Beiträge von HolgerMD

    Das hätte übrigens durchaus historischen Charakter. Der letzte CSU-Kanzlerkandidat war 1980 Franz-Josef Strauß. Es war auch der einzige. Einen CSU-Kanzler gab es noch nie.

    Ich behaupte mal, dass die Zahl der KH und Intensivbetten nicht der richtige Denkansatz für einen größeren Mut bei Lockerungen sein sollte. Wenn es eine neue Welle geben sollte, kann trotzdem ganz schnell Ende im Gelände sein. Mir scheint es naheliegender, dass der Hr. Laschet nicht mehr so ein Laschek sein will und sich im Kanzlerrennen etwas mehr an den Prinzen aus Bayern heranschieben will.

    Bisher hat Söder nach eigener Aussage keine Ambitionen. Aber ich halte für möglich, dass sich das noch ändert. Es ist schon sehr auffällig, wie er sich jetzt bundesweit in Szene setzt. Gestern war er ja nicht in München, sondern in Berlin.


    Ich bin unten, aber ich würde es mir nicht kommentarlos gefallen lassen in diesen Topf geworfen zu werden, zumal der Kollege ja anderen empfiehlt sich sorgfältiger mit gewissen Dingen auseinanderzusetzen.

    Wir leben leider in einer Zeit, in der man ganz schnell in dem ein oder anderen Topf landet.


    Sorry, du scheinst hier etwas gewaltig misszuverstehen. Du kannst gerne auch mal meine letzten 4-6 Beiträge lesen und dann kannste mir noch mal erklären wie du auf die fehlende Emphatie und das Reichsbürger-Gedöns kommst. Ich bin gespannt. :hi:

    Komm runter. Er meint wahrscheinlich Tobi und mich. Obwohl ich mit AfD und diesem anderen Scheiß nicht das geringste am Hut habe.

    die wirtschaftliche Aussicht sehe ich allerdings nicht so optimistisch.

    Mir ist im Augenblick nicht klar, wie die Weltwirtschat zeitnah wieder anlaufen soll. Die Materialwirtschaft ist globalisiert. China, Taiwan und andere Länder können wohl wieder produzieren, aber auf der anderen Seite fehlen die Abnehmer. Wie können Autobauer wieder hochlaufen, wenn irgendein Zulieferer auf der Welt nicht arbeiten kann/will?
    Leider haben viele Firmen ihre Zulieferketten massiv reduziert, die Alternativen fehlen.

    Dazu kommt: Die Konsumenten weltweit halten sich zurück.

    Und dann hat Deutschland keine Vorteile mehr, weil es auf die Weltwirtschaft noch stärker angewiesen ist als andere.


    Auch das sollte man vielleicht global sehen. Weniger beschissen dran zu sein als andere ist auch ein Vorteil und ein kleiner ist besser als gar keiner.
    Man kann natürlich auch weiter quengeln und alles blöd finden, wenn man sich damit besser fühlt.


    Ja, das kann ich und das mache ich auch...


    Das ist doch die Crux. Du wirst heute überfahren, anschließend auf Corona getestet und gehst in die Statistik ein. In 17/18 wurde einfach nicht gesucht. Wenn da ein 82-jähriger verstorben ist, wurde nichts getestet. Also was willst Du vergleichen, Fische und Vögel? Das einzige was man vergleichen kann, ist die Übersterblichkeit. Wie die 25k zustande gekommen sind, ist mir klar. Daher kannst Du nur am Ende der Grippe-Saison die Summe bilden und dann schauen, über dem Durchschnitt oder drunter. Und im übrigen ging es mir auch nicht darum zu ermitteln, ob Corona schlimmer oder weniger schlimm als eine übliche Grippe ist, sondern unsere emotionale Empörung zu hinterfragen. Alles was wir die letzten Jahre akzeptiert haben, wird jetzt benutzt um grundrechteinschränkende Massnahmen zu rechtfertigen und alle nehmen das hin, ist ja für einen guten Zweck.

    Und ja, die Bilder aus Italien und New York emotionalisieren uns. Das ist ja auch der Sinn dieser Bilder. Und wir wollen nicht, dass es hier genauso wird wie dort. Also schlucken wir die Kröte und zwar ohne Widerspruch oder darüber nachzudenken. Wie war es denn im letzten oder vorletzten Jahr in Italien? Die Zahlen kenn ich. Kann ja jeder mal suchen. Und die Bilder? Ein Bekannter hat mir berichtet, dass in Italien üblicherweise erdbestattet wird und seit Corona nur noch verbrannt werden darf. Die gestapelten Särge könnten also auch ein Kapazitätsproblem der Krematorien sein, weil die darauf nicht eingerichtet sind. Ob es stimmt, habe ich nicht geprüft - kann auch jeder selber machen. Wir hatten mal einen journalist of the year, der ähnlich bildreich und emotional berichtet hat. Ich versuche vorzugsweise die verfügbaren Zahlen zu interpretieren, nicht die Bilder.

    Übrigens, auch der Blick nach Island oder Schweden ist hilfreich. Ja, ich weiß, das kann man nicht direkt vergleichen, andere Altersstruktur, anderes Gesundheitssystem, andere Bevölkerungsdichte...aber mit Italien, Spanien oder USA machen wir es ja auch. Also, nur Mut. Sollte sich die Mortalität aus den systematischen Untersuchungen auf Island bestätigen (aus Asien kommen jetzt auch ähnliche Zahlen), liegen wir auf dem Niveau einer normalen Grippe.

    Ich maße mir nicht an, die Wahrheit zu kennen, nicht ansatzweise. Ich denke aber, es muss erlaubt und erwünscht sein, kontrovers zu diskutieren - in alle Richtungen. Da fehlt mir in den Medien ganz klar ein kritischer Gegenpol.


    Danke Tobi, so denke ich auch. Wie Du bin ich weit entfernt von Verschwörungstheorien.

    [quote='hlp','index.php?page=Thread&postID=1027269#post1027269']So sehr Tobis Ausführungen mir auch einleuchten mögen und für deutsche Verhältnisse um so mehr, so sehr habe ich Probleme mit den Meldungen und Bildern aus anderen Ländern, wie gerade heute [quote='hlp','index.php?page=Thread&postID=1027269#post1027269']So sehr Tobis Ausführungen mir auch einleuchten mögen und für deutsche Verhältnisse um so mehr, so sehr habe ich Probleme mit den Meldungen und Bildern aus anderen Ländern, wie gerade heute das hier aus NYC und wie es dann weitergehen kann ist mir einfach noch nicht klar. Auch diese Insellösungen einer wiederhergestellten Freizügkeit in D helfen vielleicht Friseuren oder Blumenhändlern, (beide für mich gerade nicht so relevant) und sicher noch ein paar anderen kleinen Krauterbranchen und Gewerben, aber da ist doch nichts in Sicht, was die große Wirtschaft wieder in Schwung bringt. Die schönen deutschen Autos und Maschinen dürften gerade nicht so nachgefragt sein und der Binnenmarkt reißt da nix raus. Selbst wenn bei uns alles wieder anlaufen könnte, für wen soll da produziert werden?
    Tourismus, Gastro/Hotelerie, Sport, Kultur und Verkehr stehen zwangsläufig weiter still, egal was wir hier veranstalten. Da steckt aber gerade mein Geld drin. In geplatzten Urlauben und Event-Tickets und so dürfte es gerade vielen gehen. Zum Glück sind die Kinder aus der Schule raus. Also bisher ist die ganze Situation für uns als Familie ein pures Komfort- sprich Luxusproblem, insofern ist für mich auch die ganze Diskussion um mögliche Lockerungen oder nicht, gerade zweitrangig, weil die Lockerungen, die ich bräuchte, kommen sowieso nicht oder ganz zum Schluss.

    Was für Dich ein "Luxusproblem" ist ( für uns auch ) bedroht anderswo Existenzen. Sollte z.B. für die Balearen oder Kanaren auch noch die Sommersaison ausfallen dürfte die Arbeitslosigkeit dort unter die Decke schnellen so viele Jobs hängen da unmittelbar und mittelbar dran.


    Mein Geld kommt auch noch. Von mir aus bleibe ich noch ein wenig zu Hause und rette Leben. Meine Frau freut sich, wenn ich den Rasen vertikutiere und sonstige grobe Tätigkeiten verrichte. Aber ich sehe das große Ganze und das kann nicht lange gut gehen. Bei uns im Landkreis gibt es bisher 51 Infizierte und da sind die Genesenen schon dabei. In meinem Arbeitsort MD ist die Lage auch noch überschaubar.


    So ähnlich habe ich vor einigen Wochen auch argumentiert und ich bin ebenso unsicher, was die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen angeht und dann frage ich mich, ob es bei einer Grippewelle üblich ist, dass ein signifikanter Anteil an Altersheimbewohnern innerhalb weniger Tage verstirbt oder wie in Bergamo das Militär die Särge abtransportieren muss oder wie in New York die Leichen mit Staplern verladen werden und ob wir in Schland einfach rechtzeitig Maßnahmen ergriffen haben, die unsere Zahlen wirklich in Grenzen halten. Sehr interessant fand ich den Artikel des Schweizer Professors Vogt, der hier vor einigen Tagen verlinkt wurde. Ich bin froh, dass ich diese Entscheidungen nicht treffen muss und noch mehr, dass in meinem Umfeld noch alle gesund sind. Und die ethische Diskussion ist keineswegs überflüssig, ganz im Gegenteil, die Argumente gehen nämlich teilweise genau in diese Richtung, das sind eh alte Leute und die Ressourcen kann man sich sparen, denn dann ist der Schritt 80 Jahre zurück nicht mehr allzu groß.


    Vielleicht reicht es ja, wenn wir uns an der neuen Harvard-Studie orientieren, also bis 2022 Abstand halten. Dann sind wir bestimmt auf der sicheren Seite :irony: . Vor einigen Wochen wurde teilweise noch davon gesprochen, Risikogruppen stärker zu isolieren. Das ist inzwischen ethisch auch nicht mehr vertretbar. Jetzt noch die Nazikeule rauszuholen, halte ich für völlig überzogen. Aber eines stimmt natürlich: Solange um uns herum nicht einigermaßen Ruhe einkehrt, können wir auch nicht zur Normalität übergehen. Das funktioniert auch wirtschaftlich nicht.

    Wie wäre es Dir denn lieber ?

    Zumindest mal von einem Zwischenerfolg reden und den Ansatz für eine Exit-Strategie entwerfen, wie es in Österreich geschehen ist. Exit kann ja auch ein Tunnel sein, an dessen Ende aber das Licht zu sehen ist. Davon spüre ich überhaupt nichts. Man kann auch warten, bis man einen Impfstoff hat, aber daran möchte ich lieber nicht denken.

    Diese Bedenken kann ich absolut nachvollziehen, allerdings vertraue ich den Politikern insofern, dass sie die Gesundheit vieler nicht für eine hohes Niveau an Wohlstand der Bevölkerung riskieren. Allerdings muss auch klar sein, dass der wirtschaftliche Schaden nicht zu groß sein darf, da sonst ein anderes Elend ausbricht. Zudem profitiert das Gesundheitssystem von einer starken Wirtschaft, denn ohne Geld lässt sich auch diese nicht auf einem hohem Niveau halten. Es ist keine Entscheidung Wirtschaft vs. Gesundheit, sondern die Aufgabe beides miteinander in Einklang zu bringen.

    Genau. Wenn nämlich die Wirtschaft krachen geht, können wir uns in Zukunft weder das nun zu Recht gefeierte Gesundheitswesen leisten noch unseren sonstigen Wohlstand halten. Das haben viele offensichtlich noch nicht verstanden. Unser Staat ist relativ leistungsfähig. Aber auch er ist nicht in der Lage, ganze Wirtschaftsbereiche (Tourismus etc. ) so zu stützen, dass sie den Sommer überleben.

    Die Art und Weise, wie die Regierung mit der Bevölkerung kommuniziert, spottet jeder Beschreibung. Ich kann den erhobenen Zeigefinger nicht mehr ertragen. ARD und ZDF machen fröhlich mit. Aber ich bin wohl nur einer von wenigen, dem es so geht. :wall:

    Die Begeisterung, mit der bei uns das Volk der Regierung derzeit noch folgt, wird nicht unbegrenzt anhalten. Zunächst hieß es, wir brauchen 10 Tage Verdopplungszeit, jetzt sind es 14.Hab heute übrigens gelesen, wir sind bei 15,9 Tagen. Ich muss der Bevölkerung auch irgendwelche Perspektiven geben, wie es jetzt in Österreich passiert ist.

    Irgendwann wird man sich entscheiden müssen ob man die Wirtschaft und Gesellschaft völlig in den Abgrund treibt oder nicht. Der DFL sollte es reichen wenn man Mitte /Ende Mai mit Geisterspielen beginnt da im neuen Notspielplan noch genügend Puffer für englische Wochen sind.

    Für den Handball sehe ich da weitaus schwarzer.

    Völlig d'accord.

    Aber genau darauf läuft es doch hinaus, glaubt man den Prophezeiungen der Virologen, die ja im Moment das Sagen in Deutschland haben. Da Spiele ohne Zuschauer im Handball keine Option sind, sehe ich schwarz für die Zukunft der HBL.