Die Schweden waren da echt unterirdisch, wie ne Traditionsmannschaft. Der Deckungsverband auf der rechten Seite ein Witz, wie der Halbe seinen Gegenspieler nie angegriffen hat sondern mit den Armen rudernd Aktivität vortäuschend schön von dem weg blieb und ihn ein bischen Richtung Mitte schob wo es dann aussah als wäre der Mittelmann schuld an den zig einfachsten "Durchbrüchen". Der brauchte nur drei Schritte Anlauf und konnte sich dann von 7m die Ecke aussuchen. Vielleicht wären sie besser gleich in der Bar geblieben, oder kamen auch direkt von da ohne Aufwärmen.
Beiträge von MiniMe
-
-
Juri Schnauze wäre doch auch nett.

-
Noch besser ist doch der Satz danach. Verband, Veranstalter, ja die ganze Welt muss sich überlegen, ob es gut ist wenn der Weltmeister und der Weltmeister der Herzen (FRA und DEN) nicht mehr dabei sind im Turnier. Ja, das ändern wir sofort. Vorschläge ?
Man kann ja im Vorfeld schon das Finale FRA-DEN setzen, und der Rest spielt ein Exhibition-Turnier um Sponsorengelder und -gewinne. Z.B. um einen Porsche 911, 10 Audi/BMW/-Daimler-Limousinen, Freiflüge mit der Lufthansa mit der ganzen Familie, drei Wochen im Luxus-Resort in Dubai, und so weiter. Das macht den anderen Nationen dann auch gleich viel mehr Spass.
-
Hmmm. Ergebnis natürlich top, aber an sich läuft es ausser mit weniger Abspielfehlern gar nicht so anders als vorher. Viele Durchbrüche und freie Würfe für den Gegner, der verwirft aber unglaublich viele. Deutschland auch mit genau den gleichen guten Spielzügen wie vorher, aber man trifft die eigenen Würfe weil der gegnerische Torhüter einfach nicht stark ist. Hoffentlich kommt kein Einbruch, aber auch wenn man mit +10 gewinnt muss man in der Abwehr noch was tun auf der rechten Seite um Kroatien zu schlagen.
-
Sind wir also nicht die einzigen die total indisponiert sind. Immerhin haben wir uns hinter dem Vorhang ins Kino gemogelt, die Dänen und Franzosen nicht.

-
"Wir sollten eine innovative und handlungsorientierte 360-Grad-Spielanlage implementieren, um proaktiv den Challenges durch unseren Mitbewerber zu begegnen"?
Wieso gibt es keinen Thumbs Up Smilie ? -
So wie du das darlegst scheinst du davon auszugehen, dass beim DHB nur Idioten am Werk sind. Da kannst doch nicht ernsthaft annehmen, dass in diese Richtung gar nichts stattgefunden hat.
Es gibt ja nur 2 Möglichkeiten. Es wurde nicht ausreichend trainiert diese "Kniffe" zu verteidigen, sonst hätte man nicht sowohl gegen Spanien als auch gegen Lettland ständig blank gestanden wenn mal ein simpler Überzieher beim Halben klappt. Nur die Holländer waren zu klein dafür, die mussten es mit Rennen probieren.
Oder die Spieler sind zu doof und können keine Überzieher verteidigen, dann kann man halt in der Zwischenrunde einpacken. Ich gehe normalerweise vom Optimistischen aus, dass man diese Defizite durch Training bearbeiten kann. Wieso können die anderen Nationer das wesentlich besser ? Das ewige "die sind halt besser!" lasse ich nicht gelten, sowas ist zu grossen Teilen in der Abwehr Trainingssache. Genialität in der Offensive ist ne andere Geschichte, da braucht es Talent.
-
Wie lange soll denn so ein taktisches Training dauern, wenn die Grundlagen alle vorhanden sind ? 30 Minuten nur für dieses Thema reicht völlig, am besten noch mal am nächsten oder übernächsten Tag wiederholt. Das sind ja Profispieler und keine Jugendmannschaft.
