Beiträge von Rentner

    Interview mit Götz Timmerbeil aus der OVZ vom 24.12.2011


    "Es ist eine Sekunde vor zwölf"

    Interview der Woche mit Götz Timmerbeil, dem Vorsitzenden des VfL-Aufsichtsrates

    Heute ist Heiligabend, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

    Ich würde mir wünschen, dass die Mannschaft als eingeschworene Gemeinschaft bis zum letzten Schweißtropfen kämpft und sich so endlich ein Erfolgserlebnis verschafft.

    Hätten Sie gedacht, dass der VfL zum Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz steht?

    Nachdem wir in einer beispiellosen Aktion die 2,2 Millionen Euro zusammenbekommen hatten, um die Lizenz zu bekommen und den Verein zu konsolidieren, war uns klar, dass es sportlich schwer werden würde. Mit einem solchen Leistungsabfall haben wir aber nicht gerechnet. Wir dachten schon, dass unser Kader reicht, um in der Bundesliga zu bleiben.

    Was hat sich nun speziell nach der Niederlage gegen Wetzlar verändert?

    Wir, das heißt der halbe Aufsichtsrat, sind dorthin gefahren in dem Glauben, dass sich die Mannschaft gut präsentiert und zwei Punkte mitbringt. Wir wollten wie schon über unsere Anzeige zeigen, dass wir hinter der Mannschaft stehen, und hatten auf eine positive Reaktion gehofft.

    Mit welcher Erkenntnis sind Sie nach dem Debakel zurückgefahren?

    Dass Handlungsbedarf herrscht. Es ist eine Sekunde vor Zwölf. Wir können nicht noch so ein Spiel verkraften. Es gibt kein Mannschaftsgefüge mehr, bei den Spielern ist der letzte Wille, sich gegen die Niederlage zu stemmen, nicht erkennbar. Es ist ein mentales Problem, doch wir können nicht mehr warten. Jetzt nichts zu tun, bedeutet Stillstand.

    Wie erklären Sie sich den extremen Leistungsabfall?

    Ich glaube, dass jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Der eine mit einer Verletzung, der andere mit Gedanken an die Zukunft. Es gibt sicher für alles eine Erklärung, doch muss die Mannschaft letztendlich zusammen für den VfL antreten und die Klasse halten.

    Heißt Handlungsbedarf, dass neue Spieler verpflichtet werden?

    Ja, denn wir können in der jetzigen Situation nicht darauf warten, dass die Mannschaft von sich aus wieder in die Spur findet. Dafür ist die Lage zu brenzlig. Dabei ist es sicher nicht einfach, jetzt neue Spieler zu finden, die der Mannschaft weiterhelfen können.

    Auf welchen Positionen wollen Sie handeln? Wo schauen Sie sich um?

    Wir brauchen vor allem im Rückraum und in der Deckung Verstärkung. Wir werden uns im Ausland umsehen, beispielsweise bei Vereinen, die aus der Champions League ausgeschieden sind.

    Nach der finanziellen Rettung haben Sie gesagt, dass Sie nur das Geld ausgeben, was Sie auch haben. Wie verträgt sich das mit Neuverpflichtungen?

    Es muss sein, denn für den VfL geht es jetzt um alles. Wir haben in diesem Jahr insgesamt 8 Millionen Euro gesammelt, nimmt man die geplante Halle und den laufenden Etat hinzu. Wir sind bei allen, die Geld gegeben haben, im Wort.

    Was würde passieren, wenn der VfL in die Zweite Liga absteigt?

    Das wäre ein Desaster. Das geht gar nicht, und wir haben auch keinen Plan B. In den Wirtschaftsplan der kommenden Jahre ist beispielsweise die Vermarktung der Halle eingerechnet. Die Zweite Liga würde uns unheimlich zurückwerfen. Nicht nur finanziell, wir hätten auch keine Spieler mehr. Deshalb werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um es zu verhindern.

    Laufen Sie dann nicht erneut Gefahr, mehr Geld auszugeben, als Sie haben?

    Der Erfindungsreichtum ist groß. Außerdem gibt es schon Signale aus dem Businessclub, die Unterstützung zu erhöhen.

    Es liegt ein unglaublich turbulentes Jahr hinter dem VfL. Würden Sie heute noch einmal den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen?

    Ja. Denn wir haben ja auch viel erreicht. Wir haben den VfL konsolidiert, die VfL-Familie ist wieder enger zusammengewachsen. Wir haben oberbergische Unternehmen motiviert, mit uns zusammenzuarbeiten, und wir haben den entscheidenden Schritt zum Bau einer neuen Halle getan. Ich hatte mir nur etwas Entlastung erhofft, dass sich die Mannschaft sportlich im Mittelfeld der Tabelle festsetzt und dadurch sportliche Ruhe eintritt. Doch jetzt überdeckt der sportliche Misserfolg all die anderen Dinge. Dass es so extrem werden würde, damit habe ich nicht gerechnet.

