Ich wiederhole mich mit meiner Analyse: Gestern war wieder ein sinnbildliches Spiel der MT zu sehen. Es dümpelt so vor sich hin, man hat mal schwache, mal stärkere Phasen - die Spannung mal über 60 Minuten zu halten (wie man es nur in manchen Spitzenspielen geschafft hat) ist fast utopisch geworden. Die Abwehr ist 2018 kein Prunkstück mehr und im Angriff ist man weiterhin eher auf Einzelaktionen angewiesen. Und wenn einem dann die Souveränität im Abschluss fehlt und Kühn mal keinen Sahnetag hat, reicht es eben nicht. Göppingen hat gestern einen mittelmäßigen Tag, an deren Stärke lag es denke ich nicht. Für mich hatte die MT gestern leider keinen Punkt verdient. Ich hoffe auch, dass von einem Protest abgesehen wird, weil es doch eher verzweifelt auf mich wirkt.
Ich verstehe weiterhin nicht, warum sich Mikkelsen so wenige Würfe nimmt. Man sieht in vielen Phasen, dass die Abwehrreihen Kühn und Müller gezielt zustellen, weil von der Mitte zu selten ein Abschluss kommt - dabei kann er es doch! Ich bin entgegen mancher Stimmen großer Befürworter von Mikkelsen, der kaum technische Fehler produziert. Leaderqualitäten würde ich mir noch von ihm wünschen, da er im Vergleich zu M. Müller die Ruhe behält und eher dazu fähig ist, seinen Stiefel sachlich herunterzuspielen.
Naja, die Saison ist jetzt endgültig gelaufen. In anderen Vereinen würde es in Angesicht der verpassten Saisonziele und der unerklärlichen Inkonstanz heftig krachen. Aber nicht in Melsungen, da lässt der nächste Hype nach einem Pflichtsieg zuhause gegen Hüttenberg, Ludwigshafen usw. nicht lange auf sich warten! 