefilden gesucht werden. Mit den Summen, die vor allem in Südeuropa gezahlt werden, kann und will der VfL nicht mithalten. „Ich habe eigentlich feststehende Gespräche abgesagt, nachdem ich die Gehaltsvorstellungen bestimmter Spieler vernommen habe“, kennzeichnet Stefan Hecker die neue VfL-Linie, die kein finanzielles Wagnis eingehen will.