Beiträge von Rheiner

    Es ist wirklich lustig welcher Popanz um.eine voellig bedeutungslose Szene gemacht wird....und Eggert ist der Mann der innerhalb von 3 Sekunden "wurde"...sensationell

    Bei einer einfachen Fehlentscheidung (Tatsachenentscheidung) würde ich dir zustimmen -
    bei einem Regelverstoß nicht.

    Die gleiche Szene bei Unentschieden (wenn Flensburg Einspruch einlegt) oder 1-Tor-Führung Löwen - und wir hätten ein Wiederholungsspiel!

    Ihr redet immer von 4 Sekunden.

    Ich habe gerade mitgestoppt: Zwischen Anpfiff und Sirene liegen noch nicht mal 3 Sekunden;
    der Ball verlässt die Hand noch eher, also kann von Überschreitung der 3 Sekunden überhaupt keine Rede sein.

    Und noch mal: Darauf wurde auch nicht entschieden. Es kam kein Pfiff, es wurde kein Freiwurf angezeigt!

    Wenn die Schiedsrichter auf Freiwurf dagegen entschieden hätten (wegen angeblicher Überschreitung der 3 Sekunden)
    wäre es zwar falsch, aber eine Tatsachentscheidung gewesen.

    Die Ausführung des 7-Meters laufen zu lassen, dann aber den 7-Meter nicht wiederholen zu lassen, ist
    ein Regelverstoß!

    In dem Fall aber natürlich nicht spieltentscheidend, darum nicht so tragisch.

    Darf trotzdem so nicht passieren!

    Aber nur, wenn noch 3 Sekunden oder weniger zu spielen sind. Man darf den Ball maximal 3 Sekunden halten, also wartet man dann den Schlußpfiff ab und führt dann erst den 7m aus. Bei 4 Sekunden kann man leider nicht auf den Schlußpfiff warten, sondern muß werfen und dann muß der Ball vor dem Schlußpfiff über der Torlinie sein.

    Irgendwas muss entschieden werden.

    Entweder, es wird Freiwurf gegen den Werfer gepfiffen (wegen übergetreten, hochgesprungen, Zeitfehler o.ä.).
    Ob der dann noch ausgeführt wird in der Situation, ist ein anderes Thema.

    Aber der Feldschiedsrichter macht ja auch keine Anstalten, gegen den Werfer zu pfeifen (es ist auch kein Pfiff zu hören).
    Sondern er hebt m.E. den Arm fürs Tor.

    Oder der 7-Meter wird wiederholt, wenn er nicht rechtzeitig im Tor und auch nicht gehalten/daneben/drüber/Pfosten/Latte ist.

    Das ist alles nicht passiert!

    Einfach das Spiel zu beenden (der Torschiedsrichter zeigte das an), weil die Zeit abgelaufen ist, ist einfach falsch!

    Das war auch genau der Punkt meiner ursprünglichen Frage. Durch das Ziehen der blauen Karte hat der Schiedsrichter ja eine automatische Sperre impliziert. Dabei hätte er blau gar nicht mehr zücken dürfen.

    Richtig, er hätte Blau nicht geben, und auch keinen Regelbezug zur Beleidigung reinschreiben dürfen!

    Dass die Sperre erhöht werden kann, ist klar. Darum ging es aber nicht.

    Der Punkt ist: Ohne blaue Karte (also Bericht) mit Regelbezug gibt es gar keine Automatiksperre, die sofort gültig ist.

    Darum kann das durchaus entscheidend sein, ob es für eine Beleidigung jetzt Rot plus Blau gab,
    oder die Beleidigung nur eingetragen werden konnte.

    16:9 Begeht ein Spieler oder Mannschaftsoffizieller gleichzeitig oder in direkter Folge vor dem Wiederanpfiff mehr als eine Regelwidrigkeit und erfordern diese verschiedene Strafen, ist grundsätzlich nur die schwerwiegendste Strafe auszusprechen.

    Das irritiert hier aber.

    Denn in dem Fall war er ja nach 3x2 schon raus.

    Also kann die blaue Karte (für ein Vergehen, das danach war) nicht mehr gegeben werden.

    Also dritte 2-Minutenstrafe, "einfaches" "Rot", Team-Strafe (Mannschaft) und schriftlicher Bericht wegen des Vorfalls nach der Disqualifikation

    Richtig.

    Und wichtig: Keinen Regelbezug bei dem Bericht zu dem Klatschen!

    Eine blaue Karte mit Regelbezug zieht eine Automatiksperre nach sich,
    ein schriftlicher Bericht (ohne blaue Karte und Regelbezug) nicht!
    Das kann also durchaus entscheidend sein.

    Aber mal davon ab: Ich finde eine blaue Karte für Klatschen auch völlig übertrieben (egal, ob es vorher
    schon Rot gab oder nicht). Aber das ist ein anderes Thema.