Die bahnbrechenden taktischen Kniffe die man besser verteidigen muss sind:
- Überzieher auf der 2 oder 1
- langes Kreuzen bzw. weites Ziehen des ballführenden Spielers meist angefangen auf Halb
- Pass- oder Wurffinte
- einfachste KreisanspieleEventuell könnte man noch mal besser einstudieren, einen herausragenden Angreifer wie Kristopans sehr früh zu attackieren, und der Rest muss die Lücke die das im Verband reisst besser schliessen. Einfach aktiver mitdenken was die naheliegenden Auflösungen der Angreifer sind, und dafür jeweils ein passendes Mittel ein paar Züge lang einstudieren. Das soll nur ausschliessen, dass der einzelne Spieler wie Kohlbacher bei jeder neuen Lösung seine Reaktion improvisieren muss, weil er weder drüber nachgedacht noch was angesagt bekommen hat. Das Karo-einfach-1vs1 mit Einspringen und Drücken hat man eigentlich gut im Griff gehabt, nur die dann folgenden Lösungen (Überzieher, Passfinte, Wurffinte, weit umlaufen) nicht.
Das ist kein Hexenwerk, sondern einfach Übungssache mit einer GUTEN, abgestimmten Gegenreaktion. Die darf sich nicht der Einzelne überlegen müssen, das muss im Verband klar gelöst sein wer wie reagiert. Dann funktioniert das auch meistens, und der Rest sind halt die unvermeidbaren Gegentore. Man mus snicht zu 12 spielen, sondern die niedrige 20 halten, das muss reichen.
-
Ich sehe das Problem weniger bei den Emotionen, ausser den langfristigen die man eh kaum ändern schafft (konzentrierter SOCOM-Operator vs. Joker). Sondern beim intuitiven Agieren, zu wissen was man tun soll im Verbund, und das auch tun. Da bin ich mir nicht sicher, dass das endgradig ausgearbeitet ist im Training was den Deckungsverband angeht, weil da einfach viel zu oft simpelste Mittel wie Überzieher reichen und der Gegenspieler steht wie der Pilz im Wald und wird stehengelassen wie A-Jugendliche. Da helfen auch mehr Emotionen nicht, ausser noch mehr überflüssige Zeitstrafen wie ein Kohlbacher einzufahren, mit Nachdrücken auf den Boden wenn schon gepfiffen ist. Es muss einfach für jeden völlig klar sein was er tun muss, und zwar gegen alle bekannten Szenarien. Ist ja nicht so dass man die Gegner noch nie hat spielen sehen.
Ich würde mir das Spiel schlicht mit allen Beteiligten auf Video intensiv ansehen - was eigentlich absoluter Minimalstandard sein sollte -, und dabei auf jeden Fehler eingehen den man sieht. Nicht mit Rumschimpfen, sondern klar ansprechen was falsch war, und was man eigentlich hätte tun sollen. Die wichtigsten Punkte nimmt man mit, und arbeitet das im taktischen Gruppentraining dann auf, bis die Aktionen so sitzen wie sie sein sollen. Das Spiel war ca. 40 Minuten an sich gut, mit wenigen Aussetzern, bis sich dann die individuellen Fehler einfach total gehäuft haben, und das Zittern anfing. Insbesondere offensiv war das ansehnlich, mit Tendenz auf etwa 35 Tore Endergebnis, viele Tore der Letten wurden mit nem klaren Ablauf sofort egalisiert und die kamen nicht vorwärts. Erst ab etwa der 40. Minute ging dann kurz nichts mehr, und das muss man auf Video sehen wieso.
