Beiträge von Pro Handball

    Rheiner

    Es ist egal, wie die beiden pfeifen, Du wirst niemals bereit sein, den beiden eine gute Leistung zu attestieren, aus welchen Gründen auch immer, wahrscheinlich war schon der Anpfiff in der falschen Tonlage. Wie sich ein Spiel entwickelt hätte, und wenn, und wäre, ist reine Spekulation, entscheidend ist die Leistung bei dem gezeigten Spiel und die war gestern gut. Sie haben das Spiel geleitet, sie haben es laufen lassen und die Spielentscheidung den Mannschaften überlassen, so sollte es sein, was vor x-Monden gewesen ist, ist wurscht.

    Der 44er hat sich doch aufgeregt, weil die SR das Tor nicht gegeben haben, sondern auf 7m entschieden, vermutlich war er schon im Torraum. Bezjak hat also mit der Situation an sich gar nichts zu tun gehabt.


    So einen Spieler würde ich aus dem Verein werfen, allein schon wegen Dummheit.

    Lonsdale oder auch Thor Steinar haben ein anderes Problem gehabt, nämlich dass die Marken in rechten Kreisen sehr beliebt waren ohne dass sie selbst was dafür konnten, daraus wurde ihnen dann durch die Öffentlichkeit ein Strick gedreht, sie wurden in diese Ecke abgeschoben.

    Derzeit kämpft Wellensteyn gegen diese Stigmatisierung.

    Gestern abend, folgende Situation:

    Spieler verletzt sich nach Torerfolg für den Gegner ohne Feindeinwirkung und bleibt liegen, Time-Out. Der Ball wird am Mittelpunkt niedergelegt. Spieler wird behandelt, kurze Kontrolle am Tisch. Spiel geht kurz darauf nach Anpfiff weiter.

    Nach dem Spiel haben die SR-Kollegen, die schon für das nächste Spiel in der Halle waren, uns auf folgendes hingewiesen: Während der Behandlungspause ging ein Spieler der abwehrenden Mannschaft zum zugepappten Ball am Mittelpunkt, wischte sich mit dem die Stirn ab und legte ihn wieder hin, Ball war nass und musste vor Anpfiff noch abgetrocknet werden.

    Wir haben es nicht gesehen, weil auf andere Dinge geachtet, aber Frage: Hätte das Abwischen des Balles an der Stirn progressiv bestraft werden müssen?

    Dass die Regel für einen selbst völlig eindeutig ist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass das jemand anders genau so sieht, vor allem nicht, dass eine andere Auffassung "Blödsinn" ist.


    Die einzige Regel, die für alle eindeutig ist und keine andere Auslgung zulässt, ist die Regel 9:3.

    Fazit:


    1. Der Kollege aus der 3.Liga hat Recht.

    2. Frank Böllhoff wird diesen Beitrag nicht ohne Rücksprache mit den übergeordneten Verbänden verfasst haben.

    3. Frankreich ist nur Europameister durch ein regelwidrig erzieltes Tor.


    Die IHF ist jetzt aufgefordert, zumindest eine offizielle Regelklarstellung zu verfassen.

    So, nachdem gestern ja im Finalspiele-Thread über diesen Wurf heftig diskutiert wurde, mach ich mal einen eigenen Thread dazu auf.


    Die Meinungen haben mir keine Ruhe gelassen, ich habe gestern abend noch mit einem Kollegen aus der 3.Liga gesprochen, dort wurde das Tor natürlich auch diskutiert, er hat mir aber erklären können wie das mit der Regel 15.1 zu verstehen ist und will mir auch noch die Fundstelle schicken.


    Also, alle haben ein bißchen Recht und ein bißchen Unrecht (bei dieser Regel geht das)


    Variante 1: Egal ob 7m oder FW, der Schütze (Rechtshänder) steht mit dem linken Fuß nach vorn, mit dem rechten nach hinten. Jetzt verlagert er nach hinten und nimmt den vorderen Fuß hoch, dann setzt er den vorderen wieder auf und nimmt den hinteren Fuß auf. Alles korrekt, weil: Der Ort der Ausführung wird nicht verlassen, das Pendeln nach vorne und hinten mit Fußwechsel ist erlaubt.


    Variante 2: Der Schütze steht wie in Variante 1, nimmt jetzt jedoch den hinteren Fuß hoch und setzt ihn seitlich mit großem Schritt nach rechts, der linke Fuß bleibt auf dem Boden. Alles korrekt, weil: Der Ort der Ausführung wird nicht verlassen, der linke Fuß bleibt am Boden.


