Beiträge von Rheiner

    und den Deal mit der ARD haben die RNL sicher nicht alleine gemacht, oder?

    Nein, aber sie hätten nicht zustimmen dürfen, weil klar war, dass das so nicht funktioniert.
    Kiel genauso.

    Und vor allem dürften sie sich jetzt nicht hinstellen und die Schuld auf die anderen schieben und so tun, als könnten sie da nichts für!

    und was heisst "eingebrockt"?..gab es denn für die Vereine tatsächlich Alternativen und wenn aj welche sinnvollen?? erlütere als Experte der Angelegenheit das doch bitte einmal

    Ob es eine Alternative zu dem ARD-Mist gab (Sky ist ja nicht das Problem)?
    Ja - es sein lassen!
    Aber dann wär Geld flöten gegangen, und dann lässt man halt mal lieber die Champions League flöten gehen.

    Hier wird ja immer auf deiosem Fernsehvertrag "herungeritten"..letztlich war der Fernsehvertrag jedoch aus wirtschaftlichen Gründen extrem wichtig für die HBL und deren Vereine..

    Ja, dann soll man das auch so sagen.

    HBL und Vereine haben sich den Mist für Geld selbst eingebrockt.
    Das Risiko war vorher klar (wie gesagt: die potenziellen ARD-Termine waren lange vor dem Vertrag bekannt!).
    Sie haben es trotzdem gemacht.

    Das sollte den Löwen- und Kiel-Fans, die sich jetzt aufregen, schon klar sein.

    Man kann den entscheidenden Punkt ja sehr gut im Interview mit Frau Kettemann rauslesen:

    Das A und O ist das Wirtschaftliche (Beispiel ist das Heimspiel an Ostern, auf das man nicht verzichten will).
    Dem hat sich das Sportliche unterzuordnen. Da ist dann auch die Champions League in dem Moment egal.
    Da merkt man gut, dass da eine Geschäftsführerin ist, die aus der Wirtschaft kommt und nicht aus dem Sport.

    Dass sie dafür in einem Handballforum noch z.T. gefeiert und gelobt ist, ist grotesk!

    Zitat von Arcosh

    Dann kann man leider nur sagen: "Selber Schuld". Die Rhein-Neckar Löwen stellen die wirtschaftliche Bedeutung der Liveübertraung in der ARD über den sportlichen Erfolg der Mannschaft und machen damit die in 14 Gruppenspielen erarbeitete Ausgangslage ihrer Spieler zunichte. Im ganzen Statement findet sich keine selbstkritische Äußerungen dazu, dass man mit der Zusage dieses Bundesligaspiel am 24.03. auszutragen sehenden Auges in diese Problematik hineingerannt ist, keine Hauch der Kritik an mangelnder Mitarbeit der ARD, die hier wie eine Monstranz des deutschen Bundesligahandballs empor gehoben wird. Wäre der Vereine nicht ebenso seinen Spielern, seinen Sponsoren und seinen Fans gegenüber in der Pflicht das bestmögliche sportliche Abschneiden der Mannschaft zu ermöglichen? Machen zwei oder drei Live-Übertragungen mit Beteiligung der Rhein-Neckar-Löwen die ARD zu einem wichtigeren Partner des Vereins als die treuen Fans die zu Champions-League-Auswärtsspielen in ganz Europa mitgereits sind und nun um die realisitsche Chance auf ein Viertelfinale oder gar die Final4-Teilnahme ihrer Mannschaft gebracht werden? Oder die Spieler, die monatelang enorme körperliche Beslastungen auf sich genommen haben für die Chance um den höchsten Vereinstitel Europas mitzuspielen? Das gegebene "Wort" gegenüber der ARD steht über alledem?

    Sehr guter Beitrag. (Fast) volle Zustimmung.

    Aber ich glaube nach wie vor nicht, dass sich die ARD hier auf mündliche Zusagen verlassen hat, was die Spieleauswahl (oder den Termin) angeht. Never ever.
    Und Vertrag ist Vertrag. Den werden die Löwen nicht brechen.

    @ Ronaldo: Es funktioniert doch gut (in anderen Ländern sowieso, aber i.d.R. auch in Deutschland) - bis auf diese fixen und unverlegbaren Samstagsspiele, die sich nach König Fußball richten! Das dürfte es so nicht geben, dann wär das Problem auch jetzt nicht da.

    @ Teufel: Dann ersetz von mir aus das "Fair play" durch "selbstverständlich":

    Ich finde, es ist selbstverständlich, dass sich die HBL und deren Vereine nach den anderen Verbänden und der EHF richten und
    nicht verlangen, dass sich die anderen alle nach ihnen richten. Die HBL-Vereine sind doch die einzigen, die dieses Theater haben.

    Und von Kielce wäre es Fair Play gewesen nicht auf dem Samstag zu bestehen

    Nee, find ich nicht.

    Die spielen Champions League zu Hause am Wochenende und müssen sich nicht nach der Fußball-Bundesliga richten.

