Beiträge von Rheiner

    daraus zu folgern, dass dann beim eigenen spiel um platz 3 -egal wie du ihn für dich wertest,das wird den nati-spielern am allerwertesten vorbeigehen - nicht so viele zuschauen sollen wie beim insgesamten highlight des turniers-finale- ist doch
    ein bisschen weltfremd.

    Ihnen wird vor allem das Spiel um Platz 3 am Allerwertesten vorbeigehen.

    Du glaubst doch nicht, dass da irgendeiner von denen Bock drauf hat, oder?

    "spielt schland, interessiert es hier viel zu viele"

    schade-schon wieder n rückfall in alte zeiten...., dann war ja "interessiert nen toten"....doch kein einzelfall...

    (...)

    ich finde übrigens, dass es unserer sportart nur gut tun kann, wenn sich noch mehr dafür interessieren...

    Ich steh dazu. Spiele um Platz 3 bei WMs und EMs sind reine Geldmacherei und haben sportlich keinen Wert.

    Dass das Spiel viel mehr Leute in Deutschland interessiert als das Finale, nur weil beim Spiel um Platz 3 Schland spielt, ist genau das, was unserer Sportart nicht gut tut.

    So eine Einstellung kotzt mich echt an. Aber das ist wohl normal in unserer Leistungsgesellschaft... nur noch der Beste ist was wert.

    Ich hab mich wohl falsch ausgedrückt.

    Natürlich ist der Halbfinaleinzug und der 3./4. Platz was wert!

    Ich hab ja schon gesagt, dass das ein toller Erfolg ist.
    Und natürlich ist es ein riesiger Unterschied, ob man ins Halbfinale kommt oder in der Hauptrunde scheitert.

    Ich meinte nur, dass das Spiel um Platz 3 nichts wert ist (zumal da nie beide Mannschaft alles geben)!
    Ob man bei einer WM oder EM 3. oder 4. wird, ist m.E. kein Unterschied.
    Das Spiel um Platz 3 bei WMs und EMs ist für mich der Valentinstag des Sports - reine Geldmacherei.

    Dass ein Spiel um Platz 3 bei den Öffis viel mehr Zuschauer hat als es ein Finale ohne deutsche Beteiligung je kriegen könnte, ist aber natürlich auch klar.
    Von daher war mein Satz mit "interessiert nen Toten" nicht zutreffend. Spielt Schland, interessiert es hier viel zu viele.

    Man hat gestern auf jeden Fall auch den Unterschied zwischen den Hallen gemerkt.

    Bei Deutschland - Island in Köln haben auch die beiden Tschechen gepfiffen und das Publikum hat von Anfang an richtig Druck ausgeübt.
    Bei der zweiten deutschen Zeitstrafe früh im Spiel gab es eines der lautesten Pfeifkonzerte, die ich je beim Handball gehört habe.
    Das hat die Tschechen beeindruckt, danach kamen fast nur noch Strafen gegen Island.

    Da kam gestern in Hamburg viel, viel zu wenig.

    Warum Handball nicht der bessere Fußball ist

    Uupps, die 11 Freunde sind nicht unsere Freunde :verbot:

    Ich stimme dem natürlich auch nicht zu, was da steht.

    Aber es spiegelt auf jeden Fall sehr gut die Meinung von Millionen Fußballfans wieder, mit genau diesen genannten Kontra-Argumenten, die auch ich von Fußballfans immer wieder über Handball höre.

    Und es zeigt vor allem auch sehr gut, warum dieser Ansatz, z.B. in der Sportschau nennswert Fußballfans zur HBL rüberzuholen, nicht funktionieren kann.

    @ TCLIP: Milchmädchenrechnung.

    Wenn jetzt einmal ca. 10 Prozent der HBL-Spieler im Halbfinale stehen, sagt das nicht wirklich was über den Gesamtzustand der Liga aus.

    Dass eine Mannschaft punktverlustlos (!) oben steht, die sich in der CL so durchwürgt, und dass jetzt zweimal hintereinander kein deutsches Team im Final 4 war - DAS sagt was über den Zustand der Liga aus.