    Variante 3: Der Schütze steht wie in Variante 1, nimmt jetzt den hinteren Fuß hoch, setzt ihn seitlich mit großem Schritt, lässt sich nach rechts fallen und wirft, bevor der linke Fuß den Boden verlassen hat. Alles korrekt, wie in Variante 2. Aber: Verlässt der linke Fuß den Boden, bevor der Ball die Hand verlassen hat, hat er den Ort der Ausführung verlassen ! Das ist die Variante Prandi, die umstritten ist.


    Variante 4: Der Schütze steht breitbeinig die Füße parallel zueinander und lässt sich nach links oder rechts fallen. Alles korrekt, weil ein Fuß ununterbrochen Bodenkontakt hatte.


    Der Wurf von Prandi war also nur dann korrekt, wenn sein linker Fuß zum Zeitpunkt des Wurfes noch Bodenkontakt hatte. Und das glaube ich bekommt man auch nach 100 Wiederholungen nicht zweifelsfrei raus.


    Wenn ich die Fundstelle noch bekomme, reiche ich sie nach.

    Gerade eben hast du noch - richtigerweise - geschrieben, dass man vorne am gegnerischen 9m keinen Toleranzbereich hinsichtlich des Freiwurfwortes hat. Dementsprechend sind 50cm, ja, in dem Fall "Spazierengehen". Bzw zumindest eine nicht zulässige Änderung des Freiwurfwortes

    Dann müsste ja der Freiwurf auf einem Bein stehend ausgeführt werden, denn wenn beide auf dem Boden sind, ist zumindest eines nicht am Ort des Vergehens.

    Ach Rheiner, ich warte sehnsüchtig auf die Beantwortung der Beuger Frage und würde eine zweite Frage formulieren, die ich weiter oben schon angedeutet habe. 7m der Schütze hebt erst das hintere, anschließend das vordere Bein beim Wurf. Passiert ab und zu im Nachwuchsbereich und wird immer weggepfiffen. Sind die Pfiffe also falsch und die Würfe korrekt ausgeführt?

    Kurze Antwort, ja die Würfe sind korrekt ausgeführt und die Pfiffe sind falsch. Das Standbein darf gewechselt werden.


    Zum Spazierengehen:


    Freiwürfe sind am Ort des Vergehens auszuführen mit einer seitlichen Toleranz von 3m, die geringer wird je weiter vorn der Freiwurf der ausführenden Mannschaft ist. Außerdem ist der Wurf innerhalb von 3 Sekunden nach Anpfiff auszuführen. Klar kann der FW-Ausführende drei Schritte nach links oder rechts machen, aber erstens verlässt er dann den Ort der korrekten Ausführung und/oder er spielt den Ball nicht innerhalb der 3 Sekunden. Also ein rein denktheoretisches Modell, das keinen Sinn macht, da es zum Ballverlust führt.


    7m sind innerhalb von 3 Sekunden als Torwurf auszuführen. Auch hier kann der Schütze zur Seite gehen mit langem Schritt, muss dann aber auch noch seinen Torwurf abgeben, auch hier rein denktheoretisch, da er sich durch den Schritt die Zeit nimmt, schon jetzt sind ja bei den Wurftäuschungen die 3 Sekunden schon hart an der Grenze eingehalten.


    Die Regel ist blöd und in mehrere Richtungen auslegungsfähig, es gibt aber nunmal eine verbindliche, an die sich die SR halten müssen. Das mag nicht jedem gefallen, aber trotzdem ist es gültig. Mir gefällt ja auch nicht jede Regel bzw. deren Auslegung und trotzdem muss ich als SR das befolgen und kann nicht meine eigenen Regeln aufstellen.

    Ich glaube, diese Meinung hast du ziemlich exklusiv.


    Die Regeln sagen klar: Ein Fuß muss während der Ausführung ununterbrochen Kontakt mit dem Boden haben. Ein Wechsel des Fußes, wie du es beschreibst, unterbricht den Bodenkontakt. Das "ununterbrochen" ist hier der Knackpunkt. Es reicht also nicht, dass während des Wurfs ein Fuß Bodenkontakt hat. In dem Moment, in dem der Werfer einen Fuß hebt, ist festgelegt, dass der andere bis zur Wurfausführung den Bodenkontakt nicht verlieren darf.

    Nein, das entspricht genau dem was Jürgen Scharoff, der Regelexperte schlechthin, im Interview bei Handball-World gesagt hat und dem, was alle Lehrwarte, egal auf welcher Ebene, seit Jahrzehnten lehren.


    Ich weiß, dass das viele Kolleginnen und Kollegen das falsch pfeifen und die Zuschauer das anders sehen, aber hier irrst Du, die Wurfausführung war korrekt.

