Beiträge von Shlabotnik

    Aus dergleichen Grund sind wir als Familie auch nicht in Herning gewesen. Wenn ich für den Eintritt für einen Vorrunden-Spieltag für drei Personen (incl. Anfahrt und Verpflegubg) mir auch locker fast zwei Wochen dänisches Ferienhaus leisten kann, dann ziehe ich das einem Handballtag in der „Boxen“ einfach vor! Nach Hauptrunden-Tickets haben wir gar nicht erst geguckt…

    Was hätte das denn gekostet? Also die Tickets, nicht die Ferienhäuser 😉

    Okay.

    Alle warten aufs Finale, wünschen, dass es endlich losgeht. Worüber kann jetzt geschrieben werden? Wie die Dänen vielleicht, vielleicht doch mal zu knacken sind. Verstehe ich, wobei ich dem TrainerTEAM und den Spielern zutraue, da mehr Kenntnisse, Einsichten und Erfahrungen zu haben, aus denen geschöpft werden kann.

    Und was lese ich hier: „Klar drücke ich der Mannschaft die Daumen, auch wenn ich den Trainer scharf kritisiere“

    Wollt ihr nicht mit der Turnierbilanz noch etwas warten?

    8 Jahre ist ein langer Zeitraum, vor allem im Leistungssport. Im Überschwang des Erfolges kann man auch mal einen raushauen. Ob Knorr, Uscins, Fischer, Schluroff, Köster, Späth noch in 2 Jahren so spielen (oder gar besser), steht in den Sternen. Es kann sein, aber nichts muss. Bei meinem Diesel würd ich sagen, der läuft auch noch die nächsten 160.000 wie die bisherigen, aber Leistungssportler sind keine Maschinen. Claar dürfte der Kern der Mannschaft vorbehaltlich deiner Einschränkungen noch einige Jahre zusammenbleiben, aber ob sie alle dann noch genau so wie aktuell leisten können, dass ist eben unclaar. Und wenn, ist auch unclaar, ob dies dann gegen die Konkurrenz reichen würde. Ich finde, man sollte, was Vorhersagen für die Zukunft betrifft, etwas zurückhaltender sein. Fürs erste würde mir reichen, wenn sie morgen wieder erfolgreich liefern können.

    Bei deinen Worten muss ich sogleich an Sander Sagosen denken. Zeitweilig als DER große Star unseres Lieblingssports gehandelt, dann nur noch ein Schatten seiner selbst…

    Wahnsinn, wie hier einige Leute die Schuld für eine fragwürdige Regel bei den in diesem Spiel wirklich schlechten Schiedsrichtern suchen. Kohlbacher ist lange genug dabei und kann einfach vorher stehenblieben. Dann gibt er niemandem die Möglichkeit, ihn anzuspringen oder ihn runterzustellen. Simple as that.

    Und mir fehlt generell die Galligkeit, die Gier, ja wegen mir auch der pure Hass auf den Gegner, mit dem man Titel gewinnt. Alleine diese vielen Aussagen vor dem Spiel („Dänemark einfach das Superteam”) oder danach („könne zufrieden sein”) gehen mir einfach unfassbar auf die Eier. Immer machen wir uns klein, reden aber ständig von einem tollen und breiten Kader. Meine Güte, dann lebt das doch auch endlich mal.

    Lieber Capitano19.

    in diesem Punkt möchte ich dir entschieden widersprechen. Meiner Meinung nach hat HASS im Sport nichts zu suchen. Da verlöre ich lieber. Auch im Leistungssport wäre da eine Grenze überschritten.

    Die Niederlage kann die Dänen verunsichern oder es war ein Weckruf und das deutsche Team muss sich warm anziehen.

    Da passte heute einiges nicht. Hinten zum Teil löchrige Abwehr mit schwachem Torhüter, vorne ungewöhnlich viele Fehler und Fehlwürfe, angefangen bei Jakobsen über Gidsel bis zu Rechtsaußen.

    Gidsel auf Mitte wirkte etwas statisch, klingt komisch, aber wenn er nicht selbst gehen konnte, blieb der Ball oft hängen oder nur Freiwurf.

    Portugal mit starker Leistung, das wird aber Kraft gekostet haben, so intensiv wie das Spiel war.

    Wann haben die Dänen zuletzt zwei schwache Spiele hintereinander abgeliefert?
    Glaube, sie fangen das jetzt deutlich ab.

    "Dabei sein ist alles" gibt es nicht mal im Kindergarten. Irgendeinen Anspruch muss man haben, wenn man es im Leben zu etwas bringen will. Und dass man von der Auswahlmannschaft des weltgrößten Handballverbands erwartet, in den Top10 vorn mit dabei zu sein, ist nicht zu viel verlangt. Es geht hier auch um den Fortbestand dieser Sportart. Die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahrzehnten stetig nach unten gegangen, positive Effekte gab es vor allem nach Erfolgen der Nationalmannschaften. Der Kampf um jedes Mitglied an der Basis ist real, ebenso der um Hallenzeiten. Was denkst du, was passiert, wenn du eine Hallenzeit erst mal abgegeben hast, mangels Spielern? Die bekommst du so schnell nicht zurück. Viele Gruppierungen stehen Schlange, die Infrastruktur wird nicht besser. Ich lebe in einer Region, die mal sehr handballstark war. Im Umkreis von 50 km hatten wir vor 16 Jahren noch 52 Mannschaften im Männerbereich im Spielbezirk mit vier Ligen, die unterste sogar zweigleisig. Heute sind es 11 Mannschaften in einer Liga. Im Nachwuchsbereich wurden die Spielbezirke mittlerweile zusammengelegt. Das führt zu zeitlichen und finanziellen Belastungen, die immer weniger tragen wollen. Wir brauchen Erfolge, die deutschlandweit wahrgenommen und medial begleitet werden.

    Hallo Peter 2000, damit erzählst du mir nichts Neues.

    Es ist aber ein Unterschied, ob ich hoffe, dass Dtld. möglichst weit kommt oder ob ich multimedial bereits vor dem ersten Spiel über einen Gegner Dänemark spreche, womöglich gar im Endspiel.

    Wenn ich mir mit etwas Abstand zum Serbien- Spiel die 39 Seiten hier nochmal durchlese:


    * Erstaunen mich die vielen monokausalen Erklärungsversuche

    * Verblüfft mich die vereinzelt im Forum und vielfach in Medien formulierte Anspruchshaltung an eine möglicherweise Top-10-Nation

    * Beschämen mich die Rufe nach einer Ablösung des zugegebenermaßen unglücklich agierenden Bundestrainers noch während des laufenden Turniers

    und halte ich den Ausgang des Spanienspiels für völlig offen. Von einer Klatsche mit minus 10 bis zu einer rauschenden Ballnacht mit plus 6 ist für mich alles möglich.