    Frustriert Sie das nicht ungemein?

    Es gibt aber keinen Grund, davonzulaufen. Der VfL ist in der Jugendarbeit gut aufgestellt, die U 23 entwickelt sich gut. Wir sind in konstruktiven Gesprächen, was die Leitung der Handballakademie angeht, und hoffen, im Januar einen neuen Leiter nennen zu können. Wir haben mit Jan Gorr einen neuen Trainer für die kommende Saison, der perfekt ins Konzept passt. Deshalb ist der VfL trotz der prekären Situation der Bundesliga-Mannschaft nach wie vor ein attraktiver Verein.

    Was wünschen Sie sich für das Spiel am Montag gegen den THW Kiel?

    Dass wir nicht untergehen. Und ganz viele Zuschauer, die wir brauchen, um gegen Kiel zu bestehen.

    VfL Gummersbach
    Rauswurf von Hasanefendic

    Ab sofort ist Sead Hasanefendic nicht mehr Trainer des Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach. Nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz hat der Verein den 63-Jährigen Kroaten Freitag Nachmittag beurlaubt.

    Geschäftsführung und Aufsichtsrat sahen keine andere Lösung mehr. Nachfolger von Hasanefendic, der in den letzten drei Jahren mit dem VfL drei mal den Europapokal gewann, wird sein bisheriger Co-Trainer Emir Kurtagic. Der 31jährige Ex-Spieler übernimmt interimsweise bis zum Saisonende. Auch die Mannschaft hatte sich explizit für ihn eingesetzt. Manager Axel Geerken wird ihn bei den Spielen auf der Bank persönlich unterstützen.

    Das Verhältnis zwischen Hasanefendic und dem Team galt als völlig zerrüttet. (02.12.11)

    (Quelle:http://www.radio-berg.de)

    Auch das noch.
    Da denkst Du es kann nicht schlimmer kommen und dann das. :pillepalle:

    02.12.2011
    Sead Hasanefendic freigestellt

    Der VfL Gummersbach hat Trainer Sead Hasanefendic (63) vorläufig freigestellt. Bis auf weiteres übernimmt deshalb der bisherige Co-Trainer Emir Kurtagic die Bundesliga-Mannschaft.

    Damit reagiert der aktuelle Tabellensechszehnte auf die sportliche Talfahrt der letzten Wochen. Unter dem Kroaten Sead Hasanefendic hat der amtierende Europapokalsieger der Pokalsieger in der laufenden Saison aus 13 Bundesligaspielen nur sieben Punkte geholt. Die neunte Niederlage in dieser Spielzeit war das 29:31 (14:13) im Derby gegen den Bergischen HC am Mittwoch.

    "Das war eine sehr schwierige Entscheidung, nicht zuletzt aufgrund der großen Verdienste, die sich Sead Hasanefendic in den letzten Jahren hier erworben hat. Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Aber wir mussten jetzt reagieren. Nach jeder der Niederlagen in dieser Saison haben wir intensiv mit allen Beteiligten gesprochen. Am Ende müssen wir aber leider feststellen, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft nicht mehr dazu geeignet ist, sportlich wieder in die Spur zu kommen. Um dort unten rauszukommen, müssen Trainer und Mannschaft ein Team sein“, so VfL-Geschäftsführer Axel Geerken.

    Der bisherige Co-Trainer Emir Kurtagic (31) ist der Bitte von Geschäftsführung und Aufsichtsrat der VfL Handball Gummersbach GmbH nachgekommen und wird bis auf weiteres die Bundesliga-Mannschaft betreuen.

    http://vfl-gummersbach.de/index.php/mehr…eigestellt.html

    Das ist mit die beste Nachricht des Jahres, dass Hecker wieder zurück beim VFL ist! Der hat damals im Sponsorenbereich viel bewegt und ist dafür genau der richtige Mann. Ich freue mich gerade wie bolle!

    Aber was ist denn mit seinem Geschäftsführerposten bei Tusem Essen? Hat er diesen aufgegeben?

    Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt
    TuS N-Lübbecke - THW Kiel

    Bergischer HC - TuS N-Lübbecke
    TV Großwallstadt - MT Melsungen
    HBW Balingen-Weilstetten - SC Magdeburg
    THW Kiel - TBV Lemgo
    SG Flensburg-Handewitt - Eintracht Hildesheim
    TSV Hannover-Burgdorf - HSG Wetzlar
    TV Hüttenberg - Füchse Berlin
    VfL Gummersbach - Frisch Auf Göppingen