    Fair Play wäre es, sich nach der Mehrheit zu richten und nicht zu erwarten. dass sich die Mehrheit nach einem richtet.

    Genau richtig...sowohl bei der HB L als auch der EHF sitzen eben Amateure die mit solchen Dingen völlig überfordert sind..im Fussball wäre das undenkbar

    Diesen Fall würde es im Fußball in Deutschland tatsächlich so nicht geben, weil da ganz klar ist, dass erst die internationalen Termine feststehen und der DFB sich danach mit seinen Terminen richtet. Da würde niemand auf die Idee kommen, einen Fernsehvertrag zu schließen (bzw. dem zuzustimmen), der dem entgegen steht.

    301 Moved Permanently

    Ich denke, dass trifft es ganz gut....

    Nee, find ich nicht.


    Zitat von swp.de

    Der Grund für diese Terminhatz ist in allen Sportarten derselbe: Es geht ums Geld. Jeder Verband und jede Liga verdient an den Spielen.

    Das stimmt natürlich, nur was ist denn mit den Vereinen?

    Sie haben dem TV-Vertrag eben genau für Geld zugestimmt, obwohl vorher klar war, dass es da zu terminlichen Kollisionen kommt.

    Warum man das jetzt nur auf den Verband und die Liga bezieht, ist mir nicht klar - außer natürlich, dass das eine regionale Zeitung ist, die Löwen-nah berichtet.

    Lies dir mal diese Entscheidung des Bundessportgerichts durch, die betrifft gerade deine Frage ob "spielentscheidend" mit weiteren Ausführungen und Verweisen auf andere Entscheidungen.

    Ich hab bei solchen Sachen schon so viele unterschiedliche Urteile gesehen (auch wo dann das eine Gericht im selben Fall anderer Meinung war als das andere),
    dass ich mir da im konkreten Fall nicht zutraue, zu sagen, wie das ausgehen würde.

    Nur zwei Sachen zu deinem Vergleichsbeispiel:

    Da geht es darum, ob ein Spieler spielen darf oder noch zwei Angriffe durch einen anderen ersetzt werden muss.
    Da geht es nicht um Über- und Unterzahl (im Gegensatz zu hier).
    Da seh ich einen sehr großen Unterschied zu dem Fall hier.

    Zweitens sieht man an dem Urteil, dass die Bedeutung des betreffenden Spielers für die Mannschaft in dem Spiel wichtig für das Urteil ist.

    Die Frage kann ja mal jeder für sich selbst beantworten:
    Ist es wahrscheinlich, dass das Spiel anders ausgeht, wenn 6 Minuten vor dem Ende ein Torwart hinausgestellt wird und die Mannschaft zwei Minuten in Unterzahl und dabei mit einem Feldspieler im Tor spielen muss, als wenn die Mannschaft die zwei Minuten komplett und mit Torwart spielt?

    Vermutlich haben die HBL-Leute mit ein bissel mehr Flexibilität und Verständnis der öffentlich-rechtlichen (!) Vertragspartner gerechnet.

    lol, also wenn sie das wirklich geglaubt haben, dass das Erste auch nur einen einzigen Programmpunkt für die HBL umstellt ... - ach, ich sag's besser nicht.

    Wenn sie bereit sind, innerhalb von 24 Stunden zwei Spiele zu machen, dann sollen sie doch einfach das Ligaspiel von Samstag auf Sonntag verlegen. Auch Sonntag ist keine Bundesliga, so dass die ganze Welt Handball gucken kann...

    Das ist utopisch.

    Für die ARD ist die HBL Lückenfüller für Fußball. Sonst nichts!
    Und sonntags zeigen die kaum Fußball, also gibt es auch keine Lücke, die gefüllt werden muss.

    Ich kann gar nicht nachvollziehen, warum jetzt die RNL zum Sündenbock gemacht werden?

    Der Fehler ist doch vor der Saison passiert.

    Diesen TV-Vertrag (dem die Vereine zugestimmt haben) hätte es so nicht geben dürfen.

    Die potenziellen Termine der ARD (die Freitermine) waren doch lange bekannt.
    Das hätte man lange vor dem Unterzeichnen des Vertrages merken müssen, dass das nicht passt.

    Man ist das Risiko eingegangen, weil man dadurch mehr Geld kriegt.
    So ehrlich sollte man sein.

    Die Freitermine der Fußball-Bundesliga für diese Saison (so viele sind das in der Saison nicht) stehen schon seit 2016 fest!

    Und dass die Löwen als deutscher Meister ein wahrscheinlicher Kandidat für genau diese Termine sind, war doch auch klar.

    Die Vereine haben dem Fernsehvertrag zugestimmt.

    Darum kann ich es nicht ganz verstehen, warum Frau Kettemann hier so gefeiert wird.
    Die Vereine haben das Problem doch für die Kohle, die sie kriegen, wesentlich mit verursacht.