Das Ceiling mit diesen Leuten ist eigentlich völlig klar, man ist nicht das Top-Team das "eigentlich" immer 40 leichte Buden machen muss. Aber man sieht ja wie es klappt wenn die Leute die da sind das auf die Platte bekommen was sie an sich können, nur kommen immer wieder Phasen wo jedes Ball fangen eine epische Aufgabe ist.
-
Irgendjemand für Wolff, und Golla für irgendeinen den man am ehesten entbehren kann. Nur bitte nicht für Reichmann, so doll hat Kastening auch nicht überzeugt um jedes Spiel 60 Minuten zu dürfen.
-
Besser und wahrscheinlicher als dieses bekloppte "er hat ein mendales Broplem!".

-
Ich sag mal was ganz anderes. Meine Meinung: Wolff hat kein "mentales" Problem, sondern ein körperliches das er verschweigt. Irgendwo Schmerzen, irgendeine Muskel-, Wirbel- oder Gelenksache die ihn bremst, und wodurch er nur mit Halbgas in die Bewegung kommen kann. Anders kann ich mir das nicht vorstellen, wie er da einfach ein Programm runterspult mit Alibibewegungen in lansgamer als er normalerweise ist.
An Prokops Stelle würde ich mir Wolff unter 4 Augen schnappen, ihm in die Augen sehen und fragen ob er irgendein körperliches Problem hat, oder nicht fit ist. Wenn er da auch nur kurz nach unten sieht muss man ihn auswechseln.
-
Das war jetzt nicht nur als "Zeichen" wichtig, sondern auch vom Ergebnis. NIMM WOLFF AUS DEM TOR MANN !!!!! Und Kohlbacher vom Feld in der Abwehr.
-
Richtig hochspringen kann Kastening nicht oder ?
Offensichtlich am Trikot reissen, Frust-Runterknallen aus der Luft, die Deutschen lassen die A-Jugend-Dummheiten mal wieder nicht aus.
-
Das fehlt noch, nach einem eigentlich lockeren Spiel und souveräner Führung die Letten wieder ins Spiel lassen. Wolff hält glaube ich nur noch Bälle wenn sie aus dem Netz zurückkommen.
Eigentlich das einzige was die konsequent machen müssen ist FRÜH auf Kristopans rauszugehen und ihn gar nicht erst Anlauf nehmen lassen. Stattdessen träumen die gerne vor sich hin und gehen erst bei 9m auf ihn, wo er entweder selbst reinhaut oder den Kreis findet.
-
So Leute wie Palmarsson oder Sagosen sind halt auch Ausnahmespieler, der eine von der Finesse her, der andere auch physisch sehr stark und explosiv. So Leute wie Karabatic gab es ja auch nicht wie Sand am Meer, auch nicht bei Frankreich. In Deutschland könnte es sein, dass man Leute mit den Voraussetzungen nicht erkennt und fördert.
-
Natürlich würde die Offensive besser laufen, wenn man die erwähnten stärkeren Rückraumspieler in besserer Form da hätte. Allerdings hat man ja auch so 26 Tore erzielt, und unzählige freie und ordentliche Würfe bekommen wo Vargas keinen Notwurf hält, sondern aus 6m auf die Hände geballert bekommt. Noch mehr Chancen als für 40 Tore muss man nun wirklich nicht herausspielen, sondern von den dutzend freien mit besseren Wurfvarianten passend zu den Stärken des Torhüters mal ein paar nicht Karo einfach hoch werfen. Und das waren nicht nur Gensheimer und Reichmann, sondern durch die Bank fast jeder.
Eventuell liegt das daran, dass die Torhüter in der Liga bis auf die paar Topleute tatsächlich nicht annähernd so stark sind wie Vargas, das kann ich nicht beurteilen. Aber daran MUSS man dann arbeiten, weil man nicht 100 Torchancen rausspielen kann damit 30% Wurfquote reichen. Je weiter es Richtung Finale geht umso besser werden normalerweise die Torhüter, und am Ende hat man meist einen absoluten Topmann vor sich den man überlisten muss.
