"Dabei sein ist alles" gibt es nicht mal im Kindergarten. Irgendeinen Anspruch muss man haben, wenn man es im Leben zu etwas bringen will. Und dass man von der Auswahlmannschaft des weltgrößten Handballverbands erwartet, in den Top10 vorn mit dabei zu sein, ist nicht zu viel verlangt. Es geht hier auch um den Fortbestand dieser Sportart. Die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahrzehnten stetig nach unten gegangen, positive Effekte gab es vor allem nach Erfolgen der Nationalmannschaften. Der Kampf um jedes Mitglied an der Basis ist real, ebenso der um Hallenzeiten. Was denkst du, was passiert, wenn du eine Hallenzeit erst mal abgegeben hast, mangels Spielern? Die bekommst du so schnell nicht zurück. Viele Gruppierungen stehen Schlange, die Infrastruktur wird nicht besser. Ich lebe in einer Region, die mal sehr handballstark war. Im Umkreis von 50 km hatten wir vor 16 Jahren noch 52 Mannschaften im Männerbereich im Spielbezirk mit vier Ligen, die unterste sogar zweigleisig. Heute sind es 11 Mannschaften in einer Liga. Im Nachwuchsbereich wurden die Spielbezirke mittlerweile zusammengelegt. Das führt zu zeitlichen und finanziellen Belastungen, die immer weniger tragen wollen. Wir brauchen Erfolge, die deutschlandweit wahrgenommen und medial begleitet werden.
Hallo Peter 2000, damit erzählst du mir nichts Neues.
Es ist aber ein Unterschied, ob ich hoffe, dass Dtld. möglichst weit kommt oder ob ich multimedial bereits vor dem ersten Spiel über einen Gegner Dänemark spreche, womöglich gar im Endspiel.