    Zur Klarstellung (unabhängig von der Szene gestern, weil ich sie nicht gesehen habe):

    Natürlich wird ein 7-Meter (wie auch ein Freiwurf) wiederholt, wenn das Schlusssignal vor oder nach der Ausführung kommt, wenn
    das Ergebnis (drin oder nicht drin) noch nicht feststeht (Regel 2:4)!

    Ich weiß jetzt nicht hundertprozentig, wie es in der Bundesliga ist, aber normalerweise besteht die Anweisung an die Schiedsrichter,
    den Spielern nicht (!) zu sagen, dass sie die Zeit runterlaufen lassen sollen, bis sie werfen.
    Da gab es nämlich schon Theater, weil alle ausgemacht haben, dass der Spieler die Zeit runterlaufen lässt, und alle haben
    sich drauf eingestellt - und dann hat der Spieler doch direkt nach dem Anpfiff (Zeit war angehalten) ins Tor geworfen
    (was natürlich regeltechnisch sein gutes Recht ist!).

    Darum soll man als Schiedsrichter keine Anweisung geben.

    Denke mal weil sie keinen Regelverstoss erkannt haben.
    Die Theorie, dass sie Angst hatten den Punkt in einem Wiederholungsspiel zu verlieren, halt ich für gewagt. Außerdem hätten sie sich die Zusatzeinnahmen niemals entgehen lassen.

    Seh ich genauso.

    Ich hab einige Interviews nach dem Spiel gehört.

    Die Magdeburger haben den Regelverstoß nicht erkannt - wenigstens nicht
    innerhalb der Frist.

    Sie hätten den Einspruch ja auch erst einmal nur ankündigen müssen.

    Kretsche und Semrau haben gerade Pässe bei Passiv-Warnzeichen nach einem Freiwurf gezählt.

    "1".

    "2".

    Dass vor dem Freiwurf schon Pässe gespielt waren bei Warnzeichen (und natürlich mitzählen), ging völlig unter.


    Und die Sattler vorhin:

    "Wenn in den letzten 30 Sekunden eine klare Torgelegenheit verhindert wird, zieht das eine rote Karte
    und einen 7-Meter nach sich."

    Wenn junge Schiedsrichter das gucken und sich darauf verlassen, sind sie verlassen!

    :rolleyes::rolleyes::rolleyes:

    Du verstehst da etwas falsch, Ex-MV:

    Das Problem sind nicht Fehlentscheidungen, die aufgrund falscher Wahrnehmungen der Schiedsrichter getroffen werden.

    Wenn sie was nicht sehen oder etwas falsch sehen - kein Problem, passiert jedem.

    Das Entscheidende ist, dass auf die Wahrnehmung die Regeln korrekt angewendet werden!

    Wenn das (trotz Beratung und trotz Spielaufsicht) nicht passiert (wie in Leipzig), hat das nichts mit dem Blickwinkel o.ä. zu tun!

    Ja, und mit so einem Beitrag von TCLIP habe ich gerechnet.

    Das hat er vor deinem Beitrag geschrieben und bezog sich auf dein Posting vorher.

    Hat er ja jetzt auch relativiert.

    Ich finde, dass es in dem Fall auf jeden Fall Sinn gemacht hat.

    Nen Shitstorm hat die deutsche Fußballschiedsrichterin gekriegt, die international nen Regelverstoß begangen hat,
    woraufhin die letzte Minute des Spieles wiederholt wurde. Die Frau hat ihre Karriere deshalb beendet.

    Davon sind wir ja beim Handball meilenweit entfernt.

    @ Handball-SR: Danke für Dein Posting!

    Ich finde gut, dass da jetzt keine Schönrederei kommt, sondern klar gesagt wird, dass man selbst nicht genau weiß, woran es liegt.

    Das ist mir tausendmal lieber als Erklärungen wie "Fehler können immer passieren" o.ä.

    Handball Bundesliga ist ein Profisport. Hier erwarte ich von allen Beteiligten (Trainer, Spieler, Zeitnehmer, Mannschaftsverantwortliche, Schiedsrichter, Spielbeobachter, ...) dass sie sich mit den Regeln auskennen und sie auch richtig anwenden können. Die meisten verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Und so schwer ist es dann doch nicht.

    Volle Zustimmung!

    Und auch wenn man damit nicht den Lebensunterhalt verdient, muss man das auf dem Niveau erwarten können!

    die vereine dürfen und müssen davon ausgehen, dass die schieris und auch der delegierte eine korrekte
    entscheidung trifft.

    In der Praxis haben sie aber jetzt mehrfach gesehen, dass es nicht so ist.

    Das ist kein Vorwurf an die Vereine - ich verstehe es nur nicht, dass man sich Punkte und Wiederholungsspiele
    entgehen lässt.