-
Naja, die Gegentore durch Gegenstöße im direkten Anschluss an Ballverluste beim Kreuzen vorne müsste man dann aber wenigstens abziehen...
Die Gegentore durch Abspielfehler beim Kreuzen werden aber nicht weniger, wenn man noch mehr, noch 100%iger, noch schneller voll drauf geht auf die 3-2-1. Man hat mit dem gleichen "langweiligen" "Alibi"-Kreuzen gegen die gleiche Abwehr weniger Abspielfehler gehabt, als man schlicht noch etwas langsamer die Auftakthandlungen gemacht und sauber angespielt hat. Statt wie die wilde Sau anzukreuzen und die Bälle in den Rücken der Mitspieler zu schmeissen.
-
Man ist aber irgendwie vor 4 Jahren mit diesen Graupen die international niemand haben will und die auch nur aus Mitleid spielen dürfen Europameister geworden. Wieso spielen die gleichen Spieler jetzt drei Klassen schlechter ? Ja, man muss das Spiel gegenüber diesem grässlichen Dagur-Ball noch vieeeel weiterentwickeln, noch kleinere, noch schnellere, noch wuseligere, noch schnellfüssigere Spieler aus der 3. Liga nehmen, und dann wird man praktisch Dänemark 2.0. Plötzlich gehen hohe Würfe auf die Torwarthände dann ins Tor, weil der Vargas völlig verdutzt ob des weiterentwickelten Spielflusses die Hände in der Hosentasche lässt und anerkennend Beifall klatscht statt die Bälle zu halten. Ja, Handball kann so einfach sein!
-
Lemke als Person würde eher keinen Unterschied machen, die ganze Abwehr stand 2016 defensiver am Kreis. Da standen auch Erik Schmidt und ein gewisser Kühn mit drin und haben gut alles rausgeschoben ohne auf 9m rumzuspekulieren und mit nem einfachen Überzieher stehengelassen zu werden. Wobei die 3-2-1 ja diesmal besser funktioniert hat. Lustigerweise waren die in der Abwehr 2016 nicht "schnell" oder wahnsinnig trippelig auf den Füssen, sondern einfach nur reaktionsschnell und handlungssicher, und diszipliniert. Hacken am Kreis, immer verdichtet, bei Würfen gestört, Kreisläufer und eindrängende Spieler rausgeschoben. Da sind keine 3 Mann zum Block hochgesprungen wodurch 2 Spanier komplett blank standen.
Auffällig war auch (habe es mir gerade noch mal angesehen), dass die Spieler da bei Sterbik fast immer tief abgeschlossen und ihre Tore gemacht haben, weil der auch oben stark war. Ich frage mich ob Dagur das thematisiert hat, oder die damals einfach mental von ihm besser aufgebaut worden sind.
Noch was, nachdem ich gerade Pekelers Kommentar gelesen habe. 2016 ist man auch nicht "100% voll drauf gegangen", sondern hat ebenfalls - oder sogar noch mehr - ruhige "Alibikreuzungen" im Rückraum gemacht, und ist dabei gelegentlich sogar stehengeblieben wenn die sichere Anspielstation nicht da war. Erst nach drei oder vier "Alibis" ist einer aus Strobel, Häfner oder Fäth mit Energie angezogen, und nach maximal einem Abspiel kam dann der Abschluss oder das Anspiel auf Aussen oder Kreis. Relativ simpel, nur die Würfe waren besser weil die viel flach durch die Beine geworfen haben. 60 Minuten "volle Kanne" im Ankreuzen kann man vergessen, so sind doch die ganzen Abspielfehler zustande gekommen. Fäth, Strobel und auch Häfner waren da viel ruhiger, besonnener und klarer, obwohl auch so noch drei, vier Abspielfehler für schnelle Gegenstösse passiert sind. Aber nicht dreizehn, vierzehn pro Halbzeit.