Beiträge von BlKW168

    • Trikot festhalten immer sofort 2 Minuten (auch bei der
      ersten Aktion im Spiel)
    • Die Abgrenzung zwischen Offensivfoul und regelwiedriger Abwehraktion (oft als"Abwehr im Kreis" mit 7m und/oder 2Min bestraft)
      muss konsequenter an der dynamischen Abfolge der Bewegungen der beteiligten
      Spielerinnen erfolgen. Gerade in den ersten Spielen wurde z.B. Maike Schmelzer mehrfach
      geahndet, obwohl sie schon mit beiden Beinen stand, als die ballführende
      Angriffsspielerin herangesegelt kam.
    • Abwehr durch den Kreis ist immer zu pfeifen, auch wenn die
      Abwehrspielerin gerade bei Aktionen auf den Außenpositionen ihre Laufwege "nur"
      abkürzt, um den Laufweg der einlaufenden Angriffsspielerin einzuschränken. Das
      muss auch dann passieren, wenn im Augenblick der unmittelbaren Begegnung die
      Abwehrspielerin wieder vor der 6m-Linie steht.
    • Musik- und andere Toneinspielungen während des laufenden
      Spiels sind grundsätzlich zu unterlassen.

    Diese kurze Aufzählung erhebt keinesfalls den Anspruch auf
    Vollständigkeit und darf gerne diskutiert und erweitert werden.


    Der Schutz der im Sprung auf das Tor werfenden Rückraumspielerin
    war bei dieser Meisterschaft schon deutlich besser als bei zurückliegenden
    Veranstaltungen. Diese Konsequenz muss beibehalten bzw. ausgebaut werden (CL, nationale
    Wettbewerbe etc.)

    weil sie über das gesamte Spiel im Angriff deutlich druckvoller und variabler gespielt haben. Die Russinnen waren da deutlich statischer und die französische Abwehr hat sich immer besser darauf eingestellt.
    Dass die Schiedsrichterleistung beschämend war, kann ich nur unterstreichen, meine Strichliste an klaren Fehlentscheidungen füllt fast ausschließlich die Spalte "zuungunsten Russlands". Ob das Spiel letztendlich anders gelaufen wäre, bleibt immer Spekulation, auch wenn hier Manipulation so offensichtlich vorsätzlich gestaltet wurde. So wird Handball kaputt gemacht, weil die Hintermänner ganz eigene Ziele verfolgen. In der CL sind solche "Vorstellungen" an der Tagesordnung. Wer mehr wissen will, braucht sich nur die Frage zu stellen "wem nutzt es?". Nur zur Sicherheit: In der betreffenden Hemisphäre geht um Geld, nicht um Medaillen oder Urkunden. Ekelhaft und entwürdigend, nicht zuletzt auch, weil die Hauptakteure dieses schmutzigen Geschäfts glauben, die breite Masse bemerkt diese mittlerweile durchaus raffiniert realisierte Steuerung der Ergebnisse nicht. Handballpublikum ist nach meiner Erfahrung in der Mehrzahl aber sehr intelligent.

    Wenn das so weiter geht, sind wir vom Wrestling nicht mehr weit entfernt. Schade um den meiner Meinung nach attraktivsten Mannschaftssport dieser Welt. :wall:

    Sehe ich genauso. Einige Schiedsrichterentscheidungen gerade in der Phase Mitte der ersten Halbzeit, als die Führung wechselte, werde ich mir auf jeden Fall noch einmal genauer anschauen. Die 2-Min.-Strafe war dem ersten Eindruck nach ein Witz. So etwas entscheidet Spiele, nicht nur in der unmittelbaren Aktion. Die Abwehrspielerinnen werden extrem verunsichert, wissen dann nicht mehr, was sie überhaupt noch dürfen. Zumal sich das Konto füllt und die dritte Strafe immer näher rückt...
    In der CL auch häufig zu sehen scheint das ein probates Mittel zu sein, spielentscheidende Phasen in die richtige Richtung zu bringen...
    Mehr sag' ich dazu jetzt erst mal nicht ... :/:

    Zitat von Siebenberger vom 10. Juli 2007:

    "... Die Frage die sich stellt ist: warum hat man sich nicht intensiver darum
    bemüht, mehrere Sponsoren zu finden um nicht von Einem so abhängig zu
    sein. Das hat man jetzt begriffen und versucht es besser zu machen.

    ...
    Für uns FCN Fans ist das eine Tragödie.

    ...