    Es war schon immer erlaubt den Fuß zu wechseln, das habe ich vor 35 Jahren schon im Lehrgang gelernt und das wurde auch nie regeltechnisch angezweifelt. Solange ein Fuß auf dem Boden bleibt, darf der andere bewegt werden. Stehen beide auf dem Boden, darf jetzt der andere Fuß bewegt werden, solange der andere stehen bleibt. Prandis Tor war damit absolut korrekt, solange eben nicht beide Füße in der Luft waren, bevor der Ball die Hand verlassen hat. Das hätte man aber im Video kontrollieren können.


    Für Deutschland tut es mir leid, das war ein Top-Spiel, bei dem lediglich Nuancen ab der 40.Minuten zur Niederlage geführt haben. Inwieweit da die zwei SR-Entscheidungen gegen Deutschland miteinfliessen, mag dahingestellt sein, aber weder war das ein Stürmerfoul von Golla (Abwehrspieler steht erst, nachdem Golla schon in der Luft ist, also die Richtung nicht mehr wechseln kann) noch war das ein 7m gegen Uscins (er steht 2 cm mit den Hacken auf dem Kreis, dass ist pipifax, dass soll auch gar nicht gepfiffen werden angesichts der Dynamik des Spiels). Kirkelökke hätte sich auch über Rot nicht beschweren können, der Angriff erfolgte am Oberarm weit weg vom Ball, also keinerlei Absicht den Ball spielen zu wollen erkennbar.


    Es waren ab der 40.Minute wieder 3-4 weggeworfene Bälle zusätzlich zum Versuch, den Nielsen zu erschiessen, bewegen musste der sich nicht.

    Man sollte erwarten können, dass mit fortschreitender Turnierdauer die Mannschaft sicherer und stabiler wird und auch aus dem Island-Spiel die Erkenntnis umsetzt, gewinnen zu können, wenn es spielerisch mal nicht so läuft.


    Stattdessen wird die Mannschaft von Spiel zu Spiel schlechter, Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist nicht erkennbar und so viele Fehlwürfe frei vorm Tor, da dürften einige Bundesligisten ins Grübeln gekommen sein, wenn sie da in ihren Reihen haben.


    Natürlich stellt sich die Trainerfrage und das auch völlig zu Recht. Gislasson redet immer viel, aber das was er sagt, setzt er dann nicht um.


    Ich überlege mir, ob ich das Spiel am Montag schaue, entweder wird das der absolute SuperGAU oder aber es wird besser, weil es schlechter nicht mehr geht.

    Abstehen und Schritte sind zum einen aus dem Blickwinkel der SR schwer zu erkennen, zum anderen besteht gar kein Interesse daran, weder seitens der Mannschaften noch der Verbände, dass das gepfiffen wird. Würde den Spielen das Spektakuläre nehmen, das man braucht, um Handball medial besser zu vermarkten. Jeder, der in höheren Klassen pfeift, findet sich ganz schnell in niederen Klassen wieder, wenn er so was ahndet, Stichwort Vereinsbeobachtung.

    Die EHF hat den beiden einen spielentscheidenden Regelfehler attestiert, bei Protest der Schweden hätte es eine Neuansetzung gegeben. Für Horacek/Nowotny dürfte das Turnier damit zu Ende sein. Die letzte Entscheidung war aber auch Regelesoterik, wenn das als Kreis gepfiffen wird, gehen die Spiele künftig wieder 15:16 aus.

    Bei Knorr fehlt die Fähigkeit zu erkennen, wann er umstellen muss von erfolglosem Kreisanspiel auf Druck nach Außen. Das hatten die Franzosen schnell raus, aber nein, noch ein Versuch und noch ein Versuch. Dann haben sie sich schnell darauf eingestellt, dass er immer 2 mal vor der Abwehr prellt und steht, das gibt schön Zeit zu verschieben.


    Köster hat das in der Anfangsphase richtig gemacht, 1 gegen 1 auf Halb, und das hätte auch weiter Erfolg gehabt, wenn Gislasson auch mal Hanne auf Halblinks gebracht hätte, der kann das nämlich. Auf Halbrechts waren Steinert und Häfner praktisch wirkungslos, wie auch wenn alle Bälle in der Mitte hängen bleiben. Heymann kann nur werfen, wenn er mit Tempo kommt, und das hat gestern gefehlt, weil siehe 1. Absatz.


    Das haben gestern Gislasson und Knorr verbockt, die Franzosen waren absolut schlagbar, wenn der Angriff variabler gewesen wäre.

    Sete a um !


    Ay Caramba, was war denn mit den Iberern los? Allerdings haben die Kroaten ein echt geiles Spiel abgeliefert, gegen die hätte heute keiner gewonnen, so was von on fire, wenn die das halten können, landen die sehr weit vorn.


    Spanien hat seinen Zenit endgültig überschritten, spielerisch war da nichts mehr und Alex Dushebajev hat einmal mehr gezeigt, das er völlig überschätzt wird, wenns nicht so läuft wie er will, spielt er beleidigte Leberwurst.

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