Bei dem Spiel muss man Ergebnis und langfristiges Potential trennen. Für das momentane Vermögen war das Spiel gut, und ist an 2-3 Fehlern zuviel gescheitert. Paar Fahrkarten zuviel, paar Stürmerfouls zuviel, paar falsche Entscheidungen zuviel (siehe Weber spielt den Aussen an obwohl er selbst 3m Lücke hat). Man hatte aber einen bärenstarken Gegner und Finalkandidat am Rande einer Niederlage, trotz alle schlecht keiner ist fähig.
Langfristig muss man einige Dinge optimieren, das geht aber nicht über Nacht und muss mit einer eingespielten Formation passieren, damit das Timing passt. Da ist man sicher nicht im Bereich dessen was gehen könnte.
Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen will ist, dass man den impactlosen Janke zurückholt weil er zufällig Rechtshänder ist. Vor dem Turnier, gut, war Risiko und spleenige Idee von Prokop dass ihm die Leipziger da was tolles was ihnen keiner zutraut zeigen, was dann eben nicht passiert ist. Kommt vor. Er hat ja auch reagiert. Wenn Janke sich in der Liga steigert kann man ihn ja auch im langfristigen Kader belassen und bei Lehrgängen und Testspielen mitnehmen.
Aber jetzt wo man mit dem Rücken zur Wand steht, gegen eine bärenstarke Abwehr gewinnen MUSS, nicht den eingespielten und spiel- und wurfstarken Wiede zu holen, dessen gutes Kreisspiel in der Vorbereitung auch nochmal offensichtlich wurde, sondern wieder dem Liebling den man kennt noch ne Chance geben, halte ich aus diversen Gründen für fatal. Das gibt wieder das Gefühl von Nibelungentreue und Seilschaften, ist spielerisch durch die Auftritte absolut nicht gerechtfertigt, und auch ein Affront gegen die gute Leistung von Wiede gegen Island. Wiede kann auch Mitte spielen als Linkshänder, Fäth als Rechtshänder ebenfalls, Weber kann auch Halblinks. Man braucht Janke wirklich nicht, und ich sehe da auch kein Dark-Horse-Potential. Wenn Janke kommt, nicht einschlägt und sich vielleicht auch ein bischen überfordert zeigt wegen dem Ballyhoo, sind sowohl Prokop als auch Janke verbrannt.