    Wenn man von einem Etat von 600 000 Euro etwa 18 Personen bezahlen muss +
    Reisekosten+... kann man ja ausrechnen was im Durchschnitt eine
    Spielerin verdient. In Dänemark fangen die Monatsgehälter dort an wo sie
    in Deutschland längst aufgehört haben."
    Genau das meine ich. Diese Probleme sind schon lange bekannt und präsent. Was hat der DHB seitdem konkret unternommen, um substanziell etwas zu ändern? Genau nichts. Das ständige Wechseln der Natitrainer allein ist zu billig und trägt für mich ausschließlich Alibicharakter. So wird das niemals besser werden. Auch und gerade im Mutterland des Handballs nicht. Die Generationen, bei denen Handball auf breiter Ebene auf Interesse und Begeisterung trifft, sterben langsam aber unerbittlich aus.

    Zum All-Star-Team:
    Ich denke, dass geht in Ordnung: Besonders freut es mich für Stolle und Pintea. Zwei Spielerinnen, die nicht unbedingt die Statistik auf ihrer Seite haben. Sie haben aber ihr Herz in die Hand genommen und mit allen Möglichkeiten, die sie haben unermüdlich und erfolgreich nach vorne und in der Defensive geackert, gearbeitet und gelegentlich auch gezaubert. :hi:
    Respekt vor den Verantwortlichen, die so entschieden haben.

    Respekt vor den Mitbewerberinnen, die nicht minder gut gespielt haben. :)

    Toll, wie hier im Forum die sachliche Diskussion überwiegt
    und wie viele verschiedene Sichtweisen argumentativ gut belegt vorgetragen
    werden. So muss es sein, so macht es Sinn und Spaß und so kann jeder etwas mitnehmen. Einige Hinweise und Entgegnungen zu
    den verschiedenen Beiträgen mit Bezug zu meinen letzten Post's (#487, #498, #499),möchte ich noch beisteuern:


    Soziologische Aspekte zu betrachten ist völlig legitim, aber
    auf Vermutungen ("kommen überwiegend aus der Reihenhaussiedlung",
    "die einzige Möglichkeit zum sozialen Aufstieg") den Großteil der
    Argumentation aufzubauen ohne hier belastbare Daten zu kennen halte ich für zu
    gewagt. Ich denke, die Bandbreite ist deutlich größer (Clara Woltering ist
    Unternehmerin!) und auch nicht so fixiert. Die Rahmenbedingungen in Dänemark,
    Norwegen und Schweden fehlen in den betreffenden Betrachtungen und den
    abgeleiteten Thesen komplett, und das man mit den dortigen Modellen nicht
    erfolgreich ist wird wohl keiner behaupten, trotz der Dominanz des Nordischen
    Skisports zumindest in NOR und SWE. Mir fällt auf, dass trotz der sehr
    unterschiedlichen Rahmenbedingungen auf dem Balkan, in Skandinavien, Russland,
    Frankreich oder Holland die betreffenden Nationalmannschaften durchgängig auf
    hohem Niveau spielen und die Weltspitze bestimmen. Unsere Nationalmannschaft schafft
    das schon seit Jahren nicht mehr und pendelt wie eine Sphinx von Spiel zu Spiel
    zwischen Weltklasse und Kreisklasse. Über einen so langen Zeitraum schließe ich
    das soziale Herkunftsmilieu und die damit verbundenen Lebenswege als hauptsächliche Ursache aus zumal die jungen
    Damen sich in aller Regel frühzeitig emanzipieren. Als eine wesentliche Ursache
    sehe ich vielmehr in erster Linie die Verbandsstrukturen, die zu viel nach
    Innen und zu wenig nach Außen reflektieren. So kann man die Rahmenbedingungen
    für die Basisarbeit nicht entscheidend verbessern geschweige denn nach den
    Gesichtspunkten der modernen, sich rasant verändernden Gesellschaft ausrichten.