    Ich war bei Frankreich - Spanien in der Halle und fand schon, dass Frankreich immer noch mit Karabatic vorne und hinten deutlich stärker ist als ohne.
    Darum kann man das jetzige Frankreich nicht mit dem aus der Vorrunde vergleichen.
    Und dass die immer erst 100 Prozent geben, wenn es wirklich drauf ankommt, ist ja auch nichts Neues. Auch gegen Spanien hatte ich das Gefühl, dass die jederzeit hochschalten können (haben sie auch immer wieder gemacht, als es eng wurde).

    Wieder die Tschechen. :nein:

    Ich hab sie zu oft schon einseitig pfeifen sehen.

    Da hat Uwe Semrau bei Spanien - Island genau das Richtige gesagt (dass es ihm total gegen den Strich ging, wie da gepfiffen wurde und dass Island benachteiligt wurde).
    Flensburg - Paris war auch ein Paradebeispiel für ihr einseitiges Pfeifen.

    Die Spanier dann bestimmt im Finale. Hätte die aber lieber heute schon gesehen.
    Die sind für mich nach wie vor die Besten der Welt - mit großem Abstand zum Rest.

    Meine Absicht war es auch nicht, auf ollen kamellen rumzureiten, sondern die aktuell im WM-Forum angesiedelte Diskussion zu Prokop in einen Bereich zu verschieben, der auch nach der WM weiter im Fokus bleibt. Zumal es nach der ersten Niederlage nach der WM (die hoffentlich nicht allzu früh kommt) sicherlich wieder eine Trainerdiskussion geben wird, egal wie sinnfrei.

    Ich glaube nicht, dass jemand vor der EM eine neue Trainerdiskussion startet (die erfolgreiche EM-Quali vorausgesetzt - aber da zweifelt ja wohl keiner dran).

    Dass man mit Prokop nach dieser WM in die EM geht, ist natürlich klar.

    @ Oldie50:

    Ich weiß jetzt nicht, wie es in Dänemark war (ob da auch nur Tageskarten verkauft wurden usw.).

    Ich war aber dreimal in Köln und kann dir sagen, dass das auch sehr viel mit der deutschen Spießer-und-Sparer-Mentaltät zu tun hat. "Was bezahlt wird, wird auch genutzt."

    Ich hab etliche Leute gehört, die gesagt haben, was z.B. Brasilien - Spanienr, Frankreich - Island oder die President Cup Spiele für Sch...spiele waren.
    Aber die haben sich die halt trotzdem angeguckt, weil sie sie bezahlt haben.

    Dass das für die Mannschaften natürlich besser ist als ne leere Halle, ist klar.

    Bei der Eishockey-WM in der Eishockey-Stadt Köln (!) waren die Deutschlandspiele auch ausverkauft.
    Aber es gab halt auch Spiele mit 3000 Zuschauern (in der 19.000-Zuschauer-Halle).
    Mit dem Tageskartensystem beim Handball kann das natürlich so nicht passieren.

    @ Brummsel: Jetzt im Nachhinein ist die Analyse natürlich einfach.
    Ich fand den Weg zu riskant und vor allem hat mich geärgert, dass er aus den falschen Gründen gegangen wurde.
    Aber es ist gut gegangen. Das Ziel wurde erreicht - das zählt!

    Das scheint nicht nur so, das ist so und wurde auch schon vor der WM so geäussert, dass man ueber eine starke Abwehr eben diese leichten Tore braucht.
    Und das ist bei allen erfolgreichen Teams so. Und bei bis zu 10 Spielen in 18 Tagen schlicht ein Muss.

    Aber die hat man ja bisher eher wenig gemacht; aber man hat halt vor allem verhindert, dass der Gegner sie macht.
    Ich fand, dass bisher bei fast allen deutschen Spielen (außer den beiden, in denen es um nichts mehr ging, und dem Brasilienspiel)) auf beiden Angriffsseiten mehr Gewürge als sonstwas zu sehen war.
    Bei Deutschland ist es nach wie vor ein schwacher Positionsangriff, aber eine sehr starke Abwehr.