Ich halte es durchaus für nicht ungewöhnlich, dass im Umfeld des sportlichen Wettkampfes mit all seinen Emotionen, der körperlichen Belastung hinter der manchmal die geistige Leistungsfähigkeit kurzzeitig zurücktritt, der Hormonausschüttung, etc. Aussagen getätigt werden, die dieselben Personen eine Stunde später nach dem Duschen so nicht mehr tätigen würden. Da würde ich mich selber auch nicht von ausnehmen.
Ein Michael Müller ist nach Ausssagen einiger User hier im Forum ein grundanständiger und sehr sympathischer Zeitgenosse - abseits des Spielfeldes. Auf dem Spielfeld wiederum möchte man ihm lieber nicht begegnen und schüttelt schonmal den Kopf ob seiner Aktionen. Von den Aktionen auf dem Spielfeld kann man also sicher nicht direkt auf die Persönlichkeit im Privaten schließen. Unter Adrenalin und Wettkampfdruck handelt jeder Mensch etwas anders als er das ohne tun würde. Da jetzt einem Spieler zu unterstellen, dass er nicht mehr alle Latten am Zaun habe, weil er auf dem Spielfeld schonmal extravagant jubelt oder politisch nicht korrekte Sprache verwendet, halte ich persönlich für grundlegend falsch und zeugt eher von mangelnder Menschenkenntnis als einer Aufgabenerfüllung als Sittenpolizist.
Daher werde ich eine solche Aussage nicht überbewerten, solange sie keine direkte Handlung nach sich zieht.
Und genau darum geht es doch. Schröter hat mit seiner Aussage niemanden zur Körperverletzung anstiften wollen, was eigentlich jedem, der selber mal Handball gespielt hat, klar sein sollte, UND seine Aussage hat ja nachweislich eben NICHT zu der angeblich angestifteten Straftat geführt! Es hat ihn also niemand wörtlich genommen, was so auch zu erwarten war (außer für einige hier im Forum). Das ist dann genauso strafbar wie wenn ich meinem Kollegen sage, er solle unserem Konkurrenten die Suppe vergiften oder in selbige spucken, sie versalzen oder was auch immer. Selbst TCLIP und das Teufelchen würden da (wahrscheinlich) nicht fragen, wo sie Zyankali herbekommen sollen..