    Schade, dass niemand wirklich auf den Ausgangspunkt meiner
    Argumentation eingegangen ist. Denn wir verlieren
    insbesondere beim Frauenhand die Basis des Breitensports zunehmend. Wollen wir
    zukünftig wirklich auch hier in den Handball-Bundesligen den in anderen
    Mannschaftssportarten schon lange praktizierten Söldnerhandel, wo die
    Mannschaften halbjährlich je nach Gusto und Geldsack neu zusammengewürfelt
    werden? Der Anfang ist ja längst gemacht, trotzdem bin ich der Meinung, dass
    sich der andere Weg nicht nur lohnt, sondern dass er sogar eine große Chance
    darstellt: Dem interessierten Publikum von Bundesliga bis Landesliga die
    Alternative zu bieten, die er im leistungssportlichen Fußball beispielsweise
    schon lange nicht mehr findet: den Sportler im Heimatverein spielen zu sehen,
    der auf dem Nachbarhof aufgewachsen ist. Das die wenigen besonders talentierten
    dann in Leistungszentren auf höhere Aufgaben vorbereitet werden, steht dazu
    nicht im Widerspruch. Es wäre das positive weil nachhaltige Ergebnis von
    gesunden Strukturen der gesamten Bandbreite vom Schulsport bis zur
    Nationalmannschaft. Die vielgepriesene "Leuchtturmpolitik" führt
    dagegen in's Abseits. Nicht nur für die Vereine, die schon aufgeben mussten
    oder kurz davor stehen. Den verbleibenden Handballhochburgen gehen so nicht nur
    die Gegner im Ligaalltag aus, auch der Zustrom junger Talente wird immer mehr
    versiegen.


    Das kann man akzeptieren oder sogar so wollen, aber dann
    müssen wir auch den Leistungsanspruch an die Nationalmannschaft deutlich
    zurücknehmen. Alles andere wäre den Spielerinnen und den Trainerteams gegenüber
    unfair.

    Es ist toll und uneingeschränkt begrüßenswert, wenn
    Lichtgestalten wie der Hexer Andreas Thiel Verantwortung übernehmen. Aber das
    reicht nicht, der Verband muss geschlossener agieren, regionale Interessen
    müssen außen vor bleiben, persönliche Eitelkeiten sowieso. :nein:


    In der Not schließen sich derzeit viele kleine Vereine zu
    Spielgemeinschaften zusammen (übrigens nicht nur im Handball), um überhaupt
    noch oder wieder am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Das ist aber wirklich
    nur eine Notlösung, der Preis ist hoch. Es fallen dadurch viele regionale
    Derbys weg, diese Spiele haben aber gerade im Breitensport das Interesse am
    Handball auch über die unmittelbar Beteiligten hinaus bisher hoch gehalten.
    Wenn die aktuelle Entwicklung so weiter läuft, gehen dem Spielbetrieb im
    Breitensport die Mannschaften endgültig aus. Derbys gibt es dann nur noch in
    der HBF im Südwesten, Teams aus anderen Regionen unseres Landes treten dann im
    Spielbetrieb allenfalls noch als Exoten auf. Die Entwicklungen beim DHB-Pokal weisen
    ja eindeutig in diese Richtung.


    Das Beispiel des HC Leipzig zeigt (das hausgemachte
    finanzielle Missmanagement mal ausgeblendet :wall: ) sehr genau, wo die Reise im
    deutschen Handball hingehen wird, wenn sich nicht ganz schnell ganz viel
    ändert. Das dieser Verein, in dem nachgewiesenermaßen die beste Nachwuchsarbeit
    in ganz Deutschland geleistet wird, so gnadenlos fallen gelassen wurde, ist für
    den Zustand des DHB genauso bezeichnend wie für die tatsächliche Interessenlage
    seiner Verantwortlichen. :baeh:


    Die Spielstättensituation des aktuellen deutschen
    Serienmeisters für die nationalen und internationalen Spiele (und damit für die
    Präsentation unseres Sports in der Öffentlichkeit!!) ist genauso bezeichnend.
    Was da in Thüringen seit Jahren passiert bzw. nicht passiert ist unglaublich.
    Auch hier ist der Verein dem (sport-)politischen Treiben hilflos ausgeliefert.
    Ich habe nicht ein einziges Signal aus dem DHB vernommen, vor Ort mit Nachdruck
    Einfluss auf die politischen Hauptakteure zu nehmen. Die Steuernahmen sprudeln
    seit Jahren in unglaublichen Höhen, derweil liegt der Handball als Patient auf
    dem OP-Tisch, das Herz ist geöffnet und nichts passiert. :schlaf: :schlaf: :schlaf:


    Es macht mich unglaublich wütend, wenn ich sehe, wie
    engagiert die ehrenamtlichen Übungsleiter und Betreuer in den kleinen Vereinen
    unermüdlich um Nachwuchs werben und wie begeistert die Kinder bis heute diese
    Angebote annehmen und dabei von ihren Eltern selbstlos unterstützt werden.
    Wütend deshalb, weil diese ganze Mühe immer wieder an den unzulänglichen
    Rahmenbedingungen scheitert und die Vereine dadurch immer wieder ambitionierte Mitglieder
    in Größenordnungen verlieren. :help:

    (bin übrigens auf das Lebensalter bezogen auch einer :hi: )


    vielen Dank für Aufgreifen meiner Aussagen und Argumente in
    dieser Forumsdiskussion. Alle Dialoge, auch und gerade kontroverse, die das
    Thema hochhalten, sind nach meiner Überzeugung existenziell für unsere geliebte
    Sportart. Mir geht es dabei aber keinesfalls um "staatlich organisiertes
    Profitum". Die Verbandsführungen müssen nur schnellsten aus ihrer
    Lethargie erwachen und eine grundsätzliche Neuausrichtung ihrer Arbeit auf den
    Weg bringen. Nur so kann Handball wieder attraktiv werden und damit auch
    interessant für leistungsfähige und leistungswillige Sponsoren.


    Unverzichtbare Basis ist nach meiner Überzeugung nach wie vor fast ausschließlich der Breitensport.
    Gerade für Mannschaftssportarten unverzichtbar, wenn man am oberen Ende der Leistungsskala
    nicht wie in vielen anderen Sportarten praktiziert die Nationalkader zu
    erheblichen Teilen mit im Ausland ausgebildeten Sportlern besetzen will bzw. muss.
    Oder man muss sich mit dem derzeitigen Mittelmaß zufrieden geben. Allerdings
    sind dann alle Vorwürfe in Richtung der Spielerinnen obsolet. Was hier unter miserablen
    Bedingungen in jedem Spiel (auch und gerade in den diversen Liegen) an jedem
    Spieltag geleistet wird, ist genauso bewundernswert wie das ehrenamtliche
    Engagement vieler Akteure im Breitensport. Allerdings tickt hier die
    biologische Uhr unerbittlich, denn den Vereinen geht zunehmend das Engagement
    der jüngeren Generationen verloren.


    Und genau hier liegt vieles (eigentlich nahezu alles)im
    Argen.


    Die Verbände schauen zu, jonglieren mit den Einnahmen in den
    eigenen Gremien (und den angeschlossenen Einheiten) und halten ansonsten Hände
    und Füße still und vor allen Dingen den Mund geschlossen. Ich erwarte hier
    schnellstmöglich einen strukturierten Aktionsplan, der dann auch Schritt für
    Schritt mit ganz konkreten Maßnahmen abgearbeitet wird. Was wäre notwendig?


    Große Arbeit in den politischen Gremien ist wichtig, noch
    wichtiger ist die Kleinarbeit auf den unteren, auch kommunalen Ebenen. Auseinandersetzung
    mit den Schulämtern und den diversen Sportstättenbetreibern (oft
    Stadt-/kreiseigene Gesellschaften) im Gefolge müssen konstruktiv und mit
    Nachdruck geführt werden. Die Hoheit über die Organisation des Hallenbetriebes
    (Vergabe der Trainingszeiten, Nutzungseinschränkungen, Reinigungsauflagen) in
    den falschen Händen grenzt die kleineren Handballvereine zunehmend aus, denn
    sie haben keine Lobby.


    In genau diese Richtung zielen meine Überlegungen. Die
    Handballoberen in D sind in der Pflicht, die inakzeptablen Rahmenbedingungen
    grundsätzlich und nachhaltig zu ändern. Als ersten Schritt müssen Sie einen
    gesellschaftlichen Dialog anstoßen. Die (unangenehmen) Voraussetzungen sind gegeben, der
    Anteil übergewichtiger Kinder ist erschreckend hoch, der Schulsport führt ein grauseliges
    Schattendasein, die im Breitensport tätigen Vereine haben den Überlebenskampf
    vielerorts schon aufgeben müssen.


    Wer hier die Arbeit und die Auseinandersetzung scheut, hat
    schon verloren. Der Handball steht in scharfer Konkurrenz, gottseidank haben
    nicht alle das Talent zum Fußballspielen. Entweder schaffen wir es alle gemeinsam,
    das Ruder noch einmal herumzureißen, oder im Mutterland des Handballs werden zuerst
    im Nachwuchsbereich, dann bei den Frauen und mittelfristig auch bei den Männern
    die Lichter ausgehen. Es wäre jammerschade.


    PS.


    Die Ausbildung der Schiedsrichter und die Kontrolle und
    Korrektur ihrer oft erschreckenden Fehlleistungen müssen ebenfalls ganz oben in
    das Pflichtenheft geschrieben werden. Was da an jedem Wochenende bis hoch zur
    1. Bundesliga passiert, ist unerträglich und vergrämt immer mehr Fans und
    Akteure sowie ihr oft ehrenamtlich engagiertes Gefolge. Die Tatenlosigkeit der
    Verantwortlichen ist unglaublich, denn diese Probleme sind schon lange bekannt.
    Die EM hat gezeigt, dass gute Schiedsrichterleistungen auch bei hoher
    Aktionsdichte kein Hexenwerk sind. Die Ausweitung dieser Diskussion würde allerdings
    den Rahmen dieses Threads sprengen.

    Weiterhin sollte man immer bedenken:

    ...Ich möchte aber nicht alles nur auf Unerfahrenheit schieben. Die Qualität der Spielerinnen spielt auch eine Rolle und die aktuelle Form. ...

    Die Qualität der einzelnen Spielerinnen ist natürlich von den Rahmenbedingungen abhängig. Solange selbst die Spielerinnen des deutschen Serienmeisters allenfalls als Halbprofis agieren können, sollte man nicht viel mehr erwarten. Die Spielerinnen werden nun mal in den Clubs gemacht. Da ist z.B. Ungarn schon viel weiter, alle wissen, wer Gyor sponsert und welche Sahnebedingungen die Spielerinnen dort haben. Hier sind unsere Verbände gefordert, die Frage ist nur, ob man dort überhaupt will. Zumindest in den Hirarchien oberhalb des DHB hat man ganz andere Prioritäten. Dabei bietet Handball immer tollen, attraktiven Sport. Und der Nachwuchs erhält im Trainings- und Spielbetrieb die beste Schule für's Leben, die man sich denken kann ... Auch und gerade jenseits der Dollarnoten.

    So 100-%ig kann ich Deine Argumentation nicht akzeptieren. Neagu hat heute bis zu Ihrem Ausscheiden ganz stark gespielt und den zwischenzeitlichen 5-Tore-Rückstand fast im Alleingang eliminiert. Im Grundsatz hast Du natürlich recht, die Belastung bei so einem Turnier ist schon ernorm. :)

    Dinah kann durchaus gegen Würfe von Außen bestehen, und auch sonst hat sie ganz ordentlich gehalten, das ist jedenfalls nicht das Hauptproblem. Wir bekommen nicht zu viele Treffer von Außen, wir machen zu wenige. Auch sonst werden wieder viel zu viele freie Würfe vergeben. Ohne Angie würde es heute ganz dünn aussehen, nur mit jungen engagierten Spielerinnen alleine ist auf diesem Niveau nicht viel zu gewinnen. Positiv: wir geben nicht auf und haben die Zukunft (hoffentlich, wenn die Verbände mitspielen und ausreichend Geduld aufbringen) auf unserer Seite ... :hi:

    Ungarns Stärke: Sie beziehen ihre Außen konsequent in das Angriffspiel mit ein und diese verwandeln dann auch treffsicher. Davon ist unsere Mannschaft meilenweit entfernt und deshalb auch viel leichter zu verteidigen.
    Gute Besserung für Neagu, die Anteilnahme ihrer Mitspielerinnen rührt das Herz. :sorry: :tschau:
    Mal sehen, was der heutige Abend noch bringt.

    Viele interessante Spiele mit in der Mehrzahl überraschend guten weil konstanten Schiedsrichterleistungen. Wenn da nicht die Ausnahmen wären ...
    Ein Beispiel: Das nicht anerkannte Tor von Schmu zum Ende der ersten Halbzeit ist eine dieser krassen Fehlentscheidungen. Der Torschiri ahndete offensichtlich die Präsenz von Ina im Torraum zwischen Werferin und Torhüterin als Behinderung. Allerdings ist Ina nicht vorsätzlich dorthin gelaufen, die ungarische Abwehrspielerin hat sie ziemlich unsanft dorthin bugsiert. Ich habe mir das heute in der Halbzeit SRB - MNG mehrfach angeschaut, so darf ein Schiri diese Szene niemals entscheiden. Die Zeitlupe ist da eindeutig, noch dazu aufgenommen aus dem Blickwinkel des Schiris.

    Überraschend war für mich auch, dass außer Luisa niemand wirklich protestiert hat. Waren alle anderen schon in der Halbzeitkabine